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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Arbeiten

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Arbeit - Arbeiten.

Der (Noah) wird uns trösten in unserer Müh und Arbeit auf Erden, die der HErr verflucht hat, 1 Mos. 5, 29.

Man drücke die Leute mit Arbeit, 2 Mos. 5, 9.

Sechs Tage sollst du deine Arbeit thun, aber des siebenten Tags sollst du feiern, 2 Mos. 12, 16. c. 23, 12.

Wer eine Arbeit darin (am Sabbath) thut, deß Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk, 2 Mos. 31, 14.

Eure Arbeit und Mühe soll verloren sein, 3 Mos. 36, 20.

Unser Leben währet 70 Jahr etc. und wenns köstlich gewesen ist, so ists Müh und Arbeit gewesen, Ps. 90, 10. 11.

Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit, wohl dir, du hast es gut, Ps. 128, 2.

Einem jeglichen Menschen ist Arbeit aufgelegt nach seinem Maß, Pred. 6, 7.

Führt keine Last am Sabbathtage aus euren Häusern, und thut eure Arbeit, Jer. 17, 32.

Ihre Arbeit (der Weisheit) ist lauter Tugend. Weish. 8, 7.

Dem Esel gehört sein Futter, Geißel und Last, also dem Knechte sein Brod, Strafe und Arbeit, Sir. 35, 25.

Wer sich mit seiner Arbeit nährt, und läßt ihm gnügen, der hat ein sein ruhiges Leben, Sir. 40, 18.

Ein Jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit, 1 Cor. 3, 8.

§. 2. II) Die schwere Mühe und Angst, die von der Arbeit herrührt, Jer. 31, 16. a) Daher wird das Werk der Bekehrung b) und das schwere Amts- und Erlösungsgeschäft unsers lieben Heilandes c) eine Arbeit genannt.

a) Selig sind die Todten, die in dem HErrn sterben, von nun an. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit, denn ihre Werke folgen ihnen nach. Offb, 14, 13.

b) Ich habe euch gesandt zu schneiden, das ihr nicht habt gearbeitet; Andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit gekommen, Joh. 4, 38.

c) Ja, mir hast du Arbeit gemacht in deinen Sünden, und hast mir Mühe gemacht in deinen Missethaten. Esa. 43, 24.

§. 3. III) Das Werk, welches verfertigt wird. 2 Mos. 35, 26.

Die Syrer haben bei dir gehott deine Arbeit (deine Waaren, deine Manufakturen), was du gemacht hast, Ezech. 27, 16. S. v. 36.

So ists je besser zwei, denn eins, denn sie genießen doch ihrer Arbeit wohl, Pred. 4, 9.

Gute Arbeit giebt herrlichen Lohn, Weish. 2, 15.

§. 4. IV) Dasjenige Gute und Böse, was man durch seine Mühe und Arbeit verdient und sich zuwege bringt, das ist der Lohn. Hag. 2, 18.

Wenn du deine Arbeit (Früchte des Feldes) eingesammelt hast, 2 Mos. 23, 16.

Die Früchte deines Landes und alle deine Arbeit (Gut und Vermögen) wirb ein Volk verzehren etc. 2 Mos. 28, 33.

Und will schaffen, daß ihre Arbeit (Lohn des Gottesdienste«) soll gewiß sein, Esa. 61, 8.

Und unserer Väter Arbeit (was fie erworben), die wir von Jugend auf gehalten haben, müsse mit Schande untergehen etc. Jer. 3, 24.

§. 5. V) Sünde, Bosheit, Ungerechtigkeit und Abgötterei.

Man sieht keine Mühe in Jacob, und keine Arbeit (Bosheit, Abgötterei) in Israel, 4 Mos. 23, 21.

Seine Zunge richtet Mühe und Arbeit (Bosheit, Ungerechtigkeit) an, Ps. 10, 7.

Es ist Mühe und Arbeit (Ungerechtigkeit) drinnen, Ps. 55, 11. Warum läßt du mich sehen Arbeit, Habac. i, 3.

§. 6. VI) Den Dienst, den man einem Andern leistet. Ezech. 29, 18. 20. Ebr. 6, 10. 1 Thess. 1, 3.

§. 7. Zur Arbeit (§. 1.), welche nicht am Sabbathtage geschehen soll, 2 Mos. 31, 14. Esa. 56, 2. Jer. 17, 27. Amos 8, 5. 8. soll uns ermuntern a) GOttes Ordnung, 1 Mos. 2,15. und Befehl, 1 Mos. 3, 17. 19. 2 Mos. 20, 8. c. 23, 12. Sprw. 24, 27. Sir. 7, 16. Matth. 12, 5. 1 Cor. 3, 8. 1 Thess. 4,11. 2 Thess. 3, 10. 11. 12.

b) Die göttliche Versicherung, daß sie nicht umsonst sein soll. Ps. 128, 2. Spr. 31, 11. welches man an Jacob sieht, 1 Mos. 31, 40 ff.

c) Der vielfältige Nutzen, welchen wir davon haben. Denn auf fleißige Arbeit folgt:

1. ehrliche und nothdürftige Unterhaltung, Ps. 136, 2. Sprw. 14, 23. 1 Thess. 4, 11.

2. Reichthum und Ueberfluß, Sprw. 10, 4. c. 12, 2?. c. 14 23. Sir. 20, 30.

3. Gesundheit, Sir. 31, 27.

4. süßer Schlaf, Pred. 5, 11.

d) Das Beispiel des heiligen und mächtigen Schöpfers der Creatur, Joh. 5, 17. und unsers Heilandes JEsus Christus. Matth. 20, 28. Joh. 1, 3. 10. Ebr. 1, 3. Col. 1, 17. Job. 5, 17. A.G. 10, 38.

e) Das Beispiel der in der Schrift angeführten Geschäftigen. S. §. 10.

Jacobs, 1 Mos. 30, 29.

Des Weibes des Tobias, Tob. 2, 19.

Paulus, 2 Cor. 11, 37. 1 Thess. 2, 9. 2 Thess. 3, 8.

f) Der Spiegel der Creatur GOttes in, an und unter dem Himmel. Z. B.

Die Engel, Ps. 34, 8. Ps. 91, 11. Ps. 103, 20. Hiob 38, 7. Esa. 6, 2. Ebr. 1, 14. Offb. 4, 3.

Die Sonne, Ps. 19, 6-7.

Feuer, Hagel, Schnee etc., Ps. 148, 8.

Die Thiere, Sprw. 30, 24-28. Sprw. 6, 6-8. Sir. 11, 3.

g) Im Stande der Unschuld würde die Arbeit dem Menschen keine Arbeit gewesen sein; daß sie jetzt ihm Mühe und Verdruß macht, ist Folge der Sünde. Aber eben darum ist uns jetzt die Arbeit unentbehrlich, als Schutzmittel gegen Sünde und sowie ohne sie das Leben werthlos wird, bereitet sie auch den besten Lebensgenuß. Joh. 4, 34. 9, 4. sie muß aber mit ganzer Geisteskraft und Herzenstheilnahme, Esa. 53, 11. ohne Lohnsucht, 1 Cor. 9, 17. 18. und aus reiner Liebe zu GOtt, Joh. 3, 21. geschehen.

§. 8. Weil nun ein jeder Meusch arbeiten soll, (§. 7.) Pred. 6, 7. so ist nicht ausgeschlossen a) der weltliche Stand, Röm. 12, 8. b) der Lehrstand, Pred. 1, 18. c. 12,9. Sir. 39, 6. Matth. 9, 38. 1 Cor. 15, 10. 2 Cor. 11, 27. 28. 1 Tim. 5, 17. c) der Hausstand, Ps. 128, 2. Eph. 4, 28. 1 Thess. 4, 11.

§. 9. Gebet und Arbeit sind Zwillinge, sie dürfen nicht getrennt werden, sondern müssen stets beisammen sein, soll anders die Arbeit nicht vergeblich geschehen, Ps. 90, 17. Ps. 118, 25. Ps. 127, 2. Sir. 37, 19. Sprich ja zu meinen Thaten etc. 0ra et labora et Deus aderit sine mora. Zum Beten und zum Fleißigsein, giebt GOtt bald Segen und Gedeihn. Ueber die vita activa und contemplativa s. Caassian. Collat. l. I. c 8. S. 221 f. ed. Lips. 1733. u. die ll. cc. Cicero, de Offic. I. 6.

§. 10. In heiliger Schrift wird uns verschiedene Arbeit, sowohl a) der Männer als b) der Weiber namhaft gemacht.

a) ein Ackermann zu - wie Cain, i Mos. 4, 2.

Baumeister, wie Hiram, 1 Kön. 7, 13.

Drescher, wie Gideon, Richt. 6, 11.

Fröhner, wie die Israeliten in Egypten, 2 Mos. 2, 23.

Gärtner, wie Salomo, Pred. 2, 4.

Gerber, wie Simon. A.G. 18, 3.

Goldschmied, wie Demetrius, A.G. 19, 24.

Haushalter, wie Joseph, 1 Mos. 39, 1 ff.

Teppichmacher, wie Paulus, A.G. 18, 3.

Tischler, Schmied, Töpfer, Sir. 38, 28.

Ziegelstreicher, wie die Israeliten, 2 Mos. 2, 23.

Zimmermann, wie Joseph, Matth. 13, 55.

b) Arznei zurichten, 1 Sam. 8, 13.

Backen, ib.

Futter dem Vieh geben, Sprw. 31, 15.

Kochen, 1 Sam. 6, 13.

Köstliche Geräthe wirken, 2 Mos. 35, 26.

Seide sticken, Sprw. 31, 22. 24.

Spinnen, Tob. 2, 19.

Kleidermachen, A.G. 9, 39.

Das Vieh hüten, wie Rahel, 1 Mos. 29, 6.

Wasser holen, wie Rebecca, 1 Mos. 24, 15.

Mit Wolle und Flachs umgehen, Sprw. 21, 13.

Arbeiten

Arbeit thun. S. §. 1. Arbeit.