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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Erste - Ersteigen.
theils weil ihn eben in seinem Dienste für die Gemeine, wegen seines unablässigen Predigens und Herumziehens, die Verfolgung traf, die ihn nicht würde getroffen haben, wenn er sich hätte wollen in stille Verborgenheit zurückziehen; theils weil er durch diese Standhaftigkeit die Gemeinen zu gleich standhafter Treue im Glauben aufmunterte und stärkte, 2 Cor. 1, 6. Phil. 1, 12-14. da sonst seine Kreuzstüchtigkeit auch die Gemeinen würde zum Wanken, ja zum Abfall gebracht haben; theils weil er für sie übernahm, was sonst die Gemeinen würde betroffen haben, indem aller Haß auf seine Person fiel, und nun Andere frei ausgingen. Er erstattet, er will noch ergänzen, oder vollends ansleiden, was ihm noch mangelte, ihm noch fehlte oder übrig war an den Trübsalen Christi; er will die ihm noch rückständigen Leiden gern tragen, und dadurch das Maß derselben erfüllen an seinem Fleische, indem er seinen äußeru Menschen gern leiden ließ, ja zum Tode, der höchsten Aehnlichkcit mit dem Bilde des Heilandes, Ebr. 12, 4., bereit war. So litt Paulus Dienst- nicht Verdienst-weise! Daß Paulus von einer Genugthuung für die Gemeine geredet und so die Verdienstlichkeit der Leiden der Heiligen für die Kirche oder gar eine Mangelhaftigkeit oder Uuvollständigkeit des verdienstlichen Leidens Christi gelehrt, konnte ihm nicht von fern in den Sinn konnueu; 1 Cor. 1, 13. vrgl. (Asmnii?. Hxam. Oono. 'IMont. IV, 3, 3. z». 83. Baumgarten Polemik, II, 178 ff., kurz er sagt nur: Ich leide so lange und so viel. bis ich auch meiueu letzten Antheil des Leidens nach Christi Beispiel durch den Tod, welcher noch fehlet, euretwegen vollende.
Erste
z. 1. Kann etwas sein der Zeit, der Ordnung und der Würde nach. GOtt ist der Erste und der Letzte, es ist Keiner vor ihm, und Keiner nach ihm, das ist, er hat weder Anfang noch Ende, er ist ewig. Christus ist der Anfang aller Creaturen und aller Dinge Ende, Zweck und Ziel. (S. A und O.) Der erste Leib ist der natürliche, darnach der geistliche, i Cor.
15, 45. 47. Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten
sein, Matth. 20, 16. So Jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein vor
Allen und Aller Knecht, Vtarc. 9, 35. vergl. c. 10, 43. Ich bin es, der HErr, beides der Erste und der Letzte, Efa.
41, 4. c. 48, 12. (der Erste, der auch vei den Letzten, wie
ich bin, bleiben werde, Vs. 102, 28.) Ich bin der Erste und der Letzte, und außer mir ist kein GOtt,
Efa. 44, 6. Indem er sagt: ein Neues (Ebr. 8, 8.), machet er das Erste
alt (hat er dag Erste fUr Veraltet erklärt), Ebr. S, 13. c. 9,
1. 10.
Und GOtt wird abwischen alle Thränen - denn das Erste ist vergangen, Offb. 21, 4. vergl. v. i.
§. 2. Matth. 20, 16. ist der Sinn, nicht die Länge und Größe der Arbeit macht der Gnade GOttes würdig; sondern der lautere, einfältige, demüthige Sinn, der von keiner eiguen Würdigkeit, von keinem Verdienst weiß. Wo bei dem vor Menschen Nuhmwürdigsten Verdienst, Stolz und Selbstgefälligkeit sich einschleicht, wird es vou GOtt nicht anerkannt. Daher werden Viele svrgl. c. 19, 30.), die in ihren und Anderer Augen die Ersten waren, von GOtt zurückgewiesen und Geringere aber Demüthige zu Gnaden angenommen werden. Jene, als lohnsüchtig und auf ihr Verdienst trauend, haben im Irdischen ihren Lohn dahin, Matth. 6, 2. und gehen der Heilsgüter verlustig, Röm. 10, 3. (S. Erbarmen z. 3. und Groschen.)
8.3. Marc. 9. 35. warnt Christus vor Einbildung anf die eignen Gaben und Thaten, und vor Neberhebung über Audere, weil diese vor GOtt verwerflich macht, und ermahnt zur Selbsterniedrigung, bei der man sich für gering achtet und Allen gern dient. Demuth macht groß.
z. 4. Die erste Auferstehung Offb. 20, 5. 6. wird verschieden gedeutet. I) Es ist die selige Ver-setzung der gläubigen Seelen in das ewige Leben, welche von der andern Auferstehung, nämlich der Leiber, unterschieden. (Allein dies wird in der Schnft nicht Auferstehuug, sondern Hinfahrt in Frieden, Auflösung genannt.) II) Es ist die geist-liche Auferstehung vom geistlichen Tode. (S. Ans-erstehen z. 2.) (Aber es ist ja Belohnung längst bekehrter, heiliger Seelen.» III) Es ist die Zeit der Reformation, wo gleichsam eine Wiederbelebung der alten Gläubigeu geschah, die Kirche zur Freiheit gelaugte, das reine Evangelium frei bezeugt wurde, und die alten Blutzeugen zu neuem Leben und Nuhme in Anerkennung ihrer Unschuld gelangten; oder auch eiue noch zu erwartende blühende Zeit der Kirche, wo so viele lebendige Christen und Jeugen erweckt werden, daß es ist, als wären die alten Märtyrer wieder anfgelebt. (Aber dazn paßt nicht der Gegensatz der übrigen Todten, die nicht auferweckt werden.) IV) Es ist eine wahre frühere Auferstehung der Märtyrer und vorzüglich treuer Christen, die durch das frühere Gelangen zur vollendeten Seligkeit ausgezeichnet belohnt werden; ohne daß diese Auferstehuug braucht in den Kreis der sichtbaren Welt zu fallen, und von den Erdenbewohnern bemerkt zu werden; - wobei auch alle groben chiliastischen Meinungen wegfallen.
§. 5. Erste aus der Auferstehung, A.G. 26, 23. S. Erstling z. 3. und Erstgeborne §. 4. n. o.
§. 6. Erster Glaube; den man mit der Taufe angenommen, bekannt, und wobei man zugleich der Kirche ein Gelübde seiner Treue abgelegt hat. Und haben ihr Urtheil (welches ron Jedermann gefallet worden),
daß sie den ersten Glauben verbrochen (gebrochen, zer-
nichtet) haben (wie ihr unhniiger Wandel bezeugt), i Tim.
5, is.
Aber ich habe wider dich, daß du die erste Liebe (nämlich GGt-tes und des Nächsten, ala die Nuelle aller Tugenden, 1 Gnr. 13, 1. Gal. 5, 6.) Verlässest, Offb. 2, 4. 5.
z. 7. Zum ersten Sohn machen, Ps. 89, 28. Ich will Christum setzen zum Erstgebornen, Col. 1, 15. In höherin Verstande, als es von Salomo gesagt wird, 2 Sam. 7, 14. oeun es ist Christus ein von GOtt von Ewigkeit her erzeugter Sohn, von welchem alle Könige auf Erden in Liebe und Glauben durch Kniebeugen das Lehn empfangen müssen.
Erstechen
Esa. 13, 15. c. 14,19. Ier. 51, 4. Klagel. 4, 9. Ezech. 23, 47. Sauls Waffenträger sollte ihn, den Saul, erstechen, i Sam.
31, 4.
Achior sollte mit den Juden erstochen werden, Jud. 5, Zs. c.
6, 2. 3. c. 13, 38.
Ersteigen
Ueber die Mauern steigen und eine Stadt einnehmen.
Jericho, Iof. 6, 20.
Ioab erstieg Iebus, 1 Chr. 12, 6.
Moabs Städte müssen erstiegen werden (im Nauch aufgehen)
Ier. 49, 13. Mauern, Iocl 2, 7,