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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Berufener; Berufer; Berufung GOttes; Beruhen; Berühmt; Berühren

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Berufer - Berühren.

Sondern nach dem, der euch berufen hat, und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem euren Wandel, 1 Petr. 1, 15.

Denn dazu seid ihr berufen. Sintemal auch Christus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, 1 Petr. 2, 21.

Der GOtt aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo JEsu, 1 Petr. 5, 10.

Derhalben, ihr heiligen Brüder, die ihr mit berufen seid durch den (zum) himmlischen Beruf, nehmet wahr etc. Ebr. 3, 1.

Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind, Offb. 19, 9.

Berufer

GOtt, der Allwissende.

Nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnaden des Berufers (der sie berufen nach seinem Wohlgefallen), Röm. 9, 12.

Berufener

Berufene sind dreierlei: 1) alle Menschen; 2) welche den göttlichen Beruf wirklich annehmen, unter denen es aber noch Heuchler giebt; 3) die beständig bleiben, und ihren Beruf fest machen, 2 Petr. 1, 10.

Höre mir zu, Jacob, und du, Israel, mein Berufener, Esa. 48, 12.

Allen, die zu Rom sind, den Liebsten GOttes, und berufenen Heiligen, Röm. 1, 7.

Berufung GOttes

§. 1. Es giebt einen allgemeinen Ruf GOttes an die Menschen, oder Erweckung zur Besserung und Gehorsam gegen GOtt, welcher durch Vernunft, Gewissen, Natur, Erziehung u. s. w. geschieht. Da dieser Ruf aber von dem Menschen im Stande der Natur überhört, unterdrückt wird, und nicht zur gründlichen Bekehrung hinreicht; so bedarf es der besondern göttlichen Berufung, die durch die christliche Offenbarung geschieht. Diese ist der wahrhaftige, Col. 1, 6. Matth. 24, 14. gnadenreiche, Eph. 2, 8. 9. ernstliche, Matth. 22, 7. kräftige, Matth. 23, 37. allgemeine, Luc. 24, 46. 47. A.G. 17, 27. 1 Tim.

2, 4. 2 Petr. 3, 9. Matth. 20, 16. Ruf GOttes, 2 Tim. 1, 9. wodurch er den Menschen seinen Willen in seinem Worte offenbart, und die Wohlthaten, welche Christus durch sein Leiden erworben, zu genießen anbietet, damit sie aus dem Stande der Sünde, Verdammniß, Finsterniß, Esa. 9, 1. Luc. 1, 79. Eph. 5, 9. und des Todes, Eph. 2, 1. 2. 3. 12. in dem sie von Natur sind, zum Licht, Eph. 5, 8. zur Gemeinschaft seines Sohnes gebracht werden, und zur ewigen Seligkeit gelangen können und sollen.

§. 2. Das eigentliche Wesen dieser Berufung ist eine solche innere Erweckung und Aufregung, wodurch der Mensch es inne wird und fühlt, daß GOtt etwas mit ihm will, sei es, daß GOtt ihn reizt zur ernsten Aenderung seines Herzens und Lebens nach GOttes Willen, daß er ihn zu Christo hinzieht; oder daß GOtt ihn zu einem besondern Werke, zu einer gewissen Pflicht kräftig auffordert. Die Mittel, deren sich dabei der heilige Geist bedient, sind das Wort GOttes in seinem ganzen Umfange, unter allen Gestalten, in allen Anstalten der Kirche, und in den Einrichtungen des christlichen Lebens; so wie auch die äußern Schicksale, denn in der Hand der göttlichen Vorsehung kann Alles ein Ruf GOttes werden. Dieser Ruf ist zwar unausweichbar; (der Mensch kann es GOtt nicht wehren, an sein Herz zu klopfen, Offb. 3, 20.) aber nicht unwiderstehlich: es hängt von dem Menschen ab, ob er auf den Ruf hören und folgen will, oder nicht, Matth. 11, 20. c. 23, 37. A.G. 7, 51.

§. 3. Es leuchtet ein, daß diese Berufung von der höchsten Wichtigkeit ist: schon 1) an sich, es ist etwas Großes, wenn der Unendliche uns würdigt, uns zu rufen, seinen Willen zu eröffnen - wer darf das gering achten? - und 2) wegen der Folgen: denn von dieser Berufung hängt unsre Seligkeit ab. Ihr widerstehen führt Verhärtung des Gewissens, Matth. 12, 43-45. c. 13, 14 ff. Röm. 10, 21. c. 11, 8. Verstockung, mithin Verstoßung von GOtt und Ausschließung aus der angebotnen Seligkeit herbei, Matth. 11, 21-24. c. 22, 8. Luc. 14, 24. Und die Ursache, warum so viele Menschen bei dem ernstlichen göttlichen Willen sie zu retten, verloren gehen, sind die Menschen selbst, Hos. 13, 9. wobei sie keine Entschuldigung haben, Luc. 14, 18. Von der Annahme des göttlichen Rufes aber und Treue gegen denselben geht die Seligkeit aus. Daher es Pflicht ist, zuerst mit Scham und Dank erkennen, wie oft uns GOtt gerufen hat, ohne daß wir hörten; dann aber desto williger hören, wie Abraham, da er aus Ur gerufen ward, 1 Mos. 12, 1. alle Mittel des Heils, als Ruf- und Weckstimme GOttes fleißig gebrauchen; und in Allem GOttes rufende Stimme zu vernehmen und zu beachten; - und so unsrer Berufung zur Seligkeit, als worauf der ganze Weltplan GOttes berechnet ist, Röm. 8, 28-39. uns zu getrösten, und dieses Trostes durch Treue immer gewisser zu werden.

§. 4. Der Beruf der Heiden zum Reich Christi wird verkündigt 1 Mos. 12, 3. c. 18, 18. c. 26, 4. Ps. 72, 17. Esa. 11, 10. c. 2, 2. 3. Jer. 3, 17. Joel 3, 2. Zach. 2, 11. mit vielen Sprüchen und Gleichnissen des N. T. bestätigt, Matth. 2, 1. 5. c. 3, 9. c. 8, 11. c. 20, 1. c. 21, 28. c. 22, 2. c. 28, 19. und durch die Apostel in Erfüllung gebracht, A.G. 9, 29. c. 11, 1. 20. c. 13, 46. c. 14, 27. Röm. 1, 5. c. 10, 12. Gal. 2, 2 etc. etc.

GOttes Gabe und Berufung mögen ihn nicht gereuen, Röm. 11, 29.

Jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung GOttes in Christo JEsu. Phil. 3, 14.

Thut desto mehr Fleiß, euren Beruf und Erwählung fest zu machen, 2 Petr. 1, 10.

Beruhen

Bleiben, Luc. 10, 6.

Berühmt

Derjenige, welcher sich einen großen Namen durch redliche Thaten macht, und vor Andern angesehen ist, 1 Sam. 9, 6. 2 Sam. 23, 22. 2 Chr. 26, 8. Esr. 4, 10. 1 Kön. 4, 31. Es wird auch von solchen gebraucht, die durch Bosheit, Tyrannei etc. groß werden, 2 Sam. 20, 2. a).

Wie? ist sie nicht nun verlassen, die berühmte und fröhliche Stadt? Jer. 49, 25.

Ihr Mann (eines tugendsamen Weibes) ist berühmt in den Thoren, Sprw. 31, 23.

Was ists, wenn einer gleich hoch berühmt ist, so weiß man doch, daß er ein Mensch ist, Pred. 6, 10.

Und ich will ihnen eine berühmte Pflanze (Jer. 23, 5.) erwecken, Ezech. 34, 29.

Androvicus und Junias, berühmte Apostel, Röm. 16, 7.

a) Wurden daraus gewaltige und berühmte (wegen böser Chaten, 4 Mos. 16, 2.) Leute, 1 Mos. 6, 4.

O Timothee, bewahre, das dir vertrauet ist, und meide die ungeistlichen, losen Geschwätze, und das Gezänke der falsch berühmten Kunst, 1 Tim. 6, 20.

Berühren

§. 1. I) So viel als anrühren; §. 1. 2 Mos. 12, 22. Hagg. 2, 14. II) Figürlich wird der Beischlaf und die Ehe selbst a) damit bezeichnet.

Abimelech aber hatte sie (Saram) nicht berühret, 1 Mos. 20, 4. 6.