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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Regenbogen ? Regieren.
Wenn ihr eine Wolke sehet aufgehen vom Abend, so sprechet
ihr bald: es kommt ein Regen, Luc. 12. 54< Viel Gutes gethan, und vom Himmel Regen und fruchtbare
Zeiten gegeben, A.G. 14, 17. Die Erde, die den Regen trinket :c., Ebr. 6, 7.
z. 2. II) Ein Bild a) der Ausgießung, Joel 2, 28. des heiligen Geistes, welcher die Herzen fruchtbar macht, Gal. 5, 22. b) der Menschwerdung Christi, wonach die Gläubigen, als ein dürres Erdreich, gc-lechzet; c) des Evangeliums, welches die Herzen erquickt, tröstet, und deren Wachsthum im Guten befördert, Zach. 10, 1. d) des göttlichen Segens und Gnade, Hos. 6, 3.
Nun aber giebst du, GOtt, einen gnädigen Regen, und dein
Erbe, das dürre ist, das erquickest du, Ps. 68, 10. Er (der Messins) wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell,
Ps. 72, 6. (S. Fell.) Gleichwie der Negen und Schnee vom Himmel fällt ? also
soll das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch sein lc.,
Esa. 55, 10. Und auf sie regnen lassen zu rechter Zeit: das sollen gnädige
Regen sein, Ezech. 34, 26. vergl. Efa. 44, 3. 4.
§. 3. e) Der Verfolgung der Kirche, Hohcl. 2, 11. Esa. 4, 6. und f) Strafen GOttes, welche wie ein Platzregen über die Gottlosen kommen, f) Er gab ihnen Hagel zum Regen, Ps. 105, 32. 2 Mos. 9, 25.
§. 4. Negen (Vorb.), Bewegen. (S. Finger §. 3.) Das Geheimniß der antichristischen Herrschsucht, als sei man frei ohne Gesetz, wirkte schon damals sehr kräftig in einigen Gemüthern, 2 Thefs. 2, 7. z. B. 3Joh.9. ' '
Regenbogen
§. 1. Er ist nicht in den Wolken, sondern in dem Negen, der herunter fällt, und kommt daher, daß die Strahlen des Sonnenlichts, welches eine Vermischung von allerhand Farben, reflectirt und gebrochen werden.
Siehe den Regenbogen an, und lobe den, der ihn gemacht hat, denn er hat sehr schöne Farben, Sir. 43, 12. c. 50, 7.
* §. 2. Er wurde als cm Zeichen des Bundes GOttes mit Noah und seinen Nachkommen, 1 Mos. 9, 9?17. gesetzt und bildet a) die Herrlichkeit GOttes, Ezech. 1, 28. b) die evangelische Gnade in Christo, unter welcher die Kirche N. T. regiert wird, zum Lobe seiner Herrlichkeit ab, Offb. 4, 3. c. 10,1.
Regnen
H. 1. a) Von ordentlichen und anßerordentlichen ^orn-Regen, 1 Sam. 12, 17. 18. Hiob 20. 23. womit GOtt die Bösen heimsucht. (Von Offb. 11, 6. S. Macht §. 9.)
GOtt hatte noch nicht regnen lassen, 1 Mos. 2, 5.
Ließ 40 Tage und 40 Nächte regnen in der Sündfluth,
1 Mos. 7, 4.
Schwefel und Feuer auf Sodom, 1 Mos. 19, 24. Luc. 17,
27. 29.
Hagel auf Egypten, 2 Mos. 9, 18. 24. Brod vom Himmel, 2 Mos. 16, 4. Wenn der Himmel verfchlofsen wird, daß nicht regnet, weil fie
an dir gesündiget haben, 1 Kon. 8, 35. Gehe hin, zeige dich Ahab, daß ich regnen lasse auf Erden,
1 Kön. 18, i.
Es rauschet, als wollte es regnen, 1 Kön. 18, 41. Er wird regnen lassen über die Gottlosen Blitz 2c., Ps. 11,
6. Ezech. 38. 2.2. Ein zänkisches Weib, und stetiges Triefen, wenn es sehr regnet,
werden wohl mit einander verglichen, Sprw. 27, IS. Darum, daß die Erde lechzet; weil es nicht regnet auf Hie Erde,
Ier. 14, 4.
Er lässet regnen über Gerechte und Ungerechte, Matth. 5, 45. Und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monden,
Iac. b, 17.
z. 2. b) Von den Wohlthaten und göttlichen Segen, welche von oben herab auf uns häufig stießen, z. B. von der Predigt des Evangeliums, Ezech. 34, 26.
Und die Wolken regnen die Gerechtigkeit, Esa. 45, 8. Zos.
10, 12.
Welches Geschlecht aber auf Erden nicht herauf kommen wird gen Jerusalem, anzubeten den König ? über die wird es nicht regnen, Zach. 14, 17. (Sie sollen weder Trost im Ge-missen, noch Hoffnung der Heliykeit hauen, v. 19. Esa. 5, 6.)
Regent
Der das Regiment führt, soll den Unterthanen sorgfältig vorstehen, und sie in einem gernhigen und beqnemen, überhaupt glückseligen Zustande zu erhalten suchen. sS. Obrigkeit.) Nicht. 5,14. sind es Gesetzgeber, z. V. Officiere.
Joseph war Regent im Lande, i Mos. 42, 6.
Durch mich herrschen die Fürsien, und alle Regenten (von aller-
Hand Obrigkeiten) auf Erden, Sprw. 8, 16. Ich will heimsuchen alle Regenten zu No, Ier. 46, 25. Nah.
3, 8.
Habt Gerechtigkeit lieb, ihr Regenten auf Erden, Weish.
i, 1. Ein weiser Regent ist strenge, Sir. 10, i. (A.: geht mit den
Unterthanen nl» Kindern um.)
Wie der Regent, so sind auch seine Amtleute, Sir. 10, 2. Es steht in GOttes Händen, daß es einem Regenten gerathe,
Sir. 10, 5. Die, so GOtt fürchten, halten ihren Regenten in Ehren, Sir.
10, 24. 27.
Regieren, s. Herrschen
§. 1. Herrschen, a) Von GDtt, welcher 1) nach seinem aNwcisen Rath und Willen Alles zu seinem Zweck lenkt und richtet; 2) als ein König über die ganze Welt herrscht; und 3) durch den heiligen Geist seine Kinder treibt, Röm. 8, 14. Weißt du, wie der Himmel zu regieren ist? Hiob 36, 33. Er wird den Erdboden recht richten, und die Leute regieren
rechtschaffen, Pf. 9, 9. Er weidete sie auch mit aller Treue, und regierte sie mit allem
Fleiß, Pf. 78, 72. Der HErr ist groß ? und ist unbegreiflich, wie er regieret,
Ps. 147, 5. (Ztine weisen Verordnungen sind nickt zn
znhlen.) Weil du gerecht bist, so regierest du alle Dinge recht, Weish.
12, 15. Du gewaltiger Herrscher richtest mit Lindigkeit, und regkrest
uns mit vielem Verschonen, Wcish. 12, 18. Alles mit
Barmherzigkeit, c. 15, 1.
Deine Vorsichtigkeit, 0 Vater, regieret es, Weish. 14, 3. 3) Du regierest die Leute auf Erden, Pf. 67, 5. Danke allezeit GOtt, und bctc, daß er dich regiere, und du
in allem deinem Vornehmen seinem Wort folgest, Tob.
4, 20.
Regieret euch aber der Geist, fo seid ihr nicht unter dem Gefetz (dessen Zmnny und Vtrdamnmiß), Oal. 5, 18.
Der Friede GOttes regiere (habe die Oberhand) in eurem Herzen, Col 3, 15.
§. 2. b) Von Christs. sS. König §. 5. Herr-scheu z. 1.) c) von den Gläubigen. (S. König §. 6.) b) Ciehe, es wird ein König regieren, Gerechtigkeit anzurichten,
Efa. 32, 1. Ier. 33, 5. Es sind die Reiche der Welt unsers HErrn und seines Christus
geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit,
Offb. 11, 15. Er wird sie regieren (weiden) mit der eisernen Ruthe, Offb.
19, 15.
r) Diese lebten und regierten mit Christo 1000 Jahre, Offb.
20, 4. (Crft §. 4.) von Ewigkeit zu Ewigkeit, Offb. 22, 5.
z. 3. d) Von Regenten und Herrschern, nud Andern, welchen eine Herrschaft zukommt, 1 Tim. 5, 4.*
Von Fürsten, 1 Mos. 36, 30. 31. Königen, 2 Sam. 2, 10 2c. Durch mich regieren die Könige. Sprw. S, 15. Du bist der einige Fremdling hier, und willst regieren? 1 Mos.
19, 9.
Und läßt über sie regieren einen Heuchler, das Volk zu drängen, Kiob 34, 30.
Ein Gottloser, der über ein armes Volk regieret, das ist ein brüllender Löwe, Sprw. 28, 15.
Des Geizigen Regieren (Geriith, Thun und Lehren) ist eitel Schaben, Efa. 32, 7.
Regieret Jemand, so sei er sorgfältig, Röm. 12, 6.
* Ein großes Licht, das den Tag regiere; und ein kleines Licht, das die Nacht regiere (mit sn,um Hchcm), 1 Mos. 1, 16.