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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Hoffen.
sie großes Wesen, fahren über Andere her, verachten und unterdrücken sie wohl gar. Sie sind genau mit den Hochmüthigen verwandt; denn beide führen von der Braut des lügenhaften Prahlers, Luc. 4, 6. nämlich der argcn Welt, ihren Ursprung her, 1 Joh. 2, 16.
Der Arm der Hoffärtigen wird zerbrochen werden, Hiob
33, 15. Wohl dem, der seine Hoffnung auf den HErrn setzet, und sich
nicht wendet zu den Hoffärtigen, Ps. 40, 5. Erhebe dich, du Richter der Welt; vergilt den Hoffärtigcn,
was sie veNiencn. Pf. 94, 2. HErr, mein H^rz ist nicht hoffärtig, Ps. 131, 1. Die Hoffärtigen legen mir Stricke, Ps. 140, o. Der HErr wird das Haus der Hoffärtigen zerbrechen, Sprw.
15, 25. Es ist besser niedriges Gemüths sein mit den Elenden, denn
Raub austheilen mit den Hoffärtigen, Svnv. 16, 19. Hoffärtige Augen und stolzer Muth, und die Leuchte der
Gottlofen ist Sünde, Sprw. 21, 4. Und (besonders alm-> die Augen der Hoffärtigen gedemüthiget
werden, Gfa. 5, 15. EZ haben dir die Hoffärtigen noch nie gefallen, aber allezeit
hat dir gefallen der Elenden und Demüthigen Gebet, Jud.
9, 13.
Den Hoffärtigen ist beides GOtt und die Welt seind, Sir.
10, 7.
Daß die Leute hoffärtig und grimmig sind, das ist von GOtt nicht geschaffen, Sir. 10, 21.
Denn sie (die Weisheit) ist fern von den Hoffärtigen, Sir. 15, 8.
Wenn ein Armer hoffärtig ist, und ein Reicher gern lügt, Sir. 25, 4.
Ein Wilder und Hoffärtiger fürchtet sich nichts, er habe gleich gethan, was er wolle ^wenn er auch noch so uubeonchtsam yehnndtlt), Sir. 32, 23.
Er übet Gewalt mit seinem Arm, und zerstreuet die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn, Luc. 1, 51.
Ohrenbläfer, HofsärÜge, Röm. 1, 30. 2 Tim. 3, 2.
GOtt widersteht den Hoffärtigen, aber den Demüthigen giebt er Gnade, 1 Petr. 5, b.
Allcs, was in der Welt ift, nämlich Fleischeslust, und Augenlust, und hoffä'rtiges Leben (Hochmuth und Prahlerei über zeitliche Habe und Gitter), ist nicht vom Vater, sondern von der Welt, 1 Joh. 2, is.
z. 3. Die giftige Wurzel, worans dieses verwerfliche Reis entsprießt, ist das Herz, Luc. 1, 51. und die Früchte sind alle Sünden, Sprw. 28, 25. Sir. 10, 14. Wäre der Teufel, der nach mehr Gewalt, und der Mensch, der nach mehr Weisheit strebte, in Demuth geblieben, so hätten beide das wahre Licht nicht verloren, und die Verführung wäre nicht in die Wclt gekommen. Demuth macht die Menschen den heiligen Engeln gleich; der Hochmnth macht ans Engeln Teufel. Die Hoffart ist ein gar subtiles Rebel, ein heimliches Gift, verlwr-gene Seuche, eine Erzki'mlNerin des Betrugs, eine Mutter der Heuchelei, eiu Vater der Mißgunst, eine rechte Lasterquelle, ein Zunder der Sünden, ein Rost der Tugenden, eine Motte der Heilig-keit, und Verblenderin der Herzen, welche aus den Arzneimitteln Krankheiten macht, und aus der Herzstärkung die Ohnmacht. Bernhard.
§. 4. Obgleich GOtt an diesem 1) abscheulichen, Sprw. 16, 5. Iac. 4, 6. 2) schädlichen; 3) thörichten, und also teuflischen Laster a) ein ernstliches Mißfallen hat, Sir. 10, 17. 1 Pelr. 5, 5. es ernstlich l^erboten, 5 Mos. 8, 14. Röm. 1, 30. 1 Tim. 6, 177 und sowohl c) zn strafen gedroht, als anch wirklich gestraft, Luc. 12, 20. EM). 16, 49. so will doch die ganze Welt immer oben hinaus; und hängt besonders Alles an die arme Erde und Asche, Sir.' 10, 6 f. Der Dauer will eiu Bürger, dieser ein Edelmann, dieser ein Fürst :c. sein. 1) Es hat den Teufel aus dem Himmel, die Menschen aus dem Paradies vertrieben, a) Beraubt den Menschen der göttlichen Gnade, Sprw. 16, 5. b) setzt den Menschen in Schmach und Schande, Sprw. 11, 2. c) stürzt ihn, Dan. 4, 34. Sprw. 29, 23.
2) Was wir haben, haben wir von OOtt, Esa. 26, 12. i Cor. 4, 7.
3) Wie zu sehen an Adam und Eua, 1 Mos. 3, 16. Sir. 10, 14. 15. an den Thurmbauern, 1 Mos. 11, 4 ff. Mirjam,
4 Mos. 12, 1. 2 8. 9. Sodom und Gomorrha, 1 Vlof. 19, 24. Ezech. 16, 49. der Notte Korah, 4 Mos. 16, 31. Israel,
5 Mos. 1, 43 f. Ezech. 34, 21. Hos. 5. 5. Gaal, Richt. 9, 37. Goliath, 1 Sam. 17, 50. Naval, c. 25, 37. Saul, c. 31, 4. Seda, 2 Sam. 20, 21. Adonia, 1 Kön. 1, 5. 24. Benh^dad, c. 30, 19. 30. Nabsake und Sanherib, 2 Kön. 19, 23. Amazia, 2 Chr. 25, 23. Usia, c. 36, 19. Hiskia, c. 32, 25. Hmnan, Esih. 7. 10. Damascus, Esa. 8, 4. c 17, 1. Assur, c. 19, 12. 23. Babel, c. 14, 11. Ier. 50, 31. Moab, Esa. 16, 6. 7. Tyrus, Esa. 23, 8. Gzech. 28, 2. Ephraim, Efa. 28, 1. Pharao, 2 Mos. 14, 25. 27. 28 Ne-bucadnezar, Dan. 4, 19. Belsazer, c. 5, 22. HolofcrneS, Ind. 13, 10. Capernaiten, Matth. ii, 23. Pharisäern, Luc. 19, 14.
8. 5. Haben besonders die Kleider ihren Namen im Ebräischen von: er hat wider Treue und Glauben gehandelt (^^lI), so sind sie ja nichts Anderes als ein Snndengcdächtniß, wobei wir uns des verbotenen Zugreifens erinnern sollen. Ist denn das nicht ein thörichtes Prangen, wenn wir eine Ehre darin suchen, daß wir das Ebenbild GOttes verloren? Eden als wenn ein Dieb, der nach erhaltenem Pardon, mit dem Strick, den er zum Gedächtniß seiner Dieberei am Halse tragen muß, einen Staat machen wollte. (Martin Geyer's Bußstim-mcn über Dom. II. p. Irinit.) Laßt uns dem» nach Alles in der Liebe thun, nicht unOre, s«n-dern GOttes Ehre suchen, unt», da wir gar nichts find, Ps. 39, 6. bedenken, was Matty. 18, 4. vcrgl. 1 Petr. 5, 6. steht: HCrr, errette uns von uns selber, und laß uns gar kein Gefallen an uns haben. (S. Demuth.)
Hoffen
8. 1. Die Frommen setzen ihr Vertrauen ganz ans GOtt; denn sie sind von seiner väterlichen Liebe und Bereitwilligkeit zu helfen versichert, daß er ihnen Alles, was dem Leibe und der Seele heilsam, werde angedeihen lassen, Ps. 55, 24.
O daß meine Bitte geschähe, und GOtt gäbe mir, was ich
hoffe, Hiob 6, S. Was soll ich harren? und wer achtet (siehet) mein Hoffen
(Hoffnung)? Hiob 17, 15.
Ich hoffe anfs Licht, und kommt Finsterniß. Hiob 30, 26. Opfert Gerechtigkeit, und hoffet auf den HErrn, Pf. 4, 6. Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen, Ps.
9, 11.
Ich hoffe aber darauf, daß du fo gnädig bist, Ps. 13, 6. Unsere Väter hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du
ihnen aus, Ps. 32, 5. 6. Mein GOtt, ich hoffe auf dich, Ps. 25, 2. Pf. 31, 15. Pf.
91, 2. Ich hoffe auf den HErrn, darum werde ich nicht fallen, Ps.
86, 1. auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen, Pf.
28, 7. Wer auf den HErrn hoffet, den wird die Güte umfangen,
Ps. 32, 10. Siehe, des HErrn Ange siehet auf die, so ihn fürchten, die
auf seine Güte hoffen, Pf. 33, 16. Deine Güte, HErr, fei über uns, wie wir auf dich hoffen,
Pf. 33, 22.
Hoffe auf den HErrn und thue Gutes, Ps. 37, 3. Wenn ich mich fürchte, fo hoffe ich auf dich, Ps. 56, 4.
5. 12.
Hoffet auf ihn allezeit, Ps. 62, 9. Sein (des Frommeu) Herz hoffet unverzagt auf den HErrn,
Pf. 112. 7.
Die den HErrn fürchten, hoffen auf den HErrn, Ps. 115, 11. Und ich hoffe auf sein Wort, Ps. 130, 5. Laß mich frühe hören deine Gnade, denn ich hoffe auf dich,
Pf. 143, 8.
Der Gottlosen Hoffen wird Unglück, Sprw. 11, 23.
Dcr Böse hat (zuletzt) nichts zu hoffen, Sprw. 24, 20.
Durch stille sein und Hoffen (uertraueu auf GOtt) werbet ihr
stark sein, Efa. 30, 15. Wir hofften, es sollte Friede werden, so kommt nichts GnteZ,
Ier. 14, 19. Du bist doch ja der HErr, unser GOtt, auf den wir hoffen,
denn du kannst solches thun, Ier. 14, 2Z.