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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Gnade.
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deiner erbarmen, spricht der ZErr>
54, s. Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber
meine Gnade soll nicht von dir weichen, ib. v. 10. Ich will mit euch einen ewigen Bund machen, nämlich die
gewissen Gnaden Davids, Esa. 55, 3. A.G. 13, 24. (Ge-
miß z. 2.) In meinem Zorn habe ich dich geschlagen, und in meiner Gnade
erbarme ich mich über dich, Gsa. 60, 10. Ich habe meinen Frieden von diesem Volke weggenommen, sammt
meiner Gnade und Barmherzigkeit, Ier. 16, 5. Ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht,
in Gnade und Barmherzigkeit, Hof. 2, 19. Die da halten über (ihr vertrauen richten nuf) den Nichtigen
(Götzen- oder Menscheu-Hiilfe), verlassen (versäumen) ihre Gnade
(die wnhre Hülfe), Ion. 2, 9. Er wird mich ans Licht bringen, daß ich meine Lust an seiner
Gnade (nnmlich seine Gerechtigkeit gegen die voshaftiaen Sün-
der, und önnnlierzigkeit gegen seine bußfertigen und gläubigen
Heelen) sehe, Mich. 7, 9. Der HTrr ist geduldig; darum lasset uns das leid sein, und
Gnade suchen mit Thränen, Jud. 8, 12. Seine Heiligen sind in Gnaden und Barmherzigkeit, Weish.
3, 9. c. 4, 15.
Den Geringen widerfähret Gnade, Weish. 6, 7. Die, so ihr den HErrn fürchtet, harret seiner Gnade, und weichet
nicht, Sir. 2, 9. 6.
Die sich bessern, lässet er zu Gnaden kommen, Sir. 17, 20. Ein Mensch hält gegen den Andern Zorn, und will bei dem
HErrn Gnade suchen. Sir. 28, 3. Und daß seine Gnade stets bei uns bleibe, und erlöse uns, so
lange wir leben, Sir. 50, 26. Bei JEsu war GOttes Gnade, Luc. 2, 40. (A.: Eine unge-
meine Hnuelimlichkeit, vergl. H.G. 7, 20.) Und IEsus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei GOtt
und den Menschen, Luc. A, 52. Und das Wort ward Fleisch ? voller (nicht vorgebildeter, son-
der« wahrer) Gnade und Wahrheit, Joh. 1, 14. Und von seiner Fülle haben wir genommen Gnade um Gnade,
Joh. 1, IS. (S. Fülle ß. 4.) Wir glauben durch die Gnade unsers HErrn JEsu Christi selig
zu werden, gleicher Weise wie auch sie, A.G. 15, 11. Und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade, durch
die Erlösung, so durch IEsum Christum geschehen ist, Röm.
3, 24. Dem aber, der mit Werken umgehet, wird der Lohn nicht aus
Gnaden zugerechnet, sondern aus Pflicht, Rom. 4, 4. Derohalben muß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen,
auf daß sie sei aus Gnaden, Röm. 4, 16. Denn so an Eines Sünde Viele gestorben sind, so ist vielmehr GOttes Gnade und Gabe Vielen reichlich widerfahren,
durch die Gnade des einigen Menschen, JEsu Christi, Röm.
5, 15. Wo die Sünde mächtig geworden, da ist doch die Gnade viel
mächtiger geworden, Röm. 5, 20. 31. Sollen wir denn in der Sünde beharren, auf daß die Gnade
desto mächtiger werde? Das sei ferne! Röm. 6, i. 2. 14. 15. Nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnade des Berufers, Röm. 9, 12. Ist es aber aus Gnaden, so ist es nicht aus Verdienst der
Werke, sonst würde Gnade nicht Gnade sein, Röm. 11, 6. Ihr wisset die Gnade unsers HErrn JEsu Christi, daß, ob er
wohl reich ist, ward er doch arm, um euret willen, auf daß
ihr durch seine Armuth reich würdet, 2 Cor. 6, 9. Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht
werden wollet, und seid von der Gnade gefallen, Gal. 5, 4. Zu Lobe seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten, Eph. 1, 6. ?. Denn aus Gnaden seid ihr selig geworden, Eph. 2, 5. Auf daß er erzeiget« in den zukünftigen Zeiten (im N. T.) den
überschwänglichen Reichthum seiner Gnade durch seine Güte
über uns in Christo IEsu, Eph. 2, 7. Es ist aber desto reicher gewesen die Gnade unsers HErrn,
sammt dem Glauben und der Liebe, die in Christo JEsu ist,
1 Tim. 1, 14.
Der uns hat selig gemacht ? nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Vorsatz und Gnade, die uns gegeben ist in
Christo IEfu von der Zeit der Welt, 2 Tim. i, 9. Denn es ist erschienen die heilsame Gnade GOtteZ allen Menschen, Tit. 2, il. Auf daß wir durch desfelbigen Gnade gerecht, und Erben seien
des ewigen Lebens, nach der Hoffnung, Tit. 3, 7. Setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten
wird durch die Offenbarung JEsu Christi, i Petr. 1, 13. Die ihr weiland ? nicht in Gnaden wäret, nun aber in
Gnaden seid, 1 Petr. 2, 10. (und Barmherzigkeit erlanget habt).
Hos. 2, 1. Und sehet darauf, daß nicht Jemand GOttes Gnade versäume,
Ebr. 12, 15.
Es find etliche Menschen neben eingeschlichen ? die sind gottlos, und ziehen die Gnade GOtteZ auf Muthwillen, Br.
Jud. v. 4.
Büchner's Hand-Concord.
dein Erlöser, Esa. z. 2. H) Die Gnadenwirkungen GOttes in der Seele des Menschen. Erleuchtung des Verstandes, Negierung des Willens, Entzündung des Glaubens, Wiedergeburt, Bekehrung, Erneuerung, Ebr. 13, 9. Ich von (durch) GOttes Gnade, die mir gegeben ist, habe den
Grund gelegt, als ein weiser Baumeister, i Cor. 3, 10. Seine Gnade ist an mir nicht vergeblich gewesen, 1 Cor.
15, 10.
Laß dir an meiner Gnade genügen (dn hast hinlängliche Gnnde, es zu Überstehen): denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig, 2 Cor. 12, 9. (Doch kann auch hier das göttliche Wohlgefallen verstanden werden, als dessen Genuß uns bei allen äußern und innern Kämpfen allein ruhig und heiter machen kann.)
z. 3. III) Die Gnadengaben, sowohl die Heili-gungsgabeni Glaube, Liebe, Hoffnung, 3c., A.G. 11, 23. 1 Cor. 1, 4. 2 Cor. 9, 14. als auch die
Amtsgaben, der Sprachen, gesund zu machen :c., Röm. 1, 5. c. 12, 6, 3. c. 15, 15. 2 Cor. 6, 1.
Aber über das Haus David will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets, Zach. 12, 10.
Einem Jeglichen aber ist gegeben unter uns die Gnade, nach dem Maß der Gabe Christi, Gph. 4, 7.
Und dienet einander, ein Jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnaden GOttes, 1 Petr. 4, 10.
Wachset in der Gnade und Erkenntniß unsers HErrn JEsu Christi, 2 Petr. 3, 18.
z. 4. Durch Anwünschung der Gnade, Col. 1, 6. Col. 4, 18. wünschen die Apostel den, von welchem Gnade kommt, GOtt und Christum, und durch die Gnade JEsu Christi eine reiche Vermehrung der Gnadenwirkuugen des heiligen Geistes nebst seinen Gnadengabeu an,^ worunter der Friede mit GOtt vorzüglich gehört. ** * Röm. 16, 20. 1 Cor. 16, 23. 2 Cor. 13, 13. Gal. 6, 18.
Eph. 6, 24. Phil. 4, 23. 1 Thess. 5, 28. 2 Thess. 3, 18.
Offb. 22, 21. ** 1 Cor. 1, 3. 2 Cor. 1, 2. Gal. 1, 3. Gph. 1, 2. Phil. 1, 2.
Col. 1, 2. 1 Thess. 1, 1. 1 Tim. 1, 2. Philem. 3. L Joh. 3.
Offb. 1, 4.
z. 5. IV) Das, worin und wodurch die Gnade GOttes in Christo erworben, allen Menschen angetragen wird, nämlich die heilige und seligmachende Lehre des Evangeliums, A.G. 14, 3. 1 Petr. 5,12.
Und werden den HErrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit (fn dem guten Wort oes Evangeliums mit Furcht und ZU-tern sich wenden), Hof. 3, 5. vergl. Iac. 1, 1.
Das Gefetz ist durch Mosen gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch IEsum Christum geworden, Joh. 1, 17.
z. 6. V) Dankbarkeit, Ebr. 12, 28. VI) Annehmlichkeit, Esth. 2,15 :c.
§. 7. Die Gnade (§. 1.) schließt auf unserer Seite alles Verdienst und Würdigkeit aus, Röm. 11, 6. und erstreckt sich über alle Menschen, 2 Petr. 3, 9. Röm. 11, 32. Joh. 3, 16. (besonders über die Gläubigen, Ps. 103, 4.) und darf an dieser Gnade kein Sünder zweifeln, Röm. 5, 20. Ezech. 33, 18. denn sie währet immer, Ps. 117, 2. und ruft Ier. 9, 12. 13. Wer also aus Ps. 51, 3. gläubig spricht: GDtt sei mir gnädig nach deiner Güte 2c., dem wird GOtt antworten: Wer zu mir kommt )c., Joh. 6, 37. Daß sie aber bei allen Menschen den Zweck nicht erreicht, daran sind die Menschen selbst schuld. Hos. 13, 9. (S. Berufung §. 1. 2. Auserwählt §. 4.) Da sie den sanften Zügen GOttes widerstehen, und sich nicht tüchtig machen lassen wollen, 2 Cor. 3, 5.
z. 8. Gnade erzeigen, Ier. 16, 13. Jud. 7, 23.* finden a) bei GOtt in Gnaden sein, und seine Gütigkeit und Gnade im Werke erfahren, 1 Mos. 19, 19/* b) bei Mensche,, Gunst, A.G. 2, 47. erlangen/** 1 Mol- 30, 27. c. 32, 5. c. 34, 11.
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