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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Bichri; Bidekar; Biene; Bienenschwarm; Bieten

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Bichri - Bieten.

auf Polycarpus sagt, bei Euseb. H. E. V. c. 20. 'symphona tais graphais' war. Daß aber im Fortgange der Zeit dies immer weniger genügen konnte, und die Schrift als die Haupterkenntnißquelle diente, ist ebenso gewiß. Doch die Frage ist hier nur, ob sie für uns jetzt brauchbar sei? Wie könnte Tradition der späten Nachwelt genügen? Im Munde der Menschen wäre das Christenthum zuletzt ganz entstellt, ganz unkenntlich geworden: die Schrift bleibt unverändert, und widersteht aller Willkühr und allem Wechsel der menschlichen Meinungen. Wir würden keine reine und zuverlässige Kenntniß weder von der Geschichte noch von der Lehre JEsu Christi haben, wenn wir keine Schrift hätten. Was soll die Tradition geben? Soll sie noch viel zur Heilslehre Wichtiges, was in der Schrift fehlt, uns bringen, so mögen ihre Freunde diesen Fund uns nachweisen, und angeben, wo sie ihn her haben. Jedermann aber weiß, daß, was außer der Schriftlehre aus der Tradition, dieser Büchse der Pandora, gekommen ist, eben nichts Ersprießliches gewesen ist. Wir meinen, daß uns an dem, was wir in der Schrift haben, völlig genügen kann, und daß es keinen Sinn hat, von einem Christenthum außer dem Schriftchristenthum reden wollen. Man sagt zuletzt, daß die Tradition hauptsächlich wichtig sei zur Erklärung der Schrift, die oft dunkel und höchst streitiger Auslegung sei. Diesen Gebrauch hat die evangelische Kirche gern der Tradition in vielen Fällen zugestanden; besonders wo die Auslegung einer Stelle oder Lehre in den ältesten Kirchenlehrern mit einer gewissen Einstimmigkeit gefunden wird, und auf den apostolischen Ursprung zurückschließen läßt; s. vorzügl. Ernesti, Opusc. Theol. p. 161 s. 166 s. Aber eine ausreichende und sichere Hülfe zur Auslegung der Schrift bietet die Tradition durchaus nicht an. Sie weist uns die häufigen Widersprüche der alten Lehrer unter sich nach, und gerade in Stellen, die besonders für das römischkatholische System von Wichtigkeit sind. Ein merkwürdiges Beispiel bietet die Stelle Matth. 16, 18. dar. Daß Augustin in der Erklärung davon sich nicht gleich bleibt, bemerkt selbst Sixtus Senensis in der Bibliotheca 8ancta. Tom. II. 496. daß auch Päpste divergiren (Leo I. und viele Päpste erklärten sie nicht vom Petrus, sondern von dem Bekenntniß Petri), zeigt Cyprian, Belehrung vom Papstthum S. 246-271. und Febronius (Hontheim), de 8tatu Ecclesiae I. 12-20. Ja selbst neuere katholische Theologen haben bisweilen (nach den freien Aeußerungen schon des Marinier auf dem Concil zu Trident, s. Sarpi, Hist. ed. Courayer I. 262 ff.) offen die gänzliche Unsicherheit und Unzulänglichkeit der Tradition eingestanden, und dagegen gründliches Schriftstudium empfohlen. Ein sehr zu beachtendes Zeugniß dieser Art findet sich in Arigler, Prof. Studii bibl., Oratio de Certidudine Studii biblici. Wien 1809. S. 16. 17. Quatenus traditio jure opponitur studio biblico, non historice sed dogmatice spectanda est. Ex hac parte autem spectata nititur eo pricipio, quod egregie expressit Vincentius Lirinensis: nempe id verum esse, quod semper, quod ubique et ab omnibus creditum est. Quam egregium vero illud est, si ut idea spectator; tam difficile quoque est, sicubi ad dirimendam controversioam adhibeatur. Ut enim nihil dicam, perexigua speresse nobis aniquissimorum Patrum opera; eorum, quae supersunt, severe antea, quam certus fieri usus possit, examinandem esse 'gnesioteta', et imegritatem, cum constet, plura eis esse supposita; genuine vel consulto interpolate, vel librariorum negligentia aut imperitia depravata: id unice observo: cujuslibet fere Patris cogitandi, sentiendi, loquendique rationem peculiarem esse, et proprium proinde stadium requirere, quo innotescat, quae fuerit ejus sententia, denique quaenam e sua privati, quaenam ex ecclesiae suae mente dixerit. Ad haec autem rite cognoscenda, heu quam multa adhuc praestanda restant, et quam parum est, quod in his jam praestitum est, ratione habita eorum, quae ad juvandum studium biblicum parata sunt. Rebus vero ita comparatis, quo pacto traditionis causa meliori loco posita esse queat, quam diciplinae biblicae? Dalleum adenat, qui contrarium sentiunt, videantque quibus exceptionibus quotque dubiis in hac re cuncta adhuc pateant.

§. 3. Unter den Capiteln, deren sie über 1300 enthält, sind die 3 vornehmsten: das 3te im 1 Mose, das 3te im Evangelium Johannes, und das 3te an die Römer. Die drei schönsten Sprüche sind:

Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe etc., 1 Mos. 3, 15.

Also hat GOtt die Welt geliebet etc., Joh. 3, 16.

Das Blut JEsu Christi macht uns rein etc., 1 Joh. 1, 7.

§.4. Ein Jeder ist verbunden, diese fleißig zu lesen, und hat die zwei Hauptregeln: Glaube und Liede beständig ans Herz zu legen a) wegen GOttes Befehls, Esa. 34, 16. Joh. 5, 39. b) wegen des herrlichen Nutzens, Joh. 5, 39. Ps. 1, 1. 2.

Bichri

Erstgeborner. Der Vater des aufrührerischen Seba, 2 Sam. 20, 1.

Bidekar

Durchstecher. Ein Ritter in Israel, 2 Kön. 9, 25.

Biene

§. 1. Sie werden in wilde und einheimische eingetheilt. Jene hielten sich auf:

In Wäldern, 1 Sam. 14, 25. 26.

In Felsen, 5 Mos. 32, 13.

In Feldern, 1 Sam. 14, 25.

In Aesern, Richt. 14, 9.

Die Biene ist ein kleines Vögelein, und giebt doch die süßeste Frucht, Sir. 11, 3.

§. 2. Sie sind in der Schrift a) ein Bild der Feinde des Messias, Ps. 118, 12. Bienen verlieren, wenn sie stechen, den Stachel; Christi Feinde müssen zu Schanden werden. b) der Feinde der Juden, der Assyrer, Esa. 7, 18. Amoriter, 5 Mos. 1, 44. c) einer gläubigen Seele. Eine Biene folgt dem Weiser, eine gläubige Seele geht ihrem Heilande nach; wie die Biene ans den Blumen Honig, so zieht die Seele ans Christi Wort Trost und Kraft.

Bienenschwarm

War im Aas des Löwen, Richt. 14, 8.

Bieten

Einem Bittenden oder Fordernden etwas darreichen.

Bietet (geht voraus mit) Brod den (für die) Flüchtigen, Esa. 21, 14.

Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet um Brod, der ihm einen Stein biete? Matth. 7, 9. Luc. 11, 11. statt eines Fisches eine Schlange, Matth. 7, 10. Luc. 11, 11. statt eines Eies einen Scorpion, Luc. 11, 12.

Und sie boten ihm 20 Silberlinge, Matth. 26, 15.