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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Derben - Dlbott.
gestrichen, und wenn es trocken, wieder abgezogen, da denn dieses Leder eine Figur mit vier ledigen Räumen hat, darein die 4 Stücke aus dem Gesetz Moses, 5Mos. 11, 13-22. c. 6, 4-10. 2 Mos. 13, 3-10. und v. 11-17. auf so viel Pergament-zetteln zierlich geschrieben, zusammen gerollt, und in anderes Pergament eingewickelt, nach angegebener Ordnung der Gesehstücke ein jedes in sein Näum-lein gethan wird. Damit nun diese Zettel nicht herausfallen, so machen sie eine Decke oder einen Fuß unten umher von hartem Leder, aus welchem ein Stück rund, wie ein halber Cirkel, herausgezogen, und darein ein langer Niemen gesteckt wird, womit sie ihn am Kopf fest machen. Der am Arm hat auch zur Form ein viereckigtes Holz, von gleicher Länge und Breite, jedoch etwas größerer Höhe, worüber ein Stück nasses Leder gezogen wird, und daran bleibt, bis es trocken. In die hieraus entstandene Höhe werden die obigen Gefetzstücke, welche auf ein langes, aber doch in 4 Seiten getheiltes Stück geschrieben, gelegt und unten mit einem Fuß versehen, woraus ebenfalls ein Stück Leder zur Fassung des Riemens heraus gezogen ist, womit der Denkzettel an den Arm gebunden wird. Zuletzt durften die gemeinen Juden sie nicht mehr umbinden, weil sie für heiliger gehalten wurden, als das Sürnblatt des Hohenpriesters. Endlich wurde ein Mißbrauch und Aberglauben daraus, indem man ihnen bald eine besondere Kraft, gleich einem Amulete zuschrieb; bald darin ein Abzeichen besondrer Heiligkeit suchte.
Sie (die Pharisäer) machen ihre Denkzettel breit, Matth. 23, 5.
z. 2. Denkzettel GOttes, Mal. 3, 16. GOtt befiehlt jelber, Gedächtnißbücher zu macheu, 2 Mos. 17, 14. und die Menschen thun es auch, Esth. 2, 23. um eine merkwürdige Sache nicht zu vergessen. Bei GOtt ist zwar keine Vergessenheit; Ebr.4, 13. doch wird ihm, so zu reden, ein solches Gedächtnißbuch zu-gcschriebeu. 2 Mos. 32, 32. 5 Mos. 32, 34. in welchem aller Mcnscheu Leben, Thun und Leiden eingeschrieben steht, und welches er immer vor Augen hat, und hinein sieht, wie es besonders den Seinigen geht. Dieses Vild giebt also den Frommen den Trost, daß GOtt Alles gar wohl wisse, was die Bösen freveln, und die Guten leiden, und zu seiner Zeit vergelten werde. (S. Buch §. 5.)
Derben
Eine Stadt in Lycaomen, wo Paulus und Var-nabas predigten, A.G. 14, 6. 20. c. 16, 1. Gajus von Derben, c. 20, 4.
Dessa
Aschen- oder Schmalzgrubc. Gin Flecken in Iuoäa, 2 Macc. 14,16.
Deuten
§. 1. I) So viel als Auslegen. S. 108. Von Träumen, i Mos. 40, 22. c. 41, 8. 12. 13. IS. 24. Dan.
2, 4. s. 6. c. 5, 12.
Ihr deutet es fälschlich, und seid alle unnütze Aerzte, Hiob 13, 4. (ihr dringt Lügt« auf die Gähn und wollt gerne mit GOtt rechten.)
Du wirst ja nimmer Eins mit dem schädlichen Stuhl, der das Gesetz übel deutet, Pf. 94, 20.
Ihre Priester entweihen das Heiligthum, und deuten das Gesetz freventlich, Zeph. 3, 4.
Deute uns dieses GleichniH vom Unkraut auf dem Acker, Matth. 13, 36.
z. 2. II) Andeuten, anzeigen, Ebr. 9. 8. Daß aber die Todten auferstehen, hat Moses (an-) gedeutet, bei dem Busch, Luc. 20, 37. (2 Mos. 2, 6.)
Das sagte er aber, zu deuten, welches Todetz er sterben würde,
Joh. 12, 33. c. 21, 19. c. 18, 32. Agabus deutete (mit gewissen dazu geurnnchten Zeichen) durch
den Geist eine große'Theurung, A.G. 11, 28. Dies ist die Offenbarung - und hat sie gedeutet (unter vie»
leu prophetischen Gildern), Offb. 1, 1.
§. 3. III) Zeigt es eine Bewegung an, wenn ein böser Mensch mit Füßen ein Zeichen giebt, oder die Lippen einbeißt, sie rümpft, um die Einfältigen und Sorglosen zu verspotten, zu betrügen ?c.
Ein loser Mensch winket mit Augen, deutet mit Füßen, zeigt
mit Fingern, Sprw. 6, 12. 13. Wer mit Lippen deutet, vollbringt Böses, c. 16, 30.
Deutlich
Wohluerstandlich, 1 Cor. 14, 9. mit ausdrücklichen Worten, 1 Tim. 4, 1.
Deutung
Auslegung, Sprw. 1. 6. Ier. 14, 14. Sir. 34, 5. 11. Kraft und Iuhalt, 1 Cor. 14, II. Vom Traum, 1 Mos. 40, 12. 16. 18. c. 41, 11. - NebucadnezarZ, Dan. 2, 6. 9. 26. c. 4, 16. 21. c. 5, 8.
Diaconus
Diener, 1 Tim. 3, 8. Sie sind zur Zeit der Apostel eutstanden, A.G. 6, 5. und gingen bei dem Predigtamt, bei Taufen, Krankenbesuchen, Almosen-vertheilung:c., an die Hand, wie die Leviten den Priestern im A. T. Man hatte auch Diaconisfin-nen, Röm. 16, 1. 1 Tim 5, 9. nicht, daß sie das Wort GOttes gepredigt hätten, sondern sie verrichteten z. B. beim Almosen, bei Kranken, und zwar bei Weibspersonen, ihre Dienste, und gingen diesen an die Hand.
Diana
z. 1. Mond, Uachtschein. Eine heidnische Abgöttin, sonst Luna, Lucina, Proserpina, Hekate, Trivia und DeUa genannt. Sie soll eine Tochter des Zeus gewesen, deren Bilduiß vom Himmel gefallen, und mit schönen Brüsten geziert gewesen sein, um dadurch anzuzeigen, daß sie alle Menschen und Vieh ernähre. Andere halten sie für was Anderes. Die Epheser hatten ihr einen sehr kostbaren Tempel in Zeit von 200 Jahren erbaut, welcher unter die 7 Wunderwerke der Welt gezählt wurde. Man opferte ihr zu Ehren Menschen. Als der Tempel 400 Jahre gestanden, verbrannte ihn Herostratus, A.G. 19, 27. 28.
z. 2. Tempel der Diana, A.G. 19, 24. waren Vildlein, nach dem großen Tempel gebildet, in welchen man die Diana als einen Amulet am Halse trug oder sonst auf eine abergläubische Art verwahrte. Wie heut zu Tage die Papisten allerhand Heiliger gegossene Bilder verehren.
Diblaim
Dürre Feigen. Vater Gomers, Hos. 1, 3.
Diblath
Ein unbekannter Ort, Ezech. 6, 14. Doch vergl. Ier. 48, 22.
Dibon
Genügsamer Verstand. Eine feste Stadt im Gefilde Moab, 4 Mos. 21, 30. c. 32, 3. 34. Ios. 13, 9. 17. Neh. 11, 25. hatte abgöttische Altäre, Esa. 15, 2. Icr. 48, 18.