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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Dabrath - Daher.
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Dabrath
Hat den Namen von Wort oder Nedc; und war eine Stadt im Stamm Isaschar, den Gersonitern gehörig, Ios. 19, 12. c. 21, 28. 1 Chr. 7, 72.
Dach
Die Dächer bei den Juden waren platt, eben und mit Ziegeln, Steinen oder Estricht belegt, daß man darauf herum gehen konnte, daher kam das Gesetz, 5 Mos. 22, 8. Das Gesetz gebot, Lehnen um das Dach zu machen. - Dach des Räucheraltars, 2 Mos. 20,3.
Noah that das Dach vom Kasten, i Mos. 6, 13.
Rahab ließ die Kundschafter aufs Dach steigen, Ios. 2, 6. 8.
Die Einwohner zu Thebetz stiegen auf das Dach des Thurmes,
Richt. 9, 51. Der Philister waren bei 3000 auf dem Dach, und sahen Sim-
son spielen. Richt. 16, 27. Samuel redete mit Saul auf dem Dach (feines Hauses), 1 Sam.
9, 25. 36.
David ging auf d?m Dach, L Sam. 11, 2. Absalom machte sich ein: Hütte auf dem Dache, 2 Sam.
16, 32.
Dcr Wächter ging aufs Dach des Thors, 2 Sam. 18, 24. Es wurden Altäre daraus gemach, 2 Kon. 23, 12. und Abgötterei getrieben, Ier. 19, 13. c. 32, 29. Zeph. 1, ü. Man schüttete die Traurigkeit darauf aus, Esa. 15, 3. c. 22,
i. Ier. 48, 38. Ich wache, und bin wie ein einsamer Voael auf dem Dache.
Ps. 102, 8. Ach daß sie müßten sein wie das Gras auf den Dächern,
welches verdorret, ehe man es ausrauft! Ps. 139, 6. 2 Kön.
19, 26. Esa. 37, 27. Es ist besser, wohnen im Winkel auf dem Dach; denn bei
einem zänkischen Weibe in einem Hause beisammen, Sprw.
21, 9. c. 25, 24. Es ist besser, geringe Nahrung unter einem breternen eigenen
Dach, denn köstlicher Tisch unter den Freunden, Sir.
29, 29. HErr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehest,
Matth. 8, 8. Luc. 7, 6. Und was ihr höret in das Ohr, das prediget auf den Dächern
(ilssentlich), Matth. 10, 27. Luc. 12, 3. Und wer auf dem Dache (feines Hause«) ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen, Matth, 24, 17. Wurde aufgedeckt, um den Gichtbrüchigen hernieder zu lassen,
Marc. 2, 4. Luc. S, 19.
Dachrinnen
Waren gewisse Wasserrohren, darin das Wasser von den Dächern ablief, dergleichen man heut zu Tage noch hat, 2Sam. 5, 8.
Dachsfelle
Waren Häute von einem Thier, Tachas genannt, welches bei uns unbekannt ist, 2 Mos. 25, 5. c. 35,7. c. 26, 14. c. 36. 19. 4 Mos. 4, 10. Leder, woraus die oberste Decke der Stiftshütte bestand, aber nicht vom Dachshund, sondern von einem andern Thiere, Delphin oder Seehund, und welches sich mit Hyacinth leicht färben ließ. S. Mhr, 1. e. 1.270 ff. Wiener II. 693.
Dafür halten
Wenn man etwas reiflich überlegt, und Eins gegen das Andere mit Bedacht gehalten, nach Art der Rechenmeister, einen festen Schluß fassen, Jud. 8, 25. Röm. 6, 11. Denken. *
Denn ich halte es dafür, baß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht werth fei, die an uns soll offenbaret werden, Röm.
Dafür halte uns Jedermann, nämlich für Christi Diener ,c.,
1 Cor. 4, i. Lieben Brüder, haltet nicht dafür, daß der Glaube an I. C.,
unsern HErrn der Herrlichkeit, Ansehung der Person leide,
Ich bin nicht der, dafür ihr mich haltet,
Dagon
Fisch- oder Getreibe-Gott. Ob man schon das Erstere fast durchgängig annimmt, so kann das Letztere doch auch sein, indem die Philister sowohl von Fischereien als Getreide großen Zugang hatten. Es war eine Abqöttin, einer Melustne gleich, von obeu bis an den Nabel wie eine nackende Jungfer, hernach wie ein Fisch gestaltet. Man will sie auch für die Venus halten. Die Philister hatten ihr herrliche und zwar rnnde Tempel gebaut zu Asdod, Ascalon, Gath und Gasa, zu welchen man auf gewissen Stufen hinauf steigen mußte, Nicht. 16, 23.
Diese Natioualgottheit der Philister war verwandt mit der vsrosto oder ^t^atis, und hierdurch vielleicht auch mit ^starte. Die Art, wie sich der durch Umreißung der zwei Säulen von Simson bewirkte Einsturz des Dagonstempels, Richt. 16, 25 -30. denken läßt. ist gut gezeigt, in N^ebee^, Ua-tnesis Vidlioa 8pso. 3. S.' 29 ff. LilienthaUs Gute Sache der Offenb. V. 197-99. Aehnliche Baue und Einstürze bei ^Vinius, N8tor. Mt. 36, 14. ?^U5, ^nn. 4, 62. 63. Shaw's Reise S. 190 f.
Die Philister stellten die Lade GOttes neben ihr, i Sam. 5, 2 ff. hefteten Sauls Schädel an dies Götzenhaus, 1 Chr.
11, 10.
Ionathas verbrannte den Tempel in Asdod, i Macc. 19, 33. 84. c. 11, 4.
Daheim
§. 1. Zu Haus, bei seiner Familie, unter seinem Volk, in seinem Vaterlande. Die daheim geboren, mußten beschnitten werben, i Mos. i?,
13. 23. 27.
Die Kindbetterinnen sollten bei einem Knäblein 33 Tage daheim bleiben, 3 Mos. 12, 4. bei einem Mägdlein 66 Tage,
v. 5. Habe den Ruhm, und bleibe daheim, 2 Kön. 14, 10. 2 Chr.
25, 19. Bleibe daheim und rühre mich nicht, denn ich soll dich heiligen,
Efa. 65, 5. (bleibe mir vom Leibe, ich bin heiliger als du;
stellt den Pharisäer vor.)
IEfus zeugte, daß ein Prophet daheim nichts gilt, Joh. 4, 44. Maria blieb daheim fitzen, Joh. 11, 20. Wollen sie soie Weiber) etwas lernen, fo lasset sie daheim ihre
Männer fragen, 1 Cor. 14, 35.
§. 2. Daheim sein bei dem HErrn. Nach abgelegter Hütte 2 Petr. 1,14. bei Christo, Phil. 1, 23. in der Stadt GOttes, Ps. 46, 5. und GOttes Hausgenosse, Eph. 2,19. sein, wo wir einige Ruhe und Friede nach vollbrachter mühseliger Reise aus diesem Vergänglichen genießen. Der Christ erkennt den Himmel als seine eigentliche Heimath, theils weil er da ewig bleiben soll, während die Erde nur die Fremde'für ihn ist; theils weil er im Himmel erst unter ganz Gleichgesinnten und Befreundeten sich heimisch fühlt, und alle seine Bedürfnisse befriedigt sieht.
Wir sind aber getrost, und haben vielmehr Lust außer dem Leibe zu wallen, und daheim zu sein bei dem HErrn, 2 Cor. S, 3. (S. Wallen).
Daher
Z.B. fahren, Plötzlich, unvermuthet, und mit Ungestüm gezogen kommen, und einbrechen, Ier. 46, 22. Joel 2, 8.
Elam fähret daher mit Köchern lc., Esa. 22, 6. Es fähret daher der Löwe aus seiner Hecke :c., Ier. 4, 7. Siehe, er (der Feind) fährt dahin, wie Wolken, v. 13. c. 8, 16 Die Verstörer fahren daher über alle Hügel und Wüsten, Ier.
12, 12.
Und der eine (Rntiochns der Große) wird kommen, und wie eine Flut daher fahren, Dan. 11, u>.