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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Baal-Peor; Baal-Prazim; Baal-Salisa; Baal-Sebub; Baal-Thamar; Baal-Zephon; Babel; Babylon

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Baal-Peor - Babylon.

schen Jachza und Aroer gelegen, sechs Meilen von Jerusalem, 4 Mos. 32, 38. Jos. 13, 17. 1 Chr. 6, 8. Ezech. 25, 9.

Baal-Peor

Ein Abgott der Moabiter und Midianiter, der seinen Namen entweder vom Berge Peor hat, wo ihm ein Tempel, das Haus Peor, erbaut war: 5 Mos. 3, 29. oder von ^ ^ ^ aperire. sc. hymenem virgineum; mithin ein Priap, welchen die Heiden mit Fressen, Saufen und Unkeuschheit bedienten, also daß sie auch ihre Weiber und Töchter hingaben, Unkeuschheit mit ihnen zu treiben. Es hingen die Kinder Israel, sonderlich Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse ihm an, weshalb auch 24,000 umkamen, 4 Mos. 25, 3. 5 Mos. 4, 3. 4. Jos. 22, 17. Ps. 106, 28. Hos. 9, 10.

Baal-Prazim

Der hohe Gott zerrissen. Ein Ort ohnweit Jerusalem, im Thal Raphaim, wo König David die Philister auf GOttes Befehl schlug, auch ihre Götzenbilder verbrannte, 2 Sam. 5. 20. 1 Chr. 15, 11. heißt Esa. 28, 21. der Berg Prazim.

Baal-Salisa

Ein dreifacher Herr, Großfürst. Ein Flecken an der Grenze Ephraim und Juda, woraus ein Mann dem Elisa 20 Gerstenbrode in der Theurung brachte, 2 Kön. 4, 42.

Baal-Sebub

Ein Fliegenheer, Mückengott. Es war ein Abgott der Philister zu Ekron, 2 Kön. 1, 2. 3. 16. und soll seinen Namen haben entweder, weil er sich in der Gestalt einer Fliege hat sehen lassen; oder weil er angerufen wurde, daß er die Fliegen, im Orient eine weit schwerere Plage, vertreiben sollte. Es wird Matth. 10, 25. c. 12, 24. 27. Marc. 3,22. Luc. 11, 15, der oberste der Teufel so genannt; als gleichbedeutend mit diabolos ^ ^ ^ Lästerer, Ankläger, Feind; s. Storr. 0p. Ac. I, 48.

Baal-Thamar

Ein Palmenherr oder großer Palmbaum. Ein Flecken bei Gibea, in dem Stamm Benjamin, wo sich die andern elf Stämme wider Benjamin rüsteten und 25,109 erschlugen, Richt. 20, 33.

Baal-Zephon

Ein Herr des verborgenen Schatzes. Ein Abgott, welcher am Ufer des rothen Meeres in Egypten stand. Er sollte nach der Egypter Meinung die leibeigenen und gefangenen Knechte, wenn sie aus Egypten entfliehen wollten, gleichsam bannen und zurückhalten. Hievon mag auch wohl der Ort, wo die Israeliten ihre vierte Lagerstätte aufschlugen, und von den Egyptern, welche im rothen Meer ertranken, eingeholt wurden, den Namen haben, 2 Mos. 14, 2. 9. 4 Mos. 33, 7.

Babel

§. 1. I) Eine Stadt im Lande Sinear, welche ihren Namen von der Verwirrung, 1 Mos. 11, 9. oder vom Bel, Stadt des Bel, hat. Sie heißt auch Babylon, und lag 170 Meilen von Jerusalem gegen Morgen. Sie ist von Chams Nachkommen zu bauen angefangen, 1 Mos. 10, 8-10. und von der Semiramis, Königs Ninus Gemahlin, (nach einer übertreibenden Sage) ausgebaut, mit herrlichen Gebäuden geziert und mit starken Mauern befestigt worden, und hatte 12 deutsche Meilen im Umfange. Nimrod war daselbst der erste Regent, 1 Mos. 10, 10. worauf sie ein Sitz aller assyrischen Könige, und wegen ihrer Große, Zierde und Pracht, die große Babel genannt wurde, Dan. 4, 27. Man sieht sie als ein Vorbild des Antichrists und der Feinde der Kirche Christi N. Testamentes, Offb. 14, 16-18. an. Die Hauptmerkwürdigkeiten Babels waren außer der 200 Ellen hohen und 50 Ellen breiten, mit 100 festen ehernen Thoren und mit 250 Thürmen versehenen Stadtmauer, die 1 Stadium lange und 30 Schuhe breite Hauptbrücke über den Euphrat, die auf beiden Seiten des Euphrats liegende Doppelburg, neben ihr die hängenden Gärten und der Tempel des Belus. Gute Abbildungen in Humphr. Prideaux, Connexion des A. T. Dresd. 1722. I. Cyrus eroberte die Stadt, indem er den Euphrat abgraben ließ, und durch das Flußbette eindrang, im J. 538 oder 539 v. Chr., unter dem letzten Babyl. Könige Nabonnid. Der völlige Untergang der Stadt aber erfolgte erst allmälig viele Jahrhunderte nach den Weissagungen der Propheten; und zu Christi Zeit waren nur noch Trümmer übrig.

Hatte mächtige Könige, welche den Israeliten viel Drangsal anthaten, 2 Kön. 15-20, 24. 25. 1 Chr. 10, 1. Esa. 36, 1.

Wird die Ruthe der Gottlosen genannt, Esa 14, 5. 6. die die Welt zittern und die Könige beben machte, v. 17.

War ein Götzenland, Jer. 50, 38. 2 Kön. 17, 30.

Der Hammer der ganzen Welt, Jer. 50, 23.

Die herrliche Pracht der Chaldäer, Esa. 13, 19.

Das andere Sodom und Gomorrha, Esa. 13, 19. Jer. 60, 40.

Der schädliche Berg, welcher alle Welt verdirbt, Jer. 51, 25.

Der Kelch des Zorns, davon alle Heiden trinken und sammt ihr gestürzt werden sollen, Esa. 21, 9. Jer. 51, 7. 8.

Ist endlich wegen ihrer Abgötterei und anderer Sünden von GOtt gestraft und zerstört worden nach der Weissagung Bileams, 4 Mos. 24, 24. Davids, Ps. 137, 8. 9. Esaias, c. 13, 14, 21, 25, 47, 48. Jer. 25, 50. 51. Daniels, c. 5, 25. Hab. 2, 16.

An den Wassern zu Babel saßen wir und weineten, wenn wir an Zion gedachten, Ps. 137, 1.

Babel ist gefallen, sie ist gefallen, Esa. 21, 9.

Gehet aus von Babel, Esa. 48, 20.

Fliehet aus Babel, damit ein Jeglicher seine Seele errette, daß ihr nicht untergeht in ihrer Missethat, Jer. 51, 6.

Wir heilen Babel, aber sie will nicht heil werden, ib. v. 9.

Das ist die große Babel, die ich erbaut habe zum königlichen Hause, durch meine große Macht zu Ehren meiner Herrlichkeit, Dan. 4, 27.

§. 2. II) So hieß auch eine Stadt in Assyrien am Tigris, welche von Seleucus Nicator erbaut, und nach seinem Namen Seleucia genannt wurde; die Einwohner nannten sie das neue Babylon, heutiges Tages heißt sie Baltach oder Gagoath.

Von deren Einwohnern besetzte der König in Assyrien Samarien, 2 Kön. 17, 24. Esr. 4, 2. 10.

Petrus gedenkt ihrer, 1 Epist. 5, 13.

Babylon

Ist mit dem vorhergehenden Babel §. 1. einerlei, und wie gedacht, ein Vorbild der Feinde der Kirche Christi N. T. besonders des römischen Babels, welches Babylon die große, Offb. 18, 2. genannt wird, weil sie mit einem gewaltsamen Regiment, welches die Kirche Christi, wie ehedem Babel die Israeliten, gefangen hält, und über die Gewissen, Offb. 13, 17. hochmüthig herrschet. (Nach Andern Bild des römischen Heidenthums, das endlich durch das Christenthum besiegt wurde.)

Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon etc., Offb. 14, 8.

Eine Mutter der Hurerei, Offb. 17, 5.

Weh, weh, die große Stadt Babylon etc., Offb. 18, 10.