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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Blindschleiche - Bloß.
Joh. 1, 9. durch sein göttliches Wort, Ps. 19, 9. und durch den Dienst der Prediger, A.G. 26, 16 ff. wofern der Mensch sich strafen und durch schwere Schickungen GOttes weisen läßt.
Blindschleiche
Eine Art Eidexen. Den Juden zu essen verboten, 3 Mos. 11, 30.
Blitz, Blitzen
§. 1. Der Blitz ist der helle und schnelle Schein, der durch elektrisirte Gewitterwolken hervorgebracht wird.
Alles Volk sah den Donner und Blitz (liei der Gesetzgebung), 2 Mos. 20, 18. c. 19, 16.
GOtt macht den Blitzen ein Ziel, Hiob 28, 26.
Siehe, so breitet er aus seinen Blitz, Hiob 36, 30.
Er decket den Blitz wie mit Händen - und heißet es doch wiederkommen, Hiob 36, 32.
Sein Blitz scheinet auf die Enden der Erde, Hiob 37, 3.
Wer hat ausgetheilet den Weg dem Blitz und Donner? Hiob 38, 85.
Kannst du die Blitze auslaffen? Hiob 38, 35.
Der Höchste läßt seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen, Ps. 16, 14.
Es donnerte im Himmel, deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden, Ps. 7?, 19. Ps. 97, 4.
Der die Blitze sammt dem Negen macht, Ps. 135, 7. Ier. 10, 13. c. 51, 16.
Donner bringt grüßen Blitz, Scham macht große Gunst, Sir.
32, 14.
Er läßt es wunderlich nach einander blitzen, daß sich der Himmel aufthut, Sir. 13, 14. Des Engels Gestalt war wie der Blitz, Matth. 28, 3.
§. 2. So wie der Blitz eine schreckende menschliche Gewalt anzeigt, Nah. 2, 4.: so ist er auch ein Bild des göttlichen Zorns, wie er denn wirklich GOtt als Werkzeug der Strafgerichte dient, Hab. 3, 11. oder auch Bild der gottlichen furchtbaren Majestät, Offb. 4, 5.11, 19. Wenn ich den Blitz meines Schwertes wetzen werde, 5 Mos.
32, 41.
Er ließ blitzen, und schreckte sie, 2 Sam. 22, 15.
Er wird regnen lassen über die Gottlosen Blitz, Ps. 11, 6.
Laß blitzen, und zerstreue sie, Ps. 144, 6.
8. 3. Er bildet ab a) die Zukunft Christi. 1) Der Blitz bricht Plötzlich durch die Wolken; 2) macht kenntlich, was finster, 3) erschreckt die Menschen, 4) und zeigt sich in Wolken des Himmels. Die Zukunft Christi geschieht 1) plötzlich, 2) bringt, was verborgen, ans Licht, 3) wird die Sünder auf Erden erschrecken, 4) und in den Wolken geschehen, Matth. 26, 64.
Gleichwie der Blitz ausgehet vom Anfang, und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschen Sohnes, Matth. 24, 27. Luc. 17, 24. Menn hier nnr von dem Gericht über Jerusalem die Rede ist, so zeigt der Blitz die unerwartete, und mehr nur aus der Wirkung selbst erkennbare richtende Gewalt Christi an.^I
H. 4. b) Die geschwinde Ausbreitung des Evangeliums von Christo und seinen Wohlthaten. Der Blitz 1) bricht durch das düstere Gewölk; 2) geht auf Vom Aufgang bis zum Niedergang; also ist das Evangelium 1) schnell durch die Finsterniß gedrungen, Esa. 9, 2. Matth. 4, 16. 2) und durch die Apostel, damit eine Erleuchtung entstände, 2 Cor. 4, 6. überall hingekommen, Matth. 28, 19. Man kann hierher ziehen:
Und der HErr wird über ihnen erfchcinen, und seine Pfeile werden ausfahren, wie der Blitz, Zach. 9, 14. (ist eine lieb-licht Beschreibung der geistl. Ritterschaft.)
§. 5. c) Man kann das Predigtamt nach seinem Nrsprung, Kraft und Wirkungen mit dem Blitz vergleichen. 1) Der Blitz ist von GOtt, Ps. 18, 14. 2) erschreckt die Menschen, 3) erleuchtet das Erdreich, 4) zündet an; also ist das Predigtamt 1) von GOtt,
Ps. 68, 12. Joel 2, 23. 2) erschreckt mit dem Gesetz die Sünder, s. auch Ps. 29, 7. 3) erleuchtet die Menschen, 2 Cor. 4, 6. 4) zündet das Licht des Glaubens und das Feuer der Liebe an gegen GOtt und den Menschen.
§.6. d) Er ist Bild des Stnrzes des Satans und seines Reiches durch Christi Macht.
Ich fahe wohl den Satanas vom Himmel fallen, alZ einen Vlitz, Luc. 10, 19.
Blöde
z. 1. I) Schwach, das die Kraft, welche es haben sollte, nicht besitzt. II) Weichherzig, furchtsam, niedergeschlagen.
Lea hatte ein blödes Gesicht, i Mos. 29, 17.
Wer blöde und verzagt ist, der kehre um, Richt. 7, 3.
Nehabeam war eines blöden Herzens, 2 Chr. 13, 7.
GOtt hat mein Herz blöde gemacht, und der Allmächtige hat
mich erschrecket, Hiob 23, 16. Die Armen macht die Armuth blöde, Sprw. 10, 15. Die Uebelthätcr sind blöde, ib. v. 29. Wo wenig Volks ist, das macht einen HErrn blöde, Sprw.
14, 28. Werde nicht blöde^ denn du sollst nicht zum Spott werden,
Efa. 54, 4.
Von Kricgsleuten, Ier. 51, 32. Alfo stehet das blöde Herz des Narren in seinem Vornehmen
ividcr kein Erschrecken, Sir. 22, Z2.
z. 2. Blöde im geistlichen Sinne heißen die, die fern von stolzem Selbstgefühl im Bewußtsein ihrer geringen Kraft sich nicht große Dinge zutrauen; Ier. 1, 6. 8. oder im Gefühle ihrer Sünde und Nuwürdigkeit vor GOtt kaum wagen, seine Gnade zu hoffen, und getrost zu beten, Hiob 23, 16. 30, 20. An solchen hat GOtt Wohlgefallen, Ps. 34, 19. Gfa. 66, 2. und der heilige Geist ist ihr Tröster, Ps. 119, 92. Esa. 41, 10. 14. Luc. 12/ 32. Joh. 14, 16. c. 16, 33. und schafft aus ihnen unverzagte und starke Werkzeuge, Ier. 1, 10. 18. A.G. 4, 13.
Blöken
a) Schreien, vom Vieh, Tob. 2, 21. einer gauzen Heerde, Nicht. 5, 16. von Kühen, 1 Sam. 6, 12. von Schafen, c. 15, 14. b) die Zähne knirschen, vor Grimm zusammen beißen, Klagel. 2, 16.
a) Der Ochse blöket nicht, wenn er fcin Futter hat, Hiob
L, 5.
v) Alle deine Feinde blöken die Zähne, Klagel. 2, 16.
Bloß, Blöße
H. 1. Die leibliche Blöße besteht darin, daß der Mensch nackend und nicht mit Kleidern bedeckt ist. Der Jüngling ließ die Leinwand fahren und flöhe bloß von ihnen, Marc. 14, 52.
§. 2. Diese ist dreierlei I) der ersten Eltern, 1 Mos. 2, 25. da war sie ein Zeichen a) der Heiligkeit der Seele, der Keuschheit und Unschuld, denn es waren bei dem Menschen keine sündlichen Begierden; b) der Unsterblichkeit des Leibes, welcher kciner Krankheit unterworfen. II) Im Sündcnstanoe, da wir nackend geboren werden, Hiob 1, 21. Preo. 5, 14. 1 Tim. 6, 7. da ist sie ein Zeichen a) der sündlichen Lust, 1 Mos. 3, 7. b) der Schmach und Schande, Ezech. 16, 7. c. 23, 29. c. 16, 39.* c) der Armuth, Hiob 22, 6. c. 24, 7. Esa. 58, 7. Tob. 1, 20. Matth. 25, 36.«* d) der göttlichen Strafe, 5 Mos. 28, 48. Ofsb. 17, 16. III) Im Stande der ewigen Glorie und Herrlichkeit, wo sie die größte Schönheit sein wird, Phil. 3, 21. 1 Cor. 15, 49. Matth. 13, 43.
* Darum mnß ich heulen und klagen, ich muß bcranbt und
bloß daher gehen, Mich. 1, 8. ** So aber ein Nrnoer oder Schwester bloß (Luc. 3, 11.)
wäre, Iac. 2, 15.