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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Iudenthum ? Jugend.
großer Hochachtung, denn man durfte weder darin essen noch schwatzen. (Spuren solcher Synagogen kommen vor dem Eril und selbst in den Büchern der Maccabäer noch nicht vor. Die Häuser GDt-tes, Ps. 74, 8, sind Hallen oder Gemächer des Tempels, die zu gottseligen Versammlungen dienten, Klagel. 2, 6. oder auch Privathäuser, wo Mehrere sich an Sabbathen und Neumonden bei einem gottseligen und besser unterrichteten Hausvater zur Belehrung und Erbauung versammelten, wovon 2 Kon. 4, 23. eine Spur vorkommt, wie es noch in Arabien gebräuchlich, s. Keisks zu ^lilksäa ^nuai. Uosisiii. ?. III. p. 700. not. 200.) (A.G. 13, 5. c. 14, 1. c. 17, 1. 10.) Vergl. ^>i^a, äß 8/n-NAOFÄ Vkt. 1. I. I>. I. o. 6. äs ßcliolig atyus Oratoriis Domsstiois. p. 145?156. sä. V>ansyu.
Iudenthum
a) Das jüdische Geschlecht, alle Juden, 2 Macc. 10, 8. b) die jüdische Religion. (Doch mit der Nebcnidee der zur ursprünglichen, reinen mosaischen Lehre hinzugekommenen menschlichen Zuthaten und Entstellungen.) 2Macc. 2, 22.
Ihr habt ja wohl gehöret meinen Wandel weiland im Iudenthum, Gal. i, 13. 14.
l. Iudi; 2. Iudija
1) Ein Bekenner. Ein Sohn Nethanjas, Ier. 36, 14. 2) Des HErrn Bekennerm, das Weib Iesbas, 1 Chr. 4,18.
Judith
z. 1. Eine Bekennerin. a) Ein Weib Esaus, 1 Mos. 26, 34. b) die Tochter Meraris. Jud. 8, 1^7. tödtet den Holofernes, c. 13, 9. 11.
z. 2. Das Mch Judith ist nicht kanonisch (s. Erwürgen §. 3. Judith c. 9, 10. c. 10, 5. ist wider Röm. 3, 8 :c.), auch nicht wahre Geschichte, da grobe Verstöße wider Geschichte und Geographie darin vorkommen, sondern wahrscheinlich eine allegorische Darstellung der geistlichen Wehr und Waffen, womit Israel seine Feinde überwunden, unter menschlichen Namen und einer leiblichen wundersamen Heldenthat. Es ist darin nichts Anderes, als GOt-tes Schutz für sein Volk und dessen Glaubeuskraft wider die Feinde seiner Kirche, mit vielen nützlichen Erinnerungen, nach Art der Parabeln, abgebildet. Judith bedeutet das jüdische Häuflein der Gläu-bigeu, als eine gezüchtigte, aber nicht verlassene, im Glauben schöne Wittwe; HolaferneSi ein General des seindlichen Heeres; Bethulia, das Haus GOttes, des HErrn; oder der Jungfrau Tochter Zion, das sichtbare Volk von Israel; das Schwert, Glauben, Gebet und GOttes Wort, das Abschnei-den der Wasserquellen, den erregten Zweifel an GOttes Hülfe, Trost und Beistand in Trübsalen; Achiori ein guter Freund, der brüderlich für das Licht der Wahrheit redet :c. Es paßt die gauze Erzählung am besten auf die Maccabäer, besonders des dem Nebucadnezar gleichen Autiochus des Zweiten wegen.
Jugend
z. 1. I) Man mag a) die Kindheit i 1 Sam. 12, 2., welche insgemein bis ins 15. Jahr angenommen wird; oder b) die Jünglingschaft, d. i. die Zeit vom 15. bis ins 30. Jahr verstehen, so ist es das angenehmste Alter, welches den Tagen, die einem nicht gefallen, Pred. 12,1. entgegen gesetzt wird.
Dein Alter fei wie deine Jugend, S Mos. 33, 2S. (S. <5ilc!i
8. 2.)
Und will mich umbringen um der Sünde willen meiner Jugend,
Hiob 13, 26. Sein Fleisch grüne wieder wie in der Jugend, und laß ihn
wieder jung werden, Hiob 33, 25. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend, und meiner Uebcr-
tretung, Ps. 25, 7. Daß dieser GOtt fei unser GOtt. immer und ewiglich; er führet
uns wie die Jugend, Ps. 48, 15. (Er wird uns 1llur d n
Tod führen, nämlich in das selige ewige Qlirn.) Du verkürzest die Zeit seiner Jugend, Ps. 89, 46. Daß unsere Söhne aufwachsen in ihrer Jugend, Ps. 144, 12. Und verlässet den HErrn ihrer Jugend ic., Sprw. 2, 17. (S.
Onud §. 1.) Freue dich des Weibes deiner Jugend, Sprw. 5, 18. vergl.
Pred. 9, 9. So freue dich (demnach) Jüngling in deiner Jugend, Pred. 11,
9. (S. Freuen §. 3.)
Kindheit und Jugend ist eitel, Pred. 11, 10.
Es ist ein köstliches Ding einem Manne, daß er das Joch in
seiner Jugend trage, Klagel. 3, 27. Wenn du in deiner Jugend nicht fammelst, was willst du im
Alter finden? Sir. 25, 5. Laß ihm (dem Kinde) seinen Willen nicht in der Jugend, Sir.
30, 11.
Niemand verachte deine Jugend «., 1 Tim. 4, 12. Fliehe die Lüste der Jugend, 2 Tim. 2, 22.
§. 2. Von Jugend auf. Ich habe Menschen ge-dienet von meiner Jugend auf, Zach. 13, 5. Ich warte meines Berufs, denn cs hat mich ein gewisser Mann, Christus, zn stinem Eigenthum und Dienst aufgenommen von meiner Kindheit und Taufe an.
Das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf,
1 Mos. 8, 21. Aber dein Knecht fürchtet den HErrn von seiner Jugend auf,
1 Kön. 18, 12. Ich habe mich von Jugend auf gehalten, wie ein Vater, Hiob
3:, 18. Du bist meine Zuversicht, HErr, HErr, meine Hoffnung von
meiner Jugend an, Pf. 71, 5.
GOtt, du hast mich von Jugend auf gelehret, ib. v. 17. Liebes Kind, laß dich die Weisheit ziehen von Jugend auf, Sir.
6, 18. Hast du Kinder, so ziehe sie, und beuge ihnen den Hals von
Jugend auf, Sir. 7, 25. Das hab ich alles gehalten von meiner Jugend auf, Matth.
19, 20. (S. ItimUing.)
§. 3. Ein Psalm Davids von der schönen Iu-1 Ps. 9, 1. Ps. 46, 1. d. i. in einem so genannten Ton; oder mit dem Discant vorzusingen.
§. 4. Jung gewohnt, alt gethan, Sprw. 22, 6. Paulus lehrt, wie die Jugend zn ziehen sei, Eph. 6, 4. (S. Sftrw. 19, 18. c. 23, 13. c. 29, 17.) Allein wer folgt SalomonS Ermahnung, Spnv.
1, 8. c. 4, 1. c. 13, 18. c. 22, 15. Der meiste Theil der Jugend ist närrisch, Sprw. 15, 5. indem sie leichtsinnig die Ermahnung, Pred. 12, 13. 14. vergißt, redet sie die Sprache der Gottlosen, Weish.
2, 1. 6. und will, wenn sie dein nureinen Geiste die Blüthe des Lebens aufgeopfert, GOtt mit deu verwelkten, alten, faulen Blättern abspeisen. Am Tage des Zorns, Röm. 2, 5. ist das Urtheil, Matth. 25, 41. erschrecklich.
z. 5. II) Die vorigen Zeiten, Ier. 31, 19. Wie die Kindheit vor der Jugend und diese vor dem Alter hergeht, so wird z. V. der Ausgaug Israels aus Egypten, Hos. 2,15. wo sie GOtt wie Kinder geführt und unterrichtet, und der Anfang des Reichs der Moabiter, Ier. 48,11. eine Jugend genamtt. Sie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf, fo fage
Israel, Pf. 189, 1. Lieber Vater, du Meister meiner Jugend, willst du denn ewiglich
zürnen? Ier. 3, 4.
Die Kinder Iuda und die Kinder Israel haben von ihrer Jugend auf gethan, was mir übel gefällt, Ier. 32, 30. Sie aber trieb ihre Hurerei immer mehr; und gedachte an die Zeit ihrer Jugend (hing sich an die Egypter, denen fte weilund gedient), Ezech. 33, 19. c. 16, 22. 60'