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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Bersten; Berüchtigen; Berücken; Beruf; Berufen

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Bersten  Berufen.

Da wohnte Abraham, Isaac und Jacob, 1 Mos. 46, 1. die Söhne Samuels, 1 Sam. 9, 2. Elias, 1 Kön. 19, 3. S. auch Amos 5, 5. c. 8, 14.

Bersten

Zerspringen, in Stücke zerfallen.

Willst du vor Bosheit bersten, Hiob 18, 4.

Hast du etwas gehöret, so laß es mit dir sterben, so hast du ein ruhiges Gewissen, denn du wirst ja nicht davon bersten, Sir. 19, 10.

Der Drache borst mitten entzwei, Bel. 26.

Judas hat sich erhenkt, und ist (da der Strick zerriß, herunter gefallen) mitten entzwei geborsten, A.G. 1, 19.

Berüchtigen

Eine Jungfrau. Derselben einen öffentlichen Schandfleck anhängen, 5 Mos. 22, 19. und überhaupt in ein böses Geschrei bringen, angehen, anklagen, Luc. 16, 1. Tit. 1, 6.

Berücken

Unversehens, wie die Vögel mit dem Netz, überfallen, fangen. Berückung Röm. 11, 9. ist so viel als eine Falle.

So werden auch die Menschen berückt zur bösen Zeit, wenn sie über sie fällt, Pred. 9, 12.

Und ob er (der Schalk) zu schwach ist, dir Schaden zu thun, so wird er dich doch, wenn er seine Zeit ersieht, berücken, Sir. 9, 35.

Beruf

§. 1. I) Diejenige Lebensart, Amt oder Stand, worin die Menschen gesetzt sind. S. Amt. II) Die Berufung zum Reiche Christi, und die dem Christen bestimmte hohe Würde und Seligkeit, deren er sich immer bewußt bleiben, und durch deren Bewußtsein sich zum heiligen Wandel antreiben lassen soll, 2 Thess. 1, 11. Ebr. 3, 1. Siehe Berufung.

Bleibe in GOttes Wort, und übe dich darin, und beharre in deinem Beruf, Sir. 11, 80.

Vertraue GOtt, und bleibe in deinem Berufe, ib. v. 21.

Ein Jeglicher bleibe in dem Beruf, darin er berufen ist, 1 Cor. 7, 20.

Sehet an, lieben Brüder, euren Beruf (die Art eurer Berufung), 1 Cor. 1, 26.

Daß ihr erkennen möget, welches da sei die Hoffnung eures Berufs, Eph. 1, 13.

So ermahne ich euch  daß ihr wandelt, wie sichs gebühret, eurem Beruf, darin ihr berufen seid (gemäß), Eph. 4, 1. 4.

Darum, lieben Brüder, thut desto mehr Fleiß, euren Beruf und Erwählung fest zu machen, 2 Petr. 1, 10.

§. 2. Es ist des allweisen GOttes Verordnung, daß die Menschen in einem gewissen Stande leben sollen; und daher soll 1) ein Jeder mit seinem Stande zufrieden sein, wenn er ihm auch noch so mühsam und beschwerlich vorkommen sollte, Sir. 11, 23. 2) getreu in demselben bleiben, Sir. 11, 20. 21. 2 Tim. 4, 5. Röm. 12, 7. 3) GOtt um Segen und Gedeihen zu seinen Verrichtungen anrufen, Ps. 127, 1. 2. 1 Petr. 4, 11. Ps. 90, 17. 4) und nicht über die Schranken seines Berufs schreiten, Sir. 3, 24.

§. 3. Ein Jeder, besonders aber Lehrer und Prediger, Ebr. 5, 4. hat dahin zu sehen, daß sein Beruf richtig und GOttes Ordnung gemäß sei. Die da laufen, die sich das Amt anmaßen, ohne des innerlichen Rufes von GOtt gewiß zu sein, wider GOttes Willen, Jer. 23, 21. an die will der HErr, ib. v. 30. 31. S. Röm. 10, 15. Wer es nicht umsonst Matth. 10, 8. empfängt, ist verdammt mit seinem Gelde, A.G. 8, 20. Alle, die sich durch casus obliquos eindringen, sind Diebe und Mörder, Joh. 10, 1. 2 f. Gleichwie diejenigen, welche mit einem diebischen Schlüssel in die Häuser kommen, schlecht angesehen werden; also wird GOtt die, welche ohne ordentlichen und rechtmäßigen Beruf sich der Haushaltung über GOttes Geheimnisse annehmen, schlecht genug empfangen. Und wie können solche Miethlinge sich in ihrem Amte trösten mit Jeremias c. 1, 19. S. auch Sir. 10, 31. 32. Esa. 49, 4. vergl. Ps. 109, 8.

§. 4. Der Beruf der Propheten. Apostel, wie auch Anderer ist unmittelbar von GOtt; a) aber auch mittelbar b) durch Menschen geschehen und ebenfalls als ein göttlicher anzusehen, 1 Cor. 4, 1. 2 Cor. 3, 5. 6. Eph. 4, 11.

a) Bei Andreas, Matth. 4, 18.

Den Aposteln, Matth. 10, 1. Marc. 3, 14. c. 6, 17. Luc. 3, 1.

David, 1 Sam. 16, 1.

Elias, 1 Kön. 17, 19.

Esaias, c. 6, 8.

Ezechiel, c. 2, 3.

Gideon, Richt. 6, 13.

Jacobus und Johannes, Matth. 4, 21. 22.

Jeremias, Jer. 1, 4.

Johannes dem Täufer, Esa. 40, 3. Mal. 3, 1. Matth. 3. 1

Jonas, Jon. 1, 3.

Josua, 5 Mos. 31, 7. 6. 14.

Moses, 2 Mos. 3, 4.

Matthäus, Matth. 9, 9.

Paulus, A.G. 9, 5. 6.

Samuel, 1 Sam. 3, 4.

Simon Petrus, Matth. 4, 18. 19. Luc. 5, 10.

b) Matthias, A.G. 1, 23.

Timotheus, 1 Tim. 1, 16.

Titus, Tit. 1, 5.

§. 5. Christen sollen in ihrem Beruf nach Paulus Ermahnung 1 Cor. 15, 58. unbeweglich sein, sich von der Nachfolge ihres Heilandes nicht abwendig machen lassen, und wenigstens in der seligen Auferstehung eine gnädige Belohnung geduldig erwarten, ib. v. 1. 2. S. hiebei Sir. 11, 21 f. Jer. 48, 10. 2 Chr. 15, 7. 2 Cor. 5, 810.

Berufen

I) Geschieht entweder zu einem gewissen Amt, Ebr. 5, 4. oder Lebensart a) §. 1. Beruf; oder zum Himmelreich, Gal. 1, 6. 15. c. 5, 8. 13. 1 Tim. 6, 12. 1 Petr. 2, 9. c. 3, 9. Ebr. 9, 15. S. Berufung, b) II) zu sich fordern, 1 Mos. 49, 1. vor sich bescheiden, versammeln, 4 Mos. 10, 2. Jos. 23, 2. c. 24, 1. 1 Sam. 10, 17. 2 Sam. 20, 4. 5. 2 Kön. 3, 21. III) aus einem Ort heraus rufen, Esa. 41, 9. Ebr. 11, 8.

a) Ich habe mit Namen berufen Bazaleel, 2 Mos. 31, 3.

JEsus berief die zwölf Apostel, Marc. 6, 7.

Paulus berufen zum Apostel, Röm. 1, 1.

Welcher ihr zum Theil auch seid, die da berufen sind von Jesu Christo, Röm. 1, 6.

Ein Jeglicher, wie ihn der HErr berufen hat (in seinem Stand), also wandele er, 1 Cor. 7, 17.

Ein Jeglicher bleibe in seinem Beruf, darin er berufen ist, 1 Cor. 7, 20. Eph. 4, 1.

b) Viele (Alle) sind berufen, aber Wenige sind auserwählt, Matth. 20, 16.

Wir wissen, daß denen, die GOtt lieben, alle Dinge zum Besten dienen, die nach dem Vorsatz berufen sind, Röm. 8, 28.

Welche er verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat (mit Erfolg, so daß sie den Ruf annahmen), die hat er auch gerecht gemacht, Röm. 8, 30.

GOtt ist getreu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes, 1 Cor. 1, 9.

Nicht viel Weise nach dem Fleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen, 1 Cor. 1, 26.

Im Frieden hat uns GOtt berufen, ib. c. 7, 15. Col. 3, 15.

Ist Jemand berufen in der Vorhaut, der lasse sich nicht beschneiden, 1 Cor. 7, 18.

Wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eures Berufs, Eph. 4, 4.

Der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit, 1 Thess. 2, 12.

GOtt hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung, ib. c. 4, 7.

Darin er euch berufen hat durch unser Evangelium, zum herrlichen Eigenthum unsers HErrn JEsu Christi, 2 Thess. 2, 14.

Der uns selig gemacht hat, und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Vorsatz und Gnade, 2 Tim. 1, 9.