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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Gesinnet stm - Gestühle.
Preb. Z, 7. des Obersten der Schule, Marc. S, 35. Aristo-buls, Rom. 16, 10. Cloes, 1 Cor. 1, 11. Sei nicht ein Wütherich gegen dein Gesinde, Sir. 4, 35.
Gesinnet sein
Die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnet (s. S. 404),
die aber geistlich sind, die find geistlich gesinnet, Nö'm.
8, 5. Fleischlich gesinnet sein, ist der Tod; und geistlich gesinnet sein,
ist Leven und Friede, v. 6. GOtt aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr
einerlei (eben fu) gesinnet seid unter einander nach (wie) IEsu
Christ, Rom. 15, 5. Ein Jeglicher sei gesinnet, wie IEsuZ Christus auch war, Phil.
2, 5.
Welcher Ende ist die Verdammmß, welchen der Bauch ihr GOtt ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer die irdisch gesinnet sind, Phil. 3, 19.
Endlich aber seid allesammt gleich gesinnet, i Petr. 3, 8. Phil.
3, 16.
Gespenst
Darunter verstand die gemeine Meinung geistliche Substanzen, die von den Menschen gesehen,' gehört, auch durch das Anrühren und Fühlen empfunden werden; durch welche Empfindung sie in eine Furcht und Schrecken gerathen. Es ist wohl nichts Anderes als ein Teufelswerk, weil dergleicheu Dinge zum Schaden der Menschen abzielen. Der Neidische wird mit einem Gespenst verglichen, Sprw. 23, 7. (Die Wirklichkeit solcher Erscheinungen zu glaubcn, dazu giebt die Schrift nirgends einen Grund; vielmehr ein Wink dagegen, Lnc. 16, 29. 31.)
Egypter werden von Gespenstern geplagt, WeiZH. 17, 15. Und vertreibt alle bösen Gespenster, Tob. 6, 9. Die Jünger sahen Christum sür ein Gespenst an, Matth. 14, 26. Marc. s, 49.
Gesperr
Sparren, die Balken am Gesperr, zusammengefügte Sparren, werden ihnen antworten. Hab.
Gespielen
Besondere Frenndinneu, Richt. 11, 37. 38. Wohl dem, der sich die Weisheit zur Gespielin nimmt, Weish. 8, 9. d. i. zur besondern Gemeinschaft und Beiwohnnng, wie die, so ununterbrochen bei einander sind.
Gespött (treiben)
Auf eine kindische, nmthwillige, hochmüthige und schimpfliche Art mit etwas umgehen, es verlachen und nicht achten.
Ich habe einen Sack angezogen, aber sie treiben das Gespött
daraus, Ps. 69, 12. Die Narren treiben das Gespött mit der Sünde, Sprw.
14, 9.
Israel hat dein Gespött sein müssen, als wäre er unter den
Dieben gefunden worden, Ier. 48, 27. Wer von unrechtem Gut opfert, deß Opfer ist ein Gespött. Sir.
34, 21. vergl. Sprw. Zi, 2?.
Gespräch
§. 1. Diese Unterredung von einer Sache mit einem Andern geschieht sowohl mit dem Munde, als auch mit dem Herzen. Sie müssen in der Furcht des HErrn von nützlichen und zur Erbauung dienenden Sachen geführt werden, Eph. 4, 29. c. 5, 4. 1 Cor. 15, 33. Merke, was Sirach sagt, c. 28, 29. 30.
Laß dir Wohlgefallen die Rede meines Mundes, und das Gespräch meines Herzens (Gebet), Ps. 19, 15.
Meine Zunge soll ihr Gespräch haben von deinem Wort, Ps. 119, 172. Sprw. 6, 22.
Solches ist im Rath der Wächter, und im Gespräch der Heiligen berathschlaget, Dan. 4, 14.
Z. 2. Vom Donner, Hiob 37, 2. weil GOtt gleichsam durch diesen mit uns redet, nm seine Majestät, auch Zorn anzuzeigen.
Gestalt
Das Ausehn einer Sache, 2 Mos. 24,10. 4 Mos. 9, 15.16, oder Person, Dan. 1, 13. sowohl innerlich als änßerlich. Christus ist in der Gestalt des sündlichen Fleisches. Röm. 8, 3. gesandt, d. i. in Knechtsgestalt, in welcher er anoern sündlichen Menschen gleich gehalten wurde, Phil. 2, 7 f. ob er wohl wahrhaftig ohne Sünde war.
Siehe nicht an seine Gestalt, noch seine große Person, i Sam.
16, 7.
David von guter Gestalt, 1 Sam. 16, 12. Vathseba schöner,
2 Sam. 11, 2. ingl. Thamar, 2 Sam. 14, 27. Meine Gestalt ist duntel geworden vor Trauern, Hiob
17, 7.
Meine Gestalt ist verfallen vor Tranern und ist alt geworden, Ps. 6, 8. Ps. 31, 10. Ist jämmerlich vor Elend, Ps.
83, 10.
Seine Gestalt ist (lang und ansehnlich) wie (einer der schönsten
Stämme nnf dem) Libanon, tzohel. 5, 15. Weil seine Gestalt häßlicher ist. denn anderer Leute, und sein
Ansehn, denn der Menschen Kinder, Esa. 52, 14. Siehe nicht nach der Gestalt anderer Weiber, Sir. 9. 8. Ihr Heuchler, des Himmels Gestalt könnet ihr urtheilen, Matth.
16, 3. Luc. 12, 56.
Und seine Gestalt war wie der Vlitz, Matth. 23. 3. Und der heilige Geist fuhr hernieder in leiblicher Gestalt ans
ihn, Luc. 3, 22. Und da er betete, war die Gestalt seines Angesicht anders, Luc.
9, 29. Meine lieben Kinder, welche ich abermal mit Aengsten gebäre,
bis daß Christus in euch (nnch Inhalt oeZ EvlNigrlimns, d. i.
Glauben allem) eine Gestalt gewinne, Gal. 4, 13. (Christus
8. 2.) Welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war (GOtt in Herr-
lichkeit, nls sein vollkommenes Ebenbild ganz Mch wnr, oder
n. A. ob er wohl in göttlicher Majestät Hütte 'küunen austretln,
Joh. 1. i. 2.) hielt ers nicht sür einen Raub, GOtt gleich
sein, Phil. 2, 6. ?. (S. Heußern.)
Gestatten
Zulassen, vergönnen, von GOtt, 1 Mos. 31, 7. 4 Mos. 22,13. Einem Weibe gestatte nicht, daß sie lehre, i Tim. 2, 12.
Grdt. Gefangen werden, von der Tiefe, wenn sie von der Kälte ergriffen und fest gehalten wird, daß sie gejriert, Hiob 38, 30.
Gestern
Angesicht ist nicht gegen mich wie gestern und ehegestern, i Mos.
31, 5. Denn wir sind von gestern her, und wissen nichts, Hiob
8, s. Tausend Iah? sind vor dir wie ein Tag, der gestern vergangen
ist, Ps. 90, 4. Die Grube ist von gestern her (schon längst) zugerichtet, Esa.
30, 33.
Gestern wars an mir, heute ists an dir, Sir. 36, 23. IEsus Christus gestern und heute, Ebr. 13, 8. (S. Ewigkeit ß. 1.)
Gestirn
">u machest, daß beide, Sonne und Gestirn, ihren gewissen
Lauf haben, Ps. 74, 16. Da3 Gestirn eures GOttes, A.G. ?, 43.
Gestohlen
Da5 gestohlene (mit Lug und Trug erworbene) Brod schmeckt Jedermann wohl, Sprw. 20, 17. vergl. c. 9, 17.
Sehet zu, daß nicht gestohlen sei, gebet es dem rechten KGrrn wieder, Tob. L, Li.
Gestühle
Gestelle, woranf etwas ruht, 1 Kön. 7, 27. Ier. 27,19. c. 52, 17. 20. Ezech. 27, 6.