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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Opfern.
3. 4. vergl. 51, 22. 23., wle auch das Leiden des Gottesknechtes, Ief. 53. als stellvertretend beschrieben wird. David bittet Ps. 51. offenbar zuerst um Begnadigung, um Tilgung der Schuld; dann hofft er es zur Heiligung zu bringen; und im N. T. wird überall aus der Rechtfertigung die Heiligung abgeleitet, nicht nmgekehrt, Rom. 6,1. 1 Cor. 1, 30. 2 Cor. 5, 14.15. 1 Petr. 2, 24. 1 Joh. 4, 19. und der Geist des Alterthums dachte sich in den Opfern immer einen objectiven, außer dem Menschen liegenden Grnno der Versöhnung; so auch die jüdische Nation.
" Brand-, Speis-, Sund-, Schuld-, Dank-, Füll-, Verfühnopfer, Zehnten, Osterlamm, Erstgeburt.
H. 3. Die Opfer mußten ohne Fehl sein, 3 Mos. 1, 3. 5 Mos. 17, 1. und wenn solche mit Aufopferung des Herzeus und im Glauben an den Messias geschahen, waren sie angenehm. Wie denn GOtt selbst vom Himmel einige angezüudet: Adels, 1 Mos. 4, 4. NoahZ, c. 9, 21. Abrahams, c. 15, 17.
Moses und Aarons, 3 Mos. 9, 24. Gideons, Richt. 6, 21.
McmoahZ, c. 13, 19. 20. Eliä, 1 Kon. 18, 38. Davids,
i Chr. 22, 26. Salomons, 2 Chr. 7, i.
§. 4. II) Christus, das allervollkommenste und hinlänglichste, einige Versöhnungsopfer für aller Welt Sünde von unendlicher Kraft und Gültigkeit, Gbr. 10, 12. und aller Opfer A. T. Erfüllung oder Vollendung. Versteht mau uuter Opfer das zu todtenoe Opserthicr, so heißt Christus nur eigentlich so; versteht man aber darunter den wahren, vor GOtt ewig geltenden Grnnd unserer Verso'hmmg, so ist Christus allein das wahre Sühnopfer. (S. Blut, Erlöser und Versöhnung.)
Versammelt mir meine (begnadigte) Heiligen, die den Bund mehr
achten, denn Opfer (die einen sund mit mir machen, der auf
dem Opfer Ghrilii befiehl), Ps. 50, 5. Und wandelt in der Liebe, gleich wi« Christus nn3 hat geliebet,
und sich selbst dargcgeben für uns zur Gabe und (Schlacht-)
Opfer, GOtt zu einem fiißen Geruch, Eph. 5, 2. Aber fie selbst, die himmlischen müssen bessere Opfer haben, denn
jene waren, Ebr. 9, 23. (D. i. ein besseres, anstatt niler
andrer, ob eg gleich nur ein einziges, c. io, 1.) Nnn aber am Ende der Welt ist er Ein Mal erschienen, durch
sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben, Ebr. 9, 26. Denn mit Einem Opfer hat er m Ewigkeit vollendet (uvllkom-
mm versülmt, so daß es ewig gilt), die geheiliget werden, Ebr.
10, 14. Anßer diesem haben wir fürder kein anderes Opfer
mehr für die Sünde, v. 26.
z. 5. Christus hat sich zu einem süßen Geruch dargegeben, Eph. 5, 2. war ohne Fehl, Ebr. 7, 26. c. 9, 14. von den Sündern abgesondert, Ebr. 7, 26. gebunden, Joh. 18, 12. und starb am Kreuz, c. 19, 28. 30. Das 5., ?., 8., 9. Capitel an die Ebräer geben davon Unterricht, und das 10. Capitel zeigt die Vortrefflichkeit des Versöhnungsopfers unsers Heilands, welches vollkommen versöhnt, so daß es nun immerdar gilt, Ebr. 10, 14.
§. 6. III) Der Gottesdienst, Esa. 56, 7. Phil. 2,17. und Ieremias c. 33, 18. redet mit levitischen Worten von den geistlichen Opfern nach Art des N. T. vergl. Mal. 1, 11. 1 Petr. 2, 5. Hieher gehören alle gute Werke, welche uns GOtt in seinem Gesetz vorgeschrieben, welche ihm in und durch Christum angenehm sind, ob sie schon an und für sich nnvollkommen:
Die Opfer, die GOtt gefallen, sind ein geängsteter Geist, Pf. 51, 19.
Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, ib.
v. 21.
Laß dir gefallen, HErr, das willige Opfer meines Mundes (Lob), Ps. 119, 108.
GOttes Gebot halten, das ist ein reiches Opfer, Sir. 35,
i. ». Wohlzuthun und mitzutheilen vergesset nicht, denn solche Opfer
gefallen Eptt wohl, Ebr. 13, 16.
z. 7. Röm. 12, 1. Dasz ihr eure Leiber begebet zum Dpser. Christen sollen, als geistliche Priester, alle ihre bösen Begierden gleichsam schlachten, todten, sich selbst absterben und sich dem heiligen Geist ergeben, damit sie ein lebendiges Opfer werden, das einen süßen Geruch in allen guteu Werken von sich gebe. So giebt es einen heiligen Opferdienst durch das ganze Leben des Christen; indem er den Gebranch aller seiner Kräfte und Gaben GOtt zum Dienste weiht, so wird auch das Gebet und der öffentliche Gottesdienst ein Opfer, indem er sich GOtt aufs Neue angelobt zum ewigen Dienst und Eigenthum.
Opfern
z. 1. I) GOtt eine Gabe bringen. Es wird auch der ganze Gottesdienst oarnnter verstanden, 2 Mos. 3, 12.
Wcr den Göttern opfert, ohne dem HErrn allein, der sei verbannt, 2 Mos. 22, 20. Alles, was einen Fehl hat, sollt ihr nicht opfern, 3 Mos. 22,
20. 5 Mos. 15, 21. Wer die Kälber küssen will, der soll Menschen opfern, Hos. 13,
2. (S. Küssen 8. 1.) Wer vom ungerechten Gut opfert, deß Opfer ist ein Gespött,
Sir. 34, Zi. Wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst «., Matth.
5, Z3. Wenn ichs opfere, so ist dirs viel nützer, Matth. 15, 5. (S.
Corlinn.) Wisset ihr nicht, daß die da opfern, essen vom Opfer? 1 Cor.
9, 13.
§. 2. Keinem Andern, 4 Mos. 26, 61. als dem wahren GOtt durfte geopfert werden, nach der von ihm vorgeschriebenen Weise im Glauben, wie denn besonders GOtt den Glauben Abrahams, daß sich dieser entschloß, seinen Sohn zu opfern, prüfen und bekannt machen, 1 Mos. 22, 2. Ebr. 11, 17. Iac. 2, 21. anch zugleich seine unermeßliche Liebe, da er seinen einigen Sohn für uns gegebeu, abbilden wollen. Sonst war Menschen zu opfern für GOtt ein Greuel, 2 Kön. 3, 27. Ps. 106, 37. wider das fünfte Gebot und nie geboten, Ier. 7, 31. (S. 5 Mos. 18, 9.10.)
Es haben geopfert Isaac, i Mos. 31, 54. Jacob, c. 46, i. Iethro, 2 Mos. 18, 12. Samuel, i Sam. 7, 9. Adonia, 1 Kön. i, 9. (durch die Priest^) Hiob, c. 1, 5. Elisa, 1 Kön. 19, 21. sehr viel Rinder 2c., David und Salomo, 1 Chr. 30, 21. 2 Chr. 7, 5. 1 Kön. 8, 5. Saul opferte selbst wider GOttes Befehl, 1 Sam. 7, 9. 10. Die Heiden, was sie opfern, das opfern sie den Teufeln, i Cor.
10, 20.
§. 3. II) Von Christa, 1 Cor. 5, 7. Ebr. 7, 27.
welcher uus, da er sich für uus gegeben, GOtt zu-
geführt, 1 Petr. 3, 18.
Ich will ihres TrankopferZ mit dem Blute nicht opfern, Ps. 16,
4. (S. Mnnd ß. 7.) Welcher unsere Sünden selbst (als eine ihm nufgelrgte Oast auf
dns Hol; hinauf getragen und daselbst) geopfert hat an seinem
Leibe, 1 Petr. 2, 24. Darum muß auch dieser etwas haben, daZ er opfere, Gbr. 8, 3.
(Nämlich sich selbst, c. 9, 12. 14.)
Also ist Christus Ein Mal geopfert, wegzunehmen Vieler Sünden, Ebr. 9, 28.
z. 4. Ich werde schon geopfert, 2 Tim. 4, 6. (Phil. 2, 17.) es ist nun so weit, daß mein Blut als ein Trankopfer, Libation, vergossen und mein Tod, als eine Bestätigung der Wahrheit, einen lieblichen Geruch von sich geben werde.
§. 5. III) Die geistlichen Opfer und der Gottesdienst N. T., 1 Petr. 2, 5. Der levitische gilt nicht mehr, Esa. 66, 3. und das Gegenbild, Christus, hat in seiner Menschheit uns ein Beispiel der Nachahmung gelassen, Ebr. 5, 7. Opfert Gerechtigkeit (rechte Opfer), unv hoffet auf den HErrn
Ps. 4, s.