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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Rotten ? RückfaU.
Es müssen Rotten unter euch sein, auf daß die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden, 1 Cor. 11, 19. (S. Aerger-mß 8. 3.)
Diese sind, die da Rotten machen, fleischliche, die da keinen Geist haben, Br. Jud. v. 19.
Rotten
I) S. Ausrotten. 3 Mos. 17, 10. c. 20, 3. Hiob 18, 14. Amos 9, 15. II) Sich zusammen schlagen, rottiren, znsammcn halten.*
Aber die Gottlosen werden aus dem Lande gerottet, Sprw.
2, 22.
" Es rotten sich die Hinkenden wider mich, Ps. 35, 15. Siehe, wer will sich wider dich rotten, und dich überfallen, so
sie sich ohne mich rotten? Efa. 54, 15.
Rottengeister
Verführer und falsche Lehrer, die sich einen Anhang zu machen befleißigen, und andere Lente an sich ziehen, Hos. 9, 7.
Rüben
Schaukind. Der Erstgeborne Jacobs, 1 Mos. 29, 32. von dem der Stamm Nuben herkommt.
Befleckt seines Vaters Bette, 1 Mos. 35, 22. verliert dadurch das Recht der Erstgeburt, c. 49, 4. will den Joseph aus seiner Brüder Handen retten, c. 37, 21. 22. 29. wird für Benjamin bei seinem Vater Bürge, c. 42, 37. seine Söhne, c. 46, 9.
Am Sinai waren der Nubeniten 46500, 4 Mos. 1, 21. beim Einzug ins gelobte Land 43730, 4 Mos. 26, 7. wegen Abgötterei nach Assyrien geführt. 2 Kon. 15, 23. Ihr Erbtheil, 4 Mos. 32, 33. 5 Mos. 3, 12. Ios. 13, 6. c. 22, 4. 7.
Rüben lebe und sterbe nicht, und sein Pöbel sei gering, 5 Mos. 33, 6.
Vom Geschlecht Rüben 12000 versiegelt, Offb. 7, 5.
Rubin
Ein röthlicher Edelstein, 2 Mos. 28, 18. Esa. 54, 12.
Ruch, s. Geruch
. 7, 13.
Von Hohel. 1, 12. s. Narde; von s. Lilien.
Ruchlos
I) Der keine Empfindung mehr für das Gute und Heilige hat. Daher unempfänglich für alle Vorhaltnngen. Der einen verstockten, erstorbenen Geist und ein Drandmaal. im Gewissen hat. II) Einer, der unter dem Vorwaud der Freiheit recht unbändig ist, und sich um kein Gesetz bekümmert.* Die Ruchlosen verderben Weisheit und Zucht, Sprw. 1, 7. Wie lange wollen die Ruchlosen (Narren, die nur um den Bauch
sorgen) die Lehre hassen? ib. v. 22. Der Ruchlosen Glück bringet sie um, ib. v. 32. Ruchloser Dünkel ist ferne von GOtt, Weish. 1, 3. Der heilige Geist ? fliehet von den Ruchlosen, ib. v. 5. Ein Ruchloser bleibet nicht an ihr (der Weisheit), Sir.
6, 21. Welche ruchlos sind, und ergeben sich der Unzucht, Eph.
4, 19.
* Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zwar wisset, so verwahret euch, daß ihr nicht durch Irrthum der ruchlosen Leute, sammt ihnen verführet werdet 2c., 2 Petr. 3,17. vergl. c. 2, 15.
Rücken
z. 1. I) Der hintere Theil des menschlichen Leibes ist ein Bild II) der Stärke, III) der Hartnäckigkeit und Halsstarrigkeit, aber auch des unbeugsamen Gehorsams, und IV) der Flucht, Ios. 7, 8. 12. Zerschlage den Rücken derer, die sich wider ihn auflehnen, S Mos.
33, 11.
Und hast mich Hinterbeinen Rücken geworfen (schändlich verlassen),
i Kon. 14, 9. s. 3 Chr. 29, 6. und Ezech. 23, 35. Die Pflüger haben auf meinem RüÄen geackcrt, Pf. 129, 3.
Auf den Rücken des Narren geHort eine Ruthe, Sprw. id, 13.
c. 19, 29. Ich hielt meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, Efa. 50,
6. vergl. Matth. 26, 67. Lege deinen Rücken zur Erde und wie eine Gasse, daß man über-
hin laufe, Esa. 51, 23. vergl. Ps. 129, 3. Sie kehren mir den Rücken zu, und nicht das Angesicht, Ier.
2, 27. c. 32, 33. Zach. 7, 11. Ich will ihnen den Rücken und nicht das Antlitz zeigen, wenn
sie verderben, Ier. 18, 17. (GOtt «ersaat ihnen seine
Hülfe.)
Bläue ihm den Rücken, weil er jung ist, Sir. 30, 12. Verblende ihre Augen, daß sie nicht sehen, und beuge ihren
Rücken allezeit (benimm ihnen Me Stärke, belege sie mit hartem
leiblichem und geistigem Druck), Rom. 11, 10.
Rückfall
§. 1. Begriff. Es ist die sittliche Veränderung, wo ein wahrhaft bekehrter Christ aus dem Leben im Geiste oder aus der lebendigen Gemeinschaft mit Christo übertritt in das Leben im Fleische oder in die Knechtschaft der Sünde. Es ist demnach der Rückfall zu unterscheiden von einzelnen Schwachheitssünden, welche ohne Nückfall vorkommen können; und von der Verstockang, zu welcher er sich verhält wie Ursache zur Wirkung. Er hat verschiedene Grade; es giebt einen beginnenden und einen voll-endeten Rückfall.
Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man salzen? Es ist zu nichts hinfort nütze, denn daß man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten, Matth. 5, 13.
Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist; so durchwandelt er dürre Stätte, suchet Nuhe, und findet sie nicht. Da spricht er denn: ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin, c. 12, 44. 45.
So sie entflohen sind dem Unsiath der Welt, durch die Erkenntniß des HVrrn und Heilandes JEsu Christi, werden aber wiederum in denselbigen geflochten und überwunden: ist mit ihnen das Letzte ärger geworden, denn das Erste, 2 Petr. 2, 20.
Der Hund frißt wieder, was er gespeiet hat, und die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Koth, ib. v. 22.
z. 2. Möglichkeit. Es widerstreitet der sittlichen Natur des Menschen und den Aussprücheu der Schrift, daß die einmal Bekehrten oder Auserwählten nie wieder ans der Gnade fallen können. Die Ursachen, die den Nückfall eines Gläubigen veranlassen können, sind Trägheit, wenn er die erlangten Kräfte und Fähigkeiten nicht übt; Sicherheit, UnWachsamkeit und Hochmuth, weun er der Gefahren nicht achtet; Versuchungen und Wiederkehr der alten sündlichen Neizungen, schwere Prüfungen. ? Wäre ein Nückfall schlechterdings nnmöglich, so wäre die Beharrung im Guten keiner Zurechnung und also auch keiner Gnadeubelohuung fähig, nud die Ermahnung dazu zwecklos. ? Auch beweisen die biblischen Beispiele die Möglichkeit des Rückfalls; Hymeuans und Alcxauder, 1 Tim. 1, 19. 20. De-mas, 2 Tim. 4, 10. zum Theil auch die Galater, Gal. 1, 6. c. 3, 1. 3. c. 4, 9. c. 5, 4. 7. Ephe-ser, Offb. 2, 4. 5. Laodiceer, c. 3, 15?17.
z. 3. Folgen. Diese sind gerade wie bei einem leiblichen Necidive höchst gefährlich. Der Rückfall zieht, wenn auch dabei Erinnerungen an frühere Einsichten und Gnadenerfahrnngen ohne Kraft übrig bleiben, doch nicht bloß den Verlust des geistlichen Lebens, der früher geschenkten Kräfte, der Gewissensruhe und der seligen Vereinigung mit GOtt; sondern auch wirkliche, oft schnelle Verschlimmerung, Matth. 12, 45. Untüchtigkeit zum Dienst des HGrrn, Matth. 5, 13. die tiefste Entehrung vor den Kindern GOttes ib.; und dereinst größere Ver-dammniß zu, die bei dem, der einen Vorschmack der Seligkeit hatte, viel empfindlicher sein muß, als bei dem nie Bekehrten.