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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Frevelhaft ? Friede.
Vie lange soll ich zu dir rufen über Frevel, und du willst nicht
helfen? Hab. i, 2. Ihre Sünden reichen bis an den Himmel, und GOtt denkt an
ihren Frevel, Offb. 18, 5.
Frevelhaft, Freventlich; s. Frevler Freveln
Etwas aus Muthwillen und Vorsatz thuu, 2 Mop 21, 14. Ier. 22, 17.
Feine Seele hasset den Gottlosen und die gerne freveln, Ps.
ii, b. die Verächter denken nur zu freveln, Sprw. 13, 2.
Frevler, Frevelhaft, Freventlich
Der einem Gewalt und Nurecht thut, 5 Mos. 19, 3. 2 Sam. 22, 49. Ier. 21, 12. c. 22, 3. Röm. 1, 30. 2 Tim. 3, 4.
Vehüte mich vor den frevelhaften Leuten, Ps. 140, 2.
§in frevelhafter böser Mensch wird verjagt und gestürzt werden,
ib. v. 12.
Zifere nicht einem Frevler nach, Svrw. 8, 31. Sin Frevler locket seinen Nächsten, Sprw. 46, 29.
Freventlich, muthwillig, boshaft, Ezech. 22, 26. 3eph. 3, 4.
Friede
§. 1. I) Der leibliche, weltliche Friede ist der a) allgemeine, weuu ganze Länder und Städte in Sicherheit vor auswärtigen Feiuden stehen; und also ohue Furcht leben; b) der private, oder besondere, wenn ein Mensch mit dem andern in Ruhe und Ewigkeit lebt, ohne Zank und Widerwillen. Aeußerlich wird er genährt, wenn man gegen einander die Pflichten, welche man auf sich hat, erfüllt, und Alles, wodurch der Nächste beleidigt wird, unterläßt, oder in der That leistet, was man schuldig. Innerlich, wenn mau ein friedsames Gemüth hat, den Friedeu zu unterhalteu, oder die entstandenen Uneinigkeiten abzuthun. Wo die wahre Liebe, und zwar in rechter Ordnuug herrscht, GOtt über Alles, und seinen Nächsten als sich selbst, da muß auch Friede, uud, wie Luther sagt, ein halbes Himmelreich sein. (S. a. Einigkeit.) 1 Sam. 7, 14. 1 Kon. 20, 18. Ier. 12, 12. c. 14, 13. c. 28, 9. Luc. 14, 32. A.G. 12, 20. Offb. 6, 4.
Ich will euch Frieden geben in eurem Lande, daß ihr schlafet,
und euch Niemand schrecke, 3 Mos. 26, 6. Wenn du vor eine Stadt ziehst, sie zu bestreiten, so sollst du
ihr den Frieden anbieten, 5 Mos. 20, io. vergl. 4 Mos. Zi,
21. 22.
Iosua machte Frieden mit den Gibeonitern, Ios. 9, 15. c. 10,
i. 4. c. ii, 19. Isl'Z Friede? Iehu sprach: was gehet dich der Friede an, wende
dich hinter mich, 2 Kön. 9, 17. 18. 22. Laß ab vom Bösen, und thue Gutes; und jage dem Frieden
nach, Ps. 34, 15. 1 Petr. 3, 11. Gerechtigkeit und Friede sich küssen, Ps. 85, 11. Es wird meiner Seele lange zu wohnen bei denen, die den
Frieden hassen, Ps. 120, 6. Ich halte Frieden (bin darauf bedacht), Ps. 120, 7. Es müsse Friede sein in deinen Mauern, Pf. 122, 7. Er schaffet deinen Gränzen Frieden, Ps. 147, 14. Wenn Jemandes Wege dem HErrn Wohlgefallen, so machet er
auch seine Feinde mit ihm zufrieden, Sprw. 16, 7. Die zum Frieden rathen, machen Freude, Sprw. 1Z, 20. Gm Jegliches hat seine Zeit, Streit (und) Friede, Pred.
3, 8. Es sei nur Friede und Treue, weil ich lebe, Esa. 39, 8. LKön.
30, 19.
Friede, Friede, und doch ist nicht Friede, Ier. 8, 11. c. 6, 14.
Mich. 3, 5. 11. Ezech. 13, 10. 16.
Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, nämlich Gedanken des Friedens und nicht des Leides, Ier. 29, 11.
Siehe, ich will sie heilen und gesund machen; und will sie des Gebets um Friede und Treue gewahren, Ier. 33, 6.
Da werden sie Friede suchen, uno wird nicht da sein, Ezech. 7, 25.
Der Gottlose hetzet wider einander, die guten Frieden haben,
Sir. 28, 11. Er gebe uns ein fröhliches Herz, und verleihe uns immerdar
Frieden zu unserer Zeit in Israel, Sir. 50, 25. Habet Salz bei euch, und habet Frieden unter einander,
Marc. 9, 50. Ists möglich, so viel an euch ist, so habet mit allen Menschen
Frieden, Rom. 12, 18. Jaget nach dem Fneden gegen Jedermann, Ebr. 13,14. 2 Tim.
2, 22.
§. 2. Wmn Zacharias c. 8, 16. 19. spricht: Schaffet Frieden, so will er redliche und zum Frieden dienliche Urtheile haben, damit nicht aus Einem Proceß noch mehrere erfolgen mögen.
8. 3. Christus sagt Matth. 10, 34. Luc. 12, 51. Er sei nicht gekommen, Frieden zu senden auf Erden. Das werde nämlich zufälliger Weise geschehen. S. erregen 8» 2.
§. 4. Wer ist auf Erden so wohl bewahret, und so hoch uon Sinnen, der sich unterwinden wolle, zu erzählen, wozu der Friede gut sei. Es ist wohl ein halb Himmelreich, wo Friede ist. Luther. Diese Gabe GOttes, 3 Mos. 26, 6. Ps. 147, 14., nu-lche um der Sünde willen entzogen wird, Ier. 16, 5. c. 34, 5. haben Einige gesucht, * und auch gestiftet. ** * Abraham bei Lot, 1 Mos. 13, 8. 0. Joseph zwischen seinen Brüdern, i Mos. 45, 24. ^ Die Syrer bei Ahab, 1 Kön. 20, 31. Abigail bei David, 1 Sam. 25, 18. Histia bei Sanherib, 2 Kön. 16, 14. Iephtha bei dem Könige der Amoriter, Richt. 11, 12. IoahaZ bei Amazia, 2 Kön. 14, 8. *" Zwischen Israel und den Gibeoniten, Iof. 9, 15. Iabin und Heber, Richt. 4, 17. Israel und Ammon, 1 Sam. 7, 14. Israel und den Syrern, 2 Sam. 10, 19. Salomo und Hiram, i Kon. 5, 12. Iosaphat und Ahab, 1 Kön. 22, 45.
z. 5. II) Der geistliche ist eine selige Gewissens-ruhc. welche in einer gewissen Versicherung der ewigen Seligkeit und in nachdrücklicher Genießung der göttlichen Licbe und Gnade und Wohlgewogenheit besteht, wenn nämlich der heilige Geist, einen gerechtfertigten Christen der gnädigen Sündenvergebung und zugerechneten Gerechtigkeit völlig zu versichern, sein geängstetes Herz stillt, ihn von aller knechtlichen Furcht befreit, wider den Satan und der Welt Schrecken kräftig tröstet, und desseu Seele in GOtt, als dem höchsten Gut, das er im Glauben besitzt und genießt, Nuhe finden läßt. Hohel. 6, 10. Efa. 26, 3. c. 27, S. c. 32, 17. 18. c. 48, 18.
c. 54, 13. c. 57, 19. c. 59, 6. c. 60, 17. c. 66, 12. Zach. 9,
10. Nah. 2, 1. Hagg. 2, 10. Gal 6, 16. 2 Petr. 2, 14. Der HErr erhebe sein Angesicht über dich, und gebe dir Frieden, 4 Mos. 6, 26. So vertrage dich (demüthige dich in wahrer Gnße) nun mit (vur)
ihm, und habe Frieden, Hiob 22, 21. (so wirst du Gnade nnd
Vergebung der Sunden haben.) Ich liege und schlafe ganz mit Frieden, Ps. 4, 9. Wer HErr wird sein Volk segnen mit Frieden, Ps. 29, 11. Laß die Berge den Frieden bringen, Ps. 72, 3. Sei nun wieder zufrieden, meine Seele, denn der HErr thut
dir Gutes, Ps. 116, 7.
Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, Pf. 119, 165. Auf daß seine Herrfchaft groß werde, und des Friedens kein
Ende, Efa. 9, 7. Aber die Gottlosen, spricht der HErr, haben keinen Frieden (in
GOtt), Esa. 48, 32. c. 57, 21. Aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund
meines Friedens soll nicht hinfallen, Esa. 54, 10. Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die da
Frieden verkündigen, Efa. 52, 7. Röm. 10, 15. Und ist kein Friede in meinen Gebeinen, Ps. 38, 4. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten ic.,
Efa. 53, 5. Den Frieden laß ich euch, meinen Frieden geb ich euch, Joh. 14,
27. (Mein Oebtwohl sage ich euch, vun Herzen und kräftig.) Solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mir Frieden habet,
Joh. 16, 33. Nun wir sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben