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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Erbvolk -» Erde.
Grbvolk
Israel, GOttes Eigenthum, 5 Mos. 4, 20. S. Erbe §. 1. 4.
Erdbeben, Erdbebung
8. 1. Die gewaltsame Erschütterung unter der Erde. Die natürlichen geschehen wegen der hohlen und leeren Gänge, in denen allerhand schwefelichte Ausdünstungen, Salpeter und brennbare Materien sich sammeln und entzünden, wenn etwa ein Stein auf den andern fällt, oder das unterirdische Feuer sie berührt, wodurch dann ein solches Krachen entsteht, daß die Berge einfallen, Feuer ausstohen:c. Die übernatürlichen rühren insbesondere von der Wnnderhand GOttes her, 2 Mos. 19, 18. Ps. 18, 8. und sind theils ein Zeichen seines gerechten Zorns, Esa. 33, 13. theils seiner Hülfe und Gegenwart, A.G. 4, 31. Sie dienen zu einer Erwcckung der im Snndenschlaf liegenden und sichern Menschen.
Ein Erdbeben ging vor dem HErrn her, i Kön. 19, 11. 12. Du wirst von dem HErrn Zebaoth heimgesuchet werden mit
Wetter und Erdbeden, Esa. 29, s. Und ein Wind hob mich auf, und ich hörete hinter mir ein
Getöne, wie eines großen Erdbebens, Ezech. 3, 12. Zur Zeit Usias war ein Erdbeben, Amos 1, 1. Zach. 14, 5. EZ werden sein Pestilenz, theure Zeit und Erdbeben hin und
wieder, Matth 24, 7. Luc, 21, 11. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, Matth. 26, 2. Schnell aber ward ein großes Erdbeben, also daß sich bewegten
die Grundfesten des Gefängnisses, A.G. 15, 26.
z. 2. Das Erdbeben zur Zeit, da Christus litt, Matth. 27, 52. 54. betraf nicht allein das jüdische, sondern auch andere Länder, wie denn 24 Städte in Asien dadurch sind verschüttet worden. (Dieser Behauptung des Oo5i?,s VII. 3. widerstreitet, daß das Erdbeben, welches nach 3'aoi/. ^.nn. II. 47. ^iin. 2. N. II. 86. zwölf, nach Nussb. (^non. Oliroii. in 8oa1iA6r ^1iß8auru8 Ismp. p. 5?01. vergl. dessen .^nimaäv. p. 183. ^äit. ^uiät. 1658.^ dreizehn Städte zerstörte lAiosxkor. No<Ü63. Nist. 1.17. giebt 14 Städte Kleinasiens an), im vierten Jahre der Negierung des Kaisers Tiberius geschahe, obgleich auch ?üi6^0u. bei Hu8od. 1. 0. p. 202 ein Erdbeben erwähnt, das sehr viele Städte in Bithynien verschüttete.) Der Christ wird das Erdbeben beim Tode Christi mit anderen Augen betrachten und deuten, als der Philosoph solche deutet (Fsnsca Huao8t. Mt. I. VI. 0. 3.). Er erblickt darin ein Zeichen a) des Zorns GOttes über die Inden, daß sie den Fürsten des Lebens getödtet; b) ein Zeichen der Majestät deS erblaßten IEfu, da die Erde ihren Schöpfer nicht tragen konnte; c) ein Zeichen, wie Christus, der Neberwinder des Todes, die Pforten des Grabes geöffnet, und so ein Vorspiel des künftigen Untergangs der Erde gegeben; und d) daß durch die Predigt des Evangeliums der ganze Erdkreis sollte bewegt werden, nach Hagg. 2, 7.
z. 3. Sie sind ein Bild einer großen Veränderung in der Kirche, Offb. 6,12. der Strafe der Gottlosen, c. 11, 19.13. S. c. 16, 18.
Erdboden
I) Die Weltkngel, insofern sie dem Himmel entgegen gesetzt wird, auch II) nur das Trockne im Gegensatz des Gewässers. III) Die Menschen, welche die Weltkngel bewohnen. (S. Erde.) Auf daß Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden,
1 Mos. 7, 3. Denn nach 7 Tagen will ich regnen lassen auf - und vertilgen
Alles von dem Erdboden, v. 4. also ward vertilget Alles,
was auf dem Erdboden war, v. 23. Das Gewässer war noch aus dem Erdboden, c. 6, 9.
Da that Noah das Dach von dem Kasten, und sahe, daß der Erdboden trocken war, v. 13.
Eure Furcht und Schrecken sei über Alles, was auf dem Erdboden kriecht, c. 9, 8.
Denn der Welt Ende (Angeln) sind des HErrn, und er hat den Erdboden darauf gesetzet (daran aehiiuget), 1 Sam. 2, 9.
Da sahe man Wassergüsse, und des Erdbodens Grund war aufgedeckt, 2 Sam. 22, 16. Ps. 18, IS.
Er hat den Erdboden bereitet, baß er nicht beweget (verrückt) wird, 1 Chr. 17, 30. Esa. 48, 13.
Wer hat den ganzen Erdboden gesetzet? Hiob 34, 13.
Er kehret die Wolken, wo er hin will, daß sie schaffen Alles, was er ihnen gebietet, auf dem Erdboden, Hiob 37, 12.
Und er wird den Erdboden richten, und die Leute regieren rechtschaffen, Pf. 9, 9.
Die Erde ist des HErrn, und was darinnen ist; der Erdboden, und was darauf wohnet, Ps. 24, 1. Ps. 50, 12. Ps. 89, 12.
Alle Welt fürchte den HErrn; und vor ihm scheue sich Alles, was auf dem Erdboden wohnet, Ps. 33, 6.
Unser Bauch klebet am Erdboden, Ps. 44, 26. (S. snuch s. Z.)
Der HErr - ein großer König auf dem ganzen Erdboden, Pf. 47, 3.
Deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden, Ps. 77, 19.
Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit, und die Völker mit seiner Wahrheit, Ps. 96, 13.
Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem ZErrn; vor dem Herrfcher deZ ganzen Erdbodens, Ps. 97, 5."
Er hatte die Erde noch nicht gemacht; - noch die Beige dcs Erdbodens, Svrw. 6, 26.
Und spielte auf seinem (bewahnten) Erdboden, Sprw. 8, 31.
Ich will den Erdboden heimsuchen um seiner Bosheit wissen, Efa. 13, 11.
Wo dein Recht im Lande gehet, so lernen die Einwohner des Erdbodens Gerechtigkeit, Esa. 26, 9.
Darum, daß er einen Tag gesetzt hat, auf welchen er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann 2c., A.G. 17, 31.
Der dem Wasser im Meer rufet, und schüttet es auf den Erdboden, Amos 5, 8.
Saul fiel zum Erdboden, A.G. 22, 7.
Und der ganze Erdboden verwunderte sich des Thieres, Offb.
13, 3.
Erde
§. 1. Darunter wird meist I) derjenige Planet oder Weltkörper, ans dem wir wohnen, verstanden. Sie hat ihre Benennung in der Grundsprache von niedrig sein, sowohl im Betracht des Himmels, welcher über dem Erdboden erhoben, als auch, weil sie von uns mit Füßen getreten wird. Sie ist zwar rund, doch wegen Berg und Thal nicht wie eine Kugel, und dient dem Menschen nicht allein zur nöthigen und bequemen Unterhallnng, sondern auch znr Belustigung. Es wird auch, wie leicht aus den angeführten Stellen zu ersehen, II) das Wort dem Meer und Gewässer entgegen gesetzt, und heißt das Trockene, III) bedeutet es eiu Stück von der Erde, ErdenkloSi IV) einen gewissen Strich Landes, welcher angebaut wird, V) eine ganze Gegend, bewohnt und unbewohnt, VI) die Menschen, welche den Erdboden bewohnen.
Im Anfang schuf Gvtt Himmel und Erde, 1 Mos. 1, 1. Die Erde war wüste und leer, v. 2 Und GOtt nannte das Trockene Erde, v. 10. E3 lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, u. 11. Die Erde bringe hervor lebendige Thiere, u. 24. Füllet die Erde, v. 28. Also ist shnben) Himmel und Erde (ihren Anfang aeuomme«)
geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da GOtt der
HErr Erde und Himmel machte, 1 Mos. 2, 4. Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden, 1 Mos.
6, 4. Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von
der Erde, ib. 0. 7.
Die Sündfluth kam auf Erben, c. 7, 17. Seid fruchtbar und mehret euch, und erfüllet die Erde, 1 Mos.
9, 1.
Ninnod fing an ein gewaltiger Herr zu sein auf Erden, 1 Mos.
10, 9. 1 Chr. 1, 10.
Nnd in dir (aus oeimm Samen, Cliristo) sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden, 1 Mos. 12, 3. c. 18, 19. c. 22, 18. c. 26, 4.
Ich will deinen (Abrahams) Samen machen, wie den Staub auf Erden, 1 Mos. 13, 16. Jacobs, 1 Mos. 29, 14.