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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Erhalter - Erheben.
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Siebentausend in der Abgöttern, i Kon. 19, 18. Die 3 Männer im Feuerofen, Dan. 3, 28. Daniel in der Löwengrube, Dan. 6, 20. Iosua und Caleb, Sir. 46, 10.
8. 4. Die Erhaltung aller lebenden Geschöpfe ist ein täglich vor unsern Augen sich erneuerndes Wunder der göttlichen Weisheit, Macht und Güte. GM ist nicht ein Meister, der da thut, wie ein Zimmermann oder Baumeister; welcher, wenn er ein Haus oder sonst ein Werk vollendet hat, so laßt er das Haus seinem Herrn stehen, und geht davon, wohin er will. Aber GM, der Vater, hat das Geschöpf aller Creaturen durch sein Wort angefangen und vollbracht, und erhätt es auch noch für und für durch dasscltnge, bleibet so lange bei seinem Werke, das er schaffet, bis er will, dasz es nimmer sein soll. Luther zu Joh. 17, 3. Werke VII. 1421. Die göttliche Erhaltung geschieht bei den Menschen so, daß diese selbst mit thätig wirken sollen, und ihnen ihre Erhaltung ein sittliches Uebungsmittel wird. - So wie dieselbe zur Dankbarkeit gegen GOtt verpflichtet: so fordert sie auch auf, uns durch einen würdigen Gebrauch des Lebens und aller unserer Kräfte der Erhaltung werth zu machen, nicht muthwillig oder frevelnd unser Leben selbst zu verkürzen oder zn vernichten, sondern zu schonen, aber auch bei redlicher Pflichttreue, selbst unter Gefahren, GOtt zu vertrauen.
Erhalter
Joseph war ein Erhalter seines Volks, Sir. 49, 17. vergl. 1 Mos. 50, 20.
Erhangen, erhängen
Hiob c. 7, 15. wünscht, daß seine Seele erhangen sei, und also die Erstickung, weun einem die Gurgel durch einen Strick zugezogen wurde (welches bei den Juden durch zwei Zeugen geschah), daß er sterben muhte. Hiob ließ sich die Ungeduld, indem er so bittre Klagen über das Elend führte, übereilen, und that aus Unbedachtsamkeit einen solchen unbesonnenen Wunsch. Judas erhenkte sich selbst, Matth. 27, S. A.G. i, 18.
Erharren
Etwas in Geduld erwarteu. Laßt uns noch fünf Tage der Hülfe erharren von GOtt, Jud.
7, 22. Ein Demüthiger erharret der Zeit, die ihn trösten wird, Sir.
i, 23. Ein jacher Narr kann der Zeit nicht erharren, Sir. 20, 7.
ErHaschen
§. 1. I) mit der Hand erfassen a); II) eiuem Flüchtigen nachsetzen und ihn ergreifen b); III) zeigt es der Menschen Unmenschlichkeit, nämlich ein unbändiges Wüthen und blutdürstiges Gemüth an, wenn sie, wie die wilden Thiere, z. B. Löwen und Wölfe, einander grimmig anf den Dienst lauern und in die Falle bringen c), Esa. 5, 29.
a) Moses die Schlange bei dem Schwanz, 2 Mos. 4, 4.
b) Ich will ihnen nachjagen, und sie erHaschen, und den Raub austheilen, 2 Mos. 15, 9.
c) Und die Durstigen werden ihn erHaschen, Hiob 18, 9.
Daß sie nicht wie Löwen meine Seele erHaschen und zerreißen,
weil kein Erretter da ist, Ps. 7, 3. Er (der Gottlose) lauert - daß er den Elenden erhäsche, Ps.
10, 9.
Sie halten zuhauf und lauern - wie sie meine Seele erHaschen,
Ps. 56, 7. Und der Wolf erhaschet (reißet mit Gemalt weg) bie Schafe,
Joh. io, 12. Die Weisen erhaschet er in ihrer Klugheit (Listigkeit), 1 Cor.
3, 13.
z. 2. Diese letztere Stellt ist aus Hiob 5, 13. angezogen. GOtt macht nicht bloß der Listigen Anschläge zu nichte, daß sie nicht Alles, was sie sich vorsetzen, wirklich ausführen können, ob er gleich bisweilen Eines und Anderes verhänget, sondern er weih sie auch durch ihre eigne Thorheit zu bestrafen (gleichsam zu überlisten^ ihnen die Blöße ihrer Einbildung aufzudecken, ihre Schande zn offenbaren. Die falsche 'Weisheit hat eine atheistische Tendenz, sie will GOtt echappiren, aber GOtt weis; sie zn ergreifen und zn strafen. Der Welt Weisheit ist Thorheit bei GOtt. Der Mensch denkts, GOtt lenkts.
Erheben, s. auch Erhöhen
§. 1. Zeigt I) eine Bewegung von einem Ort zum andern an. Eine Sache von einem Ort zum andern schaffen: sich aus einem Ort zu einem andern begeben.
Abraham erhob seine -Hütten, 1 Mos. 13, 18.
Die Wolke erhob sich, 4 Mos. 9, 21. 22. c. 10, n.
Der Engel GOttes erhob sich und machte sich unter sie,
2 Mos. 14, 19.
Die Herrlichkeit des HGrrn, Szech. 9, 3. IEsus aus Galiläa, Matth. 19, 1.
z. 2. Sich erheben heißt: II) entstehen, sich bc-geben, in große Bewegung kommen. So hat sich geäußert:
Ein Krieg, 2 Mos. 1, 10. 2 Sam. 21, 18.
- Streit zu Gaser, 1 Chr. 21, 4. 5.
- großes Geschrei, Neh. ü, 1. Zeph. 1, 10.
- Jammergeschrei, Esa. 15, 5.
- Meer, Ezech. 26, 3.
- Getümmel, Hof. io, 14.
- Ungestüm im Meer, Matth. 8, 24.
- Windwirbel, Marc. 4, 37. A.G. 27, 14.
- Frage unter den Jüngern Iohannis, Joh. 3, 25.
- Murmeln unter den Griechen, A.G. ss, 1.
Eins große Verfolgung über die Gemeine zu Jerusalem, A.G.
8, 1.
Sin Sturm (Anlauf), A.G. 14, 5.
Ein Aufruhr, A.G. 15, 2.
Der Südwind, A.G. 88, 13.
Ein Streit im Himmel, Offb. 12, 7.
Wenn sich Krieg wider mich erhebet, so verlaß ich mich auf ihn,
Ps 27, 3. Du stillest seine (des Meeres) Wellen, wenn sie sich erheben,
Ps. 89, 10.
HErr, die Wasserströme (Verfolgungen) erheben sich, Ps. 93, 3. Wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebet um des Worts
willen, so ärgert er sich bald, Matth. 13, 21. Marc. 4, 17. Falsche Propheten werden sich erheben (aufstehen), Matth.
24, 11.
Falsche Christi, Marc. 13, 22. Es erhob sich auch ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen
sür den größesten sollte gehalten werden, Luc. 22, 24. Und das Meer erhob sich von einem großen Winde, Joh. 6, 18.
Pf. 107, 25.
z. 3. Von Menschen a) fich selbst; III) sich groß machen, wegen glücklichen Fortgangs und gnten Znstands aufgeblasen werden, Andere großsprecherisch verachten, dabei in unbesonnener Sicherheit leben, und sich um GOtt, der doch die Weisen in ihrer Listigkeit erhaschet, nicht bekümmern, sondern zu sagen sich unterstehen : wer ist der, des Stimme ich hören soll ? Ezech. 17, 14. Namentlich wird das Herz als der Sitz dieses verdammlichen Hochmuths genannt, Ezech. c. 31, 10. Dan. 8, 2b. c. 11, 12. b) Einer wider den Andern. Dabei es zur Thätlichkeit kommt, und also ein seindlicher Anfall geschieht,* 5 Mos. 22, 26. Richt. 9, 43. 1 Sam. 25, 29. c) von einem Andern erhoben werden; und zwar sowohl von GOtt,** welcher als der allmächtige erhöhen und demüthigen kann, als auch von andern Menschen.**" IV) aus einem schlechten, elenden in einen glückseligern, sicheren und ehrenreichern Zustand versetzt werden. Erhaben sein; in