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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Saal ? Sabbathtag.
Saal
I) Das grohe Obergemach auf dem Dache, wohin man auf besondern Stufen hinaufsteigt, 2 Kön. 23, 12. II) der himmlische Pallast GOttes. * Ehud ging aus dem Saal hinaus, Richt. 3, 23. David ging auf den Saal und beweinte Absalom, 2 Sam.
18, 33.
Elisa wohnte auf einem Saal zu Zarpath, i Kön. 17,
19. 23.
Ahasia fiel in seinem Saal durchs Gitter, 2 Kön. 1, 2.
Auf einem gepflasterten Saal ließ IEsuZ das Osterlamm zubereiten, Marc. 14, 15. Luc. 22, 12.
* Er ist es, der seinen (obern) Saal in den Himmel bauet, und seine Hütten auf der Erde gründet, Amos 9, 6. vergl. Ps. 103, 19. (S. Hütte ß. 12.)
1. Saalbim; 2. Saalim
1) Der die Herzen ansieht. Eine Stadt im Stamm Dan, Richt. 1, 35. 1 Kön. 4, 9. 2) Fuchs. Eine Stadt in Iuda, 1 Sam. 9, 4.
1. Saaraim; 2. Saasgas
1) Pforten. Eine Stadt im Stamm Iuda, Ios. 15, 36. 2) Glückselig. Der Kämmerer des Ahas-verus, Esth. 2, 14.
Saat
a) Die Zeit des Aussäens, 3 Mos. 26, 5. b) die Feldfrüchte, c) Ein Bild des glückseligen Zustandes. *
s Mos. 14, 22. c. 16, 9. Gsa. 28, 24. Hof. 8, 7. Sir. 40, 22. Wenn du in die Saat deines Nächsten gehest, so magst du mit
der Hand Aehren abrupfen, 5 Mos. 23, 25. Und gab ihr Gewächs den Raupen, und ihre Saat (ihre saure
Arbeit) den Heuschrecken, Pf. 78, 46. Du lässest Gras wachsen für das Vieh, und Saat zu Nutz den
(durch die Arbeit der) Menschen, Ps. 104, 14. Alle Saat am Wasser wird verwelken, Esa. 19, 7. IEsus ging durch die Saat, Matth. 12, i. Marc. 2, 23. " Seine Saat steht dicke bei den Quellen, und sein Haus auf
Steinen, Hiob 6, 17. Meine Saat ging auf am Wasser; und der Thau blieb über
meiner Ernte, Hiob 29, 19. (A.: meine Wurzel mnr offen,
die Feuchtigkeit an sich zu ziehen.)
l. Saba; 2. Sabad
1j Eidschwur. a) Der Name eines Brunnens, 1 Mos. 26, 33. ö) Eine Stadt in Arabien, Ezech.
27. 22." 2) Geschenkt. Gin Sohn Nathans, 1 Chr. 2, 36 :c.
« Sie werden aus Saba Alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des HErrn Lob verkündigen, Efa. 60, 6.
1. Sabadia; 2. Sabarim
1) Gabe GOttes. Ein Sohn Asahels, 1 Chr.
28, 7. u. a. 2) Niederlage. Ein Ort vor der Stadt Ai, Ios. 7, 4. 5.
Sabbathtag
z. 1. I) Der siebente Tag in der Woche, welchen GOtt zu seinem Dienst ausgesondert und gesetzt.
Siehe Mhr 1. o. II. S. 532. 545 Wesen des Sabbath; 545?560 Verhältniß der mosaischen Cultuszeiten zu den heidnischen; 560?565 Resultate; 566?576 Sabbathcyclus; 577?584 Bedeutung des Tagessabbaths; 584?582 Kritik neuerer Ansichten. ? Bei dem Sabbath ist nicht bloß die
negative ^>eite, Ruhe von Arbeit, sondern vornehm lich die positive Seite des Hurückkehrens in seincn vorigen Zustand (von UV') des Wieocrhergesteltt-werdens aufzufassen. Von welcher Art dieses Zurückkehren zu denken sei, geht aus dem Wesen dcv Zeit und dem Verhältniß GOttes zu ihr hervor. Die Zeit ist absolute Bewegung, cm stetes Anderssein, Wechsel, Veränderung; diesem Wesen der Zeit gegenüber erscheint das Wesen GOttes als das wahrhafte Sein, als das absoluteste unwandelbare Sein, d. i. in der menschlichen Anschauung als Nuhc; die Ruhe ist der finuliche Reflex des unbeweglichen ewigen Seins. Soll also eine Zeit als Gotteszcit gelten, so muß es Zeit der Ruhe sein. So wiro das Ruhen in den heiligen Zeiten factische Anerkennung GOttes in seinem Verhältniß zur Zeit, Verehrung des Ewigen in seiner unendlichen Erhabenheit über alles Vergängliche, Wandelbare und Nichtige. Das NIO bezweckt sonnt, den Menschcn zum wahren Sein und Leben, zu Iehova, von dem er sich durch das Leben in der Zeit und die stete Beschäftigung mit dem Zeitlichen entfernt, zurückzubringen, und ihn, in dem Maaße er sich der Zeit hingegeben, d. i. nichtig und ungöttlich geworden, wieder herzustellen. ? Bei keinem Volke waren so die Begriffe Gotteszeit und Ruhezeit identisch; im Heidenthum fällt das Wesen der Gottheit, anstatt über die Zeit und mit ihr im Gegensatz zu stehen, vielmehr mit der Zeit in Eins zusammen, die Zeit wird selbst als Gottheit verehrt. ? Das Gesetz gicbt Dreierlei als Grund der Sabbathsfeier an: 1) die Ruhe GOttes; 2) der Bund Iehovas mit Israel, 2 Mos. 31, 12?17. Der Sabbath bezog sich in seiner Grundidee auf die Schöpfung und die damit gesetzte Offenbarung GOttes, die Feier des Sabbaths ist factische Anerkennung dieser Offenbarung; Nicht-feiern war Bundesbruch. 3) Ausführung auS Egyptcu, 5 Mos. 5, 12?15.: weil dadurch erst das Vo'lk zum Volke für sich, und zum heiligen Volke wurde. ? Daher die Strenge in der Sabbathsfeier. Er ist die Wurzel der verschiedenen Sabbathskreisc; mit ihm steht und fällt das ganze Gebäude der mosaischen Feste, wer ihn übertrat, übertrat alle andern heiligen Zeiten. In der Idee des Sabbaths concentri-ren sich die Wahrheiten, auf welcheu die religiöse und politische Eristenz Israels beruhte; seine Entweihung war Verletzung des innersten Heiligthums der israelitischen Religion, factische Lossagung von dem, was das Volk zum Volke GOttes machte.
Morgen ist der Sabbath der heiligen Ruhe des HErrn, 2 Mos.
16, 23.
Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der
Sabbath, darinnen wird es nicht sein, ib. v. 26. Sehet, GOtt hat euch den Sabbath gegeben, ib. v. 29. vergl.
1 Mos. 2, 2. 3. Gedenke des SabbathtageZ, daß du ihn heiligest, 2 Mos. 20, 8.
c. 23, 12. c. 35, 2. 5 Mos. 5, 12. Ezech. 20, 12. Am siebenten Tage ist der Sabbath des HErrn, deines GOttes,
da sollst du kein Werk thun, 2 Mos. 20, 10. 11. Darum so haltet meinen Sabbath: denn er soll euch heilig sein.
Wer ihn entheiliget, der soll des Todes sterben. Denn wer
eine Arbeit darinnen thut, deß Seele soll ausgerottet werden
von seinem Volk, 2 Mos. 31, 14. 15. is. Ein Mann las Holz am Sabbath und wurde gesteinigt, 4 Mos.
15, 32. Wohl dem Menschen, der solches thut, daß er den Sabbath halte,
E^ 56, 2. 4. 6.