Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Empfinden - Gnde.
1, 35. also durch die unmittelbare heilige Schöpferkraft GOttes, die ihn ebenso ans ihrer Hand hervorgehen ließ, wie den Adam; nicht bloß, wie über-hanpt GOttes Kraft bei Zenanng der Menschen mitwirkt, Hiob 10, 8. 11. c. "33, 4.: daher anch nirgends weder in den Reden dcs HGrrn noch bei den Aposteln eines menschlichen Vaters IEsn gedacht wird, und dieser den ungenanen Ansoruck der Maria, Lnc. 2, 48. sichtlich V. 49. berichtigt.
8- 3. Es ist demnach diese Empfängniß a) über-natürlich ohne Znthnn eines Mannes, Ier. 31, 22.
b) heilig. Rom. 1, 4. Lnc. 1, 35. (Christus §. 11.)
c) wundervoll, wegen der persönlichen Vereinigung (Christus §. 8.), das Wort ward Fleisch. Joh. 1, 14. Col. 2, 9. d) tröstlich, sie ist die Quelle unsers Heils. Ohne diese konnte keine Erlösung geschehen. Wenn Christus GOttes Sohn ist, so war keine andere Art der Erzengung seiner würdig, als diese: und sie war nothwendig, wenn er als der andere Adam rein und nnsündlich geboren werden sollte. Die Vczweistung dieses Wunders bringt nicht bloß auf die Maria einen Schandfleck, und raubt ihr ihre ganze weibliche Würde; sondern tastet auch selbst die Ehre Christi an: indem einmal nach einem allgemeinen Gefühl der Menschen (?1ut. äs ?nor. Häuc. von Anf.) den unedel Gebornen durch ihr ganzes Leben ein nnanstilgbarer Schimpf anhängt. Ja, wenn GOtt den Heiligen, das höchste Werkzeug stiller Offenbarung, als Frucht aus unreinem Umgänge hätte lassen geboren werden, so würde dies geradezn scheinen dem außerehelichen Umgänge den Stempel der Vorzüglichkeit aufzudrücken.
Empfinden
Fühlen, die Strafe GOttes, Weish. 12, 26.
Empören
Sich ohne Ursach wider eine rechtmäßige weltliche oder geistliche Gewalt, der man sich unterwerfen sollte, erheben und sie bekämpfen, und auf allerhand Art Aufruhr und Verwirrung anrichten. Sich wider GOtt, seine Diener :c. auflehnen, 4 Mos. 14, 35. Esr. 4, 19. 1 Macc. 3, 52.
Die Rotte Korah, 4 Mos. 16, 2. Ps. 106, 16. 4 Mos. 27, 3.
Seba wider David, 2 Sam. 20, 21.
Die Knechte wider Ioas, 2 Kon. 12, 20.
Die Juden wider Paulus, A.G. 18, 12.
Ganz Jerusalem, A.G. 21, 31.
Die Kinder werden sich empören wider ihre Eltern, Matth.
io, 21. Marc. 13, 12. Es wird sich empören ein Volt über das andere, Matth. 24,
7. Marc. 13, 8. Wärmn empören sich die Heiden, und die Völker nehmen vor,
das umsonst ist? A.G. 4, 25. vergl. Ps. 2.
Empörung
S. Aufruhr, Luc. 21, 9. A.G. 19, 40. Tn-mnlt, A.G. 20, 1.
Empor
§. 1. I) Zeigt eine Bewegung einer Sache an von einem niedern in einen höhern Ort.
Die Wasser trugen den Kasten empor, 1 Mos. 7, 17. Mofe5 hielt seine Hände fyen Himmel) empor, 2 Mos. 17, 11. Die Wasferströme heben empor die Wellen, Ps. 93, 3. Thiere und Nttbcr hoben sich empor, Ezech. 1, 19. IEsus hob seine Augen empor, Joh. 11, 4l.
§. 2. Hoch und erhaben sein, die Herrschaft über einen haben, Klagel. 1, 5. ans dem Staube der Grnicdrignng zu Ehren ic. kommen, Sir. 20, 11. Hiob 5,'11/
z. 3. Wenn von Christo steht, daß er Ps. 110, 7. das Haupt empor ^eben wird, so ist es so viel,
als er wirb nach ausgestandenen Leiden den Sieg
davon tragen. Wie die Kämpfer, die bereits zn nnterliegcn scheinen, sich ermannen, wieder in die Höhe kommen, und den Sieg davon tragen. Nachdem der Heiland im Grabe gelegen, hat er sein Haupt empor gehoben, lebet und regieret ewiglich, Ossb. 1, 5. 18. (Odern. A.: Der HErr ist mit dir, der jetzt Nabba schlägt, weil es stolz sein Haupt erhob. S. Bach ' 8- 3.) Und wenn GOtt wieder empor kommen soll, Ps. 7, 8. so soll er seine Herrlichkeit sehen lassen, daß sein Volk und seine Gläubigen, wenn er sich länger verbergen und seine Hand zurück halten würde, nicht kleinmüthig werden.
§. 4. II) Zeigt es einen verwegenen Stolz und trotzigen Hochmuth an, Nicht. 8, 28. Esa. 37, 23.
Eine Art, die ihre Augen hoch trägt; und ihre Augenlicoer empor hält, Sprw. 30, 13.
Emsiglich
In fleißiger Begierde und Beständigkeit, A.G. 26, 7.
Enak
Ein Niese. Ein großer Mann, von welchem die Enakim herkommen, hatte seinen Sitz zu Hebron, 4 Mos. 13, 23. 29. 5 Mos. I, 28. c.'2, 10. c. 9, 2. Ios. 11, 21. 22. c. 15, 13. 14.
Enam
Ihr Brunnen oder Angesicht. Ein Städtlcin im Stamm Iuda, Ios. 15, 34.
Enan
Ihr Auge. I) Vater Achiras, 4 Mose 1, 15. II) Ein Sohn Nethaniahs. Ind. 8, 1. III) Ein Städtlein im Stamm Naphthali, 4 Mos. 34, 9.10.
Ende
§. 1. Bedeutet I) das Aeußerste eines Dinges (s. §. 4.), 2 Mos. 25, 18. 19. c. 26, 10. Ma'rc. 1, 45. A.G. 2, 10.
Ende des Ackers, i Mos. 23, 9.
- des Berges, 2 Mos. 19, 12.
- der Stadt, i Sam. 9, 2?.
Wenn du ein Land einerntest, sollst du eZ nlcht an den Endcu
umher abschneiden, 3 Mos. 19, 9. Wenn du bis an der Himmel Ende (in die entferntesten und
äußersten Lande) verstoßen wärest «., 5 Mos. 30, 4. Neh.
i, 9. Das Haus Baals war voll an allen Enden (daß Einer au den
Andern stieß), 2 Kon. 10, 21. Sie (die Sunne) gehet auf an einem Ende des Himmels. und
läuft um bis wieder an dasselbe Ende. Pf. 19, 7. (S.
Schnur Z. 3.) Babylon ist genommen bis ans Ende, Ier. 51, 31. (d. i. ent-
weder von allen Seiten, oder an dem Einen Ende schon er-
odert.) Nun danket Alle GOtt, der große Dinge thut, an allen Enden
(Orten), Sir. 50, 24.
Die Apostel machten gesund an allen Enden, Luc. 9, 6. Nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu
thun, A.G. 17, 30.
§. 2. II) Den Ansgang einer Sache; den Untergang , wenn etwas zn Grnnde geht und vertilgt wird. Den Tod, welcher das Ende des menschlichen Lebens, das der Mensch nicht, Pred. 9, 12. GOtt aber wohl weiß, Hiob 28, 24. denn er hat das Gnde allerdings gestellt, Sftrw. 30, 4. 5. An dieses Ende, nämlich an den Tod, soll nun ein jeder Mensch fleißig gedenken, weil es nöthig und nützlich ist. Nöthig ist es, a) wegen der Ungewißheit des herannahenden Endes, das oft Plötzlich kommt, Pred. Sal. 9, 12. b) znr Vermeidnng der Sicherheit. Nützlich ist es, es leitet ») zur Vehnt-