Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Anbeten.

Elkana und Hanna, 1 Sam. 1, 3. 19. 23.

Griechen, Joh. 12, 20.

Hiob, Hiob 1, 20.

Judith, Jud. 11, 13.

Josaphat, 2 Chr. 20, 18.

Moses, 2 Mos. 34, 8.

Saul, 1 Sam. 15, 25. 31.

Tobias, Tob. 1, 6.

Das Volk, 2 Chr. 29, 28. 29. 30. Neh. 8, 6. c. 9, 3. Jud. 6, 15.

Bete sie (die andern Götter) nicht an, und diene ihnen nicht, 2 Mos. 20, 5. c. 23, 24. c. 64, 13. Ps. 81, 10.

Ihr sollt euch keine Götzen mächen etc., daß ihr davor anbetet, 3 Mos. 26, 1.

Wir sollen nicht Sonne, Mond, Sterne etc. anbeten, 5 Mos. 4, 19.

Wir sollen kein Bildniß machen und es anbeten und ihm dienen, c. 5, 9.

Betet an den HErrn in heiligem Schmuck, Ps. 29, 2. Ps. 96, 6.

Er ist der HErr, und sollt ihn anbeten, Ps. 45, 12.

Alles Land bete dich an, Ps. 66, 4.

Alle Könige werden ihn anbeten, Ps. 72, 11.

Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen, und vor dir anbeten, HErr, und deinen Namen ehren, Esa. 86, 9. Offb. 15, 4.

Kommt, laßt uns anbeten und knieen, und niederfallen vor dem HErrn, der uns gemacht hat, Ps. 95, 6.

Betet ihn an, alle Götter, Ps. 97, 7.

Betet an zu seinem Fußschemel, Ps. 99, 6. 9. Ps. 132, 7.

Und sollen ihn anbeten alle Inseln unter den Heiden, ein Jeglicher an seinem Ort, Zeph. 2, 11.

Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande, und sind gekommen, ihn anzubeten, Matth. 2, 2. 11.

Wenn ihrs findet, sagt mirs wieder, daß ich auch komme und es anbete, ib. v. 8.

Dies Alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest, Matth. 4, 9. Luc. 4, 7. 6.

Du sollst anbeten GOtt, deinen HErrn, und ihm allein dienen, Matth. 4, 10. 4, 7. 8.

Da fiel der Knecht nieder, und betete ihn an, und sprach: Matth. 18, 26.

Es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge, noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten, Joh. 4, 21. 22.

Die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit, denn der Vater will auch Haben, die ihn also anbeten, v. 23.

GOtt ist ein Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten, ib. v. 24.

Siehe, ich will sie machen, daß sie kommen sollen und anbeten zu deinen Füßen etc. (durch aufrichtige und demüthige Bekehrung zur christlichen Kirche), Offb. 3, 9.

Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde, und Meer und Wasserbrunnen, Offb. 14, 7.

So Jemand das Thier anbetet, und nimmt das Malzeichen an seine Stirn, oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zorns GOttes trinken, ib. v. 9. 11. c. 13, 4. 8. 12. 15. c. 16, 2. c. 19, 20.

Siehe zu, thue es nicht, ich bin dein Mitknecht, und deiner Brüder, und derer, die das Zeugniß JEsu haben, bete GOtt an, Offb. 19, 10. c. 22, 8. 9.

§. 2. Aus den angeführten Schriftstellen ist sattsam zu ersehen, daß die Ehre der Anbetung, welche mit Lust geschehen soll, Sir. 35, 20. einig und allein GOtt zukomme, Matth. 4, 10. 2 Mos. 20, 3. 4. 5. c. 34. 14. 5 Mos. 26, 10. 8. und zwar der ganzen heiligen Dreieinigkeit, Ps. 72, 11. Ps. 97, 7. Esa. 45, 23. Röm. 14,11. Phil. 2, 9. 10. 1 Cor. 6,19. durchaus aber keinen Engel, Offb. 19, 10. c. 22, 8. 9. keinem verstorbenen Heiligen und also auch nicht der Jungfrau Maria, Esa. 63, 16. Jer. 17, 5. Matth. 23, 8. 9. 2 Cor. 1, 3. 1 Tim. 2, 5. 1 Joh. 5, v. 21. (wider die Papisten) keinem Menschen, A.G. 10, 25. 26. keinem Bilde, 5 Mos. 5, 9. Dan. 3, 5 ff. nicht dem Thier, Offb. 19, 20. nicht dem Teufel, Matth. 4, 9. 10. Offb. 9, 20.

§. 3. Diejenigen, welche nicht wie Sadrach, Mesach und Abednego gesinnt sind, Dan. 3, 5 ff. sondern etwas Anderm, als dem dreieinigen GOtt, solche göttliche Ehre anthun, machen sich des schweren Verbrechens der Abgötterei schuldig. S. Abgötterei 8-4. z.B.

Ahab betet den Baal an, 1 Kön. 21, 31. 2 Kön. 2,, 3. 21.

Amazia die Götter der Kinder Seir, 2 Chr. 24, 14.

Cyrus den Bel, Bel 3, 4 f.

Die Israeliten das Kalb, 2 Mos. 32, 8. Ps. 106, 19. andere Götter, 4 Mos. 25, 1. Richt. 2, 17. zehn Stämme unter Hosea das Heer des Himmels, 2 Kön. 17, 16.

Manasse allerlei Heer des Himmels, 2 Chr. 33, 3. 2 Kön. 21, 3.

Sanherib im Hause Nisrochs, 2 Kön. 19, 37.

§. 4. GOtt. der allein anzubeten, (§. 2.) drohet diejenigen, welche ihm diese Verehrung entziehen, hart zu strafen, und straft auch wirklich, wenn es seiner Weisheit gefällt. (S. Abgötterei §. 8 f.)

1) Ausrotten, 1 Kön. 9, c. 9. c. 11, 33. Zeph. 1, 6 ff. 5 Mos. 8, 19. c. 30, 17. 19.

2) Auswurzeln, 2 Chr. 7, 19 ff.

3) Entziehen den Regen, 5 Mos. 11, 16. 17.

4) ? Den Regen (d. i.) allen Trost im Gewissen und Hoffnung zur Seligkeit, Zach. 14, 17.

5) Umbringen, Jos. 23, 7. 16.

6) Umkehren, wie Sodom, 5 Mos. 29, 23. 26.

7) In die Hand ihrer Feinde geben, Richt. 2, 12. 14. 19. 21. Jud. 5, 16. c. 8, 15.

8) Mit unvernünftigen Thieren heimsuchen zur Rache, Weish. 11, 16.

§. 5. II) Bedeutet auch anbeten, nach Art der Morgenländer, wenn ein Niedriger vor einem Höhern, oder auch wohl überhaupt Einer gegen den Andern mit sonderbaren Geberden und Ehrenbezeugungen sich demüthigt, auch wohl auf die Knie niederläßt, und gleichsam anbetet, welches aber keine göttliche Ehre, sondern nur ein besonderer bürgerlicher Dienst und Ehrerbietung war, z. B.

Abigall den David, 1 Sam. 25, 23. 41.

Abraham die Kinder Heth, 1 Mos. 23, 7.

Avsalom den David, 2 Sam. 14, 33.

Adonia den Salomo, 1 Kön. 1, 53.

Ahimaaz den David, 2 Sam. 16, 26.

Arasna - - 2 Sam. 24, 20.

Arnon ? ? 1 Chr. 22, 21.

Bathseba ? ? 1 Kön. 1, 16.

Chusi den Joab, 2 Sam. 18, 21.

Cornelius den Petrus, A.G. 10, 25.

David den Jonathan, 1 Sam. 20, 41.

Joab den David, 2 Sam. 14, 22.

Josua den Enget, Jos. 5, 14.

Der Jüngling, der dem David Sauls Tod verkündigte, 2 Sam. 1, 2.

Die Knechte des Ahasuerus den Haman, Esth. 3, 2. 5.

Mephiboseth den David, 2 Sam. 9, 8.

Nathan den David, 1 Kön. 1, 23.

Die Prophetenkinder den Elisa, 2 Kön. 2, 15.

Ruth den Boas, Ruth 2, 10.

Salomo die Bathseba, 1 Kön. 2, 19.

Saul den vermeinten Samuel, 1 Sam. 28, 14.

Das Weib von Thekoa den David, 2 Sam. 14, 4.

§. 6. Diese menschliche und nach Landesart gewöhnliche Verehrung geschah auch wohl nur a) zur Schmeichelei, wie besonders die Obersten in Inda dem Könige thaten, 2 Chr. 24, 17. damit sie Freiheit von ihm nach ihrem fleischlichen Sinn erlangen möchten, b) und zum Schimpf, Marc. 15, 19.

§. 7. Naemans Anbeten, 2 Kön. 5, 18. war eine Amts- und Hofverrichtung, da er sich auch, wenn sein Herr sich vor den Götzen beugte, zugleich äußerlich, weil dieser sich auf ihn lehnte, mit bengen mußte, ohne dadurch dem eiumal als falsch erkannten Götzendienst wieder zu huldigen: daher es anch Elisa v. 19. gestattete. Daß Mardochai Haman nicht anbetete, Esth. 3, 2. 5. geschah daher, weil Haman ein Amalekiter war, vor welchem die Juden die Knie nicht beugen durfteu: (1 Sam. 15, 18 etc. vergl. Ps. 15, 4.) nud daß Nebucadnezar den Daniel so verehrte, Dan. 2, 46. konnte dieser ertragen, wird es aber wohl schwerlich nach seiner Demnth ohne Ahndung haben geschehen lassen; wenigstens hat er die ihm zugedachten Opfer nicht vollziehen lassen, obschon davon nichts offenbart, sondern nur v. 48. anderer Ehren gedacht wird.

§. 8. Anbeten heißt auch III) so viel als danken. 1 Mos. 24, 26. 2 Mos. 4, 31. Richt. 7, 15.