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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Hochzeitleute ? Hoffärtig.
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Bräutigams; eme heftige Sehnsucht, mit ihm Gemeinschaft im Himmel zu haben, hege; und eine Licbe zu den Freunden Christi empfinde; wo nicht, so eile 'man, durch eine gründliche Bekehrung eine Braut ICsu zu werden. (S. Bräutigam §. 2.)
8. 2. Matth. 22, 2. III) Die persönliche Vereinigung der beiden Naturen in Christo. GOtt hat seinen Eingebornen a) mit der Menschheit vermählt, daß, wie Bräutigam und Braut Ein Leib, also er Ein Christus geworden, und hat die heilige Menschheit seines göttlichen Reichthums theilhaftig gemacht; b) mit der christlichen Kirche, welche er sich durch die Predigt des Evangeliums, das die zuvor schon berufenen Inden v. 3. verachtet, aus allem Geschlechte v. 9. sammelu lassen. Mit dieser, ja mit einer jeden gläubigen Seele, halt der Sohn noch immer Hochzeit. In der Taufe geschieht das Versprechen, durch das Wort und dic Sacrameute wird dem Bräutigam die Braut zugeführt und in der Herrlichkeit, wo die Hochzeit des Lammes völlig kommt, wird sie vollzogen; wo dann die Braut unter den süßesten Umarmungen ihres Bräntigams ewige Freude und Wonne genießen wird, Matth. 25, 10. Offb. 19, 7. (S. Abendmahl §. 14.)
§. 3. Am Tage seiner Hochzeit, Hohel. 3, 11. das ist der Tag des Leidens und des Todes uusers Seelenbräutigams, wo dieser seine Braut durch seiu Blut sich vermählte und am Kreuz erhöht mit ausgestreckten Armen in süßester Liebe umarmte. Wenn hiebei die evangelische Kirche Christum mit der Kraft seiues Leidens in dem Artikel von der Rechtfertigung zeigen will, so sagt sie, er sei mit einer Krone gekrönt worden, Hohel. 1. «.
z. 4. Die Hochzeitmahle 1 Mos. 29, 22. währten bei den Juden 7 Tage, Richt. 14, 12. 17. Ob sie aber so, wie meist heut zu Tage, gefeiert wurden, davon steht 1. o. und Tobias c.' 9, 10. 12. nichts. Es würde auch Christus solche Verschwendung und Ueppigkeit, Joh. 2. ohne Strafpredigt nicht so haben hingehen lassen, viel weniger seine Kraft, Wuuder zu thun, erwiesen haben, wenn es zum Unmaß gekommen wäre.
Simsons Hochzeit, Richt. 14, 10. Tobias, c. 9, 3. 7. die zu Cana, Joh. 2, i. 2. dort, 1 Macc. 9, 41. wurde Herzeleid daraus.
Wenn du vou Jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht oben an, Luc. 14, 9.
Hochzeitleute, hochzeitlich
z. 1. Hochzeitleute sind die vertrauten Freuude des Bräutigams, die Jünger Christi, Matth..9, 15. Marc. 2, 19. Luc. 5, 34. und alle rechtschaffene« Christen, welche freilich fasteten, d. i. traurig wurden, da nach des Bräutigams Tode und Auffahrt die Verfolguugen angingen.
§. 2. Die kein hochzeitliches Kleid anhaben, Matth. 22, 11. 12. sind die, welche Christum und seine Gerechtigkeit im Glauben und seine Heiligungskraft nicht ergreifen, was ihnen alles doch angeboten wird; daher dessen Mangel schwere Verantwortung und Strafe zuzieht, 2 Cor. 5, 3. Offb. 3, 4. vergl. Gal. 3, 27.
Höckericht
I) Vucklicht, 3 Mos. 21, 20. II) unebner oder krummer Weg. Alle Hindernisse, welche die Predigt des Evangeliums aufhalten wollen.
Ich will das Höckerichte zur Tbene machen, Esa. 42, 13. c. 4ft, 4.
Hof
I) Diese von oben her offenen Theile waren bei dem Tempel außer dem Heiligsten und Allerheilig-steu, 2 Mos. 27, 9. 12 f. und wurden in den Priester-, 1 Kon. 6, 36. und Israeliten-Hof, 1 Kön. 6, 3. eingetheilt. In dem andern Tempel kam noch der Fraueu-Hof dazu, der von deu beideu ersteru durch eiue Mauer getrennt war. (S. Ps. 65, 5. Ps. 116, 19. Ps. 135, 2. II) Eiu Laudgut, Matth. 26, 36. Marc. 14, 32. Esther trat in den Hof am Hause des Königs, Esther 2, i.
Haman, Esth. 6, 4. 5. Wer stolz ist, lommt zuletzt von Haus und Hof, Sir. 21, 5.
Höftln
Mit dem Hobel abstoßen, glatt macheu. Gleich-uißweise: mit dem scharfen Gcsetzcsworte strafen, durch die Propheten bearbeiten, daß, was sündhaft ist, weggenommen werde, Hos. 6, 5.
Hoffart, Hoffärtig
§. 1. Ist diejenige Art des Ehrgeizes, wenn man seine unvernünftige Begierde nach Ehre durch Minen mit den Augen, Pf. 18, 29. Sprw. 21, 4. Esa. 37, 23. Geber'den, Ps. 101, 5. Esa. 3, 16. Mich. 2, 3. Kleider, Gsa. 3, 16. Bewegung des Leibes, Worte, 2 Mos. 5, 2. Dan. 4, 27. und Werke an den Tag legt. Esa. 13, 11. Ier. 13, 9. 17. Ezech. 7, 20. 24. c. 30, 6. 18. Hos. 5, 5. Amos 6, 8. c. 8, 7. In uusrer Sprache bedeutet Hoffart gewöhnlich eine besondre Art des Stolzes; wo der Mensch das Gefühl der Vorzüge, die er sich vor Audern zutraut, oder der Wichtigkeit, die er sich giebt, und der Ehre, die ihm vermeiutlich gebührt, besonders in seinen: Verhalten ansspricht, namentlich anch begierig ist, die Art der Ehre zu genießen, welche der Hoheit und dem Reichthum angehört, und dies insonderheit durch Glanz und Pracht offenbart. Der Hoffärtige ist stolz und eitel zugleich. In der biblischeu Sprache jedoch ist Hoffart meist ganz gleichbedeutend mit Stolz. Sehr lehrreich hierüber sind Platner's Philos. Aphorismen, n. A. II. 540? 597. Garuc's Versuche über Gegenst. aus der Moral V. 407?515. Daß er den Menschen von seinem (bösen) Vornehmen wende,
und beschirme ihn vor Hoffart (der M oe» Satans), Hiob
33, 17.
Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart lc.,
Pf. 59, 13. Die Furcht des HGrrn hasset das Arge; die Hoffart, den
Hochmuth, und bösen Weg, Sprw. 8, 13. Die Hoffart des Menschen wird ihn stürzen, Sprw. 29, 23.
uergl. Matth. 23, 12. Siehe, das war deiner Schwester Sodom Missethat: Hoffart
lc., Ezech. 16, 49. Ich will das Land gar verwüsten, und seiner Hoffart ein
Ende machen, Ezech. 33, 29. Die Hoffart Israels wird vor ihren Augen gedemüthiget!
(obgleich die Vermrsseiilieit Israels ihnen nnter die Fugen lench-
M, da nämlich die Feinde ihmn immer auf dem Halst sind)
Hos. 7, 10. Der HErr wird die Hoffart Jacobs vergelten, wie die Hoffart
Israels, Nah. 2, 3. <<
Hoffart laß weder in deinem Herzen, noch in deim.<Worten
herrfchen; denn sie ist ein Anfang alles Verderbens, Tob.
4, 14.
Da kommt alle Hoffart her, wenn ein Menfch von GOtt abfällt, Sir. 10, 14.
Und Hoffart treibt zu allen Sünden, ib. v. 15.
Wer sich gesellet zum Hoffärtigen, der lernet Hoffart, Sir. 13, 1.
Von innen, aus dem Herzen ? gehen heraus ? Hoffart, Marc. 7, 21. 22.
§. 2. Hoffärtige mißbrauchen ihr Auseheu, wollen vor Andern hochgehalten sein, bilden sich viel ein, Ps. 73, 7?9. aus dem, was sie thun, machen