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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Flucher ? Forbern.
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tem Eifer auf besondern Antrieb des Geistes GOt-tes geschieht, und mithin nur Aussprechung der nach GOttes Ordnung bestimmten Strafe ist, nicht Aus-brnch des fleischlichen Zorns, trifft gewiß;** da hingegen der Gottlosen Fluch, welcher nicht trifft, in Segen von GOtt verwandelt wird.*** 4 Mos. 22,6. c. 23, 8:c. *Er ist gegangen über die Schlange, den Menschen und die Erde,
i Mos. 3, 14.
Ueber Cain und seine Nachkommen, c. 4, 11. Ueber den, der am Holz hängt, 5 Mos. 21, 23.
? Der Vater und Mutter fluchet, 5 Mos. 2?, 16.
? Die Götzenmacher, und Andere, 5 Mos. 27, 15. 17?36. Ueber alle Gottlosen, Matth. 25, 41.
Von Christo über Judas, Ps. 109, 17. Matth. 26, 24. an dem
Feigenbaum, Matth. 21, 19. über die Reichen, Luc. 6, 24. Ueber Chorazin und Bethsaida, Luc. 10, 13. die Pharisäer,
Luc. 11, 42.
"*Noah fluchte Ham und Canaan, i Mos. 9, 25. Jacob dem Simeon und Levi wegen der Sichemiten, i Mos.
49, 7. Iosua dem, der die Stadt Jericho wieder aufbauen würde,
Ios. 6, 26.
Iotham dem Abimelech, Nicht. 9, 20. David dem Mörder Ioab, 2 Sam. 3, 29. Elisa den Knaben zu Bethet, 2 Kon. 2, 24 2c. *"*Gines egyptischen Mannes Sohn fluchte dem HErrn, und
ward gesteinigt, 3 Mos. 24, 10 ff. Bileam soll Israel fluchen, 4 Mos. 28, 11. 1?. c. 23, 11. 13.
c. 24, 10.
Goliath dem David, 1 Sam. 17, 43. Simei fluchte (fort und fort) dem David, 2 Sam. 16, 5. 7. 13.
c. is, 21. 1 Kön. 2, 8.
Flucher
Von einem solchen, welcher den Namen GDttes mit Lästeruug genannt, lesen wir:
Führe den Flucher vor das Lager, und laß Alle, die es gehört haben, ihre Hände auf sein Haupt legen; und laß ihn die ganze Gemeine steinigen, 3 Mos. 24, 14. 23.
Flucht
§. 1. Diese Gntweichung eines Menschen von einem Ort an einen andern, um aus der Gefahr (auch seines Lebens) zu kommen, und sich in Sicherheit zu setzen, ist allerdings erlaubt,* wenn nur dem Nächsten dadurch kein Aergerniß gegeben wird, oder es nicht zum eignen Seelenschaden gereicht. S. 1 Mos. 19, 17.
"Christus hat es gerathen, Matth. 24, 16. Matth. ift, 23. Joseph hat es gethan, Matth. 2, 13. und Andere. (S. Flie-
hrn §. 1.) Und will dir geben alle deine Feinde in die Flucht, 2 Mos.
23, 27. Entweder drei Jahr Theurung, oder drei Monden Flucht (Auf-
reiben) vor (umy deinen Widersachern, 1 Chr. 22, 12. Seid böse, ihr Völker, und gebet doch die Flucht, Efa. 6, 9. Ihr sollt nicht ? mit Flucht wandeln, Esa. 52, 12. Damascus ist verzagt und giebt die Flucht, Ier. 49, 24. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter, Matth.
2s, 20.
§. 2. David empfiehlt GOtt seine vielfältige Flucht, z. B. 1 Sam. 19, 12. 18. c. 20, 1. c. 21, 10. c. 22, 1-5. c. 23, 1. 14. 24. c. 24, 1. c. 25,1. c. 26,1. c. 27, 1. zu einem erbarmungs-vollen Eingedenken. Zähle meine Flucht, fasse meine Thränen in einen Sack; ohne
Zweifel, du zählest sie, Pf. 56, 9.
Flügel
Flüchtig
Unstä't und flüchtig sollst du sein auf Erden, 1 Mos. 4,
12. 14. HErr, stehe auf, laß deine Feinde zerstreuet, und die dich hassen,
flüchtig werden vor dir, 4 Mos. 10, 35. Zween werden 10000 flüchtig machen, S Mos. 32, 30.
Flug
Die schnelle Bewegung der Vögel, Weish. 5, 11. 12.
z. 1. Wird eigentlich I) von Vögeln gebraucht, 3 Mos. 1, 17. Hiob 39, 26. II) von Chernbim, 1 Kön. 6, 24. c. 8, 6. 2 Chr. 3, 11. c. 5, 8. III) das Ende eines Kleides, Ruth 3, 9. ist ein höfliches Ansuchen nm die Heirath. lS. Anstecken z. 3.) IV) der Morgenröthe, die ersten Strahlen der Sonne.* V» vom Winde, da es dessen Geschwindigkeit und Alles durchwehende Gewalt anzeigt, Hos. 4, 19. VI) die Seiten und Ordnungen einer Armee, Esa. 8, 8. VII) von der Flüchtig- und Vergänglichkeit einer Sache, Sprw. 23, 5. (S. a. Fittig.) "Nähme ich Flügel der Morgenröthe, und bliebe am äußersten
Meer, Ps. 139, 9.
z. 2. Von GOtt, welcher nach Art der Vögel, Esa. 31, 5. die Seinigen bedeckt, zeigt es dessen allgewaltigen Schutz und Schirm an, Ps. 91, 4.
Er breitete seine Fittige aus, und nahm ihn und trug sie auf
seinen Flügeln, 5 Mos. 32, 11.
Beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel, Ps. 17, 9. Wie theuer ist deine Güte, GOtt, daß Menschenkinder unter
dem Schatten deiner Flügel trauen, Pf. 36, 6. Du bist mein Helfer ? und unter dem Schatten deiner Flügel
rühme ich, Pf. 63, 8. Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die
Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter defselbigen Flügeln,
Mal. 4, 2. Jerusalem ? wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen,
wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel,
Matth. 23, 37. Luc. 13, 34.
§. 3. Flügel Ezech. 1, 6. 8. 9. 11. 23. Offb. 4, 1. 7. 8. zeigen das heilige Predigtamt an. (Vielmehr ist es ein Bild der göttlichen Vorsehung, insofern diese nach allen Orten hin unverzüglich wirken kann.)
Fluß
z. 1. I) Vom Samenflnß, 3 Mos. 15, 2. c. 22,
4. II) Was zum Ehestand gehört, Sprw. 5, 15.
. z. 2. Der Fluß in Egypten, Amos 8, 8. c. 9,
5. wird meist für ein fließendes Gewässer gehalten an den Grenzen Egyfttens, wo sich Asien und Africa scheidet, und das sich bei Rhinocolura in das Meer ergießt; allein es ist der Nil zu verstehen, dahin die Israeliten ihre Grenzen hätten erweitern sollen, wenn sie nicht zu nachlässig gewesen wären.
Fluch
z. 1. I) Eine große Menge Wasser, die ein Geräusch von sich giebt, und von einer großen Tiefe ist, 2 Mos. 15, 8. Ion. 2, 4. Nah. 1, 8. Hab. 4, 8. Weish. 5, 10. c. 14, 1. c. 19, 7.
§. 2. II) Eine große Menge schweres Uebel und Unglück, in welchem man gleichsam, als in einem Abgrund, untergehen möchte, Esa. 28, 15. Ezech. 26, 19.
Deine Fluthen (ein Unfall und bilse Dost nnch der ander») rauschen daher, daß hier eine Tiefe und da eine Tiefe brausen, Ps. 42, 8. Ich bin im tiefen Wasser, und die Fluth will mich ersäufen,
Ps. 69, 3.
Dein Grimm drücket mich, und drängest mich mit allen deinen Fluthen, Pf. 89, 8.
Fodern, Fordern
§. 1. I) Begehren (zum Besitz und Genuß), verlangen, 1 Mos. 34, 12. Esth. 5, 3. Dan. 2, 2.« als eine Schuldigkeit. **
"Forbert nur getrost von mir Morgengabe, 1 Mos. 34, 12. Fordert von mir die Zeichen (fraget mich nm die künftigen
Vinge), Esa. 45, 11. Ich will es nicht fordern, baß ich den HGrrn nicht versuche,
Esa. 7, 12. Herodes verhieß mit einem Eide, zu geben, was sie fordern
würde, Matth. 14, 7.