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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Baumeister; Baumöl; Bavai; Bazekath; Bazeluth; Bazra; Bealia; Bean; Bebai; Beben; Becher; Bechorath; Becken

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Baumeister ? Becken.

Baumeister

§. 1. Einer, der die Aufsicht über einen Bau zu führen und anzuordnen, auch selbst mit Hand anzulegen pflegt. Uebrigens siehe Bauen $. 1. und Bauleute §. 2.

§. 2. Esa. 49, 17. will man die Apostel verstehen, allein man übersetzt es wohl besser durch Kinder. Siehe A.G. 13, 46. vergl. Esa. c. 60. welches von der Versammlung der Kirche N. T. handelt. In 1 Cor. 3, 10. nennt sich Paulus einen weisen Baumeister; ja GOtt selber wird der Baumeister des himmlischen Jerusalems (Offb. 21, 14.) genannt Ebr. 11, 10.

Baumöl

Das allerreinste Oel ans Oelbäumen, 2 Mos. 27, 20. gestoßen oder gepreßt, 3 Mos. 24, 2.

Bavai

In Traurigkeit. Ein Sohn Henadads, und Oberster zu Kegila, hilft die Mauern zu Jerusalem wieder bauen, Neh. 3, 18.

Bazekath

Angststadt. Eine Stadt im Stamm Juda, Jos. 15, 39. 2 Kön. 22, 1.

Bazeluth

Im Braten. Ein Mannesname, Esr. 2, 52.

Bazra

Weinlese. I) Die Hauptstadt der Edomiter am Jordan, 5 Meilen von Jerusalem, bei Bethabara gelegen, 1 Mos. 36, 33. von dem rothen Wein so genannt, und ein Vorbild auf Christi rosinfarbenes Blut, Esa. 63,1. II) Eine Stadt im Lande Moab, welche dem Stamm Manasse zugetheilt wurde, Jer. 48, 24.

Bealia

Ein Herr oder Götze des Herrn. Ein Held von dem Hause Sauls, kam auch zu David gen Ziklag, 1 Chr. 13, 5.

Bean

In der Sünde. Ein Heide, dessen Kinder auf der Straße Untreue und Mord an Israel übten, von Judas Maccabäus sammt ihrer Burg verbrannt wurden, 1 Macc. 5, 4. 5.

Bebai

Mein Augapfel. Der Vater Sacharias, dessen Nachkommen, an der Zahl 623, nach der babylonischen Gefangenschaft nach Jerusalem heraufzogen, Esr. 2, 11. c. 8, 11.

Beben

§. 1. Ist ein Zeichen eines großen Schreckens und Zitterns. Wenn einer in solcher Angst steht, daß er sich vor Unruhe nicht zu fassen weiß, so heißt es, er bebet. S. Angst.

Ein bebendes (verzagtes) Herz, 5 Mos. 28, 65.

Der Gottlose bebt (hat keinen Frieden mit GOtt, Esa. 48, 22.) sein Lebenlang, Hiob 15, 20.

Des (davon ich rede) entsetzt sich mein Herz, und bebt, Hiob 37, 1.

Mein Herz bebt (sinnet kummerhaft hin und her), meine Kraft hat mich verlassen, Ps. 38, 11.

Da bebte ihm das Herz ? wie die Bäume im Walde beben von dem Winde, Esa. 7, 2.

Du Menschenkind, du sollst dein Brod essen mit Beben, Ezech. 12, 18.

Daniel beben die Gelenke, Dan. 10, 16.

§. 2. Es wird auch leblosen Geschöpfen beigelegt, um eine überaus heftige Bewegung und Erschütterung und ihre unbeschränkte Abhängigkeit vom Schöpfer anzuzeigen.

Er spottet der bebenden (das Blinzen der) Lanzen, Hiob 41,20.

Die Erde bebte und ward bewegt, die Grundfesten des Himmels regten sich und bebten, da er zornig ward, 2 Sam. 22, 8. Ps. 18, 8. Ps. 68, 9.

Auf Erden, oben auf den Bergen (wo Christus seine meisten Predigten gehalten, und seine Gläubigen gesammelt) wird das Getreide dicke stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon (wie durch den Wind daselbst ein Geräusch entsteht, so wird durch die Gläubigen aus dem Kirchenacker ein Geräusch entstehen) und wird grünen in den Städten, wie Gras auf Erden (wenn sich ganze Länder zu dem Messias bekehren werden), Ps. 72, 16.

Das Erdreich regte sich und bebte davon, Ps. 77, 19. Esa. 13, 13. Jer. 10, 10. Nahum 1, 5.

Er schauet die Erde an, so bebt sie, Ps. 104, 32. Ps. 114, 7. Jer. 49, 21. c. 50, 46.

Die Berge beben, Esa. 5, 25. Jer. 4, 24.

Die Götzen in Egypten werden vor ihm beben, Esa. 19, 1.

Die Grundfesten der Erden, Esa. 24, 18.

Der Himmel bebet, Joel 2, 10.

Die Pfosten, Amos 9, i.

Denn siehe, der ganze Himmel allenthalben, das Meer und die Erde beben, Sir. 16, 17.

§. 3. Die bebenden Knie, Hiob 4, 4. sind, wie Ebr. 12, 12. ein Bild theils der Schwachgläubigen, die unter der Kreuzeslast gleichsam beben, und wie die Jünger Matth. 8, 25. verzagen; theils der im Eifer für das Gute und für das Werk des HErrn Ermattenden, die durch die Stärkern wieder ermuntert und befestigt werden sollen.

Becher

Der Erstgeborne. I) Der andere Sohn Benjamins, 1 Mos. 46, 21. 1 Chr. 8, 0. II) Der andere Sohn Ephraims, von dem die Becheriten herkommen, 4 Mos. 26, 35.

Becher, s. Kelch

§. 1. a) Im natürlichen Verstande ist es ein Trinkgeschirr und wird dessen gedacht: Pharaos Becher, 1 Mos. 40, 11. 13. 21. Josephs, 1 Mos. 44, 2.

Die Becher der Stiftshütte von seinem Gold, 2 Mos. 25, 29. c. 37, 16. Esr. 1, 10. c 8, 27. im Tempel, 1 Chr. 29, 17.

Es aß (das Schäflein) von seinem Bissen, und trank von seinem Becher, 2 Sam. 12, 3.

Wer dieser Geringsten Einen nur mit einem Becher kalten Wassers tränket in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unbelohnt bleiben, Matth. 10, 42. Marc. 9, 41.

Wehe euch Schriftgelehrten ? die ihr die Becher und Schüsseln auswendig rein haltet, Matth. 23, 25. 26. Luc. 11, 39.

§. 2. b) Bildlicher Weise bedeutet es ein großes Maß Unglücks, Elend, Kreuz und GOttes Zorn, Ps. 75, 9. Jer. 25, 15. 17. 28.

§. 3. Wenn Johannes, Offb. 17, 4. der römischen Hure Pracht und verführerischen Schmuck, der die Sinne soll einnehmen, wie es mit dein Putz des falschen Gottesdienstes zu geschehen pflegt, beschreibt, so spricht er: das Weib habe einen goldenen Becher in der Hand gehabt. Ein Bild aller der bösen Künste und Mittel, die eine Kraft zu verführen und zu verblenden, ja gleichsam zu berauschen hatten, um die Seele ganz jener geistigen Macht dienstbar zu machen. Er ist durch den goldnen Kelch zu Babel, Jer. 51, 7. vorgebildet, gleichwie diese alle Völker an sich zogen, als wenn sie aus einem Zauberbecher getrunken, so ist es auch mit dieser Mutter der Hurerei beschaffen.

Bechorath

Erstgeburt, Sam. 9, 1.

Becken

Wurden zur Stiftshütte gemacht, 2 Mos. 27, 3. c. 38, 3. 4 Mos. 4, 14. Es wurde darin das