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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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3u3 ? Lust.
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baher das natürliche Mißtrauen, das Menschen gegen einander haben. Man soll nicht anf Menschen sein Vertranen setzen, Ps. 146, 3. Ps. 118, 8. 9. Ps. 62, 10. Ueberdies fehlt es den Menschen bald am Können, bald am Wollen.
z. 3. II) Ein Prahler, der viel verspricht und nichts hält, Sir. 4, 33.
Einen Menschen lüftet seine Wohlthat (der aute Wille eines Men-schen, Gnles zu thun, ist seine Wohlthut, da er es nicht thätig auszuführen Vermag); und ein Armer (der gerne mehr Gutes thun wollte, aber es nicht vermag) ist besser, denn ein Lügner (der viel verspricht und nichts hält), Sprw. 19, 22.
z. 4. GOtt wird lästerlich zum Lügner gemacht, wenn der Mensch, der in seinem Gewissen überzeugt, daß IEsns Christus GOttes Sohn sei, dem Zeugniß widerspricht, und das Siegel, nämlich den heiligen Geist, nicht empfängt, Joh. 3, 33. 36. c. 7, 17. und Christus von dem, der da sagt, er habe keine Sünde, weil er so durch eigne Gerechtigkeit selig werden will, da doch Christus allein unsre Gerechtigkeit ist. Wer GOtt nicht glaubet, der macht ihn zum Lügner, denn er
glaubet nicht dem Zeugniß, das er zeuget von seinem Sohne,
1 Joh. 5, 10. So wir sagen, wir haben nicht gesündiget, so machen wir ihn
zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns, i Joh. i, 10.
Lus
Mandeln. 1) Eine Stadt der Kinder Josephs, Ios. 16, 2. 1 Mos. 28, 19. 2) der Hethiter, Nicht. 1, 26.
Lust
z. 1. Diese angenehme Empfindung entsteht,
wenn die (s.) Begierden der Seele gestillt werden;
dieses aber geschieht entweder durch Hoffnung oder
wirkliche Erlangung einer Sache. (S. Freude,
Augenlust :c.)
§. 2. I) Von Menschen. Wer sein innigliches
Seelenvergnügeu a) an GOtt, dem unerschöpflichen
Vruunen alles Vergnügens, und b) an seinem
Worte,* woraus Geist und Leben quillt, sucht, der
hat eine heilige Lust, Esa. 58, 14. 5 Mos. 28, 47.
Dann wirst du deine Lust haben an dem Allmächtigen, Hiob 22, 26.
Wie kann er an dem Allmächtigen Lust haben, und GOtt etwa anrufen? Hiob 27, 10. (Will er etwa ? wenn er todt und vor GOtt« Gericht soll «.)
Habe deine Lust an dem HErrn, der wirb dir geben, was dein Herz wünschet, Pf. 37, 4'.
Wir warten auf dich, HErr ? des Herzens Lust stehet zu deinem Namen, Esa. 26, 8.
Wer GOtt dienet mit Lust, der ist angenehm, und sein Gebet reichet bis an die Wolken, Sir. 35, 20.
* Sondern hat Lust zum Gesetz des HGrrn, und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht, Ps. 1, 2.
Aber die Elenden werden das Land erben und Lust haben in großem Frieden, Ps. 37, 11. vergl. Ps. 119, 165.
Wohl dem, der den HErrn fürchtet^ der große Lust hat zu seinen Geboten, Ps. 112, 1.
Ich habe Lust zu deinen Rechten, Ps. 119, 16. 117.
Zu deinen Zeugnissen, ib. v. 24. Geboten, v. 35. 47. 70.
Ich habe Lust an GOttes Gesetz nach dem inwendigen Menschen, Rom. 7, 22.
§. 3. c) An andern Dingen sein Vergnügen haben. Wie das Herz, so die Begierden. Fromme haben bei ihrem irdischen Vergnügen stets im Gedächtniß Pred. 12, 13. 14. und lasse« Weltkinder immerhin auf ihre Gefahr das Wahl her! aus-fchreien, Weish. 2, 6. Ufia hatte seine Lust an Ackerwerk, 2 Chr. 26, 10. Der nicht Lust hat zu loser Lehre, Pf. 24, 4. Groß sind deine Werke, HErr, wer ihrer achtet, der hat eitel
Lust daran, Ps. m, 2. Wie lange wollet ihr Spötter Lust zur Spötterei haben? Sprw.
1, 22.
Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu thun, Sprw. 12, 12.
Die Frommen haben Lust zu den Frommen, Sprw. 14, 9
Ein Narr hat nicht Lust am Verstande, Sprw. 16, 2.
Wer dazu <fu starkem Getränke) Lust hat, wird nimmer wche,
Sprw. 20, 1. Und alle Lust vergehet (sowohl insgesammt, als auch diejenige, wo-
von 1 Cor. 7, 3. nud 9. steht), Pred. 12, 5. Sie (die «irche N. T.) wird blühen in aller Lust und Freude,
Vsa. 25, 2. Er wird mich ans Licht bringen, daß ich meine Lust an semer
Gnade sehe, Mich. 7, 9. Wer nun Lust hat zur Weisheit, den macht sie zum Herrn,
Weish. 6, 21. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters
Lust wollet ihr thun, Joh. 8, 44. Uebet Jemand Barmherzigkeit, so thue ers mit Lust, Röm. 12, 8.
vergl. 2 Cor. 9, 7. Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christo zu sein, Phil. i, 23.
2 Cor. 6, 8.
z. 4. Lust an seines Feindes Verderben zu sehen, ist nnzulässig, Hiob 31, 29. Sprw. 24, 17. Wenn nun Davids Ps. 54, 9. Ps. 59, 11. Ps. 92, 12. Ps. 118, 7. und des Gottesfürchtigen, Ps. 112, 8. Auge seine Lust daran sieht, so bewundern sie, da sich solche nicht bessern wollen, die gerechte Nache an dem Bösen, und die Gnade, die ihuen GOtt erzeigt, in einer heiligen Freude. (S. Lachen §. 3.) Es ist also nicht Freude aus selbstsüchtiger Nachsucht, sondern aus dem Bedürfniß der heiligen und gerechten Weltordnung GOttes.
Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen; und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird, Pf. 91, 8.
Wir wollen unsere Lust an Zion (weil es GOtt verlassen) sehen, Mich. 4, 11.
§. 5. II) Von GOtt, der ist ein Liebhaber des
Lebens, und hat einen Wohlgefallen an denen, die ihn fürchten. 5 Mos. 10, 15. 1 Kön. 10, 9. Meinest du, daß der HErr Lust habe am Opfer und Brandopfer,
als (wie) am Gehorsam der Stimme des HErrn? i Sam.
15, 22. Ps. 51, 16. Esa. 1, 11. Spricht er aber also: ich habe nicht Lust zu dir; siehe, hier bin
ich. Er mache es mit mir, wie es ihm wohlgefällt, 2 Sam.
lö, 26.
Vr riß mich heraus, denn er hatte Lust zu mir, Pf. 18. 20. Er klage es dem HGrrn, der helfe ihm aus, und errette ihn,
hat er Lust zu ihm, Pf. 22, 9. Sein Zorn währet einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben,
Ps. 30, 6.
So wird der König Lust an deiner Schone haben, Pf. 45, 12. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt,
Ps. 51, 6 (S. Gottesdienst Z. 6.) GOtt hat Lust, auf diesem Berge zu wohnen, Ps. 68, 17. Er hat nicht Lust an der Stärle des Rosses, noch Gefallen an
Jemandes Beinen, Ps. 147, 10. Jud. 9, 13. Denn der HErr hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Buhlen, Esa. 62, 4. Und soll meine Lust sein, daß ich ihnen Gutes thun soll, Ier.
3s, 41.
Ich habe Lust an der Liebe, und nicht am Opfer, Hof. 6, 6. GOtt hat nicht Lust am Verderben der Lebendigen, Weish.
1, 13.
§. 6. Die böse Lust. <Siehc Gelüste.) Die Erblust ist die angeborne Neiguug der durch den Fall verderbten Natur zum Vöseü; die wirkliche, alle unordentliche böse Beweguugen, sündliche Gedanken, Afsecten und Begierden, wodurch des Leibes Glieder zu allerhand Gottlosigkeiten und Wollüsten gemißbraucht werden.
Die reizende Lust verkehret unschuldige Herzen, Weish. 4, 12.
Schöne Weiber haben Manchen bethöiet, und böse Lust entbrennet davon, wie ein Feuer, Sir. 9, 10.
So lasset nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr Gehorsam zu leisten in ihren (seinen von der in» wohnenden Sllnde darin erregten) Lüsten, Röm. 6, 12.
Da wir im Fleisch waren, da waren die fündlichen Lüste (das Wüthen der Sünde, ihre heftigen Lemegungen), welche durchs Gesetz sich erregten, kräftig in unsern Gliedern, dem Tode Frucht zu bringen, Röm. 7, 5.
Ich wußte nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht gesagt hätte: Laß dich nicht gelüsten! ib. v. 7. v ^ > u ,
Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch, sammt den Lüften und Begierden, Gal. S, 24.
Unter welchen wir auch Alle weiland unsern Wandel gehabt ha» ben in den Lüsten unsers Fleisches «., Eph. 2, 2. Tit. 3, 3.