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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Oinigkett.
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hatte, der auch so vollkommen wäre. Ans der Vielheit der Götter muß eine Einschränkung, folglich eine Unvollkommenheit entstehen. GOtt ist Eins in seinem Wesen, Wissen, Wollen nno Können. Ist GOtt nicht Eins, sc> ist er auch nicht. Die drei Personen der ewigen Gottheit machen keine Zusammensetzung dreier mtterschiedencr Stücke; denn GDtt ist in Personen, nicht au3 Personen. Ob nnn gleich die Einheit GOttes ans Vcrnuuftgrün-dcn sich erkennen läßt, so ist sie doch erst durch die Offenbarung bekannt, öffentlich geltend geworden; als welche schon in ihren ältesten Denkmalen und durchweg die Einheit OOttes beharrlich lehrt.
Höre, Israel, der HGrr, unser GOtt, ist ein einiger HErr, 5 Mos. 6, 4. Marc. 12, 29. Röm. 3, 30.
Er ist einig, wer will ihm antworten? Hiob 23, 13.
Niemand ist gnt, denn der einige GOtt, Matth. is, 17. Marc. 10, ig. Luc. 18, 19.
So wissen wir nun - daß kein anderer GOtt sei, ohne der einige, 1 Cor. 8, 4.
Dn glaubest, daß ein einiger GOtt ist? du thust wohl daran, Iac. 2, 19.
Es ist ein einiger Gesetzgeber, der kann selig machen und verdammen, Iac. 4, 12.
§. 2. V. Die Einheit GOttes läßt uns schließen anf die Einheit seines Rciches nno seines Weltplanes, nno den Znsammenhang des Ganzen, sowie anf die Einheit des Gesetzes; nno verpflichtet nns, nnsere Eine Bestimmung nno die daranf sich gründende Gleichheit anzuerkennen, und Eine Vruderfa-milie nntcr dem Einen Vater zn werden.
§. 3. Gal. 3, 20. Ein Mittler aber ist nicht eines Einigen Mittler; GM aber ist einig. Pau-lns Meinung geht dahin: Ein Mittler ist nicht eines Einigen, ist da nicht nöthig, wo Einer ist, oder wo Alle wie Einer find, sondern nur wo Trennung, Zwiespalt ist: GOtt aber ist Einig, GOtt ist immer Einer, der sich gleichbleibt, der also nicht Urheber der Trennnng ist; - der Zwiespalt war vom Volke verschuldet; und ebenoarnm beonrfte es des Mittlers bei der Gesetzgebung. Da aber das Gesetz, bei welchem Zorn uno Feindschaft blieben, die Versöhnung mit GOtt nicht schaffen konnte, v. 19. Röm. 7, 7. so hat es der, auf den die Verheißung ging, thnn müssen.
§. 4. Van Christa, dem einigen und eiugebor-nen Sohn GOttes, des Vaters. Wie eS durch Eines (Adams) Sünde (da diese durch die natürliche Abstammung mit fortgepflanzt wurde) gegaugeu ist zur Veroammniß, die über alle Menschen gekommen; so ergeht es anch durch eines einigen Menschen (Christi) Gerechtigkeit zur Nechtfertiguug des Lebens, durch die allgemeine Erlösuug, Röm. 5,' 15. 16. Ich will einen einigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David (Christum, Davids Sohn), Ezech.
34, 23. c. 37, 24.
Und verleugnen GOtt, und unsern HErrn JEsum Christum, den einigen Herrscher, Br. Ind. 4.
Einigkeit, s. Friede
F. 1. Daß Eiuigkeit im bürgerlichen Leben höchst nothig sei, ist eine ausgemachte Sache. Friede er-nährt, und Unfriede verzehrt, und zwar in allen Ständen. Wo Uneinigkeit ist, da reißt Einer ein, was der Andre bant. Der Christen Einigkeit ist eine genaue Vereinignng ihrer Herzen und Gemüther, woraus der Friede unter und gegen einander fließt.
Und seid fleißig, zu hatten die Einigkeit ,m Geist, durch da3 Band des Friedens, Eph. 4, 3.
§. 2. Diese Einigkeit im Geist, da die Gläubigen durch die Wohnung und Wirkung des heiligen
Geistes in ihnen alle sind Ein Herz und Eine Seele, A,G. 4, 32. nimmt ihren Ursprnng ans dem Glauben an den Eiuen Christus, dessen Wort Allen die gleiche Negel ist, und aus der Liebe, als dem Band der Vollkommenheit. Je mehr wahre Christen mit GOtt vereinigt sind durch ungefärbte Liebe, je mehr lieben sie sich nnter einander, und je größer und fester wird die Einigkeit uuter ihneu selbst. Die Liebe verbindet nns nnter einander als Kinder Eines Vaters, als Brüder Eines Haufes, als Glieder Eiues Leibes, als Gefäße eiuerlei Geistes, Eph. 4, 3-6.
§.3. Diese brüderliche Eiuigkeit sorgfältig zn bewahren, verbindet uns a) Gottes Befehl, Eph.
4, 1. 1 Cor. 1, 10. 1 Tim. 1. 5. Ebr. 13, 1. (lies hiebei Ps. 133. Ps. 68. Ps. 15. Esa. 3, 3. 4. c. 49, 17-23. Zach. 3, 8. 10. Röm. 13, 16. c. 15,
5. Phil. 1, 27. 1 Petr. 3, 8. 2 Petr. 1, 7.) s. Ei-mg z. 2. V. b) der Zweck der Erlösnng Christi, Col. 1, 19. 20. Eph. 2, 16. c. 1, 10. Job. 17, 21. 23. c) unser christlicher Nnf, der nns zu Eiuem geistlichen Leibe, d. h. zu Einer harmonischen Gesellschaft verbindet, 1 Cor. 7, 15/ c. 12, 4-12. 1 Petr. 3, 8. wie dieses anch besonders durch die Sacramente angedentet wird, 1 Cor. 10, 17. c. 12, 13. Gph. 4, 5. d) nno der herrliche Nutzen; denn
§. 4. Dieselbe, als die schönste Frncht der Liebe, macht uns a) gleichförmig der heiligen Dreieinigkeit, 1 Joh. 5, 7. Joh. 5, 17. 19. c. 16, 13-15. Coll-tcn wir dmn, da wir GOttes Vild tragen sollen, gespalten sein im Sinn, Neden, Lehren und Werken? Das sei ferne! b) zn Nachfolgern und wahren Jüngern Christi, Esa. 42, 2-4. vergl. Match. 12, 19. c) zn Bürgern des Fried efürsts, Esa. 9, 6. ja Erben der Seligkeit, Matth. 5, 9. (§. 2.)
§. 5. Diejenigen, welche 1) den wahren Glan-bcn haben, Röm. 5, 1. Gal. 5, 6. 2j der Dcmnth beflissen sind, Sprw. 13, 10. Gal. 5, 22. Phil. 2, 2. 3> sich selbst verleugnen. 1 Cor. 10, 24. 4) Geduld nno Gelassenheit ansüben, Sprw. 15, 18. Eph.
4, 2. Col. 3, 12. 5) holdselige Freundlichkeit gegen einander haben, Sprw. 15, 1. Col. 3, 12. c. 4, 6. und 6) Friede anrichten, Sprw. 12, 20. Matth.
5, 9. befördern die Einigkeit; hingegen wird sie gewaltig gehemmt durch 1) die Weltliebe, Marc. 10, 35-41. 1 Joh. 2, 15-17. 2) Neid und Mißgnnst, G^l. 5, 20. (S. 1 Sam. 13, 8. 9. Gal. 4, 17. 18. 3) den Mißbrauch der kirchlichen und weltlichen Aemter, 1 Petr. 4, 10. c. 5, 3. Ein Sinn und viel Werk; Ein Herz und viel Hände. Es sol-len nicht alle Ein Werk führen, sondern ein Jeg-ticher soll das Seine warte», sonst bleibet nicht einerlei Silm und Herz. Luther. 4) durch Verleumdung, Sprw. 26, 21. 22. 5) durch Einbildung, es käme nicht auf Erkenntniß und Wissen göttlicher Dinge an, sondern auf die Liebe, welche doch ohne die Erkenntniß Christi uuo GOttes nicht sein kaun, 6) durch Aergernisse, 7) vorwitzigen Trieb, neue Lehrmeinungen zn erfinden, und die Schrift nach seinem Sinn zu drehen, 8) durch unzeitigeu Eifer :c.
F. 6. Die Einigkeit hebt die Bestrafnng'der Sünden nicht auf, 3 Mos. 19, 17. 18. Eph. 4/26. 1 Sam. 3, 13. doch aber empfinden so liebreiche Erinnerungen die Brüder nicht bitter, Sprw. 15, 18. 1 Petr. 3,10. Sir. 28, 14. sondern nehmen die heilsamen Ermahnnngen zn Herzen, Sir. 19, 13. c. 4, 30. Sprw. 30, 32. 33. Bei dergleichen Anstalten wird die ewige Liebe, der Friedefürst^ aller Uneinigkeit stenern, damit sein Reich unter seinen Jüngern in