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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Freunbrecht ? Frevel.
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nmern Liebe wird; Andern also in Geberden und Worten sein Wohlwollen fühlen laßt. Sie ist die Frucht und gleichsam das äußere Gewand der Liebe: ? sie heißt auch, insofern sie einen wohlthnenden, beglückenden Eindruck auf Andere, namentlich Geringere, macht, Leutseligkeit; nno ihr höchster Grad, die Gabe, die Herzen ganz für sich einzunehmen, Holdseligkeit. 1 Cor. 13, 4. Col. 3, 12. 14. Sie wird von der Eintracht. Sprw. 15, 1. 1 Petr. 3, 8. und Bescheidenheit begleitet, Sprw. 3, 22. Col. 4, 6. Sie muß aber wahr sein, mithin dem Grade der Liebe entsprechen, gleich einem richtigen Uhrwerk, das nicht anders schlägt, als der Zeiger weiset. ? Auch muß sie mit Ernst verbunden sein, weil, sowie Ernst ohne Freundlichkeit erbittert, so Freundlichkeit ohne Ernst verachtet wird. Wie eine frische Ouelle einem müden Wandersmann in den heißen Tagen das Herz erfrischet, und ihm Kräfte und Starke giebt; ss auch ein freundlich Wort, da» aus dem Munde des Gerechten gehet. Scrivcr. Hu dieser Tugend soll uns bewegen: a) GOttes Befehl, Eph. 4, 32. 1 Petr. 3, 8. Col. 3. 12. b) das reizende Beispiel Gattes und Christi, unseres Heilandes, dem wir anch hierin nachfolgen müssen, Tit. 3, 4. c) die Liebe selbst, als welche einen Drang hat, sich zu erkennen zu geben, und welche den Andern licber erquicken, als ihm wehe thun will. d) die Folgen dkser Tugend, indem der Mangel derselben die Herzen von uns abstößt, erbittert und uns zu Feinden macht; 2 Chr. 10, 1 ff. 1 Sam. 25, 1 f. ihre Nebung aber die Herzen nicht bloß uus, sondern auch zum Guten geneigt macht; Sprw. 15, 1. 30. In allen Dingen lasset uns beweisen als die Diener GOttes ?
in Freundlichkeit (Gutwilligkeit, Andern nach vermöge» zu
dilnen), 2 Cor. 6, 6. 4. Die Frucht des Geistes ist Liebe ? Freundlichkeit lc., Gal.
5, 22. So ziehet nun an ? Freundlichkeit :c., Col. 3, 12.
§. 2. Die Freundlichkeit GOttes (freundlich
z. 3.) ist dessen Gutherzigkeit, da er uus seinen heiligen und liebreichen Willen zu erkennen giebt, da er Gnade für Necht ergehen läßt, und sich als ein gütiger und barmherziger Vater gegen uns arme Sünder erweist, und unser Bestes, besonders die ewige Seligkeit, zu befördern bereitwillig ist.
Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit GOtteZ, unsers Heilandes, Tit. 3, 4.
Freundrecht
Das Recht des nächsten Anverwandten, Ier. 32, 7. vergl. Ruth 2, 20.
Freundschaft
z. 1. I) Die Blutsfreundschaft, 1 Mos. 21, 4. 40. 41. 49. 4 Mos. 10, 30. Richt. 6, 15. 1 Sani. 10, 19. 2 Sam. 14, 7. (1 Chr. 2. 53. 55. Geschlechter.)
Gehe ? von deiner Freundschaft, i Mos. 12, i. A.G. ?, 3. Ziehe wieder in dein Vaterland und zu deiner Freundschaft,
i Mos. 81, 3. 13. c. 32, 9. Joseph forschet bei seinen Brüdern nach ihrer Freundschaft,
1 Mos. 43, 7. Ist doch Niemand in deiner Freundschaft, der so heiße, Luc.
1, 61.
§. 2. Da Joseph seine ganze Freundschaft holen ließ, davon A.G. 7, 14. fünf und siebenzig Seelen gezählt werden, und 1 Mos. 46, 26. nur 66 vorkommen; so sind A.G. 7, 14. die Weiber der Kinder mit gezählt.
z. 3. II) Die Liebe eines Menschen gegen den Andern, A.G. 28, 2. III) Alle schuldigen Dienste,
welche Eheleute sich unter einander zu erweisen haben, besonders die eheliche Veiwohnung. * * Der Mann leiste dem Weibe die schuldige Freundfchaft, i Cor. 7, 3.
§. 4. IV) Die wahre Freundschaft ist eine Vereinigung der Herzen durch gleiche Gesinnungen und Neigungen: und zwar in Einstimmung im Guten und Heiligen. Daher echte, volle und dauernde Freundschaft nur unter Sittlichguten sein kann, und nur unter Frommen, deren Freundschaft vor GOttes Thron geschlossen wird.
Wer Sünde zudecket, der machet Freundschaft, Sprw. 17, 9. Wer seinen Freund schmähet, der zertrennet die Freundschaft,
Sir. 22, 25. Wisset ihr nicht, daß der Welt (Joh. 15, 19. Gal. 1, 10.)
Freundschaft (die Oeneigtheit gegen die Weltkinder) GOttes
Feindschaft ist? Iac. 4, 4.
§. 5. Ein solches Band der Gemüther (§. 4.) durch Liebe und Gegenliebe zu knüpfen, ist eine vortreffliche und edle, Sir. 6, 14. 15. nothwendige, Ps. 38, 12. Ps. 88, 9. Sprw. 18, 24. liebliche, Sprw. 27, 9. und nützliche Sache, Sir. 6, 14. 16. Sprw. 25, 12. Bcsonoers sollen Christen einander lieben, und dadurch ihrem Heilande ähnlich zu werden suchen. (S. Einigkeit.) Es ist nichts kost-licher, als treue Freunde, welche ein harter Noth-fall zusammen gebracht, nicht aber ein Oecher, ader Weinglas: und der nützliche Dinge, nicht, was einem wohlgefallt, rathet. Nazianz. Wo sind solche? Die Liebe ist verloschen. Die Aufrichtigkeit erstorben. Wer findet welche in der Noth? Sir. 12, 8. (Man hat bezweifeln wollen, ob das Christenthum bei feillein Dringen auf allgemeine Bruderliebe auch noch eine besondere Freuudschaft mit Einzelnen keime oder zulasse? Aber es setzt die Freundschaft, als natürliches Herzensbedürfniß für Jeden, Voralls, und will sie nur recht leiteu, heiligen und ihr eine höhere Richtung geben. Denn es stellt die höchste Freundschaft auf in der Vereinigung durch IEsum, Match. 18, 20. und giebt dieser den Veitritt JEsu selbst zur Verheißung: ? das höchste Vorbild ist für sie die Eiuheit des Vaters und des Sohnes, Joh. 17, 21. 22. Beispiele solcher Freuudschaft waren Paulus und Timotheus, Phil. 2, 20. Vcrgl. Reinhard Moral III. 466 ff.)
Frevel
Ist das Laster, wonach man geneigt ist, einen Andern dergestalt zu beleidigen, daß man durch die Beleidigung nur ein unvernünftiges boshaftes Vergnügen sucht. (So auch Walch Philos. Ler. 8. k. v. Gewöhnlich aber nennt man nicht ein Laster so, sondern ein Vergehen, bei dem alle Scham und alle Furcht vor göttlichen und menschlichen Gesetzen verleugnet und aller Pflicht Hohn gesprochen wird.) Alle Gewalt und Ungerechtigkeit, un'oBosheit, 4Mos. 15. 30. Nicht. 9, 24. 1 Chr. 13, 17. Hiob 21, 27. Ps. 72, 14. Ps. 73, 6. Spr. 4, 17. c. 10, 6. Esa. 30, 12. c. 59, 6. 13. Ier. 6, 7. Ezech. 7, 23. c. 45, 9. A.G. 18, 14.
Die Erde war voll Frevels, 1 Mos. 6, 11.
GOtt schlug Ufa um seines Frevels (Verschns) willen, 2 Sam.
6, ?.
Mein Heiland, der du mir hilfst vom Frevel, 2 Sam. 22, 3. Wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist, und mein Gebet ist
rein, Hiob 16, 17.
Sein Frevel wird auf seine Scheitel fallen, Ps. 7, 17. Siehe, daß meiner Feinde fo viel ist, und hassen mich au2
Frevel (gewaltsamer Verfolgung), Pf. 25, 19. Ich sehe Frevel und Hader in der Stadt, Ps. 55, 10. Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel, Pf. 62, 11. Erlöse mich von der Menschen Frevel, Ps. 11», 134.
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