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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Beweisung - Beyspiel.

Beweisung

§. 1. Eine klare und deutliche Kundmachung, die einem Jeden in die Augen fällt, und nicht geläugnet werden kann.

Erzeiget nun die Beweisung eurer Liebe und unseres Ruhms von euch (wie wir von euch gerühmt haben) an diesen, auch öffentlich vor den Gemeinen, 2 Cor. 8, 24.

§. 2. In Beweisung des Geistes und der Kraft, d. i. ich ließ es ankommen auf die Ueberzeugung, welche der durch das Evangelium mit göttlicher Kraft wirkende heilige Geist hervorbringt; welches nicht eine theoretische, sondern practische, das Gewissen von der Schuld und von der Nothwendigkeit eines Heilandes überführende Gewißheit ist. Denn der heilige Geist, welcher mit dem Worte vereinigt ist, wirkt mit dem Wort, als einem Werkzeuge göttlicher Kraft selig zu machen, die daran glauben, in den Herzen den Glauben, Röm. 15, 19. Die Wunder und Weissagungen mit Origenes darunter zu verstehen, gestattet der Zusammenhang nicht. Auch hat Paulus oft gelehrt, ohne daß Wunder dabei geschahen.

Und meine Worte und meine Predigt war (bestand) nicht in vernünftigen Reden (Ueberredungskünsten) menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft, 1 Cor. 2, 4.

Bewerfen

Ein Haus mit Leimen, Kalk bewerfen, 3 Mos. 14, 42. 43. 48.

Bewilligen

In oder zu einer Sache einstimmig sein, 5 Mos. 13, 8. 1 Kön. 20, 8. Luc. 11, 48. Bewilligung, 1 Cor. 7, 5.

Moses bewilligte bei Jethro zu bleiben, 8 Mos. 2, 2l.

Joseph von Arimathia hatte nicht bewilliget (veraltet, für gewilligt) in ihren Rath, Luc. 23, 51.

Bewohnen

Steht in der Beschreibung des geistlichen und auch leiblichen Segens und Ruhe der Christenheit; wenn es unter andern heißt:

Sie werden Häuser bauen und sie bewohnen, Esa. 65, 21. Sonst steht es noch Jer. 17, 25. c. 27, 11. Jer. 50, 39. Ezech. 12, 20. Amos 9, 14. Zach. 7, 7. c. 14, 10.

Der zu Jerusalem spricht: sei bewohnet, Esa. 44, 26.

Darnach sollst du bewohnet werden wie vor Alters (d. i. schlecht), Jer. 46. 26.

Juda soll ewiglich bewohnet werden, und Jerusalem für und für, Joel 3, 25.

Jerusalem wird bewohnet werden ohne Mauern, Zach. 2, 4. (nach Art der Flecken, welche man immer erweitern kann, und zum Zeichen des göttlichen Schutzes, der aller Befestigung entbehren läßt. Andere: Jerusalems Volk wird Dörfer bewohnen, d. h. außerhalb der Stadt, die die anwachsende Menge nicht faßte.)

Bewußt sein

Du (Simei) weißt alle die Bosheit, der dir dein Herz bewußt ist, 1 Kön. 2, 44.

GOtt sind alle seine Werke bewußt von der Welt her, A.G 15, 18.

Ich bin mir wohl nichts (keiner vorsätzlichen Untreue) bewußt, aber darinnen (deswegen) bin ich nicht gerechtfertiget, 1 Cor. 4, 4. vgl. v. 2.

Beyarbeiter

Sind solche, welche mit ihrer Arbeit zu einem Handwerk oder Kunst etwas beitragen, z. B. A.G. 19,25. Silberstecher, Polirer.

Beybringen

Sie können mir auch nicht beibringen (darthun), deß sie mich verklagen, A.G. 24, 13.

Beyderseits

Auf beiden Seiten, Ezech. 40, 7

Beykommen

An einen kommen, und ihn überwältigen, Jer. 20, 10.

Beylage

I) Dasjenige, was man einem Andern anvertraut, daß es getreulich aufbehalten, und zu seiner Zeit wieder gegeben werde, 2 Macc. 3, 15. II) die heilsame Lehre des Evangeliums, welche Paulus als einen theuren, treu und unversehrt zu bewahrenden, und der Nachwelt zu übergebenden Schatz vom HErrn anvertraut empfangen hatte, a) III) Das Erbe im Himmel, das ewige Leben, das den Frommen zugesichert ist, und für sie gleichsam schon bereit liegt b).

a) Diese gute Beilage bewahre durch den heiligen Geist, der in uns wohnet, 2 Tim. 1, 14.

b) Ich weiß, an welchen ich glaube, und bin gewiß, daß er mir meine Beilage kann bewahren bis an jenen Tag, ib. v. 12.

Beylegen

Zum Beischlaf a): zu empfangen, 1 Petr. 5, 4. festgestellt, bestimmt b).

a) Sara Abraham ihre Magd, 1 Mos. 16, 5.

b) Um der Hoffnung willen, die euch beigelegt ist im Himmel, Col. 1, 5.

Hinfort ist nur beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, 2 Tim. 4, 8.

Beyliegen

Zum Beischlaf, es geschehe nun auf eine erlaubte oder unerlaubte Art, 4 Mos. 31, 17. 18. Tob. 3, 8.

Gieb mir nun mein Weib, denn die Zeit ist hier, daß ich beiliege, 1 Mos. 29, 21. mit Rahel, v. 30.

Beysammen

Mit einander vereinigt, Sprw. 21, 9. c. 25, 31. 1 Joh. 5, 8.

Beyschlaf, Beyschlafen

Fleischliche Vermischung.

Denn die Kinder, so aus unehelichem Beischlaf geboren werden, müssen zeugen von der Bosheit wider die Eltern, wenn man sie fragt, Weish. 4, 6.

Aus Mannssaamen durch Lust im Beischlafen, Weish. 7, 2.

Beyseits thun

Absondern, 3 Mos. 15, 19. 20. 2 Kön. 5, 24. Hiob 6, 18. Matth. 17, 1. Joh. 20, 7,

Beyspiel

I) Exempel, ist eine bestimmte historische That, aus welcher die Möglichkeit, etwas thun zu können, einleuchtet: ist die That gut, so ist es ein gutes Beispiel, ein Muster der Nachfolge. Solche gute Beispiele sind wirksamer als bloße Worte: und Christen sollen sie daher zur Nachahmung wählen und selbst geben: Matth. 5, 16. 1 Cor. 11, 1. Phil. 3, 17. Das höchste ist GOttes Vorbild, Eph. 5, 1. und Christi a); II) (höhnisch) Sprichwort b) III). tiefsinniger Spruch, Sprw. 1, 6.

a) Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe, Joh. 13, 15. vergl. 1 Petr. 2, 21. 1 Joh. 2, 6.

b) Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden, Ps. 44, 15. Das ist der, welchen wir etwa (weiland) für einen Spott hatten, und für ein höhnisches Beispiel, Weish. 5, 3.

Seneca Epist. VI. Plus tibi et viva vox et convictus, quam oratio proderit: in rem praesentem