Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

Hüterin ? Hütte.
607
von GOtt zur Warte bestellt, ohne Unterlaß auf die Gemeine, ja jede Person Acbt zu haben, und wenn Seelengefahr vorhanden, ruf^n und schreien, warnen und strafen )c., danüt nicht das Blut der in Sünden Sterbenden von ihren Händen gefordert werde, Ezech. 3, 17. 18. Lehrer, Hohel. ^ 11.12. wo von der Frucht, die Christus selbst und alle Gläubigen, besonders aber Lehrer nach Dan. 12, 3. zn erwarten haben, geredet wird.
Hüter (Esnms) ist die Nacht (Unglück) schier hin? Esa. 21, 11. (BedemungZuolle Frage aller ?Menschen der Sehnsucht", die dem Morgen des ewigen Lebens entgegen sehen.)
H. 3. III) GDtt. D.r ist der beste Wächter, welcher die Seinigen wie einen Auqapfel dehntet, 5 Mos. 32, 10. Seine Liebe uuo ^Macht zu beschützen ist unendlich, Hiob 7, 20. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht, Pf.
121, 4. Denn es ist noch ein hoher Hüter über den hohen, und sind
noch höhere (Wächter, nämlich der dreieinige GOtt) über die
beioen (alle Obrigkeit), Pred. 5, 7.
§. 4. IV) Feinde und Zerstörer anf eine widersinnige Art (por antiplirasin, Ier. 4, 16.).
Hüterin
Man bat mich zur Hüterin der Weinberge gesetzt, Hohel. 1, 6. Die Kirche klagt entweder, daß sie der Feind zu schwerem Dienste an-, und vou dem wahren Gottesdienst abgehalten; oder, sie will sagen: sie wäre Hüterin über andre Kirchen, welche durch die ganze Welc gepflanzt, nachdem sie ans Jerusalem von den bösen Juden verjagt worden.
Hütte
8. 1. I» Eine bewegliche Wohnung, ein trang-portabler Tempel, aus Brettern und starken Pfählen oder Säulen gemacht und mit Teppichen oder Thierhäuten überzogen, 4 Mos. 16. 26. 27. c. 24, 5. 6. * oder auch aus grünen Sträuchen, sich Schatten zu machen, vorNegen, Nngewitter zu bewahreu; oder um andrer Ursachen willen, 3 Mos. 23, 43. ** * Von Iabel kommen her, die in Hütten wohnen, 1 Mos.
4, 20.
Noah lag in der Hütte aufgedeckt, i Mos. 9, 21.
Von Abraham, 1 Mos. 12, 8. c. 13, 6. c. 18, I. Sbr. 11, 9.
Lot, i Mos. 13, 3. Jacob, i Mos. 31, 25. 34. Heber,
Richt. 4, 11. und Iaels, v. 17. Jacob blieb in der Hütte (zu Hause), 1 Mos. 25, 27. Gideon zog die Straßen, da man in Hütten wohnet, Richt.
8, II. Ich bin schwarz (im Leiden) wie die Hütten Kedars, Hohel. i,
5. vergl. Ps. 120, 5.
** Z. B. Ionas Hütte, Ion. 4, 5.
Willst du, so wollen wir hier drei Hütten machen, Matth. 17, 4. vergl. mit Marc. 9, 6. Ps. 126, 1.
z. 2. II) Die Stiftshütte war gleichsam ein Reisetempel. Sie bestand aus drei Theilen, dem Vorhof, dem Heiligen und Allerheiligsten, wie denn das Wort mehrentheilS von beiden letztern gefunden wird, Ebr. 9, 2. 3. 6. 7. Sie ist 40 Jahr in der Wüste und bis Salomo den Tempel erbaut, statt dessen gebraucht worden. Sie heißt auch die Hütte des HErrn, 1 Kön. 2, 28. und die Hütte des Zeug-nisses, 4 Mos. 9, 15. weil darin das Zeugniß, nämlich die 10 Gebote, wodurch GOtt seiuen Willen an das Volk bezeugt, in der Bundeslade verwahrt lagen. (Der Ort der Hütte, A.G. 7, 46. vergl. 2 Sam. 7, 2. des Molochs Götzenhans, A.G. 7, 43.) (Daß die Stiftshütte mit ihren Abtheilungen eine symbolische und zugleich eine typische Bedeutung haben sollte, läßt sich schwerlich bezweifeln. Die sinnliche Form des Cultus sollte nur Bild und Darstellung von etwas Geistlichem, Uebersnmlichem
sein. Der Vorhof entsvncht der Erde, der nns umgebenden Natur; das Heilige mit dem Aller-heiligsten, der Stätte des Zengnisses durch das Gesetzbuch, stellt dar den Kreis oder Boden der göttlichen Offenbarung in der Kirche; ? das Ällerheiliqste den Himmel, den Ort der vollkommenen Offenbarung GOttes; ? worin man leicht die drei Stufen der Gemeinschaft mit GOtt, ? durch Naturerkenntniß, ? äußere Kirchengesellschaft, und innere tiefe Herzensgemeinschaft wieder finden kann, vergl. ll^ii N180611. 8a0i-a. I. 318?415. äs tadernaeuli I,ßvitiei N^Ltsriis. Iahn Bibl. Arch. III. 241. Bär Symbolik des Mosaischen Cnltns. Heidelberg I. 1837.)
Die Stiftshütte, keine Copie ägyptischer Tempel, s. Dähr I. S. 216?219. 254 ff.' 271 ff., hat drei Classen von Namen. I. Hans, Zelt, Wohnuug GOttes: das ist die Schöpfung Himmels und der Erde, 1. o. S. 77-80. II. Hütte des Stifts, d. i. des Zusammenkommens GOttes mit Israel und Israels mit GOtt, ? nicht des Zusammenkommens der Israeliten unter sich ? Hütte des Zeugnisses, um mit ihnen zn reden, ihnen sich zu bezeugen, göttliche Offenbarungsstätte, S. 80?89. III. Heiligthum, Ort der Erkenntniß GOttes, als des Heiligen, wo sich das Verhältniß GOttes zu Israel und Israels zn GOtt als rein ethisch darstellt, Heilignngsstätte, und damit auch Stätte des Heils, S. 89?91. Sie ist symbolische Darstelluug der Welt, des Schöpfuugsgebä'udes, eben insofern die Welt Zeugniß und Offenbarung GOttes ist, I. o. S. 88. Die Emtheilung ist doppelt, bald zweithcilig ? Vorhof und Wohnung ?, bald orei-theilig, Vorhof, das Heilige und das Allerheiligste S. 212., um den progressiven, stufenwcisen Gang der Offenbaruug anzudeuten S. 214. ? Der Vorhof, Symbol der Erde, bezeichnet die niedrigste Of-fenbaruugsstufe, die Wohuung, Symbol des Himmels, die höchste Offenbarnngsstufe S. 230. Ihr Bau ist, um die Ordnung und Weisheit in der sichtbaren Welt darzustellen, streng nach dem Zahluno Maß-Verhältniß ansgeführt. Siehe in Bahr 1. o. das ganze zweite Capitel des ersten Buches. ? Die kritische Nebersicht der verschiedeuen Deutungen der Stiftshütte siehe daselbst S. 103?119. Von Luther ist S. 118. not. nur die eine allegorische Deutung, ans der Auslegung des NaZinäoat, Werke VII. 1236 ff. angeführt. Nachdem er vorher den Unterschied zwifchen Geist, Seele und Leib erklärt, fährt er fort: ?Und deß zeigen wir ein Gleichniß an aus der Schrift: Moses machte ein Tabernakel mit dreien unterschiedlichen Gebäuen. Das erste hieß sanotuiu sauotornm, da wohnte GOtt innen, und war kein Licht drinnen. Das andere, sanotuiu, darinnen stand ein Leuchter mit sieben Röhren und Lampen. Das dritte hieß ^triuM, der Hof, das war unter dem Himmel öffentlich, vor der Sonnen Licht. In derseldigen Figur ist ein Christenmcnsch abgemahlet; seiu^ Geist ist Ianotuui ßanotoruin, GOttes Wohnuug, im finstern Glauben, ohne Licht: denn er glaubt, das er nicht siehet, noch fühlet, noch begreifet. Seine Seele ist 8anotum, da sind sieben Lichter, das ist allerlei Verstand, Wissen und Erkenntniß der leiblichen sichtlichen Dinge. Sein Körper ist Atrium, der ist Jedermann offenbar, daß man sehen kann, was er thut, und wie er lebt." ? Vertheidigt ist diese allegorische Erklärung von Friderich, Symbolik der Mosaischen Stiftshütte. L. 1841, worin