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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Huren ? Hurenweib.
wimlstes, Wollust, oder um beides willen zugleich geschehen.
Sollten sie mit unserer Schwester, als mit einer Hure, handeln? i Mos. 34, 31.
Iuda hielt Thamar für eine Hure, 1 Mos. 38, 15. 21. 22. Priester durften keine Hure nehmen, 3 Mos. 21, 7. 14. Es soll leine Hure sein unter den Töchtern Israels, 5 Mos.
23, 17.
Simsan lag bei einer Hure zu Gafa, Richt. 16, 1.
Salomo fällt ein Ultheil zwischen zwei Huren, 1 Kön. 3, 16.
Ahads Wagen wuschen die Huren, 1 Kön. 22, 33.
Die Lippen der Huren find süße, wie Honigseim, Sprw. 5, 3.
Eine Hure bringt einen ums Brod, Sprw. 6, 26.
Der Huren (Ehebrecherin) Mund ist eine tiefe Grube, c. 22, 14.
c. 23, 27. Wer mit Huren sich nähret (Huren unterhält), kommet um sein
Gut, c. 29, 3 Gewöhne dich nicht an die Huren, daß du nicht um das Deine
tommst, Sir. 9, 6. Die sich an die Huren hängen, werden wild, und kriegen Motten
und Würmer zum Lohn, und verdorren den Andern zum
merklichen Exempel, Sir. 19, 3. Schäme dich, nach den Huren zu sehen, Sir. 41, 25. Die Zöllner und Huren mögen wohl eher ins Himmelreich
kommen, denn ihr, Matth. 21, 31. 32. (Himmelreich ß. 3.) Nun aber dieser dein Sohn, der sein Gut mit Huren verschlungen hat, Luc. 15, 30. Oder wisset ihr nicht, daß, wer an der Hure hänget, der ist Ein
Leib mit ihr? 1 Cor. 6, 16. Durch den Glauben ward die Hure Nahab nicht verloren mit
den Ungläubigen, da sie die Kundschafter freundlich aufnahm,
Ebr. ii, 31. Iac. 2, 25. Ios 2, 1. c. S, 17. 22.
z. 2. II) Ein abgöttisches Volk, oder Stadt, Nah. 3, 4., welche ihren rechten Mann und Bräutigam, GOtt, verläßt, aus tollen Lüsten andern Göttern nachlänft, und also falschen Gottesdienst thnt, Esa. 57, 3. Ezech. 16, 31. 35. 37. c. 23, 44. Hos. 2, 5. c. 4, 13. 14. Es ist sehr charakteristisch, daß die Schrift den Abfall vom wahren GOtt nnter dem Vilo der Hurerei darstellt. Dies sollte auf der einen Seite ebenso dazu dienen, die Religion als die innigste, zarteste Verbindung mit GOtt zn bezeichnen, die die unverbrüchlichste Heizens- und Lehenstreue erfordert, und alle fremde Liebe ausschließt, zugleich aber auch die ebenso große Gegenliebe GOttes hoffen läßt.: demnach starken Abscheu gegen alle Nntreue und Falschheit wider GOtt einflößen; als auch auf der anderen Seite die Heiligkeit der Ehe recht ins Licht zu setzen, als etwas, was nicht bloß bürgerlichcr, beliebiger Contract, sondcrn etwas Geweihtes, ein Abbild der Verbindung GOttes mit seinem Volke sein soll, und daher ebenso die höchste innere und äußere Treue heischt. Es köunen darans überhaupt wichtige Folgerungen für den liefen Zusammenhang des religiösen und des ehelichen Lebens gezogen werden.
Nie geht das zu, daß die fromme Stadt Jerusalem zur Hure
geworden ist? Esa. 1, 21. Daß Ephraim nun eine Hure ist, und Israel ist unrein, Hos. 5, 3.
§. 3. Johannes beschreibt das antichristische Reich unlcr dem Bilde einer großen Hure, die auf vieleu Wassern sitzt, Offd 17, 1. 15. Ihre Gerichte stehen c. 19, 2. Zur Apostel Zeit hatte Rom einen trefflichen Nuhm, Röm. 1, 8. allein nach und nach hat dieses geistliche Babel Christo, dem Bräutigam, einen Scheid«vrief gegeben, und mit ihrer falschen und abgöttischen Kirchenpracht und verführerischen Schmuck, wodurch sie groß und klein an sich gezogen, den Titel: Mutter der Hurerei, verdient.
z. 4. Eine Staot, welche mit Lift schändlichen Gewinnst sucht bei dem Handel, den sie vermittelst der Abgötterei treibt, Esa. 23, 16.
Huren
H. 1. I) Unzucht und Hurerei treiben, Richt. 19, 2. Hos. 3, 3.
Deine Schnur Thamar hat gehuret, 1 Mos. 39, 24.
Wenn eines Priesters Tochter anfängt zu huren, die soll man
mit Feuer verbrennen, 3 Mos. 21, 9. Und das Volk hob an zu huren mit der Moabiter Töchtern,
4 Mos. 25, i. Eine verheirathete Dirne, die nicht Jungfrau erfunden, fondern
gehuret hatte, wurde gesteinigt, 5 Mos. 22, 21. Wer huret, der sündiget an seinem eignen Leibe, 1 Cor.
6, 18.
z. 2. II) Abgötterei, d. i. geistliche Hurerei treiben. 3 Mos. 17, 7. 2 Chr. 21, 11. 13. Ier. 3, 1. Hos. 4, 15. c. 6, 10. c. 9, 1. Offb. 17, 2. c. 18,9.
z. 3. III) Uebcrhaupt an GOtt untreu werden, sich mit Süudcn beflcckcn, und die Welt mit ihren Freuden und Lüsten lieb haben.
Du bringest um Alle, die wider dich huren, Pf. 73, 27. vergl.
Vr. Jud. v. 7. Und verunreinigten sich mit ihren Werken, und hureten mit
ihrem Thun, Pf. 106, 39.
Huren-Geist, -Glied:c.
§. 1. a) Hurengeist, Hos. 5, 4. c. 4, 12. Der
Teufel ist von GOtt abgefallen, 2 Petr. 2. 4. Br. Jud. v. 6. und da er ein Feind GOttes geworden, reizet er das Volk GOttes, daß es wider GOtt Abgötterei treiben, und sein Vertrauen auf Creatu-ren setzen soll. b) Unzüchtige und zur geilen Wollust gebrauchte Glieder.
Sollt ihr nun die Glieder Christi nehmen, und Hurenglieder daraus machen? 1 Cor. 6, 15.
z. 2. Hurenhaus, Bar. 6. 9.
Nun ich sie gefüllet Habs ? laufen sie ins Hurentzaus, Ier. 5, 7.
z. 3. Hurenkind. Kein Kind, das außer der Ehe gezengt, sollte in die Gemeinde GOtteS kommen, 5 Mos. 23, 2. d. i. zu einem öffentlichen Ehrenamte gelassen werden; mit Iephtha gestattete GOtt eine Ausnahme, Nicht. 11, 1. und das war also ein von GOtt auserjehener, außerordentlicher Fall.
z. 4. Hurenlied, Esa. 23, 15. Tyrus heißt eine vergessene Hure (Hure F. 4.), weil in den 70 Jahren, wo Iuda in der babylonischen Gefangenschaft war, ihr Handel abgenommen. Wie es aber Huren zu machen Pflegen, daß sie nämlich die abgegangenen Liebhaber mit Musik und unzüchtigen Gesängen wieder an sich zn locken bemüht sind, also werde es mit Tyrus ergehen; sie werde nämlich auf allerhand List und Hinten denken, um ihren Handel wieder mit nnmäßigem Gewinn zu treiben.
z. 5. Hurenlohn. a) Was eiue Weibsperson mit Preisgebuug ihres Leibes verdient, 5 Mos. 23, 18. welches bei den Heiden geschah, b) Was abgöttische Leute zur Zierde und Schmuck der Götzen und deren Tempel; ja überhaupt zur Beförderung des falschen Gottesdienstes gaben, Mich. 1, 7. Hos. 9, 1. vergl. Hos. 2, 5. 12. c) Starker nud einträglicher Handel vermittelst der Abgötterei, Esa. 23, 17. 18.
H. 6. Huren schmuck, Sprw. 7, 10.
§. 7. Hurenstirn haben die, welche weder Scheu noch Scham haben, keine Schande achten, sondern frech und leichtfertig sich wohl ihrer Sünden rühmen, Ier. 3, 3.
z. 8, Hurenweib, eine des Lasters der Hureni verdächtige und schon bekannte liederliche Person mußte Hoseas, c. 3, 2. zur Ehe nehmen; was, weil eS kein Priester war, geschehen konnte. Sie hatte schon Hurenkinder, und dergleichen noch mehr auf unNeue und ehebrecherische Art, da sie wieder von