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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Kämmerer ? Kampf.
Y39
Vathseba ging zu David m die Kammer, 1 Kon. i, 15. Benhadad flöhe von einer Kammer in die andere, 1 Kön. 20,
30. Zedekia, c. 22, 25. Die Frau von Sichem machte Elisa eine Kammer, 2 Kön. 4,
10. 11.
Und unsere Kammern voll seien, die herausgeben können einen
Vorrath nach dem andern, Ps. 144, 13. Durch ordentliches Haushalten werden die Kammern voll aller
köstlicher liebreicher Reichthümer, Sprw. 24, 4. Siehe, er ist in der Kammer; so glaubet es nicht, Matth.
24, 36.
* Was ihr höret ins Ohr in den Kammern, das wird man auf den Dächern predigen, Luc. 12, 3.
§. 2. III) Hurerei, Ehebruch und dergleicheu wollüstige und ausschweifende Thaten, welche öfters in solchen geheimen Orten begangen werden. Lasset uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen
und Saufen, nicht in Kammern (Geilheit) und Unzucht lc.,
Röm. 13, 13.
§. 3. IV) Der ewige Tod, woraus als aus einer innersten Kammer die Verdammten nicht wieder kommen können, Sprw. 7, 27.
§. 4. Ein Bild der himmlischen Gesellschaft, deren die Frommen im Himmel genießen, oder das Evangelium, worin Christus die Schätze der Weisheit und Erkenntniß offenbart, Hohel. 1, 4. c. 3, 4. V) Der Ort der Seligen. Der Leib ruht im Grabe und die Seelen sind in GOttes Hand, Weish. 3, 1. und zum völligen Genuß GOttes gelangt. Die richtig vor sich gewandelt haben, kommen zum Frieden, und ruhen in ihren Kammern, Efa. 57, 2.
z. 5. Kämmerlein. Ein solches verborgenes Zimmer brauchte man zum Gebet, Jud. 8, 5. c. 9, 1. 2. und in solche weist uns, Matth. 6, 6. der Heiland, um den Schein der Heuchelei zu vermeiden und ungestört desto inbrünstiger zu sein. Durch eine geistliche Deutung verstehen Einige das Herz, in welchem Christus durch den Glauben wohut. Indessen ist das öffentliche Gebet gar nicht verboten, Matth. 21,13. A.G. 3. 1. Aber nothwendig bleibt immer, auch bei dem öffentlichen Gebet, dieses völlige Hineingehen in sein Inneres und das Verschließen der Augen und Ohren vor allen äußern Zerstreuungen, wenn das Gebet Andacht und Kraft haben soll.
Gehe hin, mein Volk, in deine Kammer lc., Efa. 26, 20. (S. Hingehen.)
Kämmerer
a) Verschnittene Hofdiener und Kammerpagen, Esa. 39, 7. t») ein vornehmer Bedienter, 2 Kön. 8, 6. c. 20,18. c. 24, 12. Ier. 38, 7. Dan. 1, 3. A.G. 8, 27.
PharaonZ Kämmerer (Hauptnmun der Trabanten), 1 Mos. 37, 36.
Kampf, Kämpfen"
z. 1. Das Fechten, Rmgen und Wettlaufen war ehedem, besonders in den olympischen Spielen gewöhnlich, wo die Ueberwinder mit besondern ausgesetzten Belohnungen beehrt wurden. Wer also ein guter Streiter Christi, 2 Tim. 2, 3. sein will, der muß mit unermüoetem Eifer und solchem ernsten Fleiße, wo man alle Kräfte daran setzt, streiten, im Kreuz geduldig, in Beschützung der Wahrheit eifrig und standhaft und besonders wider die geistlichen Feinde, mit den geistlichen Waffen angethan, nicht weichen, bis er den Sieg davon trägt.
Und pranget im ewigen Kranz, und behält den Sieg des keuschen
Kampfs, Weish. 4, 2. Und habet denselbigen Kampf (Gefahr), welchen ihr an mir
gesehen habt, und nun von mir höret, Phil. i, 30. vergl.
A.G. io, 22 fs.
Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leb?n, 1 Tim. 6, 12.
Ich habe einen guten Kampf geta'mpft. ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten, 2 Tim. 4, 7.
Gedenket aber an die vorigen Tage, in welchen ihr erleuchtet, geduldet habet einen großen Kampf des Leidens, Ebr.
10, 32.
Und lasset uns laufen durch Geduld in den Kampf, der uns
verordnet ist, Gor. 13, 1. "Du hast mit GOtt und mit Menschen gekämpfet, und bist
obgelegen, 1. Mos. 32, 26. Hos. 13, 4. 5. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darob
kämpfen, Joh. 18, 36. Ich ermähne euch, daß ihx mir helfet kämpfen mit Beten für
mich zu GOtt, Röm. 15, 30. Ein Jeglicher, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges: Jene
also, daß sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber
eine unvergängliche, 1 Cor. 9, 25. Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, Gvh.
«, 12. Und so Jemand auch kämpfe, so wird er doch nicht gekrönet, er
kämpfe denn recht, 2 Tim. 3, 5. Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden, über dem
Kämpfen wider die Sünde, Ebr. 18, 4. Daß ihr ob dem Glauben kämpfet, der einmal den Heiligen
vorgegeben ist, Vr. Jud. v. 3.
§. 2. Die. welche von dem Gesalbten den Namen haben, schwören in der Taufe zur Blntfahne ihres Herzogs der Seligkeit, und müssen also nner-müdet wider den Fürsten der Finsterniß, Eph. 6, 12. 1 Petr. 5, 8. nebst seiner Braut, die im Argen liegt, 1 Ioh, 5, 19. Iac. 4, 4. Joh. 15, 19. und ihr eignes verderbtes Fleisch und Blut, Gal. 5,17. Rom. 7, 32. 23. in Waffen stehen, Eph, 6, 11. 13. 16.17. wachen, 1 Petr. 5, 8. beten, Matth. 26, 41. die fleischlichen Lüste unterdrücken, 1 Cor. 9, 27. wenn sie anders GOttes Befehle, 1 Tim. 6, 12. Iac. 4, 7. nachleben, ihren Bernf abwarten, Ebr. 12, 1. und den Sieg nebst der unvergänglichen Krone, 1 Cor. 9, 25. Iac. 1, 12. Offb. 2, 10. ritterlich erfechten wollen. Unter allen Feinden ist die inwohnende Sünde unser gefährlichster Feind, weil 1) wir ihn in unserm Busen tragen; 2) weil er uns durch seine Schmeicheleien so einnehmen kann, daß wir uns gegcn ihn nicht wehren; 3) weil wir erst uns selbst wehe thun müssen, ehe wir ihm beikommen können; 4) weil er immer wieder zu Kräften kommt, ob wir schon eiuige Siege wider ihn erhalten haben, und 5) weil durch diesen innern Feind alle äußern Feinde, als durch ihren Alliirten, erst ihren Reiz und ihre Macht über uns gewinnen, ohne ihn nichts wider uns vermöchten.
8. 3- Zur Führung dieses Kampfs ist besonders dreierlei nöthig: a) eine geistliche Stärke, die man aus der Fülle JEsu Christi nehmen muß, Esa. 45, 24. b) ein tapferer Muth, welchen gleichfalls der Geist JEsu Christi in der Seele wirken muß, und c) bewährte Waffen, Eph. 6,10?18. wo Paulus sowohl die Vertheidigungs-, als die Angriffswaffen des christlichen Kriegers vom Kopf bis zum Fuß beschreibt (vergl. Luther IX. 426-489. Namlmchs Kl. Schr. Luth'. 739?798.); a) der Gurt der Wahrheit, bedeutet alles rechtschaffene Wesen und den Ernst im Kampf (oder vielmehr das einfältige Halten an der lautern evangelischen Wahrheit, als einziger Regel); ö) der Krebs (0. i. der eiserne Panzer vom Hals bis unter die Rippeu, welcher das Herz verwahrt) der Gerechtigkeit zielt auf ein unbeflecktes Gewissen, oder auf die Zuversicht, daß wir durch Christum vor GOtt gerecht sind, 1 Tim. 1, 18.19.; 0) an Beinen gestiefelt, mit dem Evangelium des Friedens, man muß friedfertig sein gegen Jedermann und gern etwas leiden. Das Ziel unsers Handelns muß sein, Andern das Heil durch das Evangelium zu bringen; el) der Schild des Glau-