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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Klingen ? Klugheit.
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z. 2. III) Kostbare Geschenke zur Zierde und Gebrauch des Gottesdienstes, Luc. 21, 5. Und ucrte dich mit Kleinodien, Ezech. 16, 11. mit allerhand Zierrathen, d. i. ich habe dir unzählige Wohlthaten erwiesen, und dich mit einem reinen und zierlichen, ja prächtigen Gottesdienst versehen, v. 39.
z. 3. IV) Siegeszeichen oder Belohnung, welche die, so sich in deu olympischen Spielen ritterlich hielten, erlangten. Ein Bild der Gnadenbelohnung GOttes, welche im ewigen Leben den rechten Streitern Christi zu Theil wird.
Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken (in die Wette) laufen, die laufen Alle, aber Einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet, 1 Cor. 9, 24.
Und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung in Christo IEsu, Phil. 3, 14.
Klingen
I) Einen Ton und Schall von sich geben, 1 Chr. 16, 19. c. 17, 42. Sir. 39, 20. II) vor Furcht und Schreckeu sausen, Ier. 19, 3.
Und hätte der Liebe nicht, so wäre ich eine klingende Schelle, 1 Cor. 13, 1.
Klippe, s. Kivfe Klitschen
Mit den Händen, Ezech. 25, 6. (S. Klappen.)
Klobe
Mit einem solchen Werkzeuge, zum Vogelfaug gebraucht, Ier. 5, 26. wird ein falsches Herz verglichen, Sir. 11, 31.
Klopfen
a) An der Thür, Luc. 13, 25. U.G. 12, 16. b) einen schlagen, damit er aufwache, Sprw. 23, 35.
Klotz
Ein GLtze, Esa. 44, 19. c. 45, 20
Kluft
I) Höhlen und verborgene Gänge in den Bergen,
'cht. 6, 2. 1 Sam. 13, 6. Esa. 2, 19. Obad. 3.
Joh. 11, 38. Ebr. 11, 38. Offb. 6, 15. II) Der
großen Höhe und Tiefe Raum zwischen den Seligen
uud Verdammten, Lnc. 16, 26. vergl. Esa. 30, 33.
Klug
z. 1. I) Eigentlich wer in seinen Sachen vernünftig und vorsichtig handelt, so daß ihn dessen, was er gethan, nicht gereut. II) welcher eine Wissenschaft, Weisheit in menschlichen und göttlichen Dingen hat.
Das Weib von Thekoa, 2 Sam. 14, 2. David, 1 Sam. 18,
5. 30. Salomo, 1 Kon. 2, 3. Hiskia, 2 Kön. 18, 7. Sa-
charja, 1 Chr. 27, 14. Daniel, c. 1, 4. Daß es ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte, 1 Mos.
3, S. (So hatte der Teufel die Worte verkehrt, v. 5.) Was bedarf GOtt eines Starken, und was nützet ihm ein
Kluger? Hiob 22, 2. Siehe, ihr haltet euch Alle für klug (ihr sehet e« Alle vor
Äugen), Hiob 27, 12. Wo wärest du, wie ich die Erde gründete, sage mirs, bist du
so klug? Hiob 38, 4. Der HErr schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder,
daß er sehe, ob Jemand klug sei, und nach GOtt frage,
Pf. 14, 2. Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug
werden, Ps. 90, 12. vergl. 1 Cor. ?, 31. Merket doch ihr Thoren ? wann wollt ihr klug werden? Ps.
94, 6.
Ich bin klüger, denn die Alten, denn ich halte deine Befehle, Ps. N9, 100. vergl. 1 Cor. 15, 10.
Vüchner'Z Hand-Coucord.
Dem Wort macht mich klug, Ps. 119, 104.
Merket auf, daß ihr lernet und klug werdet, Sprw. 4, 1.
Wer im Sommer sammelt, Sprw. 10, 5. wer seine Lippen
hält, v. 19. wer sich gerne läßt strafen, c. 12, 1. c. 15, 5.
32. ist klug.
Ein Kluger thut Alles mit Vernunft, Sprw. 13, 16. Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seinen Weg merket,
Sprw. 14, 8. vergl. Eph. s, 15. Ein kluges Herz handelt bedächtiglich, Sprw. 15, 14. Der Weg des Lebens gehet überwärts klug zu machen, Sprw.
15, 24.
Wer klug ist, liebet sein Leben, Sprw. 19, 8. Wer geduldig ist, der ist ein kluger Mensch, Sprw. 19, 11. Kluge Redner, Gsa. 3, 3. (21.: Zauderer, weil von rerdordentn
Zelten die tleoe, wo es an ynten und bösen Mitteln werde
fehlen.) Zum Reichthum hilft nicht klug sein, Pred. 9, 11. (S. Gliick
8. 2.)
Ist denn kein Rath mehr bei den Klugen? Ier. 49, 7. Die Weisheit macht recht kluge Leute, Sir. 1, 24. Wenn die Gewaltigen klug find, so gedeiet die Stadt, Sir.
10, 3.
Ein kluger Mann ist lieb und werth bei Fürsten, Sir. 20, 29.
0 wie sein steht es, wenn die Alten klug, Sir. 25, e. Wohl dem, der klug ist, Sir. 29, 12.
Darum seid klug (uorfichtiy, lit fonders Ungemach zn vermeiden),
wie die Schlangen (welche in Gefahr Vornehmlich nnf ihren
Kopf sollen bedacht sein), Matth. 10, 10. Als mit Klugen rede ich, richtet, was ich fage, 1 Cor. 10, 15.
vergl. c. 2, 15. Da ich ein Kind war ? und war klug wie ein Kind, 1 Cor.
13, 11. Ihr vertraget gerne die Narren, weil ihr klug seid, 2 Cor.
11, 19.
§. 2. III) Künstlich zn überreden ausgesonnen und eingerichtet, 1 Cor. 1, 17. 2 Petr. 1, 16. IV) der anf alle Vortheile zu seinem Nutzen abgerichtet.
Und der HErr lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich gethan, denn die Kinder dieser Welt sind klüger, denn die Kinder des Lichts, Luc. 16, 8.
§. 3. Sich klug dünken ist eine Einbildung,
die viel Schaden nach sich zieht.
Wehe denen, die bei sich selbst weife sind, und hatten sich selbst für klug, Efa. s, Ii.
Laß dich nicht zu klug dünken. Jedermann zu tadeln, Sir. 6, 2.
Laß dich nicht klüger dünken, denn die Alten (weiche nicht »on dem Unterricht der Alten), Sir. 8, 11.
Ich preise dich Vater ? daß du solches den Weisen und Klugen (die es sich zu sein geditnken lassen) verborgen hast «., Matth. 11, 25.
Haltet euch nicht selbst für klug, Röm. 12, 17.
Wir sind Narren um Christi willen; ihr aber seid klug in Christo, 1 Cor. 4, 10. vergl. c. 3, 18.
Klugheit, s. Klug
z. 1. I) Die natürliche ist eine solche Geschick-lichkeit des Gemüths, daß man die rechten Mittel zn einer Sache aufzusuchen und seine Handlungen so einzurichten wisse, daß man seinen Zweck erlangen und also seinen und Anderer Nutzen auf eine rechtmäßige Art befördern möge. (Wie Abigail
1 Sam. 25, 14 ff.) Die weltliche Klugheit, d. i. welche bloß irdische zeitliche Zwecke, Wohlleben, Gewinn und Ehre sich vorsetzt und dabei in der Wahl der Mittel nicht gewissenhaft ist, hat folgende Fehler: 1) sie kann sehr schwer neben der wahren Aufrichtigkeit bestehen, 2) sie ift schwer zu erlangen, 3) sie hat keine gewissen und untrüglichen Grundsätze, 4) und die größte Klugheit kann sich keine?: glücklichen Fortgang ihres Vornehmens versprechen, ja sie ist der unglückseligste Selbstbetrug, indem sie den Menschen um die wahren ewigen Güter bringt. Die fleischliche Klugheit, wo das Gemüth immer mehr aufs Böse abgerichtet und von der Demuth, Selbstverleugnung und Nachfolge Christi immer abgeneigter gemacht wird, ist ein gewaltiges Hinderniß in der Bekehrung. II) Die geistliche ist eine aus GOttes Wort gefaßte, lebendige Erkenntniß der
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