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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Anknüpfen; Ankommen; Anlächeln; Anlangen; Anläufe; Anlaufen; Anlaufen (das); Anlegen

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Anknüpfen - Anlegen.

Denn, wer da bittet, der empfängt, und wer da sucht, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgethan, Matth. 7, 6. Luc. 11, 10.

Anknüpfen

Kannst du ihm (dem Einhorn) dein Joch anknüpfen, die Furchen zu machen etc. Hiob 39, 10.

Ankommen

§. 1. I) An einen Ort gelangen.

Demetrius zu Tripolis, 2 Macc. 14, 1.

Paulus zu Tyrus, A.G. 21, 3.

- - Sidon, A.G. 27, 3.

§. 2. II) In etwas gerathen, von etwas überfallen werden. So kam an:

Angst die Philister, 2 Mos. 15, 14.

Furcht, Hiob 18, 20. Alle, da JEsus den Jüngling zu Nain aufweckte, Luc. 7, 16. Alle Seelen über die Wunder der Apostel, A.G. 2, 43. Die Gadarener, Luc. 8, 37. Zacharias, da er den Engel neben sich sahe, Luc. 1, 12.

- und Zittern den Hiob, Hiob 4, 14. den David, Ps. 59, 6. S. a. Jud. 4, 2.

Geburtsschmerzen die Rahel, 1 Mos. 35, 17.

Schrecken Simon Petrus, Luc. 5, 9.

Schrecken, Angst und Schmerzen die zu Babylon, Esa. 13, 8.

Unfall möchte Lot ankommen, 1 Mos. 19, 19.

Wehen, 1 Sam. 4, 19. Mich. 4, 9.

Die Zeit den Weibern, 3 Mos. 15, 24.

Zittern Hiob, 21, 6. Ps. 48, 7. Esa. 33, 14. die Gewaltigen Moabs, 2 Mos. 15, 15.

- und Entsetzen Maria Magoalena, Maria Jacobi und Salome, Marc. 16, 8.

Anlächeln

Freundlich ansehen, liebreich anblicken, welches oft aus falschem Herzen geschieht.

Wenn er (der Reiche, der da geizig ist) deiner bedarf, kann er dich sein äffen und lächelt dich an, Sir. 13, 7.

Anläufe

Die listigen Anläufe des Teufels sind alle vom bösen Geiste veranlaßte innere und äußere Verführungen, wodurch er sucht uns vom rechten Wege abzuleiteu; insbesondere 1) vom evangelischen Glauben durch Zweifel gegen dessen Wahrheit, durch den falschen Schein einer angeblich höheren Weisheit, durch Beunruhigungen wegen uusers Gnadenstandes, und Mißtrauen gegen die göttliche Liebe; 2) vom heiligen Leben durch Lockuugen zur Sünde. Allen Sünden kaun er eine Farbe anstreichen, und anfänglich klein machen, auch so vorstellen, daß der Menschen verderbtes Fleisch und Vlnt eine Lnst dazu bezeigt; wenn erst das geschehen, so ruht er nicht, bis nach dem Vorsatz die That selber vollbracht. Ist die Sünde einmal geschehen, so wird nach und nach eine Gewohnheit daraus, die Gewohnheit bringt gleichsam eine sittliche Nothwendigkeit hervor; und da ist der Strick völlig über die Hörner, denn auf diese folgt die Verzlveiflung und der Tod. Jac. 1,15. Aus Ge:z macht er Sparsamkeit, aus Hoffart Reinlichkeit und Ehrbarkeit, aus Hurerei Freundlichkeit und artigen Umgang etc. Dawider

Zieht an den Harnisch GOttes, daß ihr bestehen könnt gegen die listigen Anläufe (Hinterschleichungen) des Teufels, Eph.

6, 11.

Anlangen

Belangen, wider einen Klage führen, A.G. 25, 24.

Anlaufen

§. 1. Heißt in heiliger Schrift so viel als I) dergestalt anstoßen, daß man sich schwerlich vor dem Falle erhalten kann; oder durch eigene Schuld und Thorheit sich Wehe bereiten. Darum, so die Bösen, meine Widersacher, an mich wollen ?

müssen sie anlaufen und fallen, Ps. 27, 2.

Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit wendet, und thut Böses, so werde ich ihn lassen anlaufen (an meine Gerechtigkeit, weil er meine Langmuth mißbraucht), daß er muß sterben, Ezech. 3, 20.

§. 2. II) Einen öfters angehen, und mit Zuspruch und Bitten gleichsam beunruhigen a). Daher heißt GOtt anlaufen b), zu demselben im Vertrauen seine Zuflucht nehmen und ihn unermüdet bitten und stehen.

a) So wurde Paulus angelaufen, 2 Cor. 11, 28.

b) Welche ihn sehen und anlaufen, derer Angesicht wird nicht zu Schanden, Ps. 34, 6.

§. 3. III) An Christo einen Anstoß nehmen.

Sind sie darum angelaufen, daß sie fallen sollten? (d. i. daß ihr Verderben von GOtt beabsichtigt und bestimmt gewesen wäre?) das sei ferne! Rom. 11, 11.

Anlaufen (das)

§. 1. I) Eigentlich ein Anstoß oder Hinderniß, welches den Füßen in den Weg gesetzt wird, damit man entweder falle, oder von seinem Lauf zurückgehalten werde. (S. Aergerniß §. 1. II). Dasjenige, was einem Gelegenheit zu sündigen giebt, es sei solches an und für sich oder zufälliger Weise, entweder aus Unwissenheit, oder aus Bosheit. (S. Aergerniß §. 5. 6.)

Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens, und einen Fels der Aergerniß; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zu Schanden werden, Röm. 9, 32. 33.

§. 2. Dieser Stein ist Christus, unser Heiland, Esa. 8, 14. an dem sich die Juden gestoßen, und geärgert. Denn da er ihren thörichten, fleischlichen und engherzigen Erwartungen nicht entsprach, vielmehr sie strafte, so wurde ihnen seine Knechtsgestalt ein Stein des Anlaufens. Zwar nicht an und für sich, und nach der Absicht GOttes, denn er war ein Grundstein, ein bewährter und köstlicher Eckstein, ein Stein des Heils; Esa. 28, 16. 1 Petr. 2, 4. sondern durch ihre eigene Schuld; so wie er es Allen wird, die im Eigenwillen und Stolz das in ihm angebotene Heil verschmähen. Es ist GOttes heilige Ordnnng, daß die Verachtung der himmlischen Wahrheit in Verblendung, die Verstoßung der heiligen Liebe in Verhärtung, der Widerwille gegen GOttes Heilsrath in das Verderben stürzt. Vergl. Matth. 21, 44. und Stein.

Anlegen

§. 1. Wird I) von Kleidern gebrancht, und was man sonst anthut, z. B.

Den Harnisch, 1 Kön. 20, 11.

Das Kleid die Ruth, Ruth 3, 3.

Christo ein weißes, Luc. 23, 11.

Kleider, Ezech. 42, 11. 1 Petr. 3, 3.

Den Panzer legte David an, 1 Sam. 17, 38.

Ein Purpurkleid wurde Christo angelegt, Joh. 19, 2.

Ein Purpurmantel, Matth. 87, 28.

Den herrlichen Rock Aaron, Sir. 45, 9. leinenen Rock, 3 Mos. 8, 7. c. 16, 4.

Sack Mardochai, Esth. 4, 1.

Säcke die Weiber, 2 Macc. 3, 19. c. 10, 25.

Schmuck, Ezech. 24, 17.

§. 2. II) Im geistlichen Verstände a) die Waffen des Lichts anlegen, heißt: sich zum geistlichen Kampf, wider den Teufel, die Welt und sein eigenes Fleisch fertig machen. (S. Waffen des Lichts.) b) mit weißen Kleidern angelegt werden, heißt: mit himmlischer Klarheit, als Zeichen des reinen begnadigten Herzens, umgeben und übertleidet, mit ewiger Freude beschenkt werden. Offb. 2, 5.

So laßt uns nun ablegen die Werke der Finsterniß und anlegen die Waffen des Lichts, Röm. 13, 12.

§. 3. III) Einem etwas anthun, erweisen.