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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Qmntus ? Nache.
Quintus
Mulms. Ein römischer Gesandter an die Juden, 2 Macc. 11, 34.
Quitt
Los. 1 Mos. 24, 8. 41. So hast du der Sache ein Genüge gethan, und bist des Eides qnitt (los.
<. Raamia; 2. Rabba
11 Des HErrn Bewegung, Nch. 7, 7. 2) Volk-reich. Eine Stadt der Ammoniter, Ios. 13, 25.
n. 11,1. 12,
,26.
Ier. 49, 3. Amos 1,14. 2 Sam.
Rabbi
Oder Nabduni. Ist so viel als Meister. War bei den Ebräern und Syrern ein Ehrenname, welcher den Gelehrten und weisen Leuten beigelegt wnrde, wie hent zu Tage der Doctor- oder Magistertitel. Um die Zeit Christi kamen solche Titel allmälig anf und uahmen nach der Zeit noch mehr überHand. Die ehrgeizige Hochachtung und Bestrebung darnach und die dadurch angemaßte Meisterschaft über die Gewissen wird verworfen, wie das Erwählen oben an zu sitzen, Luc. 14, 7. womit der Obersitz an sich selbst als sündlich nicht verworfen wird. S. Marc. 9, 5. c. 10, 51. c. n, 21. Joh. i, 38. 49. c. 4,
31. c. 6, 25. c. 20, 16. Ihr sollt euch nicht Rabbi (so ehrsüchtig) nennen lassen; denn
Einer ist Euer Meister; ihr aber seid alle Brüder, Matth.
23, 3.
Bin ichs, Nabbi? Matth. 26, 25. Gegrüßet feist du, Rabbi, ib. v. 49.
Rabe
Noah ließ einen Raben au3 dem Kasten fliegen, i Mos. 8, 7.
War den Juden unrein, 3 Mos. ,1, 15. 5 Mos. 14, 14.
Speisen den EliaZ (wunderbarer Weife), 1 Kön. 17, 4. 6.
Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zn GOtt rufen? Hiob 38, 41. (Vas Geschrei am Hunger bewegt GOtt gegen seine Crentur.)
Der dem Vieh sein Futter giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen, Ps. 147, 9.
Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen, Sprw. 30, 17.
Seine Locken find kraus, schwarz wie ein Rabe, Hohel. 5, 11.
Nehmet wahr der Raben, sie säen nicht, ? und GOtt nähret sie doch, Luc. 12, 24.
Rabenstein
Ein Steinhanfen, Sprw. 26, 8.
Rabsace
Mundschenk. Sanheribs Hauptmann. Ein GOt-tcslästerer, 2 Kön. 18, 17. 32. 35. Esa. 36, 2.
Racha
Heißt, je nachdem man es entweder von V'1 oder von VV1 ableitet, du eitler, nichtswürdiger,
oder on anspeiungswürdiger Mensch. Es war ein unter den Juden gemeines Schimpfwort, welches, insofern es einen Mangel aller Achtung der Menschenwürde verräth, vor GOtt ebenso strafbar ist, wie vor Menschen ein Vergehen, welches von dem hohen Rath nntersncht wnrde.
Wer zu seinem Bruder sagt: Nacha, der ist des Raths schuldig, Matth. 5, 2Z. (S. Feuer §. b.)
Nache
z. 1. a) Die Ahndung des angethanen Unrechts. Die Strafübnng wider die Sünde steht GOtt zu, der ist ein gerechter GOtt, welcher entweder unmittelbar, oder mittelbar durch «) die Obrigkeit,* Röm. 13, 4. b) die Kirche, 1 Cor. 5, 5. '<?) den Feind, Ier. 46, 10. ch Privatpersonen, 2 Mos. 2, 11. 1 Kön. 18, 40. das Vd'se nicht ungestraft läßt, sonder!: richtig und genau vergilt. Es ist daher ein großer Mißverstand, wenn Manche GOtt die Rache absprechen wollen, die doch ihm allein und eigentlich zukommt. Bei Menschen ist sie Fehler, weil sie damit in GOttes Rechte eingreifen und eiuen boshaften Sinn verrathen; bei GOtt aber, wo alles Leidenschaftähnliche nicht zu denken, ist sie der Ausfluß seiner Heiligkeit und die nothwendige Ausübuug seiuer höchsten Majestätsrechte. Es kann ihm, wenn er beleidigt ist, Niemand, als Er selbst, Recht schaffen. Insofern es ganz in Einstimmuug mit GOttes hciliger und gerechter Weltorduung und aus Draug für die Ehre GOttes geschieht, kaun man wünschen,'daß GOtt Nache nehme an seinen Feinden.
Die Rache ist mein, ich will vergelten, 5 Mos. 32, 35. Röm. 12, 19.
Der GOtt, der mir die Rache giebt, und wirft die Völker unter
mich, 2 Sam. 22, 48. Der Gerechte wird sich srenen, wenn er solche Nache siehet, Pf.
58, 11. Laß unter den Heiden vor deinen Augen kund werden die Rache
des VlutZ deiner Knechte, Pf. 79, 10. HErr, GOtt, deß die Nache ist, GOtt, deß die Rache ist, erscheine,
Ps. 94, 1.
Es ist der Tag der Rache des HErrn, Efa. 34, 6. Ier. 51, 6. Sehet, euer GOtt kommt zur Rache, Efa. 35, 4. Ich habe einen Tag der Rache (besonders an geistlichen Feinden)
mir vorgenommen; das Jahr die Meinen zu erlösen ist gekommen, Efa. 63, 4. c. ei, 2. Laß mich deine Rache über sie sehen; denn ich habe dir meine
Sache befohlen, Ier. 11, 80. Das ist des HErrn Rache, rächet euch an ihr; thut ihr, wie sie
gethan hat, Ier. 50, 15. Denn der GOtt der Rache, der HErr, bezahlet sie, Ier. 5i,
56. 6.
Und wird die Creatur rüsten zur Rache über die Feinde, Weish.
b, 18. S. Sir. 39, 33. 35. 36.
Feuer und Würmer ist Rache über die Gottlofen, Sir. 7, 19. Gedenke an den Zorn, der am Ende kommen wird, und an die
Rache, wenn du davon mußt, Sir. 18, 24. So bald der Elende ruft, so höret es GOtt, und die Nache wird
eilend kommen, Sir. 21, 6. Die Hoffärtigen höhnen und spotten; aber die Nache lauert auf
sie, wie etn Löwe, Sir. 27, 31.
Das sind die Tage der Rache, daß erfüllet werde Alles, was geschrieben ist, Luc. 21, 22. Dieser Mensch muß ein Mörder sein, welchen die Rache nicht
leben läßt lc., A.G. 28, 4. Rache zu geben über die, so GOtt nicht erkennen, und über dic,
so nicht gehorsam find dem Evangelio unsers HErrn IOsu
Christi, 2 Thefs. 1, 6. * Zur Rache über die Uebelthäter, und zu Lobe den Frommen,
1 Petr. 2, 14.
§. 2. b) Das ernstliche Ginsehn durch gebrauchte Kirchenzncht, 2 Cor. 7,11.
8. 3. Es giebt auch eine heilige Nache, wenn man sich an der Sünde, als seinem und seines GOttes ärgsten Feinde rächt, ihr zum Verdruß in Allem das Gegentheil thut, z. V. durch Fasten an