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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Narren.
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überlegen, redet und thut. II) Insbesondere, welcher seiner Seele Wohlfahrt nicht bedenkt, von göttlichen Dingen und Gerichten unverständig urtheilt, Ps. 92, 7. und wenn er auch menschliche Klugheit besitzt, von seinem bösen Willen und Affecten sich hin und her treiben läßt, und in Sünden und Lastern herum wälzt.
Nabal ist ein Narr, wie sein Name heißt, und Narrheit ist bei
ihm, 1 Sam. 25, 25. Errette mich von aller meiner Sünde, und laß mich nicht den
(wie die) Narren (Gottlosen) ein Spott werden, Ps. 39, 9. Denn man wird sehen, daß solche Weisen doch sterben, sowohl
als die Thoren und Narren umkommen, und müssen ihr Gut
Andern lassen, Ps. 49, 11. Daß ich muß ein Narr sein, und nichts wissen und muß wie
ein Thier sein vor dir, Pf. 73, 22. Merket doch, ihr Narren unter dem Volt, Pf. 94, 8. Die Narren, so geplaget werden um ihrer Uebertretung willen,
Pf. 107, 17. Wenn die Narren hoch kommen, werden sie doch zu Schanden,
Sprw. 3, 35. Wer mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr, Sprw.
6, 32.
Und wie zur Fessel, da man die Narren mit züchtiget, Sprw.
?, 22. Auf den Rücken des Narren gehöret die Ruthe, Sprw. 10, 13.
c. 26, 3.
Der Narren Mund ist nahe dem Schrecken, Sprw. 10, 14. Wer verleumdet (wer seinen Nächsten schändet, c. 11, 12.), der
ist ein Narr, ib. v. 18. wer unnöthigen Sachen nachgehet,
Sprw. 12, 11.
Die Narren werden in ihrer Thorheit sterben, Sprw. 10, 21. Ein Narr treibet Muthwillen, ib. v. 23. Ein Narr muß ein Knecht der Weifen sein, Sprw. 11, 29. Wer ungestraft sein will, der bleibet ein Narr (wird endlich n»i«
ein Vieh), Sprw. 12, 1.
Dem Narren gefällt seine Weise wohl, ib. v. 15. Ein Narr zeiget seinen Zorn bald, ib. v. 16. Pred. 7, 10. Das Herz der Narreil ruft seine Narrheit aus, Sprw. 12, 23.
c. 13, 16. Wer der Narren Geselle ist, der wird Unglück haben, ib.
c. 13, 20.
Narren reden tyrannisch, ib. c. 14, 3. Gehe von dem Narren, denn du lernest nichts von ihm, ib. u. 7. Narren treiben das Gefpött mit der Sünde, ib. v. 9. Ein Narr fährt hindurch thürstiglich, ib. v. 16. l.S. Hindurch-
fahren.)
Der Narr lästert die Zucht seines Vaters, ib. c. 15, 5. EZ stehet einem Narren nicht wohl an, von hohen Dingen reden,
Sprw. 17, 7. Was soll dem Narren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, fo
er doch ein Narr ist? Sprw. 17, 16. Es ist ein Narr, der an die Hand gelobet, und Bürge wird für
feinen Nächsten, ib. c. 17, 16. Wer einen Narren zeuget, der hat Grämen; und eines Narren
Vater hat leine Freude, ib. v. 21. Ein Narr wirft die Augen hin und her, ib. v. 24. (S. Geber-
den §. 2.) Ein Narr, wenn er fchwiege, würde auch weise gerechnet, ib.
v. 28. Ein Narr hat nicht Lust am Verstande, fondcrn was in seinem
Herzen steckt (daran, daß er seine« Herzens Begierde läßt aus-
brechen), Sprw. 18, 2. Der Mund des Narren schadet ihm selbst, ib. v. 7. vgl. 2 Sam.
1, 16. Ein Armer, der in seiner Frömmigkeit wandelt, ist besser, denn
ein Verkehrter mit seinen Lippen, der doch ein Narr ist,
ib. c. 19, 1.
Dem Narren stehet nicht wohl an, gute Tage haben, ib. v. 10. Die gerne hadern, sind allzumal Narren, Sprw. 20, 3. Gin Narr verfchlemmet es, ib. c. 21, 20. Rede nicht vor des Narren Ohren; denn er verachtet die Klugheit deiner Rede, ib. c. 23, 9. Weisheit ist dem Narren zu hoch, ib. c. 24, 7. Des Narren Tücke ist Sünde, ib. v. 9. Wie der Schnee im Sommer ? alfo reimet sich dem Narren
Ehre nicht, ib. c. 26, 1. Wie einem Krüppel das Tanzen, alfo stehet dem Narren an von
Weisheit reden, ib. u. 7. Wer einem Narren Ehre anlegt, das ist, als wenn einer einen
Edelstein auf den Rabenstein würfe, ib. v. 8. Wenn du einen siehest, der sich weife dünket, da ist an einem
Narren mehr Hoffnung, denn an ihm, ib. v. 12. Des Narren Zorn ist fchwerer, denn die beide (Stein und Sand),
ib. c. 27, 3.
Wer sich auf sein Herz verläßt, ist ein Narr, ib. c. 28, 2S. Ein Narr schüttet seinen Geist gar aus, ib. c. 29, n. Ein Land wird durch dreierlei unruhig ? Em Narr, wenn er
zu satt ist, ib. c. 30, 22.
Weil es dem Narren geht wie mir; warum hab« ich denn nach
Weisheit gestanden? Pred. 2, ib. Ein Narr schlägt die Finger in einander, und frißt sein Fleisch,
Pred. 4, 5.
Wo viele Worte sind, da höret man den Narren, Pred. S, 3. Des Narren Herz ist zur Linken, Pred. 10, 2. EZ ist ein Unglück ? daß ein Narr sitzet in großer Würde,
ib. c. 10, 5. 6.
Ein Narr machet viele Worte, Pred. 10, 14. Die weifen Räthe Pharao sind im Rath zu Narren geworden,
Efa. 19, ii. 13. Sie (die Glltzen verehren) sind allzumal Narren und Thoren,
Ier. 10, 8. Ingleichen Götzenmacher, ib. v. 14. Die Propheten sind Narren (au, GOttee Verhiingniß und Strafe)
geworden, Hos. 9, 7. Wir Narren hielten sein Leben für unsinnig, und sein Ende für
eine Schande, Weish. 5, 4.
Diene einem Narren in seiner Sache nicht, und siehe seine Gewalt nicht an, Sir. 4, 32. Mit Narren halte keinen Rath, ib. c. 8, 20. Ein Narr rückt es einem unhöflich auf, ib. c. 18, 18. Ein Narr bricht heraus, wie ein zeitiges Kind heraus will,
ib. c. 19, 11. Ein weiser Mann schweiget, bis er seine Zeit erflehet; aber ein
jäher Narr kann die Zeit nicht erharren, ib. c. 20, 7. Des Narren Geschenk wird nicht viel frommen, ib. v. 14. Der Narr klaget: mir ist Niemand treu, ib. v. 17. Wenn ein Narr schon etwas Gutes redet, so taugt es doch nicht,
ib. v. 22.
Des Narren Rede siehet wie ein eingefallenes )aus, ib. c. 21, 21. Ein Narr läuft frei einem ins Haus, ib. v. 24. guckt frei einem
zum Fenster hinein, ib. v. 25. Die Narren haben ihr Herz im Maul («den ««bedachtsam und
ohne Verstand), ib. v.28. Ein Narr lacht überlaut, ib. v. 29. Wer einem Narren lehret, der flickt Scherben zusammen,
ib. c. 22, 7. Ueber einen Narren sollte man trauern, daß er keinen Verstand
hat, ib. v. 10. 13.
Des Narren Leben ist ärger, denn der Tod, ib. v. 12. Rede nicht viel mit einem Narren, ib. v. 14. Wie will man einen Narren anders heißen, denn Blei, ib. u. 17. Drei Stücke sind, denen ich von Herzen seind bin ? wenn ein
alter Narr ein Ehebrecher ist, ib. c. 25, 3. 4. Ein Narr ist wandelbar, wie der Mond, ib. c. 27, 12. Des Narren Herz ist wie ein Rad am Wagen (unbeständig),
ib. c. 33, 5.
Narren verlassen sich auf Träume, ib. c. 34, i. Wer aber sagt: du Narr, der ist des höllischen Feuers schuldig,
Matth. 5, 22. (S. Fener ß. 5.) Ihr Narren und Blinden, was ist größer, das Gold oder d«
Tempel, der das Gold heiliget? Matth. 23, 17. Ihr Narren, meinet ihr, baß inwendig rein sei, was auswendig
rein ist? Luc. 11, 40. Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern,
Luc. 12, 20. Da sie sich für weise hielten, find sie zu Narren geworden, Röm.
I. 22.
Du Narr, das du säest, wird nicht lebendig, es sterbe denn,
i Cor. 15, 36. Ihr vertraget gerne die Narren, weil ihr klug seid, 2 Cor.
II, 19.
z. 2. Ier. 10, 21. Die Hirten find zu Uarren
geworden, d. i. fleischlich gesinnt, wie das unvernünftige Vieh, das nur auf den Bauch sieht, s. Hos. 4, 8. Mich. 3, 5. Gzech. 13, 19.
8. 3. Wer sich weise dünket, der soll ein Narr werden, 1 Cor. 3, 18. (S. Geist z. 6.) (Er er-kenne seinen Dünkel für Thorheit, verlerne seine zum Heil nichts helfende Weltweisheit und trage die Schmach, alss Thor zu erscheinen.)
§. 4. Nach dem Urtheil der närrischen Welt erscheinen die Apostel 1 Cor. 4, 10. als Narren, weil sie an den Gekreuzigten glaubten, und das Wort vvm Kreuz Predigten, welches mit nichts als Schmach und Elend verknüpft war; das wa? aber die rechte göttliche Weisheit, Eph. 3, 19.
Ich bin ein Narr geworden über dem Rühmen, 2 Cor. 12, 11. (Nothgeorungen, um mich gtgen Vernnglimpfunyen zu schützen, habe ich mich selbst gerühmt, wiewohl ich das SelbstrUhmen fUr Nnrrheit erkenne.) (S. Albern §. 2.)
Narren
a) Ungeschickt reden, b) eine Thorheit begehen und sich das Leben verkürzen.