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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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VrandopferZ-Altar - Braut.
Ich bin der HErr, der das Recht liebet, und hasset räuberische Brandopfer (falschen Votttsdicnst), Efa. 61, 8.
Eure Brandopfer sind mir nicht angenehm, Ier. 6, 20. c. 14, 12. Amos 5, 22.
Ich habe Lust an der Liebe, und nicht (sowohl) am Opfer; und an Erkenntniß GOttes, und nicht am Brandopfer, Hof.
Und denfelbigen lieben von ganzem Herzen - das ist mehr denn Brandopfer und alle Opfer, Marc. 12, 33.
Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht, Ebr. 10, 6. S.
z. 2. Es war ein Vorbild Christi. Das Vrand-vpfer mußte 1) rein und ohne Fehl sein, 2 Mos. 12, 5. 3 Mos. 1, 10. 4 Mos. 19, 2. 2) geschah den Sünder mit GOtt zu versöhnen, 3) gefiel, als ein süßer Geruch, GOtt wohl, 3 Mos. 1, 9. 4) mußte die ganze Nacht hindurch bei allmäligem Feuer brennen, 3 Mos. 6, 9. 5) dessen Blut mußte auf dem Vrandopferaltar nmhcr gesprengt werden, daß es die Unreinen heiligte zur leiblichen Reinigkeit, 3 Mos.
1, 11. Ebr. 9, 13. So war auch Christus 1) rein, und abgesondert von den Sündern, 1 Petr. 1, 19. Ebr. 7, 26. 2) wurde geopfert zur Versöhnung für der ganzen Welt Sünde, 2 Cor. 5, 19. 1 Joh. 2, 2. 3) zn einem süßen Geruch, Eph. 5, 2. 4) das Gedächtniß des Leidens Christi soll nimmermehr vergessen werden bei den Gläubigen; 5) das Kreuz wurde von dem Blut Christi besprengt, daß es unser Gewissen reinig«', Ebr. 9, 14.
z. 3. Es bildet auch das Gebet der Frommen ab, Ps. 141, 2. Siehe Abendopfer. Es mußte 1) Morgens und Abends gebraucht werden, 2) war GOtt gefällig, 3) und erhielt, wenn es im Glauben gebracht wurde auf den Messias, Gnade, Vergebung der Süuden :c. Das Gebet soll 1) Morgens und Abends, Ps. 63, 7. ja allezeit geschehen, Luc. 18, 1. 1 Thess. 1, 2. c. 5, 17. 2) ist GOtt angenehm, Sprw. 15, 8. 1 Petr. 3, 12. im Namen Christi, Joh. 14, 6. Eph 3, 12. und erhält 3) Gnade und Vergebung der Sünden, Luc. 18, 7. 8. Iac. 5, 16-18.
Vrandopfers-Altar
§. 1. Wie und woraus er sollte gemacht werden steht 2 Mos. 27, 1. 2. 4. 5. 6. Gleichwie nur 1) Ein Vrandopferaltar war, also ist auch nnr Ein Mittler zwischen GOtt und Menschen, 1 Joh. 2, 2. 1 Tim.
2, 5. A.G. 4,12. 2) war der Brandopferaltar eine Zuflucht der Missethäter, 1 Kön 2, 28. S. Altar z. 7. Also ist Christus die Zuflucht aller armeu Sünder, 1 Joh. 2, 1.
§.2. Er bildet anch ein bußfertiges Herz ab. Auf dem Altar wurden GOtt 1) gefällige Opfer gebracht, 2) mußte das Feuer stets brennen, 3) war inwendig hohl; also bringt ein bußfertiges Herz 1) Opfer eines wahren Glaubens, Gebets, Gehorsams, und göttlichen Lebens, 2) brennet beständig im Feuer des Glaubens und ungeheuchelter Liebe, 3) soll hohl und leer von allen Unreinigkeiten sein, Eph. 5, 3.1 Tim. 1,5.
Der HGrr thue dir, wie Zedekia und Ahab, welche der König zu Babel auf Feuer braten ließ, Ier. 29, 22.
Brauch, Brauchen
Braten
z. 1. Was dies sei, ist bekannt. Das Osterlamm mußte gegessen werden (durch und durch wohl
aus-) gebraten, 2 Mos. 12, 8. 9. Er brät einen Braten (mit der Hälfte des Soldes, davon er
einen Götzen macht) und sättigt sich, Gsa. 44, 16. 19. Und etliche Stücke vom Fleisch brieten sie, Tob. 6, 7. Und sie legten ihm vor ein Stück vom gebratenen Fisch, Luc.
24, 42.
z. 2. Menschen mit Feuer so grausam quälen, Wie man einen Braten zu braten Pflegt, 2 Macc. 7,5.
Etwas zu diesem oder jenem Endzweck, Nutzen anwenden, genießen. Der Töpfer machet allezeit Gefäß zu unserm Brauch, Weish.
15, 7. Ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den
unnatürlichen, Rom. i, 26. (Cine schändliche Vermischung,
vgl. 3 Mos. 18, 23.) Desselbigen gleichen auch die Männer «., Mann mit Mann (ans
sodomitische Art), ib. v. 27. Wollt ihr GOtt vertheidigen mit Unrecht, und vor ihm List
brauchen? Hiob 13, 7. Der Gerechte brauchet seines Guts zum Leben, aber der
Gottlose brauchet seines Einkommens zur Sünde, Sprw.
10, 16.
Ts ist besser, das gegenwärtige Gut gebrauchen, denn nach an-
derm gedenken, Prcd. 6, 9. Brauche des Lebens mit deinem Weibe, das du lieb hast,
Pred. 9, 9. Wohl her nun, und lasset uns wohl leben, weils da ist, und
unseres Leibes brauchen, weil er jung ist, Weish. 2, 6. Liebes Kind, brauche (nimm wohl in Achl) der Zeit, und hüte
dich vor unrechter Sache, Sir. 4, 23. Fliehe es auch nicht zu sehr, daß man dich zur Noth brauchen
könne (daß man deiner nicht gar vergesse), Sir. 13, 13. Reichthuln ist wohl gut, wenn man es ohne Sünde brauchet,
ib. v. 30.
Und die dieser Welt brauchen, daß sie derfelbigen nicht mißbrauchen, i Cor. 7, 31. Dieweil wir nun solche Hoffnung (Vertrauen, o. 4.) haben,
brauchen (reden) wir (mit) großer (solcher) Freudigkeit, 2 Cor.
3, 12. Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, so sein Jemand recht
(nach des Gesetze« Natur, Absicht und Nutzen) brauchet,
1 Tim. 1, 8. Trinke nicht mehr Wasser, sondern brauche ein wenig Wein, um
deines Magens willen, i Tim. 5, 23.
Vräuchlich
Das, was von GOtt zn einem ehrlichen und köstlichen Dienst, besonders znr Beförderung seines Namens Ehre kann angewendet werden, 2Tim. 2, 21.
Braun, Bräunlicht
Braun Pferd, Zach. 1, 6.
David war bra'unlicht (röthlichy, i Sam. 16, 12. c. 17, 42.
Brausen
§. 1. Gin starkes Getöse von sich geben. Ein starker Schalls
Das Meer brause, und was darinnen ist, und das Feld sei fröhlich, und Alles, was darauf ist, 1 Chr. 17, 32. Pf. 96,11. Pf. 96, 7.
Der du stillest das Brausen des Meeres (Matth. 8, 26.), das Brausen seiner Wellen, Ps. 65, 6.
Der das Meer beweget, daß seine Wellen brausen, Ier. 31, 35.
* Und es geschah schnell ein Brausen, A.G. 2, 2.
§. 2. Es wird auch gebraucht, weun Völker einen Aufstand machen, mit großer Macht gewaltig wider einander ziehen, Esa. 5, 29. 30. c. 17, 12. Ier. 6, 23. c. 50, 42. und Verfolgungen anrichten.
Die Fluten rauschen daher, daß hier eine Tiefe und da eine Tiefe brausen, Ps. 42, 6. (eine Noth drängt aus die andre.)
Die W^sserströme (Verfolgungen) erheben ihr Brausen; - und brausen gräulich, Ps. 93, 3. 4.
Und das Meer und die Wasserwogen (feindliche Vewegungen und Anstalten) werden brausen, Luc. 21, 25.
§. 3. Von der Herrlichkeit GMes, Ezech. 43, 2. um seine große Kraft und Gewalt anzuzeigen.
Braut
8. 1. Eine Persou weiblichen Geschlechts, welche sich mit einer Person männlichen Geschlechts in ein Ehebündniß eingelassen, und mit diesem nach GOttes Ordnung in den Ehestand treten, und darin leben will, bis sie GOtt durch den Tod von einander scheidet, Ier. 2, 32. Tob. 6, 19.