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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Ehebette - Ehebruch.
z. 9. Liebe ist des Leidens Anfang. Der Ehe-stand ist anch ein Wehestand ^ 1 Mos. 3, 16. 19.
1 Cor. 7, 28. Eine Werkstatt der Schmerzen, Beängstigungen und Trübsale, da immer eine Sarge und Anfechtung der andcrn die Fersen drückt und einen Aufstand erregt. Daher ist er mit großer Bedachtsamkcit und kluger Behutsamkeit anzufangen: GOtt mnß also inbrünstig angerufen werden, Sprw. 19, 14. Sir. 26, 3. S. 1 Mos. 24,11 f. Man mnß nicht anf großes Gut, Sprw. 31, 10. Sir. 7, 21. nicht anf Schönheit, sondern vornehmlich anf Tugend, Sprw. 31, 29. 30. Sir. 26,19. und den Endzwcck des Stifters s§. 8.) seine gereinigten und heiligen Absichten haben. Sehr beherzigenswerth ist, was über die verschiedenen Arten der Liebe, das Wesen und den Vorzng der ehelichen Liebe, so wie über den rechten Grund der letztern Luther sagt: Werke X. 757. XII. 2518. 2523.'
z. 10. Die Ehe bildet ab die geistliche Vermählung Christi mit seiner Kirche, ja mit einer jeden gläubigen Seele. S. das Hohelied ^ Hos. 2, 19.
2 Cor. 11, 2. Matth. 9, 15. c. 22, 2. Esa. 54, 5. Esa. 62, 4. Ier. 2, 2. c. 3, 8. 14. besonders Eph. 5, 22-33. Dies bestimmt eben den eigenthümlichen Charakter der christlichen Ehe, daß sie als Abbildnng der innigen Genreinschaft Christi mit der Gemeinde der wahren Gläubigen eine religiöse Weihe empfängt, nno zum Zwcck sich mit die gegenseitige heilige Durchdriuguug der Herzen setzt; worans von selbst die höchste Verpflichtung christlicher Ehegatten zu einer in der innigsten Liebe und im Geiste zu führenden Ehe stießt. (S. Bräutigam z. 2.)
Ehebette
Die höchste Freundschaft zwischen Ghelenten, tko-rüg voi^uAÄlis, die eheliche Beiwohnnng.
Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei Allen, und das Ehebette unbefleckt, Ebr. 13, 4.
Ehebrechen, s. Ehebruch
z. 1. I) Eigentlich Ehebruch treiben; und im weitern Sinne begreift es alle Arten der Hnrerei und fleischlichen Üureiuiqkeit, sie mögen nun im Herzen sein, oder durch Reden und wirkliche That ausbrechen nnter sich. Du sollst nicht ehebrechen, 2 Mos. 20, 14. 5 Mos. 5, 16.
Matth. 5, 27. c. 19, 19. Marc. 10, 19. Luc. 18, 20. Röm.
13, 9. Iac. 2, ii. Wer die Ehe bricht mit Jemandes Weibe, der soll des Todes
sterben, 3 Mos. 20, 10. Der mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr; der
bringet sein Leben ins Verderben. Sprw. 6, 32. Gotteslästern, Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat
überHand genommen, und kommt eine Blutschuld nach der
andern. Hos. ^, 2. Ein Mann, der seine Ehe bricht, und denlct bei sich selbst, wer
siehet mich? Sir. 22, 25. Wer ein Weib ansiehet, ihr zu begehren (geflissentlich auf sie mit
unreiner segitroe dcu slick richlel), der hat schon mit ihr die
Ehe gebrochen in seinem Herzen. Matth. 5, 28. Wer sich scheidet von seinem Weibe, und freiet eine andere, der
bricht die Ehe an ihr; und wer eine Abgeschiedene sreiet, der
bricht die Ehe, v. 32. c. 19, 3. Marc. 10, ii. 12. Du sprichst, man soll nicht ehebrechen, und brichst die Ehe,
Rom. s, 22.
z. 2. II) Abgötterei treiben, Ier. 23,14. Gzech. 23, 37. Offb. 2, 22. f. Ehebruch 8- 6.
Ehebrecher, Ehebrecherin
§. 1. Sind solche, welche Ehebruch (Abgötterei) treiben. Wer die Ehe bricht mit Jemandes Weibe, der soll des Todes
sterben, beide, Ehebrecher und Ehebrecherin, 3 Mos. 30, io.
Das Auge des Ehebrechers hat Acht auf daZ Dunkel, Hiob
24, 15.
Du hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern, Ps. 50, 19. Eine Hure ist eine tiese Grube; und die Ehebrecherin ist eine
enge Grube, Sprw. 23, 27. Also ist auch der Weg der Ehebrecherin, die verschlinget und
wischet ihr Maul, Sprw. 30, 20. Darneben seid ihr Mörder, Diebe, Ehebrecher und Meineidige
und räuchert dem Baal, Ier. 7, 9. Es sind eitel Ehebrecher, und ein frecher Haufe, Ier. 9, 2. Und sind allesammt Ehebrecher (im geistlichen und leiblichen tirr-
stände), Hos. 7, 4. (S. Backofen.)
Und will ein schneller Zeuge sein wider die Zauberer, Ehebrecher und Meineidigen, Mal. 3, 5. Die Kinder der Ehebrecher gedeihen nicht, und der Same aus
unrechtem Bette wird vertilget werden, Weish. 3, 16. Drei Stücke find, denen ich von Herzen seind bin lc., wenn ein
alter Narr ein Ehebrecher ist, Sir. 25, 3. 4. Ich danke dir, GOtt, daß ich nicht bin wie andere Leute,
Räuber, Ungerechte, Ehebrecher 2c., Luc. 18, 11. Wo sie nun bei einem andern Mann ist (einen nnoern hcira-
lhet), weil der Mann Icbet, wird sie eine Ehebrecherin geheißen, Rom. 7, 3. Weder die Hurer, noch die Abgöttischen, noch die Ehebrecher lc.
werden das Reich GOtteZ ererben, 1 Cor. 6, 9. Die Hurer und Ehebrecher wird GOtt richten, Ebr. 13, 4. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß de^
Welt Freundschaft GOtteZ Feindschaft ist? Iac. 4, 4.
§. 2. Solche ehr- und treu-vergessene Leute, welche nach Ier. 5, 8. wiehern, wie die vollen (wohlansgefütterten und durch eine starke Phantasie getriebenen) müßigen Hengste, werden zeitlich und ewig gestraft. (S.' Ehebruch §. 4.)
z. 3. Wenn Esa. 57, 3. von Widerspenstigen: ihr Same des Ehebrechers und der Hure heißt, so ist es so viel als: Du ehebrecherische Art, die du in der Hurerei (d. i. falschem Gottesdienst) fortfahren willst.
Ehebrecherei
Heißt in der Schrift granliche Abgötterei und falscher Gottesdienst insgesammt, Hos. 2,2. Ier. 13, 27. Ezech. 23, 37. 43.
Ehebrecherisch
Untreu, welche den Ehebuud, oder den Vund mit GOtt brechen.
Ehebrecherisches Weib, Hos. 3, 1. (Ä. 6nhltu.) Ehebrecherische Art sdie nus der Ärt Hbrahams nnnmchr ye>
schlagen, nud von GGttrs 6und zugleich abgewichen), Matth.
12, 39. Ehebrecherisches und sündigeZ Geschlecht, Marc. v, Z3.
Ehebruch
§. 1. Diese Sünde wider das sechste Gebot geschieht, wenn eines von Verehelichte!, (oder Verlobten) des Bundes, den es mit dem andern gemacht, leichtsinnig vcrgißi, und also uulrm wird; indem es mit einer fremden Person fleischliche Vermischuug vornimmt; und also mit Werken. 1 Cor. 6, 15 f. Hcbr. 13, 4. mit Worten, Eph. 4, 29. 30. c. 5, 3-5. Matth. 12, 34. 35. mit uuzüchtigen Geberden, 1 Mos. 39, 7. Sir. 9, 7. c. 26, 12. 14. Matth. 5, 28. oder im Herzen und Gedanken durch böse Vrnnft, Iac. 1, 14. 15. Matth. 5, 28. die vor GOtt trenlich zngesagte Ehe, Mal. 2, 14. Sprw. 2,17. bricht. Es giebt eine Art Ehebruch, die ohue in fleischliche Vergehuugeu überzugehen, ja ohue mit siunlicher Begierde verbuuden zu seiu, in ciuer Herzensverbindung mit einer verehelichten Person besteht, die der ehelichen Liebe Abbruch thut, und eiue Störung unter den Ehegatten erzeugt. Sehr gute und seine Bemerkuugen hierüber finden sich in der Schrift: Neber moralifchen Ehebruch (vou vkn Hoeu» od. OuninF^Äiuft). Leipzig 1811.
§. 2. Der Ehebruch ist einfach, wcuu nur Ein