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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Erbeuten - Ererben.
aber nie findende Race, obschon derselbe nahe ist, - und die Hamiten, die dem Bösen ergebene Race geworden ist.
6) Alle moralischen Kräfte, alle Gnade und Züchtigung GOttes konnten den Menschen nicht von der Sünde befreien, die einen Theil seines Selbst ausmacht. Aber das Gefühl seines Falles trug er in sich, und alle Nationen haben nach Erlösung geseufzt, selbst die Natur flehte darum. In solchem Zustande befriedigte kein Glück, kein Genuß, nichts den Menschen. Verfolgt von seinem anklagenden Gewissen suchte er durch seine Priester sich GOtt zunähen. Er suchte nach Wahrheit, Ordnung und Vergebung, aber er kam nicht ans Ziel, weil ihm das Bekenntniß fehlte.
7) Aber die Hoffnung anf GOttes Hülfe ward ihm in Christo erfüllt. Denn des traurigen Looses des gefallenen Menschen und der zu Fall gebrachten Erde sich erbarmend, sandte GOtt seineu Sohn in die Welt, um die Werke des Teufels zu zerstören.
8) Bei der Bilduug, Veredlung und Erlösung des Menschen ist aber der menschliche Wille für nichts zu achten; GOtt ist durch Christum der Arbeiter, die Natur seine Gehülfin.
9) Christus ist dadurch der Wiederhersteller des Menschen und der Natur.
10) Ja, indem GOtt aus-der Süude des Menschen Gutes zu ziehen weiß, geht die Erde, durch die Sünde selbst, einer Herrlichkeit entgegen, welche die ihres Ursprungs weit übertrifft.
Erdenken
Etwas aussinnen, es sei gut oder böse.
Die Gibeoniten erbachten eine List, Ios. 9, 4.
Ierobeam erdachte aus seinem Herzen (für sich allein) einen Festtag, i Kön. 12, 33.
Haman wider der Juden Anschläge, Efth. 8, 3.
Ihr erdenket Worte, die ihr nur strafet:c., Hiob 6, 26.
Sie (die Gottlosen) hängen sich an einander, und erdenken böse Tücke, Pf. 10, 2.
Und diefelbigen (Götzen) erdenken, ist ein schädlich Exempel im Leben, WeiZH. 14, 12.
Erdenkloß
Ein Stück aneinanderhangender Erde.
Und GOtt, der HGrr, machte den Menschen aus einem (stau-bigen, geringen) Erdenkloß, i Mos. 2, 7. Tob. 8, 8.
Simei sprengete mit Erdenklößen auf David (so daß selche im Werfen nus einander fielen), 2 Sam. 16, 13.
Man findet Erdenklöße, da Gold ist, Hiob 28, S.
Erdichten
Etwas ersinnen, listig erfinden.
Sie (die Men) erdichten Schalkheit, Ps. 64, ?.
Die Stolzen erdichten Lügen über mich, Ps. 119, 69.
Und durch Geiz mit erdichteten (gekünstelten) Worten werben sie
an euch Hanthieren, 2 Petr. 2, 3. Erdichtet euch Lieder, wie David, AmoZ 6, 5.
Erdreich, s. Erde
Die Heiden müssen verzagen, und die Königreiche fallen; das
Erbreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt, Ps. 46, 7.
(er macht mit seiner Stimme, daß die Erde zerschmelzt, d. i.
die Feinde der Kirche, die irdisch gesinnt, müssen vergehen, wie
Wachs am Feuer zerschmelzt.) Wenn du das Urtheil lässest hören vom Himmel, so erschrickt
das Erbreich und wird stille, Ps. 76, s. Es donnerte im Himmel, das Erdreich regete sich und bebete
davon, Pf. 77, 19. - vor dem HErrn, denn er kommt, denn er kommt zu richten
das Erdreich, Ps. 96, 13. Der HErr ist ein König, des freue sich das Erdreich, Ps.
97, 1.
Seine Blitze leuchten auf dem Erdboden: das Erdreich siehets
und erschrickt, Pf. 97, 4.
Der du das Erdreich gründest auf seinen Boden, Pf. 104, 5. Du hast eine Gränze gesetzt, darüber kommen sie nicht; und
müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken, Ps. 104, 9.
Er schießt auf vor ihm, wie ein Reis, und wie elne Wurzel aus dürrem Erdreich, Gsa. 53, 2. (S. kMrre §. 4.)
Finsterniß bedecket das Erdreich (heidnische Länder) und Dunkel die Völker, Esa. 60, 2.
Und dein Volk soll eitel Gerechte sein, und werden das Erdreich ewiglich besitzen, Esa. 60, Li.
Ei- rufet dem Wasser im Meer, und schüttelt es auf das Erdreich, er heißet HErr, Amos 9, s.
Das Erdreich bebet vor ihm, Nah. 1, 5.
Daß ich nicht komme und das Erdreich mit dem Baum schlage, Mal. 4, 6.
Selig sind die Sanftmüthigen, denn sie werden das Erdreich (dieses zuweilen unter ktrwz, und jenes himmlische ewiy) besitzen, Matth. 5, 5. (ver Himmel ist das wnhre Gnnaan, das bleibende Land der tluhe, dne Vnterlnnd der Liebe uuo des Friedens, in welche« unsre Grde einst umgestaltet wird.)
Erdrücken
Das Weib hat ihren Sohn im Schlaf erdrücket, I: Kön. 3, 19.
Erdulden
z. 1. So viel als Dulden.
Wenn ihr um Wohlthat willen leidet und erduldet, das lst Gnade bei GOtt, 1 Petr. 2, 20.
Gedenket aber an die vorigen Tage, in welchen ihr, erleuchtet, erduldet habet einen großen Kampf des Leidens, Ebr. 10, 32.
Ihr habt - den Raub eurer Güter (da man solche, weil sie Christen, eingezogen), mit Freuden erduldet, ib. v. 34.
So ihr die Züchtigung erduldet, fo erbietet sich euch GOtt als Kindern, Ebr. 12, 7.
Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet :c., Iac. 1, 12.
Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben, Iac. 5, 11.
z. 2. Von Christo, welcher als der Unschuldigste mit aller Gelassenheit den Tod des Kreuzes und die schmerzlichste Pein, ohne Widerspruch, erlitten, und uns damit ein treffliches Beispiel gegeben, anf das wir, da doch einmal in der Welt gelitten sein muß, seheu sollen, und dabei gedenken, was Amos 3, 6. sagt.
Und aufsehen auf IGsum, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher, da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete er das Kreuz, und achtete der Schande nicht «., Gbr. 12, 2.
Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von Sündern wider sich erduldet hat, ib. v. 3.
Erech
Eine Stadt
Nimrods, 1 Mos.
Lanamüthig. 10,10.
Ereilen
Einem Flüchtigen nachsetzen, und ihn einholen, 1 Macc. 12, 30.
Laban ereilete den Jacob, 1 Mos. 31, 23. Die Egypter die Ifraeliten, 2 Mos. 14, 9.
Ererben
8- 1. Etwas als ein eigenthümliches Gnt überkommen, und besitzen, es sei nun durch Erbfchafts-recht oder auf andere Art. Des ewigen Lebens, als eines Erbguts, theilhaftig werden. (S. erben.) Und der Same seiner Knechte wird sie erobern lc., Pf. 69, 37. Die Frommen werden Gutes ererben (erlangn»), Sprw.
28, 10. Und wer verlässet Häufer - der wird es hundertfältig nehmen
(jetzt schon in drr Liede und Hiilfe seiner Glaubensgenossen
überschwenglichen Crsntz finden) und (in der Zuknnft) das
ewige Leben ererben, Matth. 19, 29. Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich,
das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt, Matth.
25, 34.
Guter Meister, was soll ich thun, baß ich das ewige Leben ererbe? Marc. 10, 17. Luc. 10, 25. c. 16, 18.
Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten werden das Reich GOttes nicht ererben? i Cor. 6, 10. 1 Cor. 15, 20. (S. «rlien §. 3.)
Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, auZgefanot zum Dienst, um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit? Ebr.
,,14.