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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Muthnnlle ? Mutter.
Feuer wird euch mit eurem (heftigen) Muth verzehren, Esa.
33, 11.
Siehe, ich will ihm einen andern Muth machen (einen Effect, nämlich die Furcht in ihm erwecken), Esa. 37, 7.
3) Stolzer Muth kommt uor dem Fall, Sprw. 16, 18. Hoffärtige Augen und stolzer Muth ? ist Sünde, Sprw.
21, 4.
Ich mag deß nicht, der stolze Geberden und hohen Muth hat, Pf. 101, 5.
4) Gin guter Muth (1 Tim. 6, 6.) ist ein tägliches Wohlleben, Sprw. 15, 15.
Muthwille
Der böse Eigenwille, und uugezähmte Begierde zu sündigen; eine Frevelthat, die man, zuvor überlegt, thut, Nicht. 20, 6. Gcwalt und Tücke, Efa. 30, 12.
In ihrem Muthwillcn (eignen lülsen Willen) haben fie den Ochsen
(das viel,) verderbet, 1 Mos. 49, 6. Der Gottlose rühmet sich seines Muthwillens, Pf. 10, 3. Erzürne dich nicht über den, dem sein Muthwille lböse Tücke
nnd Wege) glücklich fortgehet, Ps. 37, 7. HErr, laß dem Gottlosen seine Begierde nicht; stärke seinen
Muthwillen nicht (lnß ihn nicht ausbrechen), Ps. 140, 9. Ein Narr treibt Muthwillen, und hat noch dazu seinen Spott,
Sprw. 10, 23. Folge deinem Muthwillen nicht, ob du es gleich vermagst, und
thue nicht, was dich gelüstet, Sir. 5, 2. Die Liebe treibet nicht Muthwillen, 1 Cor. 13, 4. (Sie fährt
nicht nnbedachtsam ;n. 3l.: sie prnnkt und prahlt nicht, gefall-
siicktia und schmeichlerisäi; A.: besonders in eitler Kleider-
pracht.) Es sind etliche Menschen neben eingeschlichen ? und ziehen die
Gnade unsers GOttes auf Muthwillen (zn einem sittenlosen
Leben), Br. Jud. v. 4.
So viel fie sich herrlich gemacht, und ihren Muthwillen gehabt hat, fo viel schenkt ihr Qual und Pein ein, Offb.
18, 7.
So wir muthwillig sündigen ? haben wir fürder kein Opfer für die Sünde (übrig), Ebr. 10, 26.
Mutter
§. 1. I) Ein Weib, welches Kinder empfangen und geboren hat.
Darum wird ein Manu seinen Vater und Mutter verlassen 2c.,
1 Mos. 2, 24. Eph. 5, 31. Matth. 19, 5. Adam hieß sein Weib Heva; darum, daß sie eine Mutter ist
aller Lebendigen. 1 Mos. 3, 20. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du
lange lebest im Lande, das dir der HErr, dein GOtt, giebt,
3 Mos. 20, 12. f. 5 Mos. 5, 16. Sir. 3, 9. Tob. 4, 3. Matth.
15, 4. c. 19, 19. Wer seinen Vater oder Mutter schlägt (ftnchet, u. 17.), der soll
des Todes sterben, 2 Mos. 2l, 15. 3 Mos. 20, 9. Du sollst deines Vaters und deiner Mutter Scham nicht bloßen,
3 Mos. 18, 7. Ein Jeglicher fürchte seinen Vater und seine Mutter, 3 Mos.
19, 3.
Verflucht fei, wer seinen Vater oder Mutter fluchet, 5 Mos.
27, 16.
Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen, Pf. 22, 10. Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der
HErr nimmt mich auf, Ps. 27, 10. Ich ging traurig, wie einer, der Leide trägt über seine Mutter,
Pf. 35, 14.
Meine Mutter hat mich in Sünden empfangen, Pf. 51, 7. Mein Kind, gehorche der Zucht deines Vaters, und verlaß nicht
das Gebot deiner Mutter, Sprw. 1, 6. c. n, 20. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude, aber ein thörichter
Sohn ist seiner Mutter Grämen, Sprw. 10, i. c. 15, 20.
c. 17, 25. Wer Vater verstört, und Mutter verjagt, der ist ein schändliches
und verfluchtes Kind, Sprw. 19, 26. Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, deß Leuchte wird
verlöschen mitten in der Finsterniß, Sprw. 20, 20. (S. Fin-
sterniß §. 6.) Gehorche deinem Vater, der dich gezeuget hat; und verachte deine
Mutter nicht, wenn sie alt wird, Sprw. 23, 22. Laß sich deinen (lebe so, daß sich dein) Vater und deine Mutter
freuen, ib. v. 25. Wer seinem Vater oder Mutter etwas nimmt, und spricht, es
fei nicht Sünde, der ist des Verderbers Geselle, Sprw.
26, 24. Ein Knabe, ihm selbst gelassen, schändet seine Mutter, Sprw.
29, 15. Es ist eine Art, die ihrem Vater flucht, und ihre Mutter nicht
segnet, Sprw. 30, 11. Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet der Mutter
zu gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken, und
die jungen Adler fressen, ib. v. 17. Wie er nackend ist von seiner Mutter Leibe gekommen, so fährt
er wieder hin, wie er gekommen ist, Pred. 5, 14. Der Tag uiüsse ungefegnet sein, darinnen mich meine Mutter
geboren hat, Ier. 20, 14. c. 15, 10.
Vater und Mutter verachten sie, den Fremdlingen thun sie Gewalt und Unrecht, Ezech. 22, 7. Der Sohn verachtet den Vater, die Tochter setzt sich wider die
Mutter ic., Mich. 7, 6. Der HErr will den Vater von den Kindern geehret haben; und
was eine Mutter die Kinder heißt, will er gehalten haben,
Sir. 3, 3. Wer seinen Vater ehret, der wird desto länger leben, und wer
um des HErrn willen gehorsam ist, an dem hat die Mutter
einen Trost, Sir. 3, 7. Ehre Vater und Mutter mit der That, mit Worten und Geduld,
ib. v. 9. Des Vaters Segen bauet den Kindern Häuser; aber der Mutter
Fluch reißet sie nieder, Sir. 3, 11.
Den Vater ehren ist deine eigne Ehre; und deine Mutter verachten, ist deine eigne Schande, ib. v. 13. Wer seinen Vater verläßt, der wird geschändet; und wer
feine Mutter betrübet, der ist verflucht vom HErrn, ib. v. 18. Ehre deinen Vater von ganzem Herzen, imd vergiß nicht, wie
sauer du deiner Mutter geworden bist, Sir. 7, 29. Vergiß nicht deines Vaters und deiner Mutter Lehre, so wirst
du unter den Herren sitzen, Sir. 23, 18. Es schäme sich Vater und Mutter der Hurerei, Sir. 41, 20. Ich bin gekommen, den Menfchen zu erregen wider seinen Vater, und die Tochter wider ihre Mutter, Matth. 10, 35. (S.
Erregen §. 2.) Wer Vater oder Mutter mehr liebet, denn mich, der ist meiner
nicht werth, ib. v. 37. Und wer verläßt tzäufer ? oder Vater oder Mutter «., Matth.
19, 29.
Kann er (der Mensck) auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Joh. 3, 4.
§. 2. Wenn Moses in seinem Abschiedssegcn zeigt, wie die Leviten mit Hintansetzung ihrer eignen Hanshaltung anf GOttes Wort Acht haben und es dem Volke vortragen werden, und also das Ihrige, wenn sie ihr Amt recht verwalten wollen und sollen, versäumen würden, heißt es: Wer (Vevi ist's, der) zu seinem Vater und zu seiner Mutter spricht: Ich sehe fie nicht ? (der im Lehren und Nichten von keiner Verwnndtenlielie oder Parteilichkeit ftch leiten läßt; denn) die halten deine Rede und bewahren deinen Bund (GOtte« Wart und Necht geht ihnen Wer Alle«), 5 Mos. 33, 9.
z. 3. Matth. 12, 48. Wer ist meine Mutter?
Christus fragt nicht aus Verachtung, sondern er zeigt, daß sein Beruf ihm höher stehe, als alle leibliche Verwandtschaft, daß er der Menschheit angehöre; und daß die geistliche Gemeinschaft mit ihm mehr gelte, als die äußere, und Allcu möglich sei; daß z. V. ciue Mutter, die JEsu ähnliche Kinder ziehe, ihm wie seine Mutter gelte.
§. 4. Unter dem Bilde einer liebreichen Mutter stellt sich GOtt selbst vor, Esa. 49, 15. Er hat uns von Mutterleibe an getragen, Esa. 46, 3. (S. Leib z. 4.) zeugt uns durch das Wort der Wahrheit zu Erstliugcu seiner Creaturen, Iac. 1, 18. reinigt uns vou Sünden, Eph. 5, 26. 1 Joh. 1, 7. hebt und trägt uns, Ier. 31, 3. züchtigt, Ebr. 12, 6. tröstet* und bringt uns zur ewigen Ruhe, Weish.
4, 7.
" Ich will euch trösten, wie einer feiue Mutter tröstet, Esa.
66, 13.
z. 5. II) Die, welche man als Mutter halten soll; III) welche Andere als Kinder nährt, Nicht.
5, 7.
Siehe, das ist deine Mutter, Joh. 19, 87. Ermähne die alten Weiber als Mütter, 1 Tim. 6, Z.
z. 6. IV) Würmer, Hiob 17, 14. weil wir vou der Mutter einen Leib, der den Würmern unterworfen, empfangen.
8. 7. V) Die jüdische Republik, weil sie zwei Reiche, Israel und Iuda, gezeugt, Ezcch. 23, 2.