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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Breschzelt - Drücken.
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wältigen und den höchsten Stolz brechen und demüthigen sollten.
Siehe, ich habe dich zum scharfen neuen Dreschwagen gemacht der Zacken hat, daß du sollst Berge zerdreschen und zermalmen lc., Esa. 41, 15.
Dreschzeit
In dem verheißenen Segen 3 Mos. 26, 5. soll die Zeit des Dreschens reichen bis znr Weinernte.
Dringen
§. 1. I) Von dem Drücken, welches ans einer allzu großen Menge Volks, das etwas gerne sehen oder hören will, oder aus einer andern Nrsache durch Beengung des Raums entsteht, Marc. 3, 9. c. 5, 24. 31. Luc. 5, 1. c. 8, 42. 45. Vileams Eselin drängele sich (selbst hart) an die Wand, 4 Mos.
22, 25.
H. 2. II) Auf einen losgehen, mit allerhand Ungestüm, mit Worten und (Thaten) zn nöthigen oder in Verlegenheit zu setzen suchen, Ind. 14, 5.
Die Sodomiter auf Lot, i Mos. 19, 9. vergl. 2 Petr. 2, 7.
Die Egypter das Volk Israel, 2 Mos. 12, 33.
Wenn du Geld leihest meinem Volk, das arm ist bei dir,
sollst du ihn nicht zu Schaden dringen, 2 Mos. 22, 25. Die Pharisäer drangen (listig) ans IEfum, Luc. n, 53.
z. 3. III) Im bildlichen Sinne wird es von der Kraft des Gebets, welches vor GOttes Thron steigt, und von dem Schwert, als einem Bild der härtesten Schmerzen, gebraucht, Luc. 2, 35. (S. Durch-dringen.)
Das Gebet der Elenden dringet durch die Wolken ic., Sir. 35, 21.
§. 4. IV) Von eiuem sehr starken religiösen Autriebe, dem man nicht widerstehen könnte, ohne sich innere Unruhe und Äugst zuzuziehen.
Paulus drang der Geist, zu bezeugen den Juden IEsum, daß er der Christ sei, A.G. 13, 5. vgl. c. 9, 22.
Die Liebe Christi dringet uns also, sintemal wir halten, daß so Einer für Alle gestorben, so sind sie (folglich) alle gestorben, 2 Cor. 5, 14.
8- 5. V) Zeigt es einen Nebergang aus einem schlimmern Zustande in einen bessern an, wenn man aus Schmerzen in Freude, aus Arbeit in Ruhe, aus Elend in Glückseligkeit ?c. versetzt wird.
Wer mein Wort höret, und glaubet dem - kommt nicht ins Gericht, fondern er ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen, Joh. 5, 24.
§. 6. Sich dringen heißt etwas heftig (mit ver-botenem Laufen oder andern Mitteln) begehren.
Dringe dich nicht in Aemter vor GOtt, Sir. ?, 4. vergl. c. 3,
ssss.
Dritt, s. Drei
8. 1. Der dritte Himmel, in welchen Paulus entzückt wurde, 2 Cor. 12, 2. ist nach jüdischem Sprachgebrauche, zum Unterschied von dem Lufthimmel, Matth. 6, 26. c. 16, 1-3. und dem Sternenhimmel, Ps. 19,1., der Ort der Offenbarung der höchsten Herrlichkeit GOttes, Matth. 5, 34. das Aller-heiligste, Ebr. 9, 12. oder das Paradies, 2 Cor. 12, 4. Sonst könnte man auch, außer 1) dem sichtbaren Himmel, der von GOtt geschaffenen Sternenwelt, die Alles umschlingt, 2) das Gnadenreich GOttes auf Erden, den inneren Himmel der Friede habeudeu Seele, und 3) die ewige Herrlichkeit der Seligen bei GOtt uuterscheideu.
z. 2. Des dritteu Tages wird öfters gedacht, z. B.
Vei der Schöpfung, 1 Mos. 1, 13.
Sahe Abraham die Stätte von ferne, c. 22, 4.
Bei der Flucht Labans vor Jacob, 1 Mos. 31, 22.
Bei Beschneibung und Ermordung der Heviter, c. 34, 25.
Da Pharao seinen Jahrestag beging, c. 40, 20.
Redete Joseph mit seinen verwahrten Brüdern, 1 Mos. 42, 19.
Bei Offenbarung des Gesetzes, 2 Mos. 19, 11. 15.
Bei Verbrennung der Speise, die vom Dankopfer übrig blieb, 3 Mos. 19, 6. 7.
Am dritten Tage (»ach der Ankunft Christi in Galiliia) war eine Hochzeit zu Cana, Joh. 2, 1.
Siehe, ich treibe Teufel aus, und mache gesund heut und morgen snur noch wemge Tngei, und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen, Luc. 13, 32. (o. i. bald darauf wird mein irdisches Tagwerk vollendet sein; Vergl. Hos. 6, 2. Die Leiden der Auserw'cihlten GOttes sind nur einer kleinen Anzahl Tage gleich zu rechnen, und bald erlöst er sie.)
z. 3. Am dritten Tage ist Christus auferstanden, 1 Cor. 15, 4. Der erste' war der Tag des Leidens, Zeph. 1, 15. (?) Efa. 53, 4. der andere der Ruhetag, Ps. 16, 9. der dritte der Tag der Auferstehuug, Ier. 31, 26. (?) Daß ICsus am dritten auferstand, geschah wohl, uns seines Todes zu versichern, vornehmlich aber, damit die Schrift erfüllet würde, Matth. 16, 21. Matth. 17, 13. Siehe Auserste-hung Christi.
Drob
Darüber, deswegen. 2 Mos. 22, 2. 4 Mos. 15, 33. Ier. 5, 31. Ezech. 21, 17. Marc. 5, 26. Joh. 18, 36.
Droben
Bezieht sich I) eigentlich auf eiueu Ort, der höher als audere, Ios. 14,12. Esa. 7, 11. II) Das, was drobeu ist, bedeutet die alles Irdische und Eitle unendlich übersteigenden Güter des Himmels, die Seligkeit im Reiche der Herrlichkeit bei GOtt, Weish. 2, 23. III) heißt es auch so viel als im Vorherge-henden, 2 Cor. 7, 3. Eph. 3, 3. Siehe, GOtt ist hoch droben im Himmel, und siehet die Sterne
droben in der Höhe, Hiob 22, 12.
Aber Jerusalem, das droben ist (die christliche, auf einen himmlischen Ursprung sich gründende, und mit der himmlischen Gemeinde.vcreinigte christliche Kirche), das ist die freie (von des Gesetzes Joch), die ist uuser Aller Mutter, Gal. 4, 86.
Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, fitzend zur rechten Hand GOtteß, Col. 3, i.
Trachtet nach dem, das droben ist, nicht nach dem, das auf Erden ist, ib. v. 3.
Drohen, s. Dräuen Drücken
§. 1. Gleichwie ein eigentliches Drücken und Stoßen* Angst und Beschwerde verursacht, so zeigt dieses Wort sowohl eiue leibliche als geistliche Veäug-stiguug an.** * Wenn man das Auge drücket, so gehen Thränen heraus, Sir.
22, 23.
«* Die Theunmg drückte das Land, 1 Mos. 43, 1. c. 47, 4. Das Volk wurde mit schweren Diensten gedrückt, 2 Mos. i, 11.
12. vergl. v. 15. mit Arbeit, c. 5, 9. Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich
(dein innerlich strafender Geist, und die äußerliche Züchtigung
ängstigt und beugt dns Her,), Ps. 36, 3. Unsere Missethat drücket un5 hart (dns Gefühl unserer Schuld ist
durch deine Strnfen empfindlich erregt), Ps. 65, 4. Dein Grimm (dein Schreckcu u. 17.) 'drücket mich, und drängest
mich mit allen deinen Fluthen, Pf. 88, 6. Die Missethat das Land, Esa. 24, 20. Wir werden gedrückt und geplagt mit Schrecken und Angst,
Klagel. 3, 47.
§. 2. Sonst kommt es noch vor:
Wer sich drücket (schmieget und bieget), kommt empor, Sir.
20, 11. Die Rede des Narren drücket (ist so beschwerlich) wie eine Last
auf dem Wege, Sir. 21, 19. O daß ich könnte ein Schloß an meinen Mund legen, und ein
festes Siegel aus mein Maul drücken, Sir, 22, 23,