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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Dellla - Demuth.
Delila
Eine magere und schlanke Frau. Sie ist wohl nicht Simsons Eheweib gewesen, sondern vielmehr unzüchtig von ihm geliebet worden; welches aus ihrem Geiz und der Treulosigkeit, die sie an Srmson beging, sich schließen läßt. Richt. 16, 4. 6.12.18. (In ihr stellt sich die unselige Gewalt dar, mit welcher eine Lieblingslust und Leidenschaft auch einen Helden GOttes fesseln und zu Falle bringen kann.)
Delos (Delus)
Offenbar. Eine Insel im ägä'ischen Meer, die mittelste unter den Cycladen, 1 Macc. 15, 23.
Demant
z. 1. Der härteste und kostbarste Edelstein, welcher in Ostindien gefunden wird. Er soll dem Gifte widerstehen, 2 Mos. 28,18. Ezech. 28, 13.
Geld und Demant mag ihr (der Weisheit) nicht gleichen, Hiob 28, 17.
§. 2. Die Spitzen, die von dem Demant abgehen, werden zum Schueiden, z. B. des Glases, gebraucht, darum sagt Ieremias:
Die Sünde Judas ist geschrieben mit eisernen Griffeln und mit spitzigen Demanten geschrieben 2c., c. 17, 1. (so tief in den Herzen eingewurzelt, daß fte nicht ausgerottet werden knnn.)
§. 3. Er ist ein Bild I) eines harten Herzens, welches sich weder mit dem Hammer des Gesetzes zerschlagen, noch durch das Feuer der Trübsal schmelzen lassen will a). Einer schmerzhaften Stand-haftigkeit eines Lehrers göttlichen Worts, welcher sich durch keine Schmach und Trübsal erweichen läßt, und sich nicht fürchtet, den Zuhörern ihr sündliches Leben gewaltig ans Herz zn legen b).
n) Und stelleten ihre Herzen wie einen Demant, baß sie nicht höreten das Gesetz und Worte, welche der HGrr Zebaoth sandte in seinen Geist 2c., Zach. 7, 12.
b) Ja, ich habe deine Stirne so hart, als einen Demant, der härter ist, denn ein Ms, gemacht, Ezech. 3, 9. vergl. Ier.
I, 18.
Demas
Ein gemeiner Mann. Ein Schüler des Paulus, welcher aber die Welt wieder lieb gewann, Col. 4, 14. 2 Tim. 4, 10. Phil. 24.
Demetrius
I) Des Seleucus Sohn, König in Syrien, 1 Macc. 7, 1.
Läßt den Antiochus und LysiaZ todten, ib. v. 2-4.
Macht BacchideZ zum Hauptmann über das ganze Land, ib.
v. 8.
Alcimus zum Hohenpriester, v. 9. Zieht wider Alexander, AntiochuZ Sohn, in Streit, 1 Macc.
il), 2. Wird erschlagen, ib. v. 50.
II) Des Vorigen Sohn.
Kommt aus Crew in sein Erbtheil, 1 Macc. 10, 67. Wird von Antiochus dem Jüngern verjagt, ib. c. 11, 55. Kommt mit einem großen Heer wieder nach Galiläa, i Macc.
II, 63.
Von Ionathan geschlagen, ib. v. 73.
Von den Römern Friede zu halten befehligt, c. 15, 15.
III) Ein Goldarbeiter, welcher kleine silberne Modelle von dem Dianatempel in Ephesus machte, und den Aberglauben dadurch beförderte, A.G. 19, 24.
IV) Ein Christ, den Johannes mit Auszeichnung erwähnt, 3 Joh. 12.
Demophon
Eine Marter des Volks. Ein heidnischer Haupt-mann und Judenfeind, 2 Macc. 12, 2.
Demuth
H. 1. Hat in dem Ebräischen den Namen von: Leiden, wenn einem der hohe Muth gebrochen; und im Griechischen von Niedrig gesinnt sein, anzuzeigen, daß man keine hohe Gedanken von sich haben soll. Sie ist im Allgemeinen die Gemüthsbeschaffenheit, wo man seine Gedanken über sich und seinen Werth so beschränkt und mißt, wie es unsrer Stellung zur Majestät GOttes angemessen ist. - In Beziehung 1) auf unser physisches Verhältniß zu GOtt ist sie die Anerkennung unsrer unbedingten Abhängigkeit von GOtt, und das lebendige Durch-drungenscin von dem Gefühle, daß wir schlechthin nichts sind, nichts vermögen ohne GOtt. Diese Demuth müssen alle Geister auf gleiche Weise haben ; - in Beziehung 2) auf unser sittliches Verhältniß zu GOtt muß der Mensch im besondern Sinne demüthig sein. Insofern er gedacht wird: a) im Stand der Schuld ist die Demuth, die Sinnesweise, wo wir uns nnsres tiefen Sündenverderbens, unsrer wirklichen Sünde, und uusres Unvermögens zur Heiligung, mithin unsrer Schuld und Unwürdigkeit bewußt siud; wo ivir alles eignen Verdienstes, aller Rechte an GOtt uns begeben. Insofern aber b) der Mensch gedacht wird im Stand der Gnade, bleibt auch da, wo wir uns gleich unsrer seligen Veränderimg und der empfangenen Gaben bewußt sein können, die Demuth nothwendig, als die Anerkennung, daß unsere Besserung nicht uuscr, soudern GOttes Werk ist, daß alle Gnadenkräfte, die wir besitzen, GOttes Gaben sind, daß für Alles, was wir geleistet, ihm allein die Ehre gebührt; und daß wir auch jetzt noch schwach, bedürftig, und ohne Verdienst vor GOtt sind. So will also die christliche Demuth keineswegs eine unwürdige Selbstweg-werfung, oder eine affectirte Verleugnung der wirklichen Gaben. Wiewohl ich Andrer Gabe gegen die meinige nicht verachte, so rühme ich doch dies im heiligen Trotz, daß ich um alle Thronen und Reiche der Welt, wie jener sagte, nicht vertauschen wollte, was ich durch Lust und Nachsinnen in den Psalmen durch Segen des h. Geistes erlangt habe. Denn ich habe keine so närrische Demuth, daß ich die mir verliehenen Gaben GOttes verleugnen wolle. Von mir selber habe ich freilich genug, das mich demüthigen und ;u nichte machen kann; an und in GOtt aber muß ich stol» ;ireni über seine Gaben fröhlich sein, frohlocken und rühmen. Luther XXI. 1281. 82. Sie hat ihren Sitz eigentlich im Herzen, Matth. 11, 28. bricht aber in vielen Stücken hervor, und laßt sich merken und sehen «) in Worten, /3) Gebcroen, Luc. 18, 13. 1 Mos. 18, 2. ^) im Gange, <Y in der Tracht und in der Kleidung a). Es giebt auch eine falsche, gleißnerische Demnth, welche des gründlichen aufrichtigen Gefühls der eignen Schuld und Sündhaftigkeit ermangelt, und eigentlich unter der Maske der Niedrigkeit einen geheimen Hochmuth verbirgt, und im Grunde nur Ehre sucht b).
n) Suchst Gerechtigkeit, suchet Demuth, auf daß ihr am Tag
des HErrn Zorns möget verborgen (errettet) werden, Zeph.
2, 3. Wir aber kennen keinen andern GOtt, ohne ihn allein, und
wollen mit Demuth von ihm Hülfe und Trost warten, Jud.
6, 16.
Paulus hat dem HErrn gedient mit Demuth, A.G. 20, 19. Mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget
Einer den Andern in der Liebe, Eph. 4, 2. Nichts thut durch Zank ober eitele Ehre, sondern durch Demuth
achtet euch unter einander Einer den Andern höher, denn sich
selbst, Phil. 2, 3.