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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Eitel.
und Gewalt empfangen, die Feinde der Wahrheit zu demüthigen, und Alles, was ihm widersteht, zu zertreten, oder wehrlos und unschädlich zu machen. - Was im buchstäbliche« Sinne als bloß äußere weltliche Besiegnng der fremden Völker klingt, - und so nicht durch Israel erfüllt ist - geht seiner wahren prophetischen Erfüllung nach auf die geistige Dbermacht der Knechte GOttes über die Macht des Bösen.
8. 5. Eisernes Joch, Ier. c. 28, 13. 14. ist, wie 5 Mos. 28, 48., Bild des uuerträglichen Druckes der babylonischen Knechtschaft.
z. 6. Eiserner Dftn heißt Ggypten, 5 Mos. 4, 20. 1 Kon. 8, 51. Ier. 11, 4. um anzuzeigen, daß es ein rechter Schmehtiegel war, worin die Israeliten unter der härtesten Dienstbarkeit und allerlei Plage lagen.
8. 7. Eiserne Ruthe, Scepter. Entweder die göttliche Kraft des Worts Christi, Offb. 12, 5. c. 2, 27., welches wie ein scharfes Schwert ans seinem Munde geht; oder vielmehr die endlichen Strafgerichte, die die Widerspenstigen treffen, nachdem sie hartnäckig dem sanften Nufe der Gnade widerstanden haben.
Du sollst sie mit einem eiserne» Scepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeiße», Pf. 2, 9. Offb. 19, 15.
§. 8. Eiserne Sägen, Zacken, Keile Tc., 2 Sam. 12. 31. 1 Chr. 21, 3. Bezeichnet nicht nothwendig das gransame Verfahren, als habe David die Ammoniter gefesselt ans eine Tenne hinwerfen, und mit Dreschwagen, Zacken, Keilen jämmerlich martern (s. Richt. 8, 7.), und endlich in dem Ziegelofen verbrennen lassen; sondern hebr. er führte sie ab anf Sägemühlen, Eisenwerke, Steinbrüche und Ziegelöfen; verurtheilte sie zu der härtesten Arbeit, wo sie aber wegen des vorhabenden Tempelbaues sehr zu brauchen waren.
Darum, daß sie, die Damascer, Gilead mit eisernen Zacken gedroschen (unbarmherzig gemartert) haben, Amo3 1, 3.
8.9. Eiserne Wagen, Ios. 17, 16. 18. Nicht. 4, 3.13. sind die ourrus taloati, Sichelwagen, welche an den Seiten scharfe Eisen oder Sicheln hatten, womit, wenn sie unter die Leute gefahren wnrden, die Ordnung zertrennt, und die Menschen theils hart beschädigt, theils getödtet wurden. Daranf saßen die Obersten, welche mit Spießen, Schwertern, Armbrüsten :c. wider die Feinde stritten.
Eitel (puru8, Mus)
Nur allein, nicht anders, als: Esa. 52, 5. c. 59, 7. c. 60, 21. Czech. 8, 10. 17. c. 9, 9. c. 13, 6. c. 16, 25. c. 20, 49. Hos. 13, 2. Zeph. 2, 6. Zach. 3, 8. Mal. 2, 13. Weich. 5, 7. c. 8, 7. Sir. 10,-10. c. 27, 14. Röm. 3, 16. Iac. 1, 2.
Die machten beide, Ifaac und Rebecca, eitel Herzeleid, i Mos.
26, 35.
Micha weissaget« dem Ahab eitel VoseZ, 1 Kon. 22, 9. Die Wege des HErrn sind eitel Güte und Wahrheit, Pf.
25, 10.
Die mir übel wollen, gehen mit eitel Lüsten um, Pf. 36, 13. Dies ihr Thun ist eitel Thorheit, Ps. 49, 14. Es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen (in ihren Herzen), . Pf. 55, 16. Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart,
und predigen eitel Fluchen und Widersprechen, Ps. 59, 13. Groß sind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der Hai
eitel Lust daran, Ps. m, 2. Deine Gebote sind eitel Wahrheit, Ps. 119, 80. Das ist der Narren Thorheit, daß es eitel Trug mit ihnen ' ist, Sprw. 14, 8. (daß sie es auf Betrug lassen ankommen.) Der Narren Mund speiet eitel Narrheit, Sprw. 15, 2. Der Geizigen Regieren ist eitel Schaden, Esa. 29, 7. Eiche, es ist eitel Mühe, Esa. 41, 39.
Wahrlich, e3 ist eitel Betrug mit Zügeln und mit Aerge«,
Ier. 3, 23. 25.
Es ist doch eitel Unrecht darinnen (in Jerusalem), Ier. 6, 6. Es sind eitel (der Ueberrest) Ehebrecher, Ier. 9, 2. Es ist eitel Furcht da und lein Friede, Ier. 30, 5. Bei ihm ist eitel (wuhnet das) Licht, Dan. 2, 22. Die Götzen reden eitel Mühe, und die Wahrsager sehen eitel
Lügen, Zach. 10, 2. HErr, du bist gerecht, und alle dein Thun ist recht, und eitel
Güte und Treue, Tob. 3, 2. Wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böses
Ding, Iac. 3, 16.
Eitel (vanus)
F. 1. Leer, unbeständig, das leicht vergeht, wie ein Hauch, welcher zur Winterszeit ans dem Munde geht; oder wie ein Dampf, welcher im Augenblick davon flieht. Besonders im Prediger Salomoms heißt es Alles, was vergänglich und' zu dieser Welt gehörig ist. keinen innern Werth hat, zu keiner wahren Glückseligkeit, und zur Nnhc der Seele, die in dem ewigen Gut gefunden wird, nichts hilft. Es mag nun solches Lnst oder Leid bringeu. DaS Sichtbare, was an sich als Geschöpf GOttes gut und brauchbar ist nach GOttes Vestimnumg, wird eitel, wenn der Mensch daran sein Herz hängt, oder eS mißbraucht. Den Schlüssel siehe c. 12, 13. vergl. Röm. 8, 20. und 1 Mos. 3,17. vergl. 1 Tim. 4,4.
Weichet nicht dem Eiteln nach, denn es nlitzet nicht, und
lann nicht erretten, weil «3 ein eilet Ding ist, i Sam.
12, 21. Er (der Gottlose) wird nicht bestehen, denn er ist in seinem
eitlen Dünkel betrogen, und eitel wird sein Lohn werden,
Hiob 15, 31. Wie habt ihr das Eitle so lieb, und di« Lügen so gerne, Pf.
4, 3.
Der HErr weiß die Gedanken der Menschen, daß sie eitel
sind, Ps. 94, ii.
Es ist Alles ganz eitel, Pred. i, 2. c. 12, S. Es war Alles eitel und Jammer, c. 1, 14. Gnte Tage haben ist eitel, c. 2, i. alle meine Werfe, v. 11.
Gelehrsamkeit, v. 15. was unter der Sonne geschieht, v. »?.
Geld lieben, c. 5, 9. Alles, was einen: begegnet, c. li, s.
Kindheit und Jugend, v. 10. Es ist des eiteln Dinges zu viel; was hat ein Mensch mehr
davon? Pred. o, 11. (nichts, nenn ir nicht in der Gnnde
GOttes sttlit.) Vrauche des Lebens mit deinem Weibe, daZ du lieb hast, so
lauge du das eitle Leben hast, das dir GOlt unter der
Sonne gegeben hat, so lange dein «itles Leben währet,
Pred. 9, 9. Der die Fürsten zu nichte macht, und die Richter auf Erden
eitel macht (bloß und I«r darstellt), Efa. 40, 23. Mau vertrauet auf das Eitele, und redet nichts Tüchtiges,
Esa. 59, 4. Sondern sind in ihrem Dichten citel geworden (fte sind auf eitle
thörichte Gedanken gerathen und machen sich anstatt des wahren
EOttcs Giltzenlaruen), Rom. i, 21. Der HErr weiß der Weifen Gedanken, daß sie eitel sind,
i Cor. 3, 20. Ist Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel
(grundlos und zwecklos), 1 Cor. 15, 17. Eitele Ehre, Gal. 5, 26. Phil. 2, 3. Weish. 14, 14. (S. Ehr-
yei?.)
Die thörichten Fragen - sind unnütz und eitel, Tit. 3, 9. Und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder
Gold erlöset seid von eurem eitlen Wandel väterlicher
Weife, 1 Petr. 1, 13. (o. i. entweder uon der nuf die nlten
traditionellen Satzungen sich stützenden bloß äußerlichen, geistlosen
und drückenden strenggefetzlichen Lebensweise; - oder von dem
durch das Seispiel euch zur Gewohnheit gewordenen sünolichen
Lebenswandel.) So aber sich Jemand lässet dünken, er diene Gvtt, und hält
seine Zunge nicht im Zaum, sondern verführet sein Herz,
des Gottesdienst ist eitel (untauglich vor GOU), Iac.
1, 26.
z. 2. Eitele Leute werden diejenigen genannt, welche theils in der Lehre die Zeugnisse GOtteS verlassen, 2 Kön. 17, 15. theils im Leben an die Eitelkeiten der Welt das Herz hängen.
GOtt wird das Eitle (ein gedanken- und tzlaudenglusl» Gt»
bet, Ich. 9, 31.) nicht erhören, Hiob. 35, 13. Ich sitze nicht bei «itlen L«Ut«n, Ps. 85, 4. vergl. Ps. !, 1.