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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Fegopfer - Feier-Iahr-Kleider.
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versickert dem gläubigen Schacher mit ihm selbst das Sem im Paradiese, Luc. 23, 43. Wer in Jesu Hand ist, ist doch gewiß nicht in irgend einem trübseligen Zustande: wer Vergebung der Sünden hat, hat Alles; wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. Und diese erlangt man nicht theilweise, sondern ganz; und dazn ist in diesem Lebcn Buße und Glauben die Vedingnng. Darum wird auch das Wort des Lutherischen Glan-bensgesanges wahr bleiben: Hier all Sünd ver-geben werden. Es kann auch kaum fehlen, daß die moderne Lehre vom Scheol mit dem vollen Glauben an die Vollgültigkeit der Versöhnnng durch Christum nicht recht sich verträgt, nno den wahren innigen Seelenfrieden und die freudige Zuversicht im Tode hindert.
Fegopfer
Ein Meusch, den man entweder wegen seiner Nebelthatcn, oder nm anderer Lente Sünden durch ihu und seiueu Tod zu versöhnen, bei allgemeinen Landplagen gleichsam ansgefegt, ins Meer 2c. geworfen und für Andere dahin gegeben. Oder Leute, welche malt den heidnischen Götzen, deren Zorn (nach der Heiden Meinung) zn stillen, aufgeopfert hat, oder geben soll, damit das Land oder die Stadt von der Plage gefegt, gereinigt und befreit würde, 1 Cor.4,13.
Fehl, Fehler
§. 1. I) Ein Mangel, Gebrechen, ungestaltes
Wesen. Z. V. wenn ein Mensch oder Thier hinkt,
3 Mos. 21, 18. Was in seiner Natur und Weseu
ist, wie es sein soll, das hat keinen Fehl.
Das Osterlamm mußte ohne Fehler sein, 2 Mos. 1Z, 5. 5 Mos. 15, 2l.
Die Priester mußten ohne Fehler sein, 3 Mos. 21,17. 18. 21. 23.
Rinder und Schaft zum Dankopfer, 3 Mos. 22, 20. 21.
Die röthliche Kuh, 4 Mos. 19, 2.
Du sollst dem HErrn, deinem GOtt, keinen Ochsen oder Schaf opsern, das einen Fehler oder irgend etwas Böses an sich hat, 5 Mos. 17, 1.
An Absalom war kein Fehler, 2 Sam. 14, 25.
Krumm kann nicht schlecht werden, noch der Fehler (was mangelt) gezählt (eingerechnet) werden, Pred. 1, 15.
Gieb GOtt seine Ehre mit fröhlichen Augen, und deine Erstlinge ohne allen Fehl (Abdruck), Sir. 35, 10.
Was er machet, daran ist kein Fehler, Sir. 42, 25.
z. 2. II) Betrug. Leute, die betrügliche Hoffnung sich machen, werden endlich zn Schanden, und sehen mit Angen, daß sie sich in ihrer Einbildung bctrogen.
Er gehet schwanger mit Unglück (siindlicher Mühe) und gebieret Mühe (Herzeleid) und ihr Bauch bringet (bildet wie ein Kind im Klntterlcide gebildet wird) Fehl (Eitelkeit), Hiob 15, 35.
Siehe, er hat Böses im Sinn, mit Unglück ist er schwanger; er wird aber einen Fehl gebären, Ps. ?, 15.
z. 3. III) Ein sittlicher Fehler, welcher die Seele des Menschen vor GOtt nngestalt macht. Sowohl Erb- als wirkliche Sünde. Ohne Fehler Br. Ind. 24. ist so viel als unanstößig, welcher auf dem Renn- und Laufplatz der Frömmigkeit und auf dem Wege der Tngend durch Sündenfälle nicht anstößt und fällt.
Verzeihe mir die verborgenen Fehler, Ps. 19, 13.
So ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, so wird euch eiler
himmlischer Vater auch vergeben, Matth. 6, 14. 15. c. 18,
35. Marc. 11, 25. So ein Mensch etwa von einem Fehler übereilet würde, so
helfet ihm wieder zu recht mit sanftmüthigem Geist,
Gal. 6, i.
Fehlbitte
Eine Fehlbitte thun, Marc. 6, 26. o. i. eine abschlägliche Antwort bekommen.
Fehlen
§. 1. I) Zeigt es einen Mangel an bei einer Sache. Z.B. wenn eine Zahl nicht vott ist,* oder sonst nicht Alles gethan wird, was befohlen, versprochen :c.
* 4 Mos. 31, 49. 1 Sam. 25, ?. 15. 21. c. 30, 19. 2 Sam.
3, 30. c. 17, 22. Esth. 6, 10. Gfa. 34, 16. c. 40, 26. Es fehlet nicht weit (beinahe), sie werden mich noch steinigen,
2 Mos. 17, 4.
So that Iofua, daß nichts fehlete an Allem, das der HTrr
Mofe geboten hat, Ios. 11, 15. Und es fehlete nichts an allem Guten, das der HTrr dem
Hause Israel geredet hatte; es kam Alles, Ios. Li, 45.
c. 23, 14.
Ihr fraget noch, was mir fehle? Richt. 19, 24. Was fehlet dir bei mir? I Kön. 11, 22. Schweiget mir, daß ich rede! es soll mir nichts fehlen (ich will
ewas, dns sich HNren läßt, vorbringen), Hiob 13, 13. Die, so ihr den HErrn fürchtet, vertrauet ihm, denn es wird
euch nicht fehlen (an seinem Gundenlohn), Sir. 2, 7. Sprich nicht: ich habe genug, wie kann mirs fehlen (so lange
ich lebe), Sir. 11, 25. Was fehlt mir noch? Matth. 19, 20. Eins fehlt dir: gehe hin, verkaufe Alles :c., Marc. 10, 21. Es fehlet nicht viel, du überredest mich, daß ich ein Christ
würde, A.G. 26, 26. 29. (der beinahe ein Christ.)
z. 2. II) Eine Abweichnnq, z. B. vom a) Ziel, solches nicht treffen. Nicht. 20, 16. 2 Sani. 1, 22. Ier. 50, 9. b) z. V. vom Weg der Wahrheit :c., Hiob 38, 2. Klagel. 3, 11. 1 Tim. 1, 6. 2 Tim. 2, 18. Einen Fehler begehen, Sprw. 16, 10. Weich. 17, 1.
Wer kann merken, wie oft er fehlet? Ps. 19, 13.
Menschen sind doch ja nichts, große Leute fehlen auch, Ps.
62, 10. Ich suche dich von ganzem Herzen, laß mich nicht fehlen deiner
Gebote, Ps. 119, 10. verflucht find, die deiner Gebote fehlen,
ib. v. 21. 118. Schäme dich nicht zu bekennen, wo du gefehlet hast:c., Sir.
4, 31.
So er (der Arme) fehlet, muß er herhalten, Sir. 13, 29. Welche Etliche vorgeben, und fehlen des Glaubens, 1 Tim. 6,
21. (S. Glauben.) Wir fehlen (stoßen an) Alle mannigfaltig, Iac. 3, 2.
H. 3. III) Wenn man sich in seiner Einbil-dnnq am Ende betrogen findet, 2 Sani. 22, 45. Ps. 18,45. Sprw. 21, 6. Ezech. 20, 32. Dan. 11, 37.
(z. 2.)
Deinen Feinden wird es fehlen (sie werden unsichtbar werden vor dir, nmm du fte ausgetilgt), 5 Mos. 33, 29. Ps. 66, 3.
Denn ihre (der Gottlosen) Hoffnung wird ihrer Seele fehlen (wird von GOtt zerstäubt werden), Kiob 11, 20.
Der Gottlosen Arbeit wird fehlen (eitel sein), Sprw. 11, 18.
Die mit bösen Ränken umgehen, werden fehlen, Sprw. ?4, 22.
Der HErr wird deine Hoffnung fehlen lassen (hat dich ans gerechtem Gericht verworfen), Ier. 2, 37.
Fehler, s. Fehl Feier, Feiern
Eigentlich aufhören zn arbeiten, 3 Mos. 26, 34. 43. 2 Mos. 5, 5. c. 16, 30. die Feste des HErrn heilig und dankbar begehen und zubringen, 2 Mos. 12,14. 3Mos. 23, 41.*
Sechs Tage sollst du deine Arbeit thun, über des siebenten
Tages sollst du feiern, 2 Mos. 23, 1Z. c. 34, Hl. Die Amalekiter feierten (machten ftch lnstlg), i Sam. 30, 16. Die Freude der Pauken feiert, Vfa. 24, 6.
* Meine Feier haltet: und fürchtet euch vor meinem Heiligthum,
3 Mos. 19, 80.
So lasset nun Niemand euch Gewissen machen - über bestimmte Feiertage, Col. 2, 16. vergl. Mm. 14, b. 6.
Feier-Iahr-Kleider
Vom Feier-Jahr. (S. Erlaß-Iahr, 3 Mos. 25, 5. 8.) Feierkleiber waren die sanbere Kleidung, die man nicht alltäglich, sondern an Feier- und Festtagen anlegte. (Esa. 3, 22. Leibgürtel.)
Gab Joseph seinen Brüdern, i Mos. 45, 22. Gab Simson den Philistern, Richt. 14, 12. 13. 19.