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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Iüngerin ? Iungfrauschaft.
z. 2. Der Jünger, den Msus lieb hatte ic., lvar Johannes, der Evangelist selber. Ich gebe zu, daß er diese Umschreibung seiner Person ans Bescheidenheit braucht, Joh. 13,23. c. 19,26. c. 20, 2. c. 21, 7. 20. glanbe aber auch, daß Johannes sich eine besondere Ehre daraus machte, daß ihn sein Heiland lieb hatte. Wer ist glückseliger, als der, den IEsus liebt, und der JEsu im Schooße liegt? Lasset uns ihn lieben und sein Wort halten, Joh. 14, 23. so liebet er und sein Vater uns. Iohauues liebte seinen Heiland von ganzem Herzen. Denn ist er nicht der, welcher IEsum bis in den Palast des Hohenpriesters begleitet, Joh. 18, 15. (was doch von ihm glaublicher, als von einem unbenanntcn heimlichen Jünger), so stand er doch neben dem Kreuze IEsn, da sich sonst kein Jünger blicken ließ, und sah also seineu Meister bis zum Tode, Joh. 19, 26.
8> 3> Johannes, der Täufer, sandte zween sei-ner Jünger'm Christs, Match. 11, 2. Obgleich Johannes den, der da kommen sollte, wohl kannte; er hüpfte ja im Mutterleibe, Lnc. 1, 41. hatte Christinn getanft, Matth. 3, 13 f. Joh. 1, 33. und eiu herrliches Zeugniß vou diesem Lamme GOttes abgelegt, Joh. 1, 36. so that er es doch, besonders damit seine Jünger genauer über Christum und von ihm unterrichtet würden. Uud es ist ja auch wohl nicht nnmöglich, daß in wichtigen Dingen die geistlichen Anfechtungen, auch bei dem Heiligsten, nicht ausbleiben. Genug, diese Botschaft konnte zur Befestigung des Glaubens viel beitragen. (Daß es nicht ein gänzliches Aufgeben, sondern nur eine Verdunklung des Glaubens und Anfechtung war, leuchtet am klarsten daraus ein, daß IEsus selbst Matth. 11, 7. den Verdacht der Unbeständigkeit, der gegell Johannes entstehen konnte, abwehrt.) Ungerecht ist wegen dieser Sendung Johannes der Täufer beurtheilt worden in Ammon's Predigten über IEsum und seine Lehre 1819. I. S. 135?156. Johannes der Täufer ein Lehrer der Tugend ohne Glauben.
Johannes Jünger kamen zu IEsu, und fragten: warum fasten
wir ic., Matth. 9, 14. Marc. 2, 18. Haben eine Frage über der Reinigung, In/»' 4 Z5 Begruben den Johannes, Matth. 14, ?Z.
Iüngerin
Eine rechtschaffene Christin war Tabea, A.G. 9 36.
Jungfrau, s. Jugend
z. 1. I) Eine unberührte, unverheirathete Weibsperson, die noch keines Mannes Weib gewesen, 3 Mos. 21, 3. bei keinem Mann gelegen, Nicht. 11, 39.
2 Mos. Z, 5. 8. Richt. 21, 12. Esth. 2, 2. Isr. 31, 13.
Tob. 6, 23. c. 6, 1. 4. Sir. 42, 10. Rebecca, 1 Mos. 24, is. 43. Thamar, 2 Sam. 13, 2. 18.
Abifag, 1 Kön. 1, 2. 3. Maria, Luc. 1, 27. Wenn Jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht vertraut
ist, und beschläft sie, der soll ihr geben ihre Morgengabe,
und sie zum Weibe haben, 2 Mos. 22, 16. 5 Mos. 22, 26. Eine Jungfrau soll er (der Mester) zum Weibe nehmen, 3 Vtof.
21, 13. Ezech. 44, 22. Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, daß ich nicht
achtete auf eine Jungfrau, Hiob 31, 1. Ihre Jungfrauen mußten ungefreiet bleiben, Pf. 73, 63. Siehe, eine Jungfrau ist fchwanger 2c., Esa. 7, 14. Matth.
1, 23.
Vergißt doch eine Jungfrau ihres Schmuckes nicht, Ier. 2, 32. Ihre Jungfrauen sehen jämmerlich, und sie ist betrübt, Klagel.
1, 4. hängen ihre Häupter zur Erde, Klagel. 2, 10. Sie haben die Weiber zu Zion geschwächt, und die Jungfrauen
in den Städten Iuda, Klagel. 5, 11. Heule, wie eine Jungfrau, die einen Sack anlegt um ihnn " Bräutigam, Joel 1, s.
Ihre Jungfrauen werden seufzen, Nah. Z, 3.
Wer Gewalt übet im Gericht, der ist eben als ein Hofmeister,
der eine Jungfrau schändet, die er bewahren soll, Sir.
20, 4. Und ist (ein kranker Reicher) wie ein Verschnittener, der bei
einer Jungfrau liegt und seufzet, Sir. 30, 21. Das Himmelreich wird gleich sein zehen Jungfrauen, Matth.
25, 1. Philippus hatte vier Töchter, die waren Jungfrauen, und weis-
fageten, AG. 21, 9.
So eine Jungfrau freiet, sündiget sie nicht, 1 Cor. 7, 23. Und beschließt solches in seinem Herzen, seine Jungfrau also
bleiben zu lassen, der thut wohl, 1 Cor. 7, 37. (Vnfern näm-
Uch sie sich es nuch gefallen läßt, und die Gabe hat.)
§. 2. Die löbliche Sitte, daß bei den Inden die Inngfranen nicht viel nnter die Lente gehen durften, 2 Macc. 3, 19. damit sie nicht mit Dina, 1 Mos. 34, 1. welche einige Gespielinnen in Sichem besuchte, ihre Ehre in Gefahr setzen möchten, ist hent zn Tage vergessen; und wie wenige haben Paulus Ermahnung vor Angen, 1 Cor. 7, 34. Die, welche nicht heirathen, sind allerdings (glück-) seliger, d. i. nicht so vielem Ungemach nnterwor-fen, 1 Cor. 7, 40. 12. 26. besonders znr Zeit der Verfolgnngen, wie denn auch Panlns um der bevorstehenden Noth willen den ledigen Stand vorzieht, v. 26.
8. 3. II) Die Kirche. * III) Eine jede fromme und gläubige Seele, welche von Herzen rein, sowohl in der Lehre und Gottesdienst, als auch im Leben. Die sich heilig halten, von der Welt, dem Teufel und eignem Fleisch losgerissen, ihrem Bräutigam Christo, welcher sie mit dem unverweslichen Kranz begnadigt, 1 Petr. 5, 4. nachfolgen. (S. Fleck z. 3.) Zach. 9, 17. ** Es liegt in diesem Bilde die ernsteste Mahnung zur Wachsamkeit und zur Rembewahrung des Herzens, damit nicht irgend eine uuheilige Liebe eindringe, welche sich mit der JEsu schuldigen Vrautliebe nicht verträgt. Auch folgt, daß die gegenwärtige Lebenszeit der Brautstand des Christen ist; das zukünftige Leben die Heimholung.
^ Denn ich habe euch vertrauet einem Manne, daß ich eine reine Jungfrau Christo zubrächte, 2 Cor. 11, 2.
«" Und der Jungfrauen (Vf. 45, 15. Hufwärterinnen, ver-sammlnng der Mlker. die noch keine Christen, ader doch Christo können zngeführet werden) ist keine Zahl, Hohel. 6, 7.
Diefe sinds, die mit Weibern nicht befleckt, denn sie sind Jungfrauen, und folgen dem Lamme nach, wo es hingehet, Offb.
14, 4.
z. 4. IV) Eine Stadt oder Volk, die noch nicht eingenommen, überwunden, oder in Feindes Hände gekommen, Esa. 23, 12. c. 47, 1. Das Königreich Israel wird öfters so genannt, nicht allein der Freiheit und Herrlichkeit wegen, da es Niemandem, als GOtt, Unterthan, und in gutem Flor stand, sondern auch, weil es GOtt zu' seiner geistlichen Braut erwählt. Hos. 2, 19. Es war aber eine ErzHure geworden, Ezech. 16, 30. Icr. 3, 9. S. 2 Kön. 19, 21. Efa. 37, 22. Ier. 14, 17. c. 18, 13. c.
31, 4. 21. Klagel. 1, 15. c. 8, 13. Amos 6, 2.
Iungfrauschaft
§. 1. I) Der Stand, in dem sich diejenige befindet, die noch mit keinem Manne zn thuu gehabt; welche, wie Maria, Luc. 1, 34. vou keinem Manne weiß.
IephthaZ Tochter will ihre Iungfrauschaft (nicht ihr junges Ltben) beweinen, Richt. 11, 37. 38. (S. Gelübde z. 4.)
z. 2. II) Das Zeichen, woraus man geschlossen, daß eine Dirne eine unberührte Jungfer gewesen, 5 Mos. 22, 15. 17. I^intsa inlöota sanFuius rnpti