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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Gleich ? Gleißnerei.
Gläubigen (als die seiner in der rechten Zueignung heilsam genießen), i Tim. 4, 10.
§. 2. Simon, der Zauberer, wart» glaubig, A.G.
8, 13. auf menschliche Weise, ohne die göttliche Kraft heilsam in sich wirken zu lassen. Er wurde vou der göttlichen Macht überzeugt durch die Wunder, welche von den Aposteln geschahen, ohne dem bösen Sinn zu entsagen.
Gleich
§. 1. Gleich I) achten, Hiob 30,19. Klagel. 4, 2. II) gleich aus sein, den geraden und rechten Weg zeigen, wider des Fleisches nebst der Welt Ausflüchte und falsche Tücke; III) gleich gelten, Hiob 28, 16. 19. Ps. 89, 7.
1) Ich bin gleich geachtet denen, die zur Hölle fahren, Pf.
2) Die Reben der wesentlichen Weisheit sind alle gleich aus denen, die sie vernehmen, Sprw. 9, 9.
§. 2. Gesinnet sein, nach A.G. 4, 32. Ein Herz und Eine Seele haben, Phil. 3, 16. vergl. c. 1, 29. (S. Einigkeit.)
Endlich aber seid allesamt gleich gesinnet, i Petr. 3, 8.
§. 3. Gleich machen.
Er machet meine Füße gleich den Hirschen (in Ansehung der
Geschwindigkeit', 2 Sam. 22. 34. Pf. 18, 34. Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast
sie uns gleich gemacht, Matth. 20, 12.
z. 4. Gleich sein. Christen sollen dem Ebenbilde des Sohnes GOttes. ihres Heilandes, gleich sein in seiner Gerechtigkeit und Leiden, Röm. 8, 29.
Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei,
1 Mos. i, 26. HGrr, wer ist dir gleich unter den Menschen? 2 Mos. 15, 11.
1 Kön. 8, 23. Ps. 71, 19. Dir ist nichts gleich, Ps. 40, 6.
Ps. 35, 10.
Wohl dir, Israel, wer ist dir gleich? 5 Mos. 33, 29. HErr, es ist dir Keiner gleich unter den Göttern, Pf. 86, 8.
Ps. 69, 7. Ier. 10, 6. Wem wollt ihr denn mich nachbilden, dem ich gleich sei? Esa.
40, 25. Welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er es
nicht sür einen Raub, GOtt gleich sein, Phil. 2, 6. (Ist er
nicht gleich zugeführt»!, die ihm mitgetheilte göttliche Herr-
lichkcit' nach seiner menschlichen Natur begierig ;u gebrau-
chen.) S. Heußern. Wir wissen aber, wenn er erscheinen wird, daß wir ihm gleich
sein werden: denn wir werden ihn sehen, wie er ist,
1 Joh. 3, 2. Daher mußte er allerdinge seinen Brüdern gleich werden,
Ebr. 2, 17. vgl. v. 14. 15. Phil. 2, 7.
8. 5. Gleich stellen, gleich zu rathen. *
Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, Rom. 12, 2. i Petr.
1, 14. (Indem ihr fleischlich gesinnter Menschen Sitten
nnchnhmet.) "Wer gleich zu räth, wird geliebet, Sprw. 16, 13.
Gleiche
Aehnlichkeit.
Was hat der Tempel GOtteZ für eine Gleiche mit den Götzen? 2 Cor. 6, 16.
Gleichen, s. Vergleichen
Gold und Diamant mag ihr (der Weisheit) nicht gleichen, Hiob 28, 17.
Weisheit ist besser, denn Perlen; und Alles, was man wünschen mag, kann ihr nicht gleichen, Sprw. 8, 11. c. 3, 15. Weish. 7, 9.
Wir sollen uns im Beten nicht den Heuchlern gleichen, Matth. s, 8.
Gleichniß
z. 1. I) Ein Bild (§. 1. Bild), 5 Mos. 4, 12. 15. II) Ebenbild §.3.«
Du sollst dir kein Bildniß noch irgend ein Gleichniß machen, s Mos. 20, 4. 5 Mos. 4, 23. c. 5, 8.
Und verwandelten ihre Ehre (GOtt) in ein Oleichmß eines
Ochsen (gegossenen balbes), Ps. 106, 30. Was für ein Gleichniß wollet ihr ihm (GOtt) zurichten?
Esa. 40, 18. *Da GOtt den Menschen schuf, machte er ihn nach dem
Gleichniß GOttes, 1 Mos. 5, 1. vergl. c. 1, 27. c. 2, 7.
z. 2. III) Wenn Etwas mit dem Andern verglichen wird, um dadurch die Sache klarer und deutlicher zu machen, Marc. 3, 23.
An dem Feigenbaum lernet ein Gleichniß, Matth. 24, 32.
z. 3. IV) Ein Lehrstück oder eiue Erzählung, wo uuter einem aus der Natur oder aus dem menschlichen Leben hergenommenen Bilde eine Wahrheit der Neligion, eine Seite des Reiches GOttes dargestellt wird. Der Grund dieser Lehrweise liegt in der symbolischen Kraft der Natur, indem dieselbe als Typus der unsichtbaren Welt augesehen wcrden kann. Daß Christus diese Veziehnngen des Sichtbaren auf das Unsichtbare so wahr und treffend uuo doch so leicht und natürlich, aber nuuach-ahmbar ? ut sidi qnivi8 8p6lst iäein, suäst niul-turn, kruLtra^uß ladorßt ? auffand und darstellt, ist Beweis seines scharfen und tiefeu Gcisksblickcs, vor welchem die Analogie des Reiches der Natur und des Reiches der Gnade im hellen Lichte ausgebreitet da lag. Darm ist zugleich schou die Zweckmäßigkeit der parabolischen Lehrweise gegründet. Sie reizt den stumpferen sinnliche». Verstaub des Zu-hörcrs zur Aufmerksamkeit und zum Nachdenken, gewinut ihm ein Interesse für die Wahrheit ab, macht sie ihm viel anschaulicher, behältlicher, und prägt sie tiefer ein. als dies in der abstracteu Form geschieht. Ob jedoch auch bisweilen dadurch deu Verächtern des Wortes, die das Gehörte fruchtlos bleideu ließen, und uicht mit den Jüngern begierig um wcitern Unterricht baten, Matth. 13, 36. Luc. 8, 9., das Wort ans gerechtem Gerichte Gottes verdeckt worden, und sie mit sehendem Auge sehen, und doch uicht erkennen sollten, Luc. 8, 10. (s. Geben §. 7.) ist streitig; indem auch, wenn Matth.
13, 13. die Ursache der Lehrweise Msn angiebi, Marc. 4, 12. Luc. 8, 10. mit ähnlichen, aber ver-schiedencu Worteu die vou Christo uicht beabsichtigte Wirkung augeben können. Dennoch aber kann es eineu Fall geben, wo der Mensch es nicht mehr verdient, die Wahrheit zu verstehcu, und zu hören.
Z. N. vom Säemann, Matth. 13, 3. Sauerteig, v. 33. Hausvater, c. 21, 33. von einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte, Matth. 22, 1. vom Senfkorn, Marc. 4, 30. von Lappen auf ein neues Kleid zu flicken, Luc. 5, 36. von zwei Blinden, Luc. 6, 39. vom reichen Menschen, dessen Feld wohl getragen, Luc. 12, 16. vom Feigenbaum, Luc. 13, 6. von 100 Schafen, Luc. 15, 3 :c.
Euch ist gegeben das Geheimniß des Reiches GOttes zu wissen; denen aber draußen widerfahrt es alles durch Gleichnisse, Marc. 4, 11.
Er sagte aber zu Etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären ? ein solches Gleichniß, Luc. 18, 9.
§. 4. V) Eine besondere Lehre, welche in weiterem Verstaube zu versteheu und auzuwenden, Luc.
14, 7.
Gleißen
Wenn du dich gleich mit Lauge wüschest, so gleißt doch deine Untugend desto mehr vor mir, Ier. 2, 22.
Gleißnerei
Aeußerliche Scheinheiligkeit und Heuchelei, insofern sie es darauf anlegt, vor Andern recht zn glänzen. Wenn einer anders gesinnt ist, als er redet und thut. Der griechische Ausdruck geht eigentlich auf Schauspieler, die eine andere Person vorstellen, als sie sind, eine Maske vornehmen, 1 Tim. 4, 2.