Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Nem ? Neu
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Nein, s. Ja Nennen
Und nannte das Licht Tag, i Mos. i, h.
Das ist mein Name, dabei man mich nennen soll für und für,
2 Mos. 3, 15. Nenne mir einen; was gilts, ob du einen findest (der sich fiir
unschuldig llnsgitdt), Hiob 5, i. Er (Christus) wird mich nennen also: du bist mein Vater, Ps.
89, 27.
Nenne die Klugheit deine Freundin, Sprw. ?, 4. Und dem Erlöser ? der aller Welt GOtt genannt wird, Esa.
54, 5.
Wir sind ja nach deinem Namen genannt, HErr Zebaoth, Ier.
15, 16. So nun David ihn einen (und zwar seinen) HErrn nennt, wie
ist er denn sein Sohn, Matth. 22, 45. Da ward sein Name genannt IEsus, Luc. 2, 21. In Isaac soll dir dein Name genannt sein, Rom. 9, ?.
1. Ner; 2. Nereus
1) Licht. Ein Sohn Abiels, 1 Sam. 14, 50. 2) Niedriger, ein Gläubiger zn Nom, Röm. 16, 15.
Nergel
Ein Götze der Chutäer, welcher nach den Rab-binen, unter der Gestalt eines Hahns oder Henne verehrt wurde. Andere richt.: der Planet Mars, 2 Kon. 17, 30.
Nesseln
Hiob 30, 4. N. A.: Melde, eine wildwachsende, den Armen als Gemüse dienende Pflanze. Ein Bild a) der Verwüstung, Esa. 34, 13. Hos. 9, 6. b) ein Zeichen der Faulheit.
Und siehe, da waren eitel Nesseln darauf (auf dem Äcker des Faulen) und stand voll Disteln, Sprw. 24, 31.
Nest
I) Eines Vogels, Ps. 84,4. Esa. 16, 2. II) Wohnung der Menschen, vornehmlich die nach Art der Raubvögel, welche ihre Nester auf hohe Felsen baueu, in der Höhe gebaut, Sir. 26, 28. III) Die ^uugen, welche im Nest ausgebrütet wordeu, Luc. 13, 34.
1) Des Adlers, Hiob 39, 27.
Wie ein Vogel ist, der aus seinem Neste weichet, also ist der, so
aus seiner Stätte weichet, Sprw. Z7, 8. Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel
haben Nester, Matth. 8, 20.
2) Fest ist deine Wohnung, und hast dein Nest in einen Fels gelegt, 4 Mos. 24, 21.
Ich dachte: ich will in meinem Nest ersterben, Hiob 29, 18. Wenn du gleich dein Nest so hoch machtest als der Adler lc.,
Ier. 49, 16. Obad. 4. Wehe dem, der da geizet zum Unglück seines Haufes; auf daß
er sein Nest in die Höhe lege, daß er dem Unfall entrinne,
Hab. 3, 9.
Nethinim
Gegebne, an den Tempel Neb erlassen e; Kuechte, die zu deu niedern Tempeldiensten gebraucht worden; wozn zuerst die Gibeomteu gehörteu, Ios. 9, 21. 1 Chr. 10. 2.
Netz
z. 1. I) Das Werkzeug, womit man Fische, Vögel :c. fängt, Hiob 40, 26. Das Gegitter wie ein Netz (das man rings um den Altar setzen
Konnt«), 2 Mos. 27, 4. c. 38, 4.
Es ist vergeblich das Netz auswerfen vor den Augen der Vögel,
Sprw. i, 17. Vald verließen sie ihre Netze, und folgeten ihm nach, Matth.
4, 20. Das Himmelreich ist gleich clnem Netz (d. i. das Eunngelinm),
ib. c. 13, 47. Werfet euer Netz aus, daß ihr einen Zug thut, Luc. 5, 4.
z. 2. II) So viel als Aergerniß §. 2., Pred. 7, 27.
Sie werden euch zum Strick und Netz dienen, Ios. 33, 13. Pf.
141, 10.
8. 3. III) Hinterlistige Nachstellungen, Ps. 9, 16. Ps. 35, 7. 8. Ps. 57, 7. Ps. 140, 6. und Gefahr, 1 Sam. 28, 9. Stricke des Teu^'ls, Hiob 18, 8.
Er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen, Pf. 25, 15.
Du wolltest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellt haben,
Ps. 31/5. Wer mit seinem Nächsten heuchelt, der breitet ein Netz zu seinen
Fußtapfen, Sprw. 29, 5.
§. 4. IV) Von GDtt zeigt es seine harte Strafe und Heimsuchung an, der die Bösen nicht entfliehen können, Klagel. 1, 13. Ezech. 12, 13. c. 32, 3. Hos. 7, 12.
Neu
z. 1. I) Im Gegensatz seiner selbst; a) in Ansehung der Zeit und des Urspruugs, b) der Beschaffenheit und des Gebrauchs, gut, ganz und un-versehrt, c) der immerwähreudeu Wiederholung. II) Im Gegensatz des Vorhergegangeneu, 1) das zuvor seiues Gleichen nicht gehabt, was sich zuvor niemals zugetragen, gesehen uuo gehört wordeu, Gsa. 48, 6. 2) was von dem Vorhergehenden verschieden, ein Anderes. Gin ganz besonders wuudervolles und unerhörtes Neues ist die Menschwerdung des Sohnes GOttes, Ier. 31, 22. (S. Mann §. 6.)
n) Neue Götter (welche nicht ewig, ftnderu von Menschen in der
Zeit aemacht), 5 Mos. 32, 17. A.G. 17, 18. Neues Grab, Matth. 27, 00. Lehre, A.G. 17, 19.
b) Neue Lappen, Marc. 2, 21. Schläuche, Luc. 5, 38.
c) Sondern sie (die Barmherzigkeit) ist alle Morgen neu und deine Treue ist groß, Klagel. 3, 23.
1) Wird aber der KErr etwas Neues (Urdernntiirliches) fchaffen, 4 Mos. ift, 30.
Ein Neues hat GOtt erwählet (er sing etwas Ueues an), Nicht.
5, 8.
Und geschieht nichts Neues unter der Sonne, Pred. 1, 9. 10. Siehe, was kommen soll, verkündige ich zuvor, und verkündige
Neues, Efa. 42, 9. Pflüget ein Neues (sangt ein neues Eeden an), Ier. 4, 3. vergl.
Hof. 10. 12.
2) Ein neuer König, 2 Mos. 1, 6.
Du sollst mit einem neuen Namen <der Christen) genannt werden, Esa. 62, 2.
z. 2. Neues und Altes, Matth. 13, 52. (S. Altes unb Neues.)
§. 3. Siehe, ich mache Alles neu, Ofsb. 21, 5. Es ist nicht die Rede von der groben Chiliasten Wiederbringnng aller Dinge (denn von solcher Wiederherstellung aller Creaturen, auch der Verdammten, steht in der heiligen Schrift nichts); sondern, wie mau durch das Mittleramt dessen, der als Priester und König mit Austheilung seiner Gnade, besonders Vergebuug der Süudeu, herrscht, 1 Cor. 15, 25. zum völligen Seelenwohlstaud nud in das ncne Jerusalem, 2 Petr. 3, 13. komme (s. das Alte), vergl. 2 Cor. 5, 17.
Die Lehre von der Wiederbringuug aller Diuge ist auch in neueren Zeiten wieder mit einer gewissen Dreistigkeit und Süffisance behauptet worden, anstatt daß man mit Furcht und Zittern daran gehen sollte. Einmal kann man keine Schriftstellen vorbringen, in welchen klar und ruud heraus es afftrmirt würde, daß alle Verdammten und auch der Teufel mit alleu bösen Engeln einst begnadigt und zu derselben Seligkeit wie die Bekehrten gebracht werden sollen. Alle Stellen, welche die Apo-katastatiker zum Beweis auführen, als A.G. 3, 21. R'öm. 5, 18. 19. c. 8, 19. 1 Cor. 15, 25. Col. 1, 20. 1 Joh. 3, 8. Ebr. 9, 26. Offenb. 5, 13. nud
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