Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

248
Darnach (ringen) - Darstellen.
Darnach (ringen)
Mit Anwendung alles Fleißes und aller Kräfte (nach Art der Fechter und Soldaten) sich ernstlich bestreben, daß die größten Beschwerlich- und Gefährlichkeiten, um eine Sache zu erlangen, überwunden werden.
Die Gottlosen ringen darnach, beides mit Worten und Werken,
Weish. i, 16. Wenn du gleich fast darnach ringest, so erlangest du es doch
nicht, Sir. ii, io. Ich rang von Herzen darnach (der Weisheit), und ward fleißig,
darnach zu thun, Sir. 51, 25. Ringet darnach (durch Ueberwindung des Fleisches, der Welt und
de« Teufels), daß ihr durch die enge Pforte eingehet, Luc.
13, 24.
Ringet darnach, daß ihr stille seid, i Thess. 4, 11.
Darnach (thun)
Den Befehlen GOttes durch ein heiliges Leben Gehorsam leisten, und seinen Willen in Erfüllung bringen.
So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte, und
thut darnach 2c., 3 Mos. 20, 22. c. 25, 18. Ezech. 11, 20.
c. 20, 19. 21. c. 36, 27. Darum haltet meine Gebote und thut darnach, 3 Mos. 22, 31.
5 Mos. 4, 14. c. 5, 1. 31. c. 7, 11. 12. c. 6, 1. c. 11, 22.
c. 15, 5. c. 26, 16. Verflucht fei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllet, daß
er darnach thue, 5 Mos. 27, 26. Bei denen (mähret die Gnade des HErrn), die seinen Bund
halten, und gedenken an seine Gebote, daß fie darnach thun,
Pf. 103, 18. Die Furcht des HErrn ist der Weisheit Anfang; das ist eine
fein« Klugheit, wer darnach thut, Pf- m, 10. Höret die Worte des Bundes, und thut darnach, Ier. 11, 6. s. Der - meine Gebote hält, daß er ernstlich darnach thue,
Ezech. 16, 9. Also werden sie deine Worte hören und nicht darnach thun,
Ezech. 33, 32.
Und sollen wandeln in meinen Rechten, und meine Gebote halten, und darnach thun, Gzech. 37, 24.
Darnach (trachten)
8.1. Begehren, sich um etwas bemühen, allerhand Rathschläge fassen, dies und jenes auszuführen, im guten und bösen Verstande.
Mein Vater Saul trachtet darnach, daß er dich (Vamd) todte,
i Sam, 19, 2. c. 23, 10. Die Fürsten und Landvoigte trachteten darnach, wie sie eine
Sache an Daniel fänden, Dan. 6, 4. Tryphon, Ionathan zu fangen ic., i Macc. 12, 40. Und sie trachteten darnach, wie sie ihn griffen 2c., Matth. 24,
46. Luc. 20, 19. Die Hohenpriester trachteten (rathschlagten), Lazarum zu todten,
Joh. 12, 10. Trachtet darnach, daß ihr die Gemeine bessert «., i Cor. 14, 12.
z. 2. Wenn Luc. 13, 24. steht, daß Viele trach» ten werden, durch die enge Pforte hineinnlkom-metti aber sie werden es nicht thun können; so
geschieht das nicht, als ob sie es schlechterdings nicht könnten, weil GOtt sie nach einem unbedingten Rathschluß verworfen hätte, sondern weil ihr Trachten kein Ernst und gründliches Eingehen in die göttliche Ordnung, vielmehr nur ein mattes Wünschen und eitles Hoffen war. GOtt will nicht, daß Jemand verloren werde, 2 Petr. 3, 9. vergleiche damit 1 Petr. 2, 9.
Darnieder liegen
Von Kreuz- und Unglücksfällen so betroffen werden, daß äußerlich Glück, Wohlstand, Macht und Ansehn zerstört, innerlich aller Muth gebrochen ist, Ier. 46, 12. 16. c. 49, 26. Klagel. 1, 7. Ezech. 39, 5.
Er (der Gottlose) spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr darnieder liegen; es wird für und für leine Noth haben, Ps. 10, 6.
Ich (Vavid) aber sprach, da mirs wohl gwg: Ich werde nimmermehr darnieder liegen, Pf. 30, 7.
Freue dich nicht, meine Feindin, daß l'ch barnieder liege, ich werde wieder aufkommen, Mich. 7, 8. (ob ich gleich gefallen bin, werde ich doch wieder aufstehen.)
Darre
Ist eigentlich der Mangel des gehörigen Fleisches und der Fettigkeit, welcher ans einer Abzehrung nach und nach entsteht, Esa. 10,16. zeigt es den Unter-gang der Vornehmen, z. V. Fürsten au.
Darreichen
8-1. I) Geben, was man schuldig, 2 Kon. 17, 4. II) Einem etwas zeigen, um es anzusehen, Matth. 22, 19. III) In der That durch stete Uebungen beweisen, den Glauben durch einen heiligen Wandel thätig machen, alle Tugenden gleichsam wie in Ein Chor, zu Einem harmonischen Ganzen verbinden; wodurch angedeutet wird, daß das Christenthum Alles, was sich sonst von sittlichen Geboten vereinzelt findet, in Eins vereinigt; und die christliche Tugend die allseitige Bildung ist. So wendet allen euren Fleiß daran, und reichet dar in eurem
Glauben Tugend, und in der Tugend Bescheidenheit, 2 Petr.
z. 2. Von GOtt, welcher uns aus Gnaden etwas giebt.
So Jemand ein Amt hat, daß er es thue, als aus dem Vermögen, das GOtt darreichet, i Petr. 4, ii.
Und also wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang zu dem ewigen Reich unsers HErrn und Heilandes JEsu Christi, 2 Petr. i, ii.
Darsetzen
Statt eines Andern aufstellen, vorsetzen, Dan. 12, 11. f. Greuel §. 2.
Darstellen
z. 1. Oeffentlich vor Augen stellen, Zeugen aufführen, Esa. 43, 9. A.G. 6, 13.
Abraham 7 Lämmer besonders, i Mos. 21, 28. 23. den Leuchter, 2 Mos. 40, 4.
Goliath stellte sich dar, i Sam. 17, is.
Die Pharisäer stellten ein ehebrecherisches Weib ins Mittel dar, Joh. 8, 3.
Petrus stellte die Tabea lebendig dar, A.G. 9, 41.
Paulus dem Landpfleger (ausgehändigt), A.G. 23, 33.
Daß Niemand seinem Bruder ein Aergerniß darstelle (gebe), Rom. 14, 13.
Ich halte aber, GOtt hat uns Apostel für die allergeringsten dargestellt, als dem Tode übergeben, i Cor. 4, 9.
Auf daß er sie ihm selbst darstellete, eine Gemeine, die herrlich sei ,c., Eph. 5, 27.
Auf daß er euch selbst darstellete heilig und unsträflich, Col.
1, 22.
Wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi (als Geklagte dns Urtheil;n vernehmen) dargestellt werden, Röm. 14, 10.
8» 2. JEsus wurde dargestellt dem HErrn,
Luc. 2, 22. (2 Mos. 13, 2. 3 Mos. 12, 2 ff.) Da die Tage der levitischen Kirchenreinigung der Mutter und des Sohnes kamen, wurde das Kind dem Priester vorgestellt, welcher es gleichsam an GOttes Statt annahm, und es den Eltern nicht eher wiedergab, bis sie fünf Seckel des Heiligthums oder drittehalb Thaler erlegten. (4 Mos. 3, 47. c. 18, 16. s. Vuxtork 8/uaS0F. ^nä. o. 6. p. 125.) Hier wird dieses Lösegeldes nicht gedacht, weil JEsus GOtt dem HErrn blieb, und sich seinem himmlischen Vater zur Erlösung des menschlichen Geschlechts dargab; er sollte selbst das Lösegeld sein, 1 Petr. 1, 18. 19. Ebr. 7, 27. (oder es wurde für ihn nur das Armenopfer gegeben, 3 Mos. 12, 8.) Es geschahe ühngens diese Darstellung, damit sie sich gleich andern Israeliten in die gesetzliche Ordnung fügten,