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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Bleischnnr - Blindheit.
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Bleischnur
Meßschnur, derer die Bauleute sich zu bedienen Pflegen, Amos 7, 7. 8.
Bleiwurf
Schnur mit einem Blei, welches die Schifflente, die Tiefe des Meeres zu ergründen, gebrauchen, A.G. 27, 28.
Blenden
z. 1. Die Augen blöde a) und gleichsam stumpf machen; oder gar ansstechen. d) Bildlich : einen mit Geschenken bestechen, daß er nnrecht richten soll. c) S. Ansehen der Person §. 2.
a) Von der Sonne, Sir. 43, 4. Vom Schnee, ib. v. 20.
b) Von Zedekia, 2 Kon. 25, 7.
c) Von Samuel, i Sam. 12, 3.
z. 2. Wenn es von GOtt steht, so bedeckt und verhängt er aus gerechtem Gericht mit der Decke, 2 Cor. 3, 15. die Äugen, weil sie sich nicht bekehren wollen, ib. v. 16. S. Blindheit z. 3. Blende ihre Augen, daß sie nicht sehen mit ihren Augen,
Esa. 6, 10.
Eure Propheten und Fürsten, sammt den Sehern, hat er geblendet, Esa. 29, 10.
Bleuen, s. Bläuen Blicken, Blinken
I) Wie der Blitz einen Schein von sich geben, Weish. 11, 19. II) Eine schreckensvolle Sache, Nah. 2, 4 f. und GOttes Zorn anzudeuten. Hab. 4, 11.
Das Schwert, das Schwert ist gezuckt, daß es schlachten soll; es ist gefegt, daß es schlachten soll, und soll blinken, Ezech. 81, 26. 10. c. 32, 10.
Blind
§. 1. S. Blindheit. I) Leiblich blind. Wer hat den Blinden gemacht? 2 Mos. 4, 11. Du sollst dem Blinden keinen Anstoß setzen, 2 Mos. 19, 14. Keiner, an dem ein Fehl ist, soll herzu treten, er sei blind :c.,
3 Mos. 21, 18. Blindes durfte nicht geopfert werden, 3 Mos. 22, 22. 5 Mos.
15, 21. Mal. 1, 8.
Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege 2c.,
5 Mos. 27, 18.
Blinde und Lahme werden dich abtreiben 2c., 2 Sam. 5, 6. Ich war des Blinden Auge, und des Lahmen Füße, Hiob
29, 15. S. Auge ß. 5.
Der HErr machet die Blinden sehend, Ps. 146, 8. Alsdann werden der Blinden Augen aufgethan werden, und
der Tauben Ohren werden geöffnet werden, Esa. 35, 5. Ich will den Leuten bange macheu, daß sie umher gehen sollen
wie die Blinden :c., Zeph. 1, 17. Tobias ward blind, da ihm eine Schwalbe in die Augen
schmeißt. Tob. 2, 11. c. 11, 10. c. 14, 3 Sie (die Götzen) tonnen keinen Blinden sehend machen, Bar.
s, 3«. IEfus macht zween Blinde sehend, Matth. 9, 27. 28. einen
blinden Besessenen, Matth. 12, 22. viele, c 15, 30. 31. Luc.
7, 21. zween am Wege, Matth. 20, 30. Marc. 10, 46. iin
Tempel, Matth. 21, 14. einen zu Bethsaida, Marc. 6, 22.
einen Blindgebornen, Joh. 9, 1 s. Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden
rein, Matth. 11, 5. Mag auch eitt Blinder einem Blinden den Weg weifen? Luc.
s, 39. Wenn du ein Mahl machest, so lade die Armen, die Krüppel,
die Lahmen, die Blinden, Luc. 14, 13. 21. Kann der Teufel auch der Bliuden Augen aufthnn? Joh.
10, 21. Siehe, die Hand des HErrn kommt über dich, und sollst blind
sein, und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen, A.G. 13, 11.
z. 2. II) Geistlich blind.
Die Augen der Blinden werden aus dem Dunkel und Finsterniß (hervor) sehen, Efa. 29, 16. S. auch c. 42, 7. 16. 18. c. 43, 8.
Wer ist fo blind, als mein Knecht? (die Juden, die znvor
Büchner's Hand-Eoncord.
VVtt gedient) - wer ist so blind, als der Vollkommene
(der so vieler Gnade gewürdigt worden, Esa. 57, 18.) und
so blind, als der Knecht des Herrn? Esa. 42, 29. Alle ihre Wächter sind blind, Esa. 56, 10. Lasset sie fahren, sie sind blind und blinde Leiter, Matth.
15, 14, Ihr Narren und Blinden, was ist größer, das Gold, oder der
Tempel, der das Gold heiliget? Matth. 23, 17. Du blinder Pharisäer, reinige zuvor :c., ib. v. 26. Wäret ihr
blind (wäret ihr aus unvermeidliche Weise, und ol»ne
daß euch euer Gewissen eines Vcsscrn nuersührtc, Jot,. 3, 2.
12. 42. unwissend), so hättet ihr keine Sünde, Joh. 9, 41. Und «ermissest dich zu sein ein Leiter der Blinden, ein Licht . derer, die in Finsterniß sind, Röm. 2, 19. Welcher aber solches nicht hat, der ist blind ic., 2 Petr. 1, 9. Du sprichst, ich bin reich, und habe gar satt und darf nichts;
und weißt nicht, daß du bist elend und jämmerlich, arm,
blind und bloß, Offb. 3, 17.
z. 3. Blind machen, mit Geschenken verblenden. S. Ansehen der Person.
Geschenke machen die Sehenden blind, und verkehren die Sachen der Gerechten, 2 Mos. 33, 8. 5 Mos. 16, 19.
Blindheit
§. 1. Die leibliche Blindheit, da ein Mensch seine Augen nicht gebranchen kann, trifft den Menschen ans nnerforschlichem Rath GOttes, entweder zur Strafe, A.G. 13, 11. oder zur väterlichen Züchtigung, wie etwa bei dem Tobias, Tob. 2, 11. und ist ein großes Elend, Tob. 5, 13. Und die Männer vor der Thür am Haufe wurden mit Blindheit geschlagen (nicht ganz, s. Luc. 24, 1«.) beide, llein und groß ldaß sie so lange herum tappten), biZ sie müde wurden, und die Thür nicht finden konnten, 1 Mos. 19, 11. Weish.
19, 16.
5Err, schlage sie (die Syrer'» mit Blindheit, 2 Kon. 6, 13. Alle Rosse der Völker mit Blindheit schlagen, Zach. 12, 4.
z. 2. Die geistliche Blindheit ist eine Verblendung des Herzens, da der Mensch mit seinen Gemüthsaugen nicht erkennt, was des Geistes GOttes ist, und was zn seinem Frieden und ewigen Seligkeit dient, mithin im Besondern, wo er weder seinen Seelenzustand, seine Sünde, ihre Schande, Gottver-werflichkcit und unabsehlichen verderblichen Folgen, noch den einzigen Hcilsweg, Christum, erkeunt, Luc. 19, 42.
Der HErr wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und
Rafen deZ Herzens, 5 Mos. 28, 28. Blindheit (Vtrstockung, Verhärtung) ist Ifrael (den Juden
nach dem Fleisch) eines Theils (da sich noch Einige Röm.
11, 5. bekehrt) widerfahren, so lange, bis die Fülle der
Heiden eingegangen fei, Rom. 11, 25. (l>is durch die bekehr»
ten Heiden Hcner Abgang wieder ersetzt werde, v. 12.) Welcher Verstand verfinstert ist - durch die Blindheit (Oär-
tigkeit und Gewslinhrit des Kosen, und daher eutstaudeuer
Verhärtung) ihres Herzens, Eph. 4, 18.
§. 3. Diese geistliche Blindheit ist eiue Strafe GOttes, 5 Mos. 28, 28. und widerfährt den Verächtern seines Worts, Esa. 6, 10. Icr. 5, 21. A.G. 28, 26. Luc. 6, 39. GOtt aber ist nicht die wirkende Ursache an und für sich; denn er ist die Heiligkeit selbst, sondern sie ist selbstverschuldet, indem nach GOttes heiliger Ordnung denen, die auf das Wort der Wahrheit nicht merken, GOttes Geiste widerstreben, und dem verkehrten Weltgeiste in Selbstgefälligkeit folgen, das Licht der Wahrheit verlöscht, wobei GOtt solchen halsstarrigen Sündern, die sich nicht bekehren wollen, aus gerechtem Gericht seine Gnade entzieht, und sie dahin giebt, folglich verhängt, daß der Fürst der Finsterniß ihre Augen verblendet, 2 Cor. 4, 4. Dieser Verblendung des Verstandes geht immer znr Seite Verhärtung des Herzens; und sie muß den Menschen in immer tieferen Sündenfall und ins zeitliche und ewige Elend ziehen. Nur GOtt kann davon befreien, Eph. 1, 17. 18. wie auch Christus, Gph. 5, 14. S. Luc. 2, 32.
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