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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Barrabbas; Barsabas; Barsillai; Bart; Barte; Bartholomäus; Bartimäus; Baruch; Basan

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Barrabbas - Basan.

Die vollständige Sammlung der Nachrichten über B. s. Tillemont Mémoires I. 434-441. und Notes S. 685-691.

Barrabbas

Ein Sohn des Vaters. Der Name des Mörders, welchen die boshaften Juden dem HErrn Christo vorzogen, Matth. 27, 16. 17. 20. 21. 26. Marc. 15, 7. 11. Luc. 23, 18. Joh. 18, 40. Die Wahl des Barrabbas hatte eine hohe symbolische Bedeutung, und kann in diesem Sinne wiederholt werden; wenn man lieber der Ungebundenheit des Unglaubens als der sanften Leitung der göttlichen Offenbarung in JEsu; lieber dem wilden Freiheitsschwindel der Anarchie als dem Worte GOttes, das Gehorsam gegen die Obrigkeit fordert; lieber dem blendenden Verführer, als der Stimme JEsu sich hingiebt. Die Folgen sind im jüdischen Volke dargestellt, denn dieses ergriff der Barrabbas-Geist wie ein Dämon, und stürzte es in den Abgrund.

Einen Pendant zu der Zusammenstellung JEsu mit dem Barrabbas giebt die blaspheme Parallele, die zwischen JEsu und Jean Paul Marat gezogen wird in dem Eloge funèbre de J. P. M. Député à la Convention nationale, prononcé à Strasbourg, dans le temple de la Raison, l'an II. de la république, in den Mémoires de Charles Barbaroux, dem 21. Vol. der Collection des Mémoires relatifs à la Révolution Franç., im Anhang p. 125-131. In der Leidensgeschichte JEsu tritt diese Erscheinung des Barrabbas gleichsam als eine satanische Nachäffung JEsu auf: weil dieser B. eigentlich Jesus hieß, nach einigen kritischen Zeugen, und er also als ein falscher Sohn des Vaters, und als falscher Heiland dem wahren Sohn GOttes und Heiland gegenübersteht.

Barsabas

Ein Sohn des Cidschwurs oder ein sattsamer Sohn. Der Zuname I) des Josephus Justus, welcher nach Christi Himmelfahrt um das Apostelamt mit Matthias loosen mußte, A.G. 1, 23. II) Der Zuname eines Lehrers, Juda, welcher mit Paulus und Barnabas gen Antiochien ging und das Evangelium ausbreiten half, A.G. 15, 22.

Barsillai

Eisern, Standhaftigkeit. I) Der Name eines Gileaditers von Roglim, welcher David versorgte, als er sich in Mahanaim aufhielt, 2 Sam. 17, 27.

War 80 Jahr alt, ib. c. 19, 32. 35.

Begleitet David bis an den Jordan, v. 31.

Seine Treue wird auch seinen Kindern vergolten, 1 Kön. 2, 7.

II) Ein Meholathiter, der Vater Adriels, 1 Sam. 18, 19. 2 Sam. 21, 8. III) Ein Priester in Israel, welcher aus den Töchtern Barsillais, des Gileaditers, ein Weib nahm, Esr. 2, 61. Neh. 7, 63.

Bart

§. 1. Bedeutet die Haare, welche auf dem Kinn bei heranwachsendem Alter zu wachsen pflegen. Bisweilen auch das ganze Kinn.

Am Bart schädigt, 3 Mos. 13, 29. 30.

Der vom Aussatz Gereinigte mußte den Bart mit abscheeren, 3 Mos. 14, 9.

Ihr sollt euren Bart nicht gar abscheeren, 3 Mos. 19, Z7.

Der Priester durfte den Bart nicht abscheeren, 3 Mos. 21, 5.

David nahm den Löwen bei dem Bart, 1 Sam. 17, 35.

- dem floß der Geifer durch den Bart, da er sich kollernd stellte, 1 Sam. 21, 13.

Joab faßte den Amasa bei dem Bart, 2 Sam. 20, 9.

Wie der köstliche Balsam ist, der vom Haupt Aarons (bei seiner Salbung) herabfließt in seinen ganzen Bart. Ps. 133, 2.

§. 2. Den Bart raufen und abscheeren war bei den Juden ein Zeichen großer Traurigkeit und Beschimpfung.

Esra raufte Haupthaar und Bart aus, Efr. 9, 3.

Der HErr wird den Bart abnehmen, Esa. 7, 20.

Aller Haupt ist abgeschoren (haben Platten), aller Bart ist abgeschnitten, Esa. 15, 2.

Achtzig Männer von Sichem - hatten ihre Bärte abgeschoren, Jer. 41, S.

Alle Köpfe werden kahl sein, und alle Bärte abgeschoren, Jer. 48, 37.

Barte

Eine lange Axt, die theils wie ein Spieß, theils wie ein Beil gestaltet; wovon später die Partisan und Helleparte den Namen erhielt, Ps. 74, 6.

Bartholomäus

Ein Sohn, der das Wasser aufhält. Johannes nennt ihn Nathanael, c. 21, 2. Er war aus Cana in Galiläa gebürtig, ein redlicher und Wahrheit liebender Mann, Joh. 1, 47. Er hat in Indien gepredigt. Zu Albanopolis soll er grausamer Weise geschunden und in verkehrter Stellung gekreuzigt worden sein. Er hat nichts, und also auch kein Evangelium geschrieben. Seiner wird gedacht Matth. 10, 3. Luc. 6, 4. A.G. 1, 13. S. Tillemont 1. c. S. 381-83. Notes S. 648-651.

Bartimäus

Ein Unreiner oder Trauersohn. Ein Blindgeborner, welchen JEsus sehend machte auf seiner letzten Reise nach Jerusalem, Marc. 10, 46. 52.

Baruch

§. 1. Gesegnet. I) Ein Sohn Nerias, und Schreiber bei Jeremias, welcher des im Gefängniß liegenden Jeremias Predigten zweimal in ein Buch schreiben und allem Volk vorlesen sollte, Jer. 36, 4. 27. 32. Er soll sich mit Jeremias nach Egypten, und nach dessen Tode nach Babel begeben haben, und daselbst im 12. Jahr der babylonischen Gefangenschaft gestorben sein.

§. 2. Daß dieser Baruch Urheber des Buchs Baruch sei, ist nicht wahrscheinlich. Es mag dieses Buch wohl von einem neuern Juden, aus guter Meinung erdichtet worden sein, und hat man es, ob es schon in der katholischen Kirche unter die canonischen Bücher aufgenommen ist, nicht besonders hoch zu achten. Gleich im 1. cap. v. 2. will sich nicht mit der Zeit Jechonias reimen; denn nicht unter Jechonia, sondern unter Zedekias ist der Tempel und die Stadt verbrannt worden; ingleichen v. 8. schickt sich auch nicht; v. 14. viel weniger, weil Baruchs Buch in einem Tempel, der völlig verbrannt, sollte gelesen werden etc. Es kann jedoch, weil darin scharf wider die Abgötterei gepredigt und die Israeliten zur Buße angemahnt werden, unter den Apokryphen seinen Platz behaupten.

II) Ein Sohn Sabais, Neh. 3, 20.

Basan

Fruchtbar Land. Es ist eine sehr schöne Landschaft zwischen dem Jordan und Gebirge Libanon, an der Amoriter Grenzen gelegen. Hatte viel Viehweiden, 4 Mos. 21, 33. c. 32, 33.

Deren König Og wurde von den Israeliten geschlagen, 5 Mos. 1, 4. c. 3, 1 ff. c. 4, 43. Jos. 9, 10. c. 12, 4. 5. c. 13, 11. 12. 30. 31. Ps. 135, 11. Ps. 136, 20.

Hasael schlug Gilead und Basan, 2 Kön. 10, 33.

Die Gaditer wohnten da, 1 Chr. 6, 11.